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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bilder von RGB in CMYK umwandeln



heinz h
02.04.2004, 09:09
Hallo !

Ich muss für einen Vierfarbdruck für ein Magazin meine Bilder von RGB in CMYK umwandeln. In PS7 an sich kein Problem mit 'Modus CMYK' - die umgewandelten Bilder sehen in Photoshop genau so aus wie die RGB-Bilder.

Wenn ich die CMYK-Bilder allerdings mit der Explorer-Vorschau oder einem Bildbetrachter ansehe, sehen sie wesentlich dunkler aus und auch die Farben stimmen nicht.

Werden Sie dann im Vierfarbdruck trotzdem so wiedergegeben, wie ich sie in PS7 sehe ?
Oder kommen sie so dunkel wie in der Vorschauansicht ?
Hat jemand schon damit Erfahrungen gesammelt ?

Vielen Dank erstmal
Heinz

tuebox
02.04.2004, 09:47
Der Explorer kann meines Wissens keine eingebetteten Farbprofile verwenden.

Ich verwende für die Umwandlung von RGB in CMYK unter Farbeinstellungen in PS 6 die Option 'Euroscale Coated V2'.

Die Farben stimmen im Druck zu 90%, manchmal auch weniger. Sie wirken matter und dunkler als auf dem Bildschirm.

jar
02.04.2004, 09:49
selber weil ihm seine Ergebnisse im fertigen Buch am Besten überzeugen.

Gruß
Jar

Peter Brust
02.04.2004, 10:07
auch aussehen. Andere Bildbetrachter, (so z.B. auch die Vorschau in WIN XP) sind nicht verlässlich. Solltest du aber ein wirklich hochwertiges Projekt haben, solltest du nicht ohne vorherigen Andruck auf dem Zielpapier drucken! Auch das Papier hat einen entscheidenden Einfluss auf die Farbgebung des Gesamtprokjekts!

Alex
02.04.2004, 11:10
Moin Moin!
habe da auch nochmal eine (vermutlich dämliche ;-) Frage dazu:
Wäre es nicht auch besser beim 'normalen' (<- z.B. Bilderservice.de o.ä.) Ausbelichten die Dateien in CMYK umzuwandeln?

Danke

Alex

Dirk Wächter
02.04.2004, 12:05
...kommen sie auch ungefähr im Offsetdruck, sofern Dein Monitor nicht allzu viel von der Norm abweicht und Du hinterher einen Schreck bekommst...

tuebox
02.04.2004, 12:33
cmyk ist nur für den druck relevant.

Stephan Stoske
02.04.2004, 12:54
Hi,

CMYK erstellt man durch eine Separation, die vom Druckprozess abhängt, von der verwendeten Farbe, dem Tonwertzuwachs, dem Weiß des Papieres usw. Daraufhin werden die Daten 'separiert', die Datei ist dann nur noch für diesen Prozess geeignet und das kann nicht rückgängig gemacht werden. Deshalb macht das grundsätzlich der Drucker, bzw. der Lithograf der die Filme belichtet oder der Heinz der den Digitaldrucker bedient. Nur er kennt die notwendigen Daten und hat gelernt richtig zu separieren, weiß zwischen GCR und UCR zu unterscheiden, weiß welche Farben forciert und welche unterdrückt werden müssen und regelt nach Bedarf auch Überdruck und Unterfarbenzugabe. Eine Druckerei die vom Kunden CMYK-Daten verlangt, missachtet ihre eigentliche Dienstleistung und spricht sich frei von jeder Garantie einer korrekten Farbausgabe.

Grüße, Stephan (Admin a.D.)

Bernd Wedekind
02.04.2004, 14:07
ist ein Buch mit 7 Siegeln.
Im Workflow gibt es so viele Möglichkeiten, das Ergebnis zu beeinflussen, da ist man nie ganz vor Überraschungen sicher.
Ich lasse für meine Firma ca. 20 verschiedene Offsetbogen A3+ mit jeweils ca. 10.000 Auflage p.a. in 4c/0c und 4c/4c drucken.
Alleine durch den Tonwertzuwachs im Verlauf des Drucks(umgangsprachlich: Abnutzung der Offset-Druckplatte) können sich erhebliche Verschiebungen ergeben. Aus dem 'Allianz-balu' wird dann schnell ein 'Allianz-lila'.
Ich wandel meine RGB-Scans und RGB-Bilder grundsätzlich in Photoshop in CMYK(Vorgabe Eurosclae Coatet V2) um, allerdings immer als letzten Schritt, da der CMYK-Farbraum ja deutlich kleiner ist.
Das Bild, welches Du dann in Photoshop siehst, sollte einigermaßen dem Ergebnis entsprechend.
Alternativ gibt es dann noch ein Digitalproof. Im Prinzip ein professioneler Ink-Jet-Drucker, der am Belichter hängt und vor der Belichtung einen Ausdruck erstellt.

Dann gibt es noch die Möglichkeit einen Proof von den bereits belichteten Filmen zu erstellen. Das ist aber sehr teuer. Und auch da besteht das Problem nachher im Tonwertzuchs bei der Plattenabnutzung.

Wie gesagt: Ein Buch mit 7 Siegeln...

tuebox
02.04.2004, 15:20
die angabe, dass er nicht farbverbindlich ist, aber die farbe zu 90% stimmt. toll.
seitdem mache ich einen softproof am bildschirm, da stimmt die farbe auch ungefähr (siehe oben), und das ganze geht nach preflight mit acrobat 6 als 'druckfertige' pdf an die druckerei. wenns wirklich drauf ankommt dann hilft in der tat nur ein (teurer) andruck.

Bernd Wedekind
02.04.2004, 15:35
Teuer wird beim Andruck besonders dann, wenn man mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist.
Aber selbst wenn der Andruck stimmt, bei 15.000 Bogen sieht der erste Bogen nie so aus wie der letzte...

majordomo
04.04.2004, 20:07
Photoshop kann die Ausgabe von Dateien im CMYK-Farbraum simulieren, so dass sie 'normal' aussehen. Die meisten Viewer können jedoch mit diesem additiven Farbsystem nichts anfangen und zeigen solche Bilder entweder gar nicht, oder mist falschen, plakativ wirkenden Farben an. Da CMYK aber nur für den Prepress-Bereich (z.B. Offsetdruck erforderlich ist), wird er normalerweise nicht benötigt und wenn - Photoshop kann ja damit umgehen ;-)

majordomo
04.04.2004, 20:13
<i>[heinz hanka schrieb am 02.04.04 um 08:09:21]
...
> Werden Sie dann im
> Vierfarbdruck trotzdem so wiedergegeben, wie ich sie in PS7 sehe ?
> Heinz</i>

Das ist wünschenswert und wenn alles richtig beachtet wurde, wie Belichterauflösung, Separationskurven, Trapping etc. dann sollte das Bild an sich stimmen. Da aber solche CMYK-Bilder i.d.R. nicht direkt gedruckt, sondern in ein Publishing-Tool wie PageMaker oder Xpress eingebunden werden, entstehen hier viele neue Probleme. Nur mit einem sogenannten Proof oder Andruck läßt sich vor dem Druck sicherstellen, dass das Ergebnis auch so rauskommt, wie erwartet :-) Das ganze ist jedoch eine Kunst für sich und Bedarf einiges an Erfahrung.

HKO
04.04.2004, 20:51
Die Ausgabe vom Explorer hat nichts zu sagen, der emuliert nichts.
Was wichtig ist, ist daß Du mit Verlag/Druckerei genau absprichst, wie die Daten übergeben werden, ob z.B. ICC-Profile verwendet werden, ggf. solltest Du vorher (d.h. vor CMYK-Wandlung) z.B. von Adobe-RGB nach sRGB wandeln.
Dann kannst Du Tonwertzuwachs etc. berücksichtigen bei der Wandlung. Am Einfachsten wird es sein, Du einigst Dich mit Verlag/Druckerei auf eine Standardausgabe, z.B. Euroscale coated, die Du dann auch zur Wandlung im Pshop für CMYK einstellen mußt.
Soweit ganz kurzer Abriß.
Wenn Dein Monitor richtig kalibriert ist, kannst Du einen CMYK-Proof im Pshop Dir anzeigen lassen. Exakt stimmts aber nie, weil Durchlichtfarben und Auflichtfarben nun mal 2 grundsätzlich unterschiedliche Systeme sind. Letzlich hilft dann nur ein Proof vor dem Druck.