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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grundsätzliche Frage zu Bildstabilisator



ehemaliger Benutzer
14.08.2004, 08:46
Mir hat sich da eine Frage aufgedrängt dir mir bei den Bildstabilistator L Objektiven von Canon nicht ganz klar ist. Prinzipiell sind 2.8er IS Modelle von den Zeiten etc. genau gleich die gleiche 2.8er ohne IS. Der Unterschied ist eben der Bildstabilisator der bei lichtkritischen Situationen helfen soll.

Inwiefern wirkt er aber? Nehmen wir an ich bin auf einem Fußballspiel und bringe bein Flutlicht nur 1/250 zusammen (bei ISO 800 und 2.8er Blende). Und nehmen wir an ich lichte einen Spieler ab der gerade durchzieht und ich das Foto genau noch so erwische, dass der Ball schon in Bewegung ist und noch beim Spieler (sprich ein gutes Motiv). Bei 1/250 wäre ja der Ball und der Fuß des Spielers unscharf. Macht der Bildstabilisator das wett? Oder bezieht er sich auf geringe Vibrationen, die durch die Unruhe einer Hand entstehen können?

Anju
14.08.2004, 08:50
Bewegungsunschärfe kann er natürlich nicht korrigieren - hat ja keinen Bezugspunkt dazu.

Andreas

Martin.Gaus
14.08.2004, 08:57
Der IS kompensiert nur die Bewegungen die Du mit der Hand machst (verwackeln).

D.h. in Deinem Beispiel bleibt der Ball und Fuß unscharf.

Wenn aber in Deinem Beispiel auch der Spieler unscharf wird, weil die 1/250-Verschlußzeit nicht kurz genug ist um Verwackler auszuschließen (z.B. beim 500er) dann kann der IS das korrigieren. (Natürlich nicht endlos, aber so 1-2 Blendenstufen hilft er schon).

War übrigens mal mein Lieblingssong von David Coverdale ...

ehemaliger Benutzer
14.08.2004, 09:01
Hallo! Bin ich froh, wenn mich jemand so anspricht wie der Nick gemeint. Natürlich ist Whitesnake der Oberhammer. Bringt man ja auch mit Deep Purple in Erfahrung :)

Aber bevor das zum allgemein Talk wird: Also der Bildstabilisator ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man freihändig fotografiert. Da frage ich mich dann, was er bringt, wenn ich ein Stativ habe (egal ob Ein- oder Dreibein) und ich nicht gerade bei 600 mm bin. Irgendwie ist der IS nicht so die Erfinung, die es wert ist sich zuzulegen, wenn ich eigentlich an der Verschlusszeit an sich nichts drehen kann.

Anju
14.08.2004, 09:06
> Irgendwie ist der IS nicht so die Erfinung, die es wert ist sich
> zuzulegen, wenn ich eigentlich an der Verschlusszeit an sich nichts drehen kann.

Du kannst doch mehr wackeln - sprich eine IS bringt so 2-3 Blenden Gewinn (je nach persönlichem Zitterfaktor). Im Falle deines Fussballers, wo du bei 1/200 die Grenze deiner Wackelei erreicht hast, wären evtl auch 1/500 oder 1/1000 drin.

Andreas

ehemaliger Benutzer
14.08.2004, 09:12
Ja aber wenn ich ein 200er an der Kamera habe verwende ich aufgrund des Gewichtes sowieso ein Stativ, was bringt das mir? Mit einem Stativ verwackel ich auf jeden Fall nicht wirklich was (wie gesagt bei 200 mm). Ich lass mir einrede, dass es freihand etwas bringt, aber was ist der Nutzen mit einem Stativ und nehmen wir an 200 mm (wenn wir vom 70 - 200 2.8 IS sprechen)?

eckhard birr
14.08.2004, 12:36
hallo,
das ist völlig richtig. der is bringt Dir nur was, wenn Du frei hand fotografieren willst. über eine evtl. noch geringe wirkung beim einsatz mit stativ sind sich die geister noch nicht einig (s. f. pölking). aber im allgemeinen kannst Du davon ausgehen, daß der is das vorhandensein eines statives erkennt, und selbständig abschaltet- also kein effekt außer batterieverbrauch.

eckhard birr
14.08.2004, 12:39

Anju
14.08.2004, 12:41

ehemaliger Benutzer
14.08.2004, 12:55
...bringt ein IS bei einem 200er nur was, wenn man kein Stativ hat, ansonsten isses rausgeschmissenes Geld (wenn man immer mit dem 200er mit Stativ fotografiert). Bei 500er oder solchen Kalibern wird es mit IS interessant.

Sollte daran etwas falsch sein, bitte widersprechen, ansonsten habe ich dank eurer Hilfe mir eine Meinung über Bildstabilisatoren gebildet.

Michael Fengler
14.08.2004, 12:58
Oder du hast ein Stativ und kannst es nicht einsetzen, z.b. bei einem Konzert aus der 2. Reihe ;-)

ehemaliger Benutzer
14.08.2004, 13:02
Also wenn ich da kein Stativ einsetzen kann, dann kann ich das Objektiv erst recht nicht einsetze, weil ich an der Vorderfrau/mann am Genick streife ;) Aber sowas mach ich nicht. Wer schon Objektive solchen Kalibers hat, der wird auch schon in die erste Reihe sich setzen können *G*.

Anju
14.08.2004, 13:12
...ja headbangen und das schafft kein IS ;-)

Andreas

ehemaliger Benutzer
14.08.2004, 13:14
Nicht? Na deswegen hätt ich mir vielleicht eine IS Variante gekauft. Nein Spaß beiseite: Ich denke das IS zahlt sich in meinen Fällen in nur seeeehr wenigen Sonderfällen aus. Ein Einbein ist außerdem so kompakt, dass man es fast überall einsetzen kann. Und wenns eng wird, kann ich mit einer 200er Röhre auch nicht fotografieren (denn meiner Meinung ist dort wo man mit dem 200er hinkommt auch Platz für ein Einbein-Stativ).

Gallus
14.08.2004, 18:05
http://www.fritz-poelking.de

Joerg Eckert
14.08.2004, 18:35
Hi

> ...bringt ein IS bei einem 200er nur was, wenn man kein Stativ hat, ansonsten isses
> rausgeschmissenes Geld (wenn man immer mit dem 200er mit Stativ fotografiert). Bei
> 500er oder solchen Kalibern wird es mit IS interessant.

Ja schon, aber genau das ist doch das tolle. Ich kenne viele Sportarten wo man kein Stativ aufbauen kann bzw. darf. Genau dort bringt Dir der IS aber elementar was. Auch bei 200mm..
Zudem ich z.b. das 70-200is auch mal mit 1,4fach-Konverter einsetze. Und ich bin lieber flexibel als das ich das fest auf einem Stativ habe.
Ja, man kann auch ein Einbein benutzen. Aber sogar hier bringt der IS noch was da er seitliche Bewegungen ausgleicht. Ergo: Nur mti Stativeinsatz brauchst Du keinen IS.
Und da ein Stativ schwer, unhandlich bzw. manchmal nicht einsetzbar ist (grad bei Sport), ist der IS absolut hilfreich - auch wenn der IS 'nur' das wackeln ausgleicht/mindert.

gruss Joerg

Knobi
14.08.2004, 18:46
<a href='http://www.fritz-poelking.de' target='_blank'>hier brauchst du nur klicken</a>