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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Hochzeit ist gelaufen,und im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden....aber



Wolfgang Puls
26.12.2002, 15:24
....die Blitzbilder gefallen mir nicht so gut,besonders wenn man mit der Kamera sehr nah "drann" war.Dann verliert das weisse Hochzeits-Kleid seine Details,die Nähte und Spitzen gehen einfach verloren.Ich glaube,soetwas kann man nur mit einer Studio-Ausleuchtung ins rechte Licht setzen.Aber auf einer Trauung vor Ort bleibt keine Zeit für Experimente.Da muss alles "ruck-zuck" gehen.Die Profis unter uns haben diese Hürden wahrscheinlich alle im Griff.Besonders bei Satin-Stoffen gibt es offenbar grosse Probleme,da die Spiegelungen des Stoffes als dunkle Schatten zu sehen sind und damit das Kleid nicht mehr im reinen weiss erscheint.
Beim nächsten mal,muss ich mir was anderes einfallen lassen.........
Ich habe mit dem 28-135IS geknipst.
Viele Grüsse aus Oostende und eine guten Rutsch ins 2003 ....
Wolfgang
<img src="http://imagecontainer.bor-is.com/thumbs/200212/1040908774.jpg" border="0"><br><a href="http://imagecontainer.bor-is.com/medium/200212/1040908774.jpg" target="_blank">Mittelgroßes Bild (800x579) anzeigen.</a><br><a href="http://imagecontainer.bor-is.com/zoom/200212/1040908774.jpg" target="_blank">Originalbild (850x616) anzeigen.</a><br><br>---/ EXIF INFORMATIONEN /-------------------------------------<br>Aufnahmedatum: 2002:12:24 15:08:33<br>Brennweite: 28/1<br>Belichtungszeit: 1/125<br>
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GS2
26.12.2002, 17:20
Leider verhalten sich praktisch alle Digis wie Diafilme. Sprich: knochenhart. Hier helfen nur altbekannte Tricks, wie längere Synchronzeit und möglichst weiche Ausleuchtung. Selbst eine 1/60s unterdrückt häufig noch das Umgebungslicht. Deshalb bevorzuge ich eher Zeiten zwischen 1/15s und 1/30s in Innenräumen. Das Ganze ist leider immer ein Vabancespiel zwischen gelungener Lichtstimmung und Verwacklungsgrenze.

Gruß Gerhard

Frank R. Weihs
26.12.2002, 17:27
Hi Wolfgang, (endlich isser wieder im Lot) ;-)

siehst Du, geht doch. Und beim nächsten Mal kannst Du bei den kurzen brennweiten ruhig auf 1/30 Sec. runter gehen, dann ist der HG heller und die Schärfentiefe größer. Der IS sorgt für eine "ruhige Hand". Lieber ISO 400 als zugesuppte Hintergründe.
Auch sinnvoll ist es, einzelne Schüsse (wie der mit der Braut) vor ruhigerem HG zu machen - den kannst Du Dir vor der Veranstaltung auskucken und dann die Leute dorthin bitten. Du darfst das, Du bist der Fotograf. Du kannst aktiv ins Geschehen eingreifen und (fast) alles wegrücken, was Dir im Weg steht. Das spricht für die professionelle Seele in Dir.
Schön, dass Du wieder auf dem Boden bist. Lass es krachen zu Sylvester, wir wollen Langzeit-Pixies sehen!

Liebe Grüße aus Köln - Whitey

witteKind
26.12.2002, 17:40
Hallo Wolfgang.
Ich glaube nicht, dass deine Auftraggeber die Bilder mit dem selben kritischen Blick bertrachten, wie du deine eigenen Fotos. Die Leutchen sind ja meist noch mehr Amateure wie wir selber (ähmmm ich z.B.).
Die werden wohl schlicht aus dem Häuschen sein, wenn Sie die Resultate sehen. Da zählt dann mehr die Stimmung die rüberkommt sowie die Erinnerung, schon nach ein paar Tagen. Noch ein wenig in PS bearbeiten und alle werden zufrieden sein.

MfG
witteKind

Axel Kottal
26.12.2002, 17:43
Hallo Wolfgang,
es freut mich für dich, dass nichts schief ging. Perfekte Biltzfotos mit nur einem Blitzgerät sind in meinen Augen unmöglich - unter solchen Umständen wie bei einer Hochzeit. Darum fotografiere ich z. B. in der Kirche mit ISO 800 und immer ohne Blitz - die sind um Klassen besser als geblitzte 100 ISO-Fotos, weil die gesamte Stimmung erhalten bleibt. Und Reklamationen wegen Korn/Rauschen hatte ich noch nie. Bei Hochzeiten gibt es auch immer wieder nette Erlebnisse: Bei der vorletzten musste ich auf Wunsch des Pfarrers (den ich nicht kannte) die Kirchenglocken läuten lassen, als es los ging. Das war selbst für mich Premiere.
Viele Grüsse
Axel

M. Blum
26.12.2002, 18:43
Hallo Wolfgang,

ist doch gut, wenn alles gut gelaufen ist. Bevor du wieder so einen
Auftrag bekommst, kannst du ja üben , mit deinem Blitzgerät indirekt
zu blitzen. Bei deinen Bildern sind die typischen Probleme zu sehen,
die durch direktes Blitzen entstehen.

Für Indirektes Blitzen brauchst du nicht unbedingt eine weiße Decke.
Es eignet sich auch eine weiße Wand, lin ks, rechts oder sogar hinten.

Sofern dein Blitz ETTL beherrscht und mindestens eine Leitzahl von
50 hat, regeln Kamera und Blitz den Rest schon alleine. Du brauchst
nicht zu befürchten, daß die Bilder dunkel werden. Aber die Lichtvertei-
lung ist sehr viel harmonischer, als bei direktem Blitz.

Bei dir hat die starke Reflexion auf dem weißen Kleid die Lichtleistung
kräftig herunter gefahren. Dadurch entsteht der starke hell-dunkel-
Kontrast zwischen Vordergrund und Hintergrund. Ferner sehen die
Gesichter bei direktem Blitz auch häufig so ein wenig speckig aus. Das
hast du bei indirektem Blitz nicht. Probier es einfach mal aus.

Mit Leitzahl 50 und einer guten Zusammenarbeit zwischen Blitz und
Kamera kannst du selbst große Distanzen (20 m und mehr) mit dem
Blitz ausleuchten. Wenn es dann insgesamt etwas unterbelichtet sein
sollte, hebst du im PS die levels ein wenig an, nicht die absolute
Helligkeit. Was die D60 auch bei 3 Blenden Unterbelichtung noch
auffängt reicht für Aufhellung und Durchzeichnung in der EBV noch aus.

Immer noch besser als Überbelichtung. Dort kannst du die
ausgefressenen Weißen nicht mehr retten.

Gutes Blitzen ist reine Übungssache. Am besten lernt man es durch
Training. Bouncer taugen nach meiner Erfahrung nichts, weil die
Reflexionsfläche viel zu klein ist.

Aber weißt du was: Deine Hochzeitsgesellschaft weiß von dem allem
nichts und findet die Bilder sehr schön. Du wirst sehen, die Leute sind
wesentlich unkritischer, als wir.

Viele Grüße
Matthias



Wolfgang Puls schrieb:

>....die Blitzbilder gefallen mir nicht so gut,besonders wenn man mit der Kamera sehr nah "drann" war.Dann verliert das weisse Hochzeits-Kleid seine Details,die Nähte und Spitzen gehen einfach verloren.Ich glaube,soetwas kann man nur mit einer Studio-Ausleuchtung ins rechte Licht setzen.Aber auf einer Trauung vor Ort bleibt keine Zeit für Experimente.Da muss alles "ruck-zuck" gehen.Die Profis unter uns haben diese Hürden wahrscheinlich alle im Griff.Besonders bei Satin-Stoffen gibt es offenbar grosse Probleme,da die Spiegelungen des Stoffes als dunkle Schatten zu sehen sind und damit das Kleid nicht mehr im reinen weiss erscheint.
>Beim nächsten mal,muss ich mir was anderes einfallen lassen.........
>Ich habe mit dem 28-135IS geknipst.
>Viele Grüsse aus Oostende und eine guten Rutsch ins 2003 ....
>Wolfgang
> <img src="http://imagecontainer.bor-is.com/thumbs/200212/1040908774.jpg" border="0"><br><a href="http://imagecontainer.bor-is.com/medium/200212/1040908774.jpg" target="_blank">Mittelgroßes Bild (800x579) anzeigen.</a><br><a href="http://imagecontainer.bor-is.com/zoom/200212/1040908774.jpg" target="_blank">Originalbild (850x616) anzeigen.</a><br><br>---/ EXIF INFORMATIONEN /-------------------------------------<br>Aufnahmedatum: 2002:12:24 15:08:33<br>Brennweite: 28/1<br>Belichtungszeit: 1/125<br>
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Frank R. Weihs
27.12.2002, 12:55
Hallo Matthias,

wenn Bouncer nix taugen, warum verwenden ihn dann weit über die Hälfte aller Presse-Fotografen?

Gruß - Whitey

M. Blum
27.12.2002, 13:25
Weil die oftmals draußen fotografieren müssen, oder in Räumen mit sehr
hohen Decken. Es steht dann keine Reflexionsfläche zur Verfügung. Dann
ist selbstverständlich ein Bouncer immer noch besser, als direktes Blitzen.

Aber achte mal auf die Pressefotografen: In kleinen Räumen drehen die
den Blitz immer noch oben, links, rechts oder hinten, weil auch sie
erkannt haben, dass indirektes Blitzen immer noch besser ist, als direktes.

Wohlgemerkt: Das gilt natürlich nur für starke Blitze wie 550 EX, 54MZ3
oder Sigma 500. Bei kleinen Blitzen ist of die Leistung zu schwach für
indirektes Blitzen.

Bei dpreview gab es letztens eine Reihe (den link finde ich im Moment
nicht mehr, reiche ich aber nach), wo nebeneinadergestellt wurde:

- direktes Blitzen
- gebounced mit stofen omnibounce
- indirektes Blitzen
- indirektes Blitzen mit stofen omnibounce

Der Unterschied zwischen dem direkten Blitzen und dem Omnibounce war
minimal. Es gab den typischen Blitz-Klatsch mit Schattenwurf und
glänzenden Nasen. Einzig vernünftiges Foto war mit Blitz an die Decke.
Auch das indirekt mit Omnibounce geblitzte Bild war schlechter. Das
hängt vermutlich damit zusammen, dass der Omnibounce ja auch dann
eine Frontblitzfläche bildet, wenn du ihn an die Decke drehst, nämlich die
Fläche, die sonst zum Boden zeigt.

Mein Vorschlag: probiert es einfach aus. Nehmt euch ein hübsches Modell
und blitzt: 1. direkt von vorn, 2. indirekt an die Decke, 3 indirekt an eine
Wand und meinetwegen 4. mit Omnibounce oder selbstgebastelten
Joghurtbechern (die sind billiger als die 50 Mark für den Omnibounce-
Becher).

Viele Grüße
Matthias


Frank R. Weihs schrieb:

>Hallo Matthias,
>
>wenn Bouncer nix taugen, warum verwenden ihn dann weit über die Hälfte aller Presse-Fotografen?
>
>Gruß - Whitey