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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sigma 18-125 oder 18-200



Didi Ruff
22.07.2005, 00:21
Hallo!!

Bin auf der Suche nach einem geeignetem Objektiv für meine 20d.
Suche eigentlich ein Immerdrauf.
Es stellt sich für mich die Frage ob ich lieber eine geringeren Brennweitenbereich nehme und dabei eine bessere Bildqualität erreiche oder ob es keinen großen Unterschied in der Qualität zum 18-200 von Sigma gibt?

Kann mir jemand sagen wie die Unterschiede o.g. Objektive sind?

Abildungsleistungsunterschiede oder annähernd gleich positiv oder negativ?

AF-Geschwindigkeit?

Qualität (Verarbeitung)?

Eure Erfahrungen mit den Objektiven!!

Alternativ andere Objktive von anderen Herstellern?


Freu mich auf Eure kompetenen Antworten!!! DANKE

Hans Eberger
22.07.2005, 00:44
Ich hab das 18-125 und bin recht zufrieden damit. Hätt es zum Zeitpunkt des Kaufes schon das 18-200 gegeben, hätt ich vielleicht das genommen. Sind beide ziemlich gleich gross, kleiner Preisunterschied, aber der ist durch die 200 gerechtfertigt.

Gerhard57
22.07.2005, 09:56
Hauptunterschied zwischen beiden, abgesehen von der Brennweite, ist die stärkere Randabschattung beim 18-125. Dafür sind die CA`s beim 18-200 stärker ausgeprägt.
Ein direkter Vergleich war mir leider nicht möglich, da ich beide Objektive nicht gleichzeitig hatte.

Meine Erfahrung zum 18-200:
- kaum Randabschattung
- neigt zu CAs bei extremen Kontrastunterschieden, überwiegend im Randbereich
- AF laut, aber schnell und treffsicher bei guten Lichtverhältnissen
- Verarbeitung gut (Tubus und Einstellringe wackeln nicht)
- Metallbajonett
- original Objektivdeckel passt nicht richtig
- Geli sitzt wackelfrei
- beim AF drehender Fokusring stört mich, da ich ihn immer aus Versehen mit den Fingern abbremse
- extreme Verzeichnungen (Kissen oder Tonnen) sind mir nicht aufgefallen
Es ist ein "Schönwetterobjektiv", mit dem man bei ausreichender Beleuchtung oder mit Blitzlicht durchaus scharfe und krontrastreiche Bilder machen kann.
Obwohl einige Testbilder im 18mm-Bereich zuerst sehr gut aussahen (Gebäude und Personen in der Fußgängerzone), kam die Ernüchterung beim direkten Vergleich mit dem 17-40er Canon (Autos am Waldrand). Das Sigma hat scheinbar Probleme, Details wie z.B. Blätter und Zweige aufzulösen.
Im Bereich 100-200 ist es fast so scharf wie das 100-400er Canon, aber in der 100%-Vergrößerung sieht man den Unterschied (vor allem ist es im Vergleich zum Canon nicht CA-frei).
In allen Fällen konnten von mir befragten Personen, aus den Vergleichsbildern, die des Sigmas von den Canons unterscheiden.
Es ist vieleicht auch ein unfährer Vergleich, aber das Sigma kostet immerhin auch über 300 Euro und wenn mir jemand vor 10 Jahren gesagt hätte ich würde ein Objektiv für über 600 Euro kaufen ...
Ich habe mich entschlossen, das Objektiv über den Sommer zu behalten (MTB-Touren/Urlaub o.ä.) um zu sehen, wie es sich bewährt.

Folgende Originalbilder (unbearbeitet) stelle ich mal für ein paar Tage ins Netz:
http://www.go57.de/temp/18mm-250-9.JPG (http://www.go57.de/temp/18mm-250-9.JPG)
http://www.go57.de/temp/200mm-400-9.JPG (http://www.go57.de/temp/200mm-400-9.JPG)
http://www.go57.de/temp/48mm-250-11.JPG (http://www.go57.de/temp/48mm-250-11.JPG)

Stephan Ramstötter
22.07.2005, 11:05
Würd von der Abbildungsleistung eigentlich eher das 18-125 nehmen, wenn Du die 200mm nicht wirklich brauchst.

Ich hatte beide an der 10D zum vergleich und das 18-125 zeigte auffällig geringere Verzeichnung im WW und Tele. Das Zoom ist eben ein Kompromiss, wobei der Bereich 18-200 einen noch größeren Bereich abdeckt und so noch mehr Komromiss bedeutet.

Von der Schärfe und den Farben war ich aber angenehm überrascht!
Außerdem zeigt Hans ab und an echt überzeugende Bilder, also fürs Allround sicher nicht die schlechteste Wahl, kalkuliert man den Preis mit ein...

LG Stephan

Duke_Do
22.07.2005, 11:37
Hallo,

habe das 18-125. Bin recht zufrieden damit. Laut Aussagen hier im Forum soll das 18-200 ab 125mm deutlich schlechter werden und eine Ausschnittvergrößerung mit Hochrechnung in PS soll auch keine schlechteren Ergebnisse bringen. Dafür muss man ja dann kein Extrageld beim Objektiv ausgeben. Der Brennweitenbereich 18-125 deckt meiner Meinung nach auch den meistgenutzten Breich ab. Will man Tiere oder Sport aufnehmen wird man wohl bei längeren Brennweiten eh nicht um was deutlich teurerers herumkommen und kann so auf "Spezialobjektive" setzten.
Als immer drauf ist es meiner Meinung nach sehr gut geeignet. Stellt man hohe Anforderungen an das Bild (Vergrößerungen oder Abdruckbarkeit) stellen, ist es natürlich am Ende.

Zusammenfassend kann man sagen als leichtes kleine Objektiv ist es ganz gut geeignet. Besser dies Objetiv beim Biken oder Wandern dabei als gar keine Kamera.

Gruß

Daniel

Hans Eberger
22.07.2005, 13:45
Das SIGMA 18-125 ist als Immerdrauf um ~ 220 € kaum zu schlagen. Es deckt alle wichtigen Bereiche ab, ist handlich und leicht. Es hat sich zu meinem "Liebling" :-) entwickelt. Besonders auf der 350D.

MCorse
25.07.2005, 10:19
Sagen wir`s mal so:

Das 18-125 wird seinem Preis gerecht,....mehr aber meines Erachtens nicht.
Wenn ich mal ein paar Fotos "nur mal eben so" machen möchte ist es OK, aber nicht wenn es fotografisch darauf ankommt. Kontrast, Abbildungsleistung und Schärfe sind nicht zu vergleichen mit dem, was man sonst so von den Canon Linsen gewohnt ist.

Greetz

DH

Benutzer
25.07.2005, 13:42
"Kontrast, Abbildungsleistung und Schärfe sind nicht zu vergleichen mit dem, was man sonst so von den Canon Linsen gewohnt ist."

Stimmt so nicht.

Ich hatte mal das 18-125 von SIgma. Der Kontrast und die Abbildungsleistung sind besser wie die des 17-85IS, des Kitobjektives 18-50 sowie vermutlich vieler Canon-Linsen ohne "L". Die Verzeichnung des Sigmas war im Bereich 18-22mm etwas harmonischer/gleichmässiger wie die des 17-85IS und somit mit PTLens wesentlich besser zu korrigieren. Auch war die Schärfe top.

Warum ich es verkaufte und gegen das 17-85IS tauschte?

Das Sigma hat einen lauten Autofokus, welcher jegliche Person darauf aufmerksam macht, das gleich das Vögelchen kommt.
Und: Der Autofokus sass nicht immer da, wo ich ihn haben wollte. Es war kein Backfokus, kein Frontfokus, er war auch nicht völlig daneben, aber eben nicht immer berechenbar. Speziell bei Aufnahmen mit technischen Anlagen, wo von vorne bis hinten Beschriftungen sind und nur ein Teil scharf sein soll, ists schon ärgerlich.

Warum mein Kollege das Kitobjektiv gegen das 18-125 tauschte:
Das Sigma ist brillianter, schärfer und der Autofokus ist genauso "ungenau" wie beim Canon. Den meisten fällt dieses ungenau nicht auf, den die wenigsten arbeiten in A4 und grösser.

Frank Plöchl
29.07.2005, 23:20
Warum ich es verkaufte und gegen das 17-85IS tauschte?

Das Sigma hat einen lauten Autofokus, welcher jegliche Person darauf aufmerksam macht, das gleich das Vögelchen kommt.
Und: Der Autofokus sass nicht immer da, wo ich ihn haben wollte. Es war kein Backfokus, kein Frontfokus, er war auch nicht völlig daneben, aber eben nicht immer berechenbar. Speziell bei Aufnahmen mit technischen Anlagen, wo von vorne bis hinten Beschriftungen sind und nur ein Teil scharf sein soll, ists schon ärgerlich.

Warum mein Kollege das Kitobjektiv gegen das 18-125 tauschte:
Das Sigma ist brillianter, schärfer und der Autofokus ist genauso "ungenau" wie beim Canon. Den meisten fällt dieses ungenau nicht auf, den die wenigsten arbeiten in A4 und grösser.



Das Fokussiergeräusch des Sigma 18-125 ist tatsächlich recht auffällig. Des weiteren benötigt der AF einen Tick länger zum Scharfstellen als der AF des Kit-Objektivs. Die Verarbeitung und die Wertigkeit des Materials empfinde ich als angenehm. Gewöhnungsbedürftig ist die Verstellung des Brennweitenbereiches durch Drehen des Zoomrings nach links statt nach rechts.

Mein erstes 18-125 stellte unzuverlässig scharf. Mal hat der AF gesessen, ein anderes mal wieder nicht. Darauf sendete ich es, trotz 14-tägigem Rückgaberecht, direkt an den Sigma-Service nach Rödermark. Das Objektiv wurde nicht repariert sondern gegen ein neues, einwandfreies ausgetauscht.

Jetzt bin ich mit meinem 18-125 zufrieden. Es bietet mir einen größeren Brennweitenbereich bei höherer Material- und Verarbeitungswertigkeit als das Canon Kit-Objektiv. Jedoch sind die Randabschattungen und Verzeichnungen bei Offenblende und im WW-Bereich stärker ausgeprägt als beim Kit-Objektiv, was für mich jedoch noch akzeptabel ist. Wenn man ein einwandfrei funktionierendes Exemplar erwischt, so ist das Sigma 18-125 auf alle Fälle eine Empfehlung als Allround-Objektiv wert.

Hier noch ein Vergleich zum Kit-Objektiv. Die Feststellungen des Autors kann ich betätigen.

http://www.familie-farr.de/Photoframen.htm

Tobias B
29.07.2005, 23:56
http://dc.watch.impress.co.jp/cda/review/2005/04/07/1335.html

Benutzer
30.07.2005, 00:04
Suche eigentlich ein Immerdrauf.

Ich hab mir das 18-125 als Leichtgewicht für Urlaube, Feste usw. gekauft. Mein Immerdrauf auf der 10D ist eigentlich das 17-40, ich bin aber von der Qualität und Flexibilität des 18-125 überrascht und recht zufrieden. Beispielbilder findest Du unter:

http://www.wafzig.com/temp/Beispiele_Sigma_18-125/

Viele Grüße,
Peter.