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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Superleichtes und kleines Tele bis 200mm gesucht



Nightshot
18.08.2004, 19:04
Hallo,

ich fang mal an mit dem eigentlichen Vorhaben an: Für richtig große Ausbelichtungen an der Wand reichen die 6 MPix der 300D einfach nicht aus und aus dem Grund bin ich zum Mosaiken übergegangen. Aus so 4 bis 12 Aufnahmen kann man sich da schon ein großes Bild zusammenbauen (ruhiges Motiv vorausgesetzt). Damit das wirklich gut funktioniert brauche ich dann doch etwas mehr Brennweite als es mein Kit Objektiv bietet. Das wäre jetzt alles kein Problem, aber ich mache die Bilder gerne über 4000m Höhe und wer so hoch steigt, achtet auf jedes Gramm. Es muss also so leicht sein, dass ich beim Rucksack packen nicht zu überlegen beginne, ob ich es nun doch mit nehmen soll oder es auch so gehen muss. Ich bin da auf 3 Kandidaten gestoßen:

Sigma 55 - 200 mm/ 4 - 5,6 DC mit 310 Gramm 9,7 cm
Canon EF 55 - 200 mm/ 4,5 - 5,6 II USM auch mit 310 Gramm 9,7 cm
Canon EF 80 - 200mm /4.0-5.6 II mit 250 Gramm 6,9 cm

Alle Bilder werde abgeblendet auf mindestens 11 gemacht und da erwarte ich dann doch von jedem der Kandidaten gute Ergebnisse. Gibt es noch einen Geheimtipp oder kann ich aus den obigen einfach einen raus greifen?

Sage artig Danke,
Rainer

Benutzer
18.08.2004, 19:15
ich kann Dir sagen, dass ich hervorragende Ausbelichtungen, bzw. Drucke, im Format 50 x 75 aber auch schon bis 60 x 90 cm gesehen habe. Gewiss, wenn man dem Dienstleister nur die 'rohe' (nicht RAW) Datei aus der Kamera anbietet, sind die Ergebnisse nicht so gut, als wenn die Bilddatei entsprechend, dem Endformat, vorbereitet wurde.

Mit freundlichem Gruß
Frank

Micha67
18.08.2004, 20:24
Ein Wellenhorizont in den Bergen bei zusammengesetzten kann ganz schön blöde aussehen.

Ich hätte an Deiner Stelle das 100/2.0 oder das 100/2.8 Macro ins Auge gefasst, welches dann auch auf dem Weg hinab ins Tal nette Erweiterung für die Flora bringt. Daneben noch ein 24/2.8 oder das Kitobjektiv und fertig ist die Leichtvariante. Wenn die 100mm noch nicht reichen sollten, dann kann noch ein 1,4x oder 2x Kenko pro hinzukommen.
Unter den Zooms kann ich Dir nichts Großartiges raten, da ich sie nicht kenne. Nur würde ich vor dem (evtl. erfolglosen) Zusammenpuzzeln der Bilder auf die Verzeichnung der Optiken achten. Diese ist in der Regel bei hohen Zoomfaktoren und dort bei den Extrembrennweiten am ausgeprägtesten.

Nightshot
19.08.2004, 11:15
Ja ich würde auch lieber gerne richtige Objektive wie die 100er einsetzen, aber 460 bzw. 650 Gramm sind dann schon wieder zu viel, wenn man sie in der Hand hält und in den Rucksack packen will. Das 24er steht eh schon ganz oben auf der Wunschliste.

Für die Flora und Fauna hab ich meinen Leica Elpro Vorsatz und der passt mit Zwischenring auf das Kit Objektiv und glaubt es oder nicht, die Bilder sind gar nicht mal schlecht. OK, ich mach die auch nicht mit offener Blende, aber meinen Elpro hab ich immer dabei.

Die kissenförmige Verzeichung ist mir egal, denn die rechnet PanoTools schon beim zusammensetzen raus, nur Wellenförmig darf die Verzeichnung nicht sein, dann wird's schwer.

Nightshot
19.08.2004, 11:22
ich hab auch schon wirklich gute Ausdrucke in der Größe gesehen, aber dann hab ich mal ein 40x60 mit gemosaikten 7000x5000 Pixeln belichten lassen und wow, das war dann das non plus ultra. Egal welcher Betrachtungsabstand, mann erkennt immer wieder neue Detais. Wenn das Auge mal so verwöhnt ist, kann man schwer wieder zurück.

Power-shopper
19.08.2004, 12:26
Canon100/2.0

Ist superscharf, sehr klein und leicht. Mit einem 2fach Konverter bist Du bei 200mm und mit einem ZR (50mm) hast Du auch noch ein recht gutes Makro bis 1:2.
Ist zwar kein Zoom, aber dafür doch recht leicht und tolle Qualität.

Gruß,
Carsten

Hubertus Krogmann
19.08.2004, 15:38
wobei er schon sagte, das ihm das 100er zu schwer wird ...

da bleibt die zu deinen Optionen nur ein 28-200 Suppenzoom, tamron z.b. 384g ...

Micha67
19.08.2004, 16:04
... heisst bei Dir, daß Du auf 100 Gramm achten mußt? Da geht der Trainingsfaktor in einer guten Zehnerpotenz höher mit in die Rechnung ein.

Also ich hatte die 100 Gramm nicht so bedacht, sondern die Linsen in den Rucksack geworfen und bin losmarschiert. Im Zweifelsfall würde ich die 100 Gramm Übergewicht viel eher bei mir selber finden, als bei der Kameraausrüstung.

Nightshot
19.08.2004, 16:33
Ja also 100 Gramm hört sich ja nach nicht viel an, aber mit Hülle (und ohne geht bei mir nicht) hat das 100er genau ein halbes Kilogramm und da überlegt man halt zu lange ob man es nun doch mit nehmen soll und dann bleibt es in der Schublade.
Der Rucksack hat aus Erfahrung so zwischen 18 und 20 Kilogramm, das macht bei mir 32% meines Körpergewichtes aus und da ist die Grenze einfach erreicht.

Glaubst mir die 4000 Meter nicht??? Also wenn das Wetter in zwei Wochen passt, dann werde ich dir ein 360° Panorama vom Matterhorn und Zinalrothorn zeigen. Ich weiß, das gibt es schon, aber man will doch sein eigenes haben :-)

pl-foto
19.08.2004, 16:41
es stimmt schon was er sagt.

Die Ausrüstung für Gletschertouren etc. ist nicht gerade leicht und dazu kommt bei Mehrtagestouren sowieso noch jede Menge extra Kleidung, die im Tal absolut unsinnig ist, aber auf ü4000m einfach ein Muss ist.

Das er da gerne auch auf 100 Gramm achtet kann ich verstehen. Ich hätte aber ein Problem damit, dass du ein zweites Objektiv mitnehmen willst.

Okay, ein Suppen-Superzoom ist vielleicht nicht gerade die richtige Lösung. Mir reichte in den Bergen immer ein 28-70 an der analogen.
Dieses Jahr mit der 300D werde ich nur das Kit-Objektiv mit auf den Berg nehmen.
1. Mangels Alternativen
2. Weil ich auf dem Berg gar kein Platz für ein Tele im Rucksack hätte.

Aber was laber ich? In ein paar Wochen hab ich mein 4/70-200 L - und das passt sowieso nicht in den Rucksack.

Gruß

Bene

Nightshot
19.08.2004, 16:57
Danke :-) Das mit den zwei Objektiven ist folgendes Problem:
Ich muss die Kamera umhängen, denn wenn sie im Rucksack ist, dann mach ich höchstens bei der Pause oder auf dem Gipfel ein Bild und das ist zu wenig. Damit sie jetzt nicht die ganze Zeit über den Fels schrappt ist sie in dieser tollen Canon Bereitschaftstasche (hab damals auch nur 4 Monate drauf warten müssen). Die ist aber für das Kit Objektiv ausgelegt und wenn ich jetzt das Suppenzoom mit nehme, dann passt das Ding nicht mehr in die Bereitschaftstasche. Ja, das ist schon ein besonderes Problem *g*

Micha67
19.08.2004, 16:58
> Ja also 100 Gramm hört sich ja nach nicht viel an, aber mit Hülle (und ohne geht
> bei mir nicht) hat das 100er genau ein halbes Kilogramm und da überlegt man halt
> zu lange ob man es nun doch mit nehmen soll und dann bleibt es in der Schublade.

Mein FD70-210/4 Telezoom war sicherlich schwerer und es hat neben dem 21/2.8 und einem 50/1.8 den Weg auf so manchen 4.000er gefunden. Lustig war der Übergang Piz Palü - Bellavista - Piz Zupó - Piz Bernina - Biancograt im Abstieg und dann noch raus bis Pontresina. Das Ganze mit Biwakausrüstung und einer Leicaflex SL + drei Optiken zwischen 19 und 135mm. Lustig auch eine allein-Überschreitung von 6 Viertausendern (Allalin, Feechopf, Alphubel, Täschhorn, Dom, Lenzspitze und Nadelhorn) an einem Tag von Saas Grund aus mit Rückkehr auch bis Saas Grund. Dabei kamen immerhin noch das 21er und ein Telezoom mit.

> Der Rucksack hat aus Erfahrung so zwischen 18 und 20 Kilogramm, das macht bei mir
> 32% meines Körpergewichtes aus und da ist die Grenze einfach erreicht.

18-20 kg klingt nicht nach Hütte, sondern nach Übernachtung im Freien?

> Glaubst mir die 4000 Meter nicht???

Das ist nicht der Punkt. Ich glaube sie Dir sehr wohl.

> Also wenn das Wetter in zwei Wochen passt, dann werde
> ich dir ein 360° Panorama vom Matterhorn und Zinalrothorn zeigen. Ich weiß, das gibt
> es schon, aber man will doch sein eigenes haben :-)

Welche Grate?
schöne Bergsteigergruesse an 'mein' Wallis! Michael

Micha67
19.08.2004, 17:17
... sind eine ganz feine Sache!

Links ein Toploader für die Kamera, rechts ein Objektivköcher für Gletherhatscher. Beim Klettern ist die Aussicht auf die Tritte etwas behindert, sodaß der Objektivköcher eher an eine Halterung am Brustgurt wandert.

Ab dem 3. Grad aufwärts denkt man *während* des alpinen Kletterns eher weniger ans Fotografieren. ;-)

Nightshot
19.08.2004, 18:55
> Mein FD70-210/4 Telezoom war sicherlich schwerer und es hat neben dem
> 21/2.8 und einem 50/1.8 den Weg auf so manchen 4.000er gefunden.

Ich hatte früher auch die Leica mit kräftig Zubehör dabei, aber da geht einiges an Spaß verloren.

> Lustig war der Übergang Piz Palü - Bellavista - Piz Zupó - Piz Bernina
> - Biancograt im Abstieg und dann noch raus bis Pontresina.

Tolle Tour, die Marco e Rosa Hütte ist was für Weicheier, da muss es dann gleich ein Biwak sein oder :-) Entweder war es dann schon spät am Tag oder am Biancograt gab es einiges an Gegenverkehr.

> Lustig auch eine allein-Überschreitung von 6 Viertausendern
> (Allalin, Feechopf, Alphubel, Täschhorn, Dom, Lenzspitze und
> Nadelhorn) an einem Tag von Saas Grund aus mit Rückkehr auch bis Saas
> Grund.

Na jetzt aber mal langsam mit den Pferden. Ich hab gerade den Rother gezückt und mal nachgerechnet. Das macht über 21 Stunden reine Gehzeit von den Höhenmetern wollen wir mal gar nicht reden oder ist da jemand Bahn gefahren :-)

> 18-20 kg klingt nicht nach Hütte, sondern nach Übernachtung im Freien?

Eigentlich wollte ich schon auf die Hütten, aber mit Seil, Klemmkeilen, Expressen und dem restilchen Müll komme ich da immer auf 18 kg hin. Das Biwak macht es dann meistens auch nicht fett. Ach ja, für meine Stern und Zeitrafferaufnahmen hab ich noch mein Stativ dabei (aber ein leichtes *g*)

> Welche Grate?
Im Moment denke ich, dass der Hörnligrat reicht, eventuell auch Überschreitung, aber das sehe ich dann wie mein Kammerad und ich so drauf sind. Vor allem diesen blöden Weg zu finden, da hab ich ja schon Geschichten gehört...

> schöne Bergsteigergruesse an 'mein' Wallis!

Werd ich ausrichten, dann geht's bei mir gleich weiter zum Gran Paradiso und Monte Viso.

Micha67
19.08.2004, 19:28
> Ich hatte früher auch
> die Leica mit kräftig Zubehör dabei, aber da geht einiges an Spaß verloren.

Leica M wäre das Richtige ;-)
Daher nehme ich jetzt als 'billig'-Variante eine Contax G. Leicht, scharf, robust.

> Entweder war es dann schon spät am Tag oder am Biancograt gab es einiges
> an Gegenverkehr.

Hatten sich alle schon auf einen Rotwein auf der Marco-e-Rosa verabredet. Ich hatte den Grat alleine für mich.

> Na jetzt aber mal langsam mit den
> Pferden. Ich hab gerade den Rother gezückt und mal nachgerechnet. Das macht über
> 21 Stunden reine Gehzeit von den Höhenmetern wollen wir mal gar nicht reden oder
> ist da jemand Bahn gefahren :-)

Weder Lust noch Kohle; zudem: Metro-Alpin gab es damals noch nicht und man wäre mit der Bahn auch viel zu spät dran. Also Start um 0 Uhr zu Fuß in Saas Grund. Höhenmeter waren es insgesamt so um die 4.500. Gesamtzeit lag bei 23 Stunden mit nur wenig Pausen.

> Werd ich ausrichten, dann geht's
> bei mir gleich weiter zum Gran Paradiso und Monte Viso.

Paradiso ist von Punt aus kommend nach der Hütte schuttig (am Vortag Gletscherzustieg auskundschaften!), oben nett: versuche unbedingt als erster am Gipfel zu sein: bei Stau wird der Gipfel und die letzten Klettermeter ätzend! Ansonsten hilft nur Geduld um zur Madonna kommen zu dürfen. Den Monte Viso und die Barre des Ecrins kenne ich leider noch nicht.

Nightshot
27.09.2004, 19:49
So, um den Thread jetzt vollständig zu machen, ich habe mich für das leichteste der drei Teles entschieden und es nicht bereut. Der Testchart ist auch schon fertig und hier auf der Seite unter Technik -> Objektivtest einsehbar. Bei 80mm ist das Teil einfach absolute Klasse. Scharf selbst bei offener Blende. OK das ist zwar auch nur 4.5, aber immerhin. Bei 100 bis 135mm muss man etwas abblenden, wenn auch der Rand sauber abgebildet werden soll und bei 200mm ist das Bild dann einfach immer etwas flau. Also für die paar Euro bin ich von der Leistung voll überzeugt.