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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zum Canon Objektivprogramm



Christian Lütje
22.01.2005, 14:07
Man hat ja sonst nix zu tun ;-)
Habe mir gerade mal das Canon Objektivprogramm angesehen und festgestellt, dass in der Bezeichnung beim 400/4 DO IS nirgendwo ein L auftaucht. Ist das etwa gar kein L-Objektiv aus der Profiserie, sondern etwa nur eine teure Consumer-Festbrennweite? Was hat Canon sich dabei gedacht?

Schönes Wochenende
Christian

Michael 1973
22.01.2005, 14:13
Hallo!

Ich denke nicht das Canon das 'L' für 'Luxus' extra dranschreiben braucht, man hat es ja verstanden wenn man auf den Preis schaut;-)

_tom_
22.01.2005, 14:21
Warum nicht? DO = diffractive optics ist doch ohnehin ein Kompromiss aus Grösse (nicht Gewicht) und optischer Qualität. Beste, lupenreinste optische Qualität kannst Du mit DO heute nicht erreichen. das 70-300 DO IS hat ja auch einen grünen Ring und keinen roten.

/t

Peter Lion
22.01.2005, 14:48

F.B.
22.01.2005, 16:06
Stimmt, es ist kein L, auch wenn der Preis es vermuten lässt. Die DO-Technologie scheint das Teure daran zu sein.

Das heißt aber nicht, dass die DO-Linsen 'schlechte' Consumer-Produkte sind. Ich habe das 70-300 DO und bin davon sehr angetan. Sicher, für den Preis wäre wohl auch schon ein 70-200/2.8 L (ohne IS) drin gewesen. Ich verzichte aber lieber auf die letzten 5-10% Abbildungsqualität und habe lieber ein Objektiv, das ich ständig dabei haben kann. Ein DO ist nun mal ein (wenn auch sehr akzeptabler) Kompromiss zwischen Abbildungsleistung und Kompaktheit.

Muss aber eben jeder für sich wissen, wie er die Vorzüge und Nachteile eines Objektivs gewichtet.

Stecki72
22.01.2005, 16:18
Was hat Canon sich dabei gedacht?
>
Canon dachte sich bestimmt, das Gewicht und die Größe um ca. 1/3 gegenüber einem konventionellen 2.8/400er zu reduzieren. ''Meister'' Pölking widmete diesem Do-Objektiv eine Seite <a href='http://www.poelking.com/wbuch2/DO-400/new400.htm' target='_blank'>in seinem Werkstattbuch:</a><b>Und meine ersten Aufnahmen mit diesem Objektiv in Florida im Januar 2002 gemacht, sind in Brillanz und Schärfe einwandfrei und praktisch nicht zu unterscheiden von Aufnahmen mit einem konventionellen Canon L-Objektiv, wie etwa dem 4.0/500 mm. Was will man mehr?</b>

Ich denke persönlich, diese es Canon geschafft hat, den Leuten zu suggerieren, nur ein ''L'' sei das Optimum an optischer und mechanischer Qualität. Nicht, dass dies nicht der Realität entspäche, aber auch andere Objektive bringen eben auch Top-Leistungen.

LG Sascha

Blueworm
22.01.2005, 23:50
ist kein L, sondern eine eigene 'Klasse'. Hat doch glaub ich auch einen Ring, aber eben keinen Roten, sondern grünen? oder war der jetzt blau? (oder lüla ;-)

Jedenfalls wurden auf der Site DO´s als ganz besondere Optiken präsentiert, die den L´s in nichts nachstehen, aber deren Besonderheit der diffraktiven Optik auch in der Bezeichnung herausgestellt werden sollte. (...oder so ähnlich)

...aber wie Du schon geschrieben hast: Man hat ja sonst nix zu tun. Und jetzt hab´ich genug geklugschei..ert ;-))

Luxkompensator
23.01.2005, 23:08
in eine Linse mit eingebaut wird. Die Berechung des Lichts erfolgt bei normalen Linsen durch die verschiedenen Wellenlängen in der Reihenfolge BGR. Durch das DO-Element wird die Reihenfolge in RGB umgekehrt. Durch die Nachführung einer normalen Linse wird das Licht wieder zu einem einzelnen Brennpunkt gebündelt.

Das erhöht die Abbildungsleistung des Objektivs ungemein bei gleichzeitiger Verkürzung der Gesamtbauweise zu den Consumer-Scherben.

Bei der L-Serie werden wiederum extrem hochwertige normale Linsen so in Reihenfolge gesetzt, dass der Effekt der Bündelung wie bei den Consumer-Objektiven erfolgt, jedoch wesentlich höherwertig ohne die minimalen Abbildungsfehler des DO-Elements.

Also quasi gilt: L = 1. Liga; DO = 2. Liga und alles andere Holzklasse. ;-)