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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Makro, oder doch ein lichtstarkes Objektiv ?



Marco
25.07.2005, 23:53
Mich inspirieren jedenfalls momentan Aufnahmen mit geringer Tiefenschärfe, von Blumen, Obst oder sonstigen farbenfrohen Objekten, die man schön durch eine geringe Tiefenschärfe in Szene setzen kann.

Ich kämpfe noch mit mir, das 35/f2.0 oder das 50/f1.4 ??
Nu habe ich mal bei Sigma geguckt und das 30/f1.4 gefunden.
Kann jemand zum Sigma etwas sagen?

Oder sollte ich doch lieber ein Makro dafür nehmen?
Da meine bisherigen Obtiken (17-85 IS, 100-400L an 20D) weniger für diese Art von Aufnahmen gedacht sind, würde ich mir gerne hierfür eins zulegen.

Könnt ihr mir bei meiner Entscheidung helfen?
Ich bin mir eigentlich sicher... :D

Marco

Roger
26.07.2005, 00:09
Schau Dir mal das EF-S 60/2.8 an, das sollte Deinen Anforderungen entsprechen, solange Du keine leicht flüchtenden Tiere aufnehmen willst. Bei f1.4 oder 1.8 hast Du so wenig Schärfentiefe, dass nur wenige mm in der Schärfenebene liegen. Bringt IMO also nur etwas bei AL.

Gruß
Roger

MikeF
26.07.2005, 00:11
Hallo Marco,

für "richtige" Markoaufnahmen würde ich auch ein Markoobjektiv verwenden, da dieses so korrigiert ist (sein sollte...), dass die Abbildungsleistung auch im Nahbereich top ist.

Ich verwende das Sigma 50mm F2.8 EX Makro und bin damit ganz zufrieden. Die Schärfentiefe im Nahbereich ist bei Offenblende so gering, dass ich meistens mit Blenden > 8 arbeite.

Wenn Du auch Insekten oder kleinere Tiere fotografieren willst, empfehle ich allerdinge Makros mit grösserer Brennweite (z.B. 100mm), da Du dann nicht ganz so nah an das Objekt herangehen musst (und das Tier das Weite sucht - Fluchtdistanz). Beim 50er von Sigma ist die naheinstellgrenze so, dass bei ausgefahrenem Objektivtubus das Motiv fast berührt wird.

Viele Grüße,
Michael

Hans Eberger
26.07.2005, 00:11
a) Suchfunktion (Sigma 30) ist immer guuuut
b) Makro ist auch immer guuut (wenn nicht sogar besser).

Marco
26.07.2005, 10:10
...bei einem Makro schreckt mich halt nur eine erforderliche Blende von <= 8 ab.

Ich hatte mir eigentlich schon das Canon 100/f2.8 bei dnet.de bestellt, aber da das nie kam, habe ich die Bestellung storniert. Nun beginnen ich wieder von vorne. :D

Mittlerweile würde ich auch eher das Sigma 150 nehmen, aber die wahnsinnig geringe Schärfentiefe und die kleinen Blenden lassen mich nun wieder an einem Makro zweifeln. Bei 150 mm BW ist ja dan auch schon eine kurze Verschlusszeit angebracht und domit kommt man dann sehr schnell auf die Notwendigkeit eines Statives. Oder irre ich mich da?
(Stativ habe ich, wääääre somit kein Hinderniss.)

Ja nun, ich weiss nicht so recht.
Mal gucken was noch so für Meinungen und nützliche Kommentare eintrudeln...

Marco

Roger
26.07.2005, 10:45
Hi,
wieso Blende < 8 ??
Damit kann man bei Bedarf auch bei Offenblende arbeiten. Nur bei großen Abbildungsmaßstäben stört dann die geringe Schärfentiefe.
Du bist etwas unschlüssig, was die BW angeht, oder ?
Eingangs warst Du bei 30/35/50 mm und jetzt denkst Du an ein 150er ...
Wenn es Dir nur um die o.g. Motive geht, brauchst Du kein langbrennweitiges Objektiv. Das lohnt eigentlich nur, wenn Du Deine Motive nicht verscheuchen willst und deshalb möglichst viel Distanz brauchst. Bei einem 150er oder gar 180er musst Du viel eher an ein Stativ denken, als bei einer eher kurzen BW. Deshalb zu Deinen Motiven schon mein obiger Tipp des 60/2.8 macro, alternativ vielleicht ein Sigma 50 EX macro. Das 50er Canon-Makro kannst Du vergessen, falls Du mal 1:1 brauchst, da wird ein 1:1-Konverter für viel Geld benötigt. Ein 100er ist ein guter Kompromiss zwischen Fluchtdistanz und Freihandfähigkeit. Beim neueren 100er Canon (USM !) kommt noch ein vergleichsweise schneller AF hinzu.
Makro-Festbrennweiten sind durch die Bank und über alle Fabrikate extrem scharfe und hoch auflösende Optiken. Wenn Du keinen Highspeed-.AF brauchst, findest Du mit einem Makro eine superbe Optik für viele Anwendungen. Bei der BW musst Du einfach selber wissen, was Du brauchst.
Gruß
Roger

Marco
26.07.2005, 16:10
...also betrifft die geringe Schärfentiefe bei den Makros lediglich den Nahbereich?

Stsimmt das?

Marco

Hans Eberger
26.07.2005, 16:12
Ein Macro kannst locker als "Normalobjektiv" oder Portraitobjektiv einsetzen. Kein Problem.

Roger
26.07.2005, 17:20
Ja,

die Schärfentiefe hängt u.a. von der Objektdistanz ab.

Gruß
Roger

Marco
30.07.2005, 11:57
...habe mir das 100er Makro bestellt, denke die Brennweite passt sehr gut zu meinen Wünschen.

Bin schon ganz gespannt...

Marco

Micha67
30.07.2005, 14:35
...habe mir das 100er Makro bestellt, denke die Brennweite passt sehr gut zu meinen Wünschen.

Bin schon ganz gespannt...

Eine gute Wahl - insbesondere auch angesichts Deines Nicks. ;)

Philippe Ramsebner
30.07.2005, 15:07
Nur zur Info:

Tiefenschärfe hängt von 4 wesentlichen Faktoren ab:
-Brennweite
-Blende
-Entfernung zum Motiv
-Chipgröße!

LGPR

Marco
31.07.2005, 22:33
...kann es sein, das ein Makro weniger treffsicher bei "normalen" Entfernungen ist?

Hab da irgendwie öfter Fehlfpkus.
Nur mal so gefragt...

Marco

Roger
01.08.2005, 00:34
Es läuft gerne mal am Ziel vorbei, wenn der Bereich nicht limitiert ist. Bei Begrenzung ist es treffsicher, fährt nur selten vorbei. Es findet dann aber gar keinen Fokus, daneben liegt er eigentlich so gut wie nie.

Gruß
Roger

plantagoo
10.09.2005, 21:53
Hi!

Ich pack den Thread hier nochmal aus. Ich stehe vor einer ähnlichen Entscheidung wie der Threadersteller. Ich brauche mal wieder was neues zum spielen...

... nein, ich suche eine gute Portraitlinse, ein Macro und irgendwie was lichtstarkes für die 20D.

Zur Auswahl habe ich momentan hier ein 35/2.0, 60/2.8 und ein 85/1.8.

Das 35er finde ich wegen der 2.0 Offenblende und der schönen Brennweite für Innenraumaufnahmen mit AL bei Parties interessant (mein 50/1.8 II ist hier oft schon zu lang).

Das 60/2.8 soll ja hammerscharf sein und auch sonst klasse abbilden. Ist halt eben nicht so lichtstark - passt das für Freistellen von Portraits gut? Wäre für Parties auch irgendwie zu lang, würde aber ggf. gerade noch so gehen.

Das 85/1.8 ist lichtstark, soll für Portraits gut sein, kann aber wohl kein Macro und ist für Innenaufnahmen wohl way to long.

Was meint ihr? Ich weiss, dass ich hier manchmal Äpfel mit Birnen vergleiche... Argh... schlimm, wenn man noch auf der Suche nach seinem Fotoprofil bin.

BTW: Ich ergänze meine bestehende Ausrüstung aus 17-85 IS USM, 70-200/4 USM und 50/1.8 II (das ich aber wohl abstossen werde).

Gruß
plant