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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Nahlinse und / oder Zwischenringlänge passt sinnig zum 180er Tamron Macro...



Benutzer
11.08.2005, 21:47
..bei Verwendung an D60 bzw. 10D?

oder was wäre anzuraten "Objektiv + Nahlinse" oder "Objektiv + Zwischenring" oder "Objektiv+Zwischenring+Nahlinse" ?
Gibt es diesbezüglich vielleicht Erfahungswerte was sich gut macht?

Radomir Jakubowski
11.08.2005, 22:12
..bei Verwendung an D60 bzw. 10D?

oder was wäre anzuraten "Objektiv + Nahlinse" oder "Objektiv + Zwischenring" oder "Objektiv+Zwischenring+Nahlinse" ?
Gibt es diesbezüglich vielleicht Erfahungswerte was sich gut macht?

Was willst du denn erreichen? oder welchen Abbildungsmaßstab willst du erreichen?

Benutzer
11.08.2005, 22:16
Was willst du denn erreichen? oder welchen Abbildungsmaßstab willst du erreichen?

gefragt wäre ein größere Abbildung, kleinerer Insekten (z.B. in Ameisengröße), auf dem Sensor.

Ingo
14.11.2005, 00:49
Ich habe an dem 180er Sigma den 1.4 fach Konverter von Sigma (APO) dran.

Die Ergebnisse mit Entstehungsgeschichte kannst Du hier sehen:

http://www.digitalfotograf.com/bildforum/showphoto.php?photo=1514&size=big&sort=2&cat=500

Gruß Ingo.

zoz
08.12.2005, 14:35
Wenn Du für eine so lange Brennweite Zwischenringe benutzen willst brauchst Du den längsten den Du kriegen kannst.
Nahlinse ist eine Möglichkeit leider sind die erreichbaren Abbildungsmaßstäbe nur für unendlich stellung des Objektives berechenbar, da die modernen Makros i.A. beim fokussieren die Brennweite verändern. Mit einer 4 Diop. Nahlinse kämst Du bei unendlich auf fast 1:1,25. Und dann geht es mit der Fokussierung weiter rauf, wie weit kann ich leider nicht sagen, würde jedoch mal so auf 2,5:1 tippen.
Einsatz eines Telekonverters geht natürlich auch, da läßt sich der erreichbare Maßstab dann auch relativ leicht errechnen...
Jedes dieser Hilfsmittel verschlechtert natürlich die Performance, wenn man dann noch kombiniert multiplizieren sich die Fehler.

Für So extreme Aufnahmen wie Du sie vor hast ist es vieleicht eher Sinnvoll ein Lupenobjektiv auf einem Balgengerät einzusetzen.
Gute Ergebnisse kann man auch mit einem umgedrehten Normal oder einem Vergrößerungsobjektiv am Balgen erzielen.
Hier wirde ich mal bei M42 und co gucken, da kann man vieleicht schon eine Kombi auftun für die man nicht mal eine achromatische Nahlinse kriegt.

Grüße!
zoz

HKO
08.12.2005, 17:08
Perfekt: 500D

Red Kite
08.12.2005, 20:18
gefragt wäre ein größere Abbildung, kleinerer Insekten (z.B. in Ameisengröße), auf dem Sensor.

Also ich würde da einen Konverter benutzen. Größere Abbildung bei gleicher Entfernung und immer noch guter Qualität.

Uwe

zoz
09.12.2005, 00:30
Also ich würde da einen Konverter benutzen. Größere Abbildung bei gleicher Entfernung und immer noch guter Qualität.

Uwe

Um Ameisen Formatfüllend abzubilden braucht man aber ca. 5:1 und 5-fach Konverter sind dünn gesäht...;)

-Silvax-
09.12.2005, 01:05
man muß bedenken dass man ja auch ohne Probleme cropen kann. Ich habe mal eine Miniameise mit dem Sigma 180 + 68mm ZWR geknipst: http://www.silvax.de/gallery/details.php?image_id=1771

denke damit bekommt man schon brauchbare Ergebnisse hin. ;)

Red Kite
11.12.2005, 13:56
Um Ameisen Formatfüllend abzubilden braucht man aber ca. 5:1 und 5-fach Konverter sind dünn gesäht...;)

Das ist zwar richtig, aber mit einem 180er wird man auch mit Zwischenringen oder Nahlinsen kaum auf 5:1 kommen. Und den Zwischenring/Balgen würde sicherlich niemand tragen wollen;)


Uwe

Herr H. aus W.
11.12.2005, 19:17
Perfekt: 500D

Finde sie aber am 200/2,8 L weitaus schärfer, als am 180er Tamron... (am Canon schafft sie natürlich nicht solche Abbildungsmaßstäbe, wie am Tamron) Probiert hatte ich es seinerzeit mit Stativ und Spiegelvorauslösung. Die 30x45-Ausbelichtung (180er + 500D) ist reiner Matsch und blieb bis heute in der Versandrolle :-(

Gruß
Dirk

Herr H. aus W.
11.12.2005, 19:25
Das ist zwar richtig, aber mit einem 180er wird man auch mit Zwischenringen oder Nahlinsen kaum auf 5:1 kommen. Und den Zwischenring/Balgen würde sicherlich niemand tragen wollen;)

Ich habe für diese Extremfälle ein 50/1,2 in Retrostellung vor's 90er Tamron-Makro geschnallt. Vorteil: Immer noch ein helles Sucherbild und trotzdem etwa 3:1 Abbildungsmaßstab. Leider verursacht die Kombi ziemliche CA, die Schärfe ist aber durchaus gut. Für das 180er wüsste ich aber keine geeignet große WW-Optik, die man davorschrauben könnte, vor allem auch hinsichtlich Vignettierung. Evtl. ginge ein altes 50er Zeiss für die Six. Ist aber halt eine Sache des Probierens und wenn's nicht hinhaut hat man 100 Euro (oder was die Teile jetzt halt kosten) zum Fenster rausgeworfen - keine besonders erbauliche Aussicht...

Was man hier auch berücksichtigen muss: Der Schärfentiefebereich wird extrem dünn.

Gruß
Dirk

HKO
11.12.2005, 19:39
Warum das bei Dir so war, kann ich nicht beantworten, da muß ein anderer Fehler eine rolle spielen.
Fakt ist, daß auch gute Optiken nur für einen definierten Arbeitsbereich korrigiert sein können, an dessen Ende, d.h. wenn man z.B. nahe 1:1 auch bei einem solchen Makro ist, läßt die Leistung nach, will man 2:1 beispielsweise erreichen, verbessert eine sehr gute Vorsatzlinse wie die 500D die Abbildungsleistung wieder.
Deswegen sind Zwischenringe eine suboptimale Lösung (hier wird ja der Arbeitsbereich der Optik in den Nahbereich erweitert) und noch weniger Konverter, die ja lediglich den zentralen Teil des Strahlengangs um den angegebenen Faktor vergrößern.
Daß es trotzdem in der Praxis scheinbar gar nicht so schlecht geht, liegt daran, daß man durch die stärkere Vergrößerung die Blende verändert, dadurch in beugungslimitierte Bereiche kommt, wodurch optische Fehler relativ zweitrangig werden.

Herr H. aus W.
11.12.2005, 19:57
Warum das bei Dir so war, kann ich nicht beantworten, da muß ein anderer Fehler eine rolle spielen.

Ich kann mir das bis heute nicht erklären, auch nach mehrfachen Versuchen (ordentliches Stativ, genau fokussiert, SVA) blieb es leider bei einem flauen Ergebnis. Habe die 500D trotzdem für das 200er behalten.


Fakt ist, daß auch gute Optiken nur für einen definierten Arbeitsbereich korrigiert sein können, an dessen Ende, d.h. wenn man z.B. nahe 1:1 auch bei einem solchen Makro ist, läßt die Leistung nach, will man 2:1 beispielsweise erreichen, verbessert eine sehr gute Vorsatzlinse wie die 500D die Abbildungsleistung wieder.
Deswegen sind Zwischenringe eine suboptimale Lösung (hier wird ja der Arbeitsbereich der Optik in den Nahbereich erweitert) und noch weniger Konverter, die ja lediglich den zentralen Teil des Strahlengangs um den angegebenen Faktor vergrößern.
Daß es trotzdem in der Praxis scheinbar gar nicht so schlecht geht, liegt daran, daß man durch die stärkere Vergrößerung die Blende verändert, dadurch in beugungslimitierte Bereiche kommt, wodurch optische Fehler relativ zweitrangig werden.

Da diese Thematik schon vor Jahren auch in d.r.f. mit dem gleichen Ergebnis diskutiert wurde (die Zwischenringlösungen wurden dort ebenfalls als schlechtester Kompromiss angesehen), habe ich mir auch nie Zwischenringe/Konverter für die Makrofotografie angeschafft, sondern versucht, extremere Abbildungsmaßstäbe über Vorsatzoptiken zu lösen. Eine andere relativ preisgünstige Lösung wäre evtl. ein Weitwinkelobjektiv am Novoflex-Retroadapter. Das habe ich allerdings nur voriges Jahr in Veitshöcheim unter denkbar schlechten Bedingungen "ausprobieren" können. Das nonplusultra dürfte nach wie vor das (im Vergleich zu den anderen Lösungen teure) Lupenobjektiv darstellen.

Gruß
Dirk