PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Workflow Tief/Lichter



jd-photography
26.08.2004, 10:07
Hallo zusammen,

ich bin mir nicht sicher, in welcher Reihenfolge ich diese Funktion anwenden soll.

Nach dem Laden in PS CS wende ich bisher gleich die Tiefen/Lichter Funktion an, anschließend wird die normale TWK durchgeführt, was eigentlich zu recht ansehnlichen Ergebnissen führt. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, zuerst die TWK und dann die Tiefen/Lichter Funktion auszuführen.

Wer kann mir sagen, was zuerst gemacht werden muss, bzw. was die besseren Bildergebnisse mit sich bringt?

Danke für eure Hilfe!

Robert

Fotofreak
26.08.2004, 10:10
Die Funktionalität Tiefen/Lichter wendet man ja normalerweise an, um 'abgesoffene' Bereiche zu retten. Wenn man diese Möglichkeit durch eine vorherige Tonwertkorrektur einschränkt, ständen weniger Bildinformationen zur Verfügung.

Detlev

ts-e
26.08.2004, 12:30
Hi Robert!

Der Workflow ist immer der gleiche, ob mit oder ohne CS!
Die systematische Bildbearbeitung beginnt immer mit dem Wählen des Bildausschnittes und der perspektivischen Korrektur. Falls man da was machen muß. Dann beginnt man mit dem Setzten von den Lichtern und den Schatten. Dies macht man mit TWK oder Gradationskurve.
Dazu dienen die Pipetten in denjeweiligen Fenstern. Wobei ich die Werte der Pipetten wie folgt eingestellt habe. Für die Lichter: C=4,M=3,Y=3,K=0. Für die Schattenpipette: R=5,G=5,B=5. Vergess aber nicht beim Pipettenwerkzeug die Farbaufnahme von einen auf 3x3 Pixel zu stellen.
Immer die Informationspalette sichtbar haben. Man wählt erst die Weißpipette, sucht im Bild die hellste Stelle, welche nicht papierweiß, sondern gerade noch den Hauch eines Tonwertes aufweisen soll. Durch klick ändert sich dann der Tonwert, ist auch im Infofenster zu sehen. Das selbe macht man mit der Schattenpipette, wenn SChatten vorhanden ist. Ansonsten kann man dies sein lassen. So nun hast Du Licht und SChatten gesetzt und kannst nun weiter mit der TWK oder Gradationskurve arbeiten.
Erst wenn hier alles stimmt und dem Bild etwas fehlt (Aufhellblitz) dann kann man 'Tief/Lichter' benutzen.

Gruß

ts-e

Udo Baumgart
26.08.2004, 12:40
Ich konvertiere immer RAW -> 16 Bit. Dabei beschneide ich ggf. schon das Histogramm und stelle den Weißabgleich nötigenfalls ein.
Dann folgt der Beschnitt - falls nötig.
Eventuell entrauschen - mache ich aber sehr selten.
Dann Tonwertkorrektur und/oder Gradationskurven.
Wenn dann in den Tiefen oder Lichtern Probleme bestehen, dann kommt die entsprechende Funktion zum Einsatz.
nun folgt der ganze Schwung 'richtige EBV', also Retusche und Mogeln... wenn denn überhaupt.
Nun noch schärfen.

Fertig.

Wenn man Tiefen/Lichter zu früh einsetzt und später noch an den Kontrasten schraubt, dann gibt es oft unvorhersagbare Ergebnisse. Die Modifikationen fallen dann zu sehr auf.
Ciao, Udo