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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Für die Taucher unter uns.....



marc-r
15.02.2003, 01:37
Hier wurde vor nicht allzu langer Zeit mal nach Unterwassergehäusen für die D60 gefragt. Bei dpreview wurde jetzt ein Gehäuse vorgestellt, das für die D60 und D100 von Nikon passt. Aber seht selbst

http://www.dpreview.com/news/0302/03021301johnahousing.asp

gruß marc

Martin.Gaus
15.02.2003, 09:55
Für die D60 gibt es derzeit insgesamt 6 Unterwassergehäuse zur Auswahl (einschließlich der "Plastiktüten" von ewa-marine, die m.E. nur fürs Knipsen beim Schnorcheln einigermaßen tauglich sind), Infos über Gehäuse findet man unter

<a href="http://www.digideep.com" target="_blank">www.digideep.com</a>

Ich kenne das Gehäuse von johnahousing nicht, würde aber auf jeden Fall folgende Punkte vorher abklären:

1. Auf dem Foto von dpreview ist kein Fenster für den LCD-Bildschirm erkennbar - auf der Webseite von johnahousing wird ein Gehäuse für die D60 mit Fenster abgebildet.

Ich würde jedenfalls um nichts in der Welt auf den größten Vorteil einer Digitalkamera unter Wasser verzichten, daß ich nämlich meine manuell nach Erfahrung und Gefühl vorgenommenen Einstellungen Blende, Verschlußzeit und Blitzleistung (E-TTL ist unter Wasser problematisch und mit Canon-Kameras z.T. nicht zu realisieren) sofort optisch kontrollieren kann.

2. Die Verschlüsse und Abdichtungen müssen narrensicher sein. Ich kenne schon eine ganze Reihe von Tauchern, die mit einem vollgelaufenen Gehäuse aufgetaucht sind und dann ist die Kamera und das Objektiv hinüber. Ursachen wie z.B. Verschluß nicht ganz zu gehabt, oder Sandkorn eingeklemmt, oder O-Ring verschoben können wenigstens teilweise durch eine clevere Konstruktion verhindert werden.


Was den Preis anbetrifft sind die 1500 $ fürs Gehäuse günstig, da aus Aluminium gefertigt. (Ich würde meine Kamera bei Tauchgängen auf 40 oder 50 m auch keinem Plastikgehäuse anvertrauen).

Beim Preis ist noch zu bachten, was die Ports und sonstiges notwendiges Zubehör (Blitzarme, evtl. Gehäuse für Systemblitz, etc.) kostet.

Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auch wieder ein, daß ich Dirk versprochen hatte mal eine Zusammenfassung über die Unterwasserfotographie mit der D60 zu schreiben ......
Demnächst .....

Gruß
Martin



Marc-R schrieb:

>Hier wurde vor nicht allzu langer Zeit mal nach Unterwassergehäusen für die D60 gefragt. Bei dpreview wurde jetzt ein Gehäuse vorgestellt, das für die D60 und D100 von Nikon passt. Aber seht selbst
>
>http://www.dpreview.com/news/0302/03021301johnahousing.asp
>
>gruß marc

marc-r
15.02.2003, 10:09
Das klingt alles plausiebel. Ich muß dazu sagen, daß ich mich mit Unterwasserfotografie und dem benötigten Zubehör überhaupt nicht auskenne. Ich hatte im Hinterkopf, daß hier mal darüber diskutiert wurde und hab halt den Link hier reingestellt, falls jemand sowas sucht. Aber die Spezialisten unter uns nehmen sich dem Teil ja schon an und prüfen es - die Stärke dieses Forums....:-)))

gruß marc



Martin.Gaus schrieb:

>Für die D60 gibt es derzeit insgesamt 6 Unterwassergehäuse zur Auswahl (einschließlich der "Plastiktüten" von ewa-marine, die m.E. nur fürs Knipsen beim Schnorcheln einigermaßen tauglich sind), Infos über Gehäuse findet man unter
>
><a href="http://www.digideep.com" target="_blank">www.digideep.com</a>
>
>Ich kenne das Gehäuse von johnahousing nicht, würde aber auf jeden Fall folgende Punkte vorher abklären:
>
>1. Auf dem Foto von dpreview ist kein Fenster für den LCD-Bildschirm erkennbar - auf der Webseite von johnahousing wird ein Gehäuse für die D60 mit Fenster abgebildet.
>
>Ich würde jedenfalls um nichts in der Welt auf den größten Vorteil einer Digitalkamera unter Wasser verzichten, daß ich nämlich meine manuell nach Erfahrung und Gefühl vorgenommenen Einstellungen Blende, Verschlußzeit und Blitzleistung (E-TTL ist unter Wasser problematisch und mit Canon-Kameras z.T. nicht zu realisieren) sofort optisch kontrollieren kann.
>
>2. Die Verschlüsse und Abdichtungen müssen narrensicher sein. Ich kenne schon eine ganze Reihe von Tauchern, die mit einem vollgelaufenen Gehäuse aufgetaucht sind und dann ist die Kamera und das Objektiv hinüber. Ursachen wie z.B. Verschluß nicht ganz zu gehabt, oder Sandkorn eingeklemmt, oder O-Ring verschoben können wenigstens teilweise durch eine clevere Konstruktion verhindert werden.
>
>
>Was den Preis anbetrifft sind die 1500 $ fürs Gehäuse günstig, da aus Aluminium gefertigt. (Ich würde meine Kamera bei Tauchgängen auf 40 oder 50 m auch keinem Plastikgehäuse anvertrauen).
>
>Beim Preis ist noch zu bachten, was die Ports und sonstiges notwendiges Zubehör (Blitzarme, evtl. Gehäuse für Systemblitz, etc.) kostet.
>
>Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auch wieder ein, daß ich Dirk versprochen hatte mal eine Zusammenfassung über die Unterwasserfotographie mit der D60 zu schreiben ......
>Demnächst .....
>
>Gruß
>Martin
>
>
>
>Marc-R schrieb:
>
>>Hier wurde vor nicht allzu langer Zeit mal nach Unterwassergehäusen für die D60 gefragt. Bei dpreview wurde jetzt ein Gehäuse vorgestellt, das für die D60 und D100 von Nikon passt. Aber seht selbst
>>
>>http://www.dpreview.com/news/0302/03021301johnahousing.asp
>>
>>gruß marc

Anju
15.02.2003, 10:23
Martin.Gaus schrieb:

>2. Die Verschlüsse und Abdichtungen müssen narrensicher sein. Ich kenne schon
> eine ganze Reihe von Tauchern, die mit einem vollgelaufenen Gehäuse
> aufgetaucht sind und dann ist die Kamera und das Objektiv hinüber.

Ganz so krass ist es nicht - ich tauche nicht selbst, habe aber schon 3 Gehause inkl Objektiv billigst bekommen, die entweder beim Tauchen abgesoffen, oder ins Wasser gefallen sind.
Man sollte sie dann soweit wie moeglich austrocknen lassen - bei Salzwasser empfehlen sich aber vorher noch einige Tauchgaenge in Suesswasser - idealerweise etwas (minimal) verdünnt mit Spülmittel ;-)
Dann macht die Kamera auf und sucht eventuelle Schleifkontakte um die speziell zu reinigen und etwas mit Oel zu pflegen. Optik ist relativ einfach: Aufmachen Linsen putzen - zumachen...

Kostet zwar etwas Arbeit, aber bevor es auf den Schrott wandert - Rep in einer Werkstatt lohnt jedoch nicht .

Alle 3 Bodies, die über die Jahre bekommen habe, liefen hinterher wieder problemlos.


Andreas
Also falls deine D60 mal absaeuft - ich nehme sie ;-)

marc-r
15.02.2003, 10:29
Ältere vollmechanische Bodys ja. Aber moderne Kameras, insbesondere digitale, die mit Elektronik vollgestopft sind, werden durch eingedrungenes Wasser doch bestimmt unwiederbringlich zerstört - oder?? Kann man die dann wirklich noch retten, ohne, daß man jedes zweite Teil der Kamera austauscht? Kann ich mir gar nicht vorstellen, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

gruß marc





Anju schrieb:

>Martin.Gaus schrieb:
>
>>2. Die Verschlüsse und Abdichtungen müssen narrensicher sein. Ich kenne schon
>> eine ganze Reihe von Tauchern, die mit einem vollgelaufenen Gehäuse
>> aufgetaucht sind und dann ist die Kamera und das Objektiv hinüber.
>
>Ganz so krass ist es nicht - ich tauche nicht selbst, habe aber schon 3 Gehause inkl Objektiv billigst bekommen, die entweder beim Tauchen abgesoffen, oder ins Wasser gefallen sind.
>Man sollte sie dann soweit wie moeglich austrocknen lassen - bei Salzwasser empfehlen sich aber vorher noch einige Tauchgaenge in Suesswasser - idealerweise etwas (minimal) verdünnt mit Spülmittel ;-)
>Dann macht die Kamera auf und sucht eventuelle Schleifkontakte um die speziell zu reinigen und etwas mit Oel zu pflegen. Optik ist relativ einfach: Aufmachen Linsen putzen - zumachen...
>
>Kostet zwar etwas Arbeit, aber bevor es auf den Schrott wandert - Rep in einer Werkstatt lohnt jedoch nicht .
>
>Alle 3 Bodies, die über die Jahre bekommen habe, liefen hinterher wieder problemlos.
>
>
>Andreas
>Also falls deine D60 mal absaeuft - ich nehme sie ;-)
>

Anju
15.02.2003, 10:45
Marc-R schrieb:

>Ältere vollmechanische Bodys ja. Aber moderne Kameras, insbesondere digitale,
>die mit Elektronik vollgestopft sind, werden durch eingedrungenes Wasser doch
>bestimmt unwiederbringlich zerstört - oder?? Kann man die dann wirklich noch retten,
> ohne, daß man jedes zweite Teil der Kamera austauscht? Kann ich mir gar nicht
>vorstellen, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Noe - warum sollten sie - wenn es einen heftigen Kurzschluss gibt (den gibt es aber auch nur, wenn die Kamera eh schon dreckig war oder Salzwasser findet gezielt den gefährlichen Punkt - wenn sie ganz geflutet wird, ist aber bei Salzwasser über alles ein Kurzschluss - ergo es fliesst kein Strom mehr, der irgendeinem Teil gefaehrlich werden könnte )geht eine Sicherung kaputt oder eine Schutzschaltung spricht an. Ich habe schon einiges an nasser Elektronik in den Fingern gehabt (draussen stehen gelassen - in dei Badewanne gefallen und was es sonst so gibt) - da war nie die Elektronik kaputt.
Die Bodies hatten auch alle Elektronik (eine Nikon F4, eine Yashica FX-D und eine Canon 500).
Bei einer D60 weiss ich es natuerlich nicht - da wird es wohl Probleme am CMOS geben, wenn Wasser zwischen CMOS und Schutzscheibe und zwischen CMOS und Platinenkontakt kommt. Müsste man mal Erfahrung sammeln - wer opfert sich?

Hauptproblem sind hinterher eigentlich nur nicht geloetete Kontakte, die oxidieren und bei Salzwasser koennen nach einiger Zeit die Platinen angeriffen werden - deswegen ja nochmal spülen.


Andreas

Dirk Wächter
15.02.2003, 11:22
Martin.Gaus schrieb:

>Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir auch wieder ein, daß ich Dirk versprochen hatte mal eine Zusammenfassung über die Unterwasserfotographie mit der D60 zu schreiben ......
>Demnächst .....

...ich dachte, Du tauchst gar nicht mehr auf...;-)))
Alles klar Martin, wenn Du Zeit hast, würde ich mich echt freuen. Besten Dank schonmal.

Gruß. Dirk.

jar
15.02.2003, 11:25
sind absolute Freunde,
spass beiseite:

vorneweg die bauelemente sind meist wasserdicht( tauchlöt geeignet )

ich hab genug abgesoffene fernbedienungen gesehen( meist cola )
blumenvasen auf fernseher, die dann gelegentlich den inhalt ins gerät liessen

gefährlich ist bloß hochspannung( in diesem fall ab 230V es können sich strompfade bilden, die zum verkohlen von isolierstrecken (leiterplatten)führen.

ist echt unkritisch, bei niederspannung, also batteriebetrieb, ausnahme blitzgeräte mit hochspannungstrafo.
oder spannungsfrei(ausgeschalteter fernseher)

stromanschluss entfernen(batterie oder netzstecker) trocknen lassen,
lange zeit (mehr als 24 stunden oder mit fön !)

meist ist alles in ordnung.

bei salzwasser, cola und ähnliche gemeinheiten : spülen !!! mit einen tropfen pril(mein favorit)

wie früher austauschmodule(fernsehreparatur) gemacht wurden:

eine diode auf dem modul war kaputt -> 2,30
modultausch -> 70,-

der kunde bekam ein austauschmodul, dieses wurde in der werkstatt mit neuer diode versehen, dann wurde das modul gewaschen, mit einem tropfen pril unter fliessend wasser, grober dreck mit dem pinsel gelöst.
trocknen fertig sah aus wie neu und funktionierte wieder super, weil dreck leitet auch strom.

ein grund warum ich den job gewechselt hatte, ehrliche leute verhungern.

gruss
jar


ps empfindlich ist bloß mechanik mit fett, dies wird dabei ausgewaschen,
heute wohl weniger, es gibt mitlerweile fettfreie lager, nylon -> drucker

Dirk Wächter
15.02.2003, 11:34
In der Galerie-03 auf der Homepage sind 2 Original-Files von Martin Gaus ausgestellt, die er mit der D60 unter Wasser gemacht hat. Ich finde sie sehr bemerkenswert.

Wie Martin unten ja schon öffentlich zugesichert hat :-), gibt es demnächst ein speziell behandeltes Thema dazu unter TECHNIK.

Gruß. Dirk.

M. Blum
15.02.2003, 11:41
Meine Frau hat letztens ein handy mitgewaschen. Nach Trocknung auf
der Heizung funktionierte es wieder einwandfrei.

Gruß
Matthias




jar schrieb:

>sind absolute Freunde,
>spass beiseite:
>
>vorneweg die bauelemente sind meist wasserdicht( tauchlöt geeignet )
>
>ich hab genug abgesoffene fernbedienungen gesehen( meist cola )
>blumenvasen auf fernseher, die dann gelegentlich den inhalt ins gerät liessen
>
>gefährlich ist bloß hochspannung( in diesem fall ab 230V es können sich strompfade bilden, die zum verkohlen von isolierstrecken (leiterplatten)führen.
>
>ist echt unkritisch, bei niederspannung, also batteriebetrieb, ausnahme blitzgeräte mit hochspannungstrafo.
>oder spannungsfrei(ausgeschalteter fernseher)
>
>stromanschluss entfernen(batterie oder netzstecker) trocknen lassen,
>lange zeit (mehr als 24 stunden oder mit fön !)
>
>meist ist alles in ordnung.
>
>bei salzwasser, cola und ähnliche gemeinheiten : spülen !!! mit einen tropfen pril(mein favorit)
>
>wie früher austauschmodule(fernsehreparatur) gemacht wurden:
>
>eine diode auf dem modul war kaputt -> 2,30
>modultausch -> 70,-
>
>der kunde bekam ein austauschmodul, dieses wurde in der werkstatt mit neuer diode versehen, dann wurde das modul gewaschen, mit einem tropfen pril unter fliessend wasser, grober dreck mit dem pinsel gelöst.
>trocknen fertig sah aus wie neu und funktionierte wieder super, weil dreck leitet auch strom.
>
>ein grund warum ich den job gewechselt hatte, ehrliche leute verhungern.
>
>gruss
>jar
>
>
>ps empfindlich ist bloß mechanik mit fett, dies wird dabei ausgewaschen,
>heute wohl weniger, es gibt mitlerweile fettfreie lager, nylon -> drucker