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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : So einige Fragen...



marmot_m
13.12.2005, 18:43
Hallo Forum, bin neu hier. Und gleich mein erstes Thema. Eigentlich modellübergreifend, aber ich habe gesehen, dass in diesen Bereich hier momentan weit mehr diskutiert wird... :)

1. Es wird häufig die Vignettierung der Vollformmatsensoren geschmäht. Meine Frage: Ist die Vignettierung bei VF stärker/ gleich / schwächer als bei analog (bezogen auf dasselbe Objektiv natürlich)?

2. Ich habe am WoE nochmal den Analog-Digital-Vergleich im fotoMagazin gelesen. Dort werden nur die Schärfe und die Farbtreue bewertet. Das genügt aber m.E. nicht, um die Qualität eines Bildes zu beurteilen. Tiefe, Plastizität, Farbharmonie, Unschärfeverlauf sind Eigenschhaften, die m.E. weit wichtiger sind als die Schärfe.

Nun die Frage: Hat jemand hier im Forum einmal Analog mit Digital anhand von beispielen aus der Praxis verglichen? Hat jemand einen Highend Print (z.B. Lambda) in 40x60cm von einem 6x7 Dia mit einem 40x60 Print einer 1Ds verglichen? Wie sieht es mit der subjektiven Bildqualität aus?

3. Ich habe Bilder mit großen Grauflächen einer 1Ds-II gesehen. Die Graubalance und auch die gesamte Darstellung wirkt unnatürlich, und zwar extrem. Gibt es Extreme, die Digital einfach "nicht kann"? Z.B. Elefanten...

Der Hintergrund meiner Frage ist, dass ich überlege, ob ich noch weiter in MF oder gar GF investieren soll, oder auf Digital/KB gehen (digitales MF scheidet aus...) soll. Ich werde in Januar oder Februar einen Test veranstalten, möchte aber vorab wissen, was Ihr so denkt / wisst...

Ach ja, eine Frage zum Crop habe ich auch: Wenn ich mit einem 20er an einer 1,6x Kamera arbeite - dann habe ich den Ausschnitt eines 32ers mit der Perspektive eines 20ers - ist das gewollt? Fällt das nicht auf? Ich meine, ich wähle Brennweiten doch nicht wegen der Brennweite, sondern wegen der Perspektive...oder...? Also wie macht Ihr das? Denn ein 12er ist dann ja auch nicht die Lösung...

Freue mich auf Eure Antworten.
Alexander

Bufo
13.12.2005, 19:26
Ach ja, eine Frage zum Crop habe ich auch: Wenn ich mit einem 20er an einer 1,6x Kamera arbeite - dann habe ich den Ausschnitt eines 32ers mit der Perspektive eines 20ers - ist das gewollt? Fällt das nicht auf? Ich meine, ich wähle Brennweiten doch nicht wegen der Brennweite, sondern wegen der Perspektive...oder...? Also wie macht Ihr das? Denn ein 12er ist dann ja auch nicht die Lösung...


Die Perspektive ist abhängig von deinem Standpunkt und nicht von der Brennweite. Wenn dir die Perspektive also nicht gefällt, dann solltest du den Standort ändern, aber nicht deine Brennweite.

Das ist IMHO auch ein dickes Problem bei vielen Leuten die mit Zooms arbeiten. Anstatt mal zwei Schritte zurück oder vor zu gehen, wird lieber von 80mm auf z. B. 200mm gezoomt. Ein 200er verhält sich aber ganz anders als ein 80er.

Gruß

Thomas Tremmel
www.buxtehuder-fotofreunde.de (http://www.buxtehuder-fotofreunde.de/)

David Weber
14.12.2005, 22:49
Hallo Forum, bin neu hier. Und gleich mein erstes Thema. Eigentlich modellübergreifend, aber ich habe gesehen, dass in diesen Bereich hier momentan weit mehr diskutiert wird... :)

1. Es wird häufig die Vignettierung der Vollformmatsensoren geschmäht. Meine Frage: Ist die Vignettierung bei VF stärker/ gleich / schwächer als bei analog (bezogen auf dasselbe Objektiv natürlich)?

Ich vermute sie ist etwas stärker, bin mir aber nicht sicher. man kann sie aber sehr leicht entfernen (RAW/CS2).


2. Ich habe am WoE nochmal den Analog-Digital-Vergleich im fotoMagazin gelesen. Dort werden nur die Schärfe und die Farbtreue bewertet. Das genügt aber m.E. nicht, um die Qualität eines Bildes zu beurteilen. Tiefe, Plastizität, Farbharmonie, Unschärfeverlauf sind Eigenschhaften, die m.E. weit wichtiger sind als die Schärfe.

Nun die Frage: Hat jemand hier im Forum einmal Analog mit Digital anhand von beispielen aus der Praxis verglichen? Hat jemand einen Highend Print (z.B. Lambda) in 40x60cm von einem 6x7 Dia mit einem 40x60 Print einer 1Ds verglichen? Wie sieht es mit der subjektiven Bildqualität aus?

Ich kann nur von meiner 5D bis 30x45 sprechen. Die Qualität ist auf jeden fall besser als KB-Film. Bei 30x45 sieht man am Schirm bei 1:1 immer noch feinheiten, die im Print nicht mehr zu erkennen sind. schau mal hier: http://www.luminous-landscape.com/reviews/shootout.shtml


3. Ich habe Bilder mit großen Grauflächen einer 1Ds-II gesehen. Die Graubalance und auch die gesamte Darstellung wirkt unnatürlich, und zwar extrem. Gibt es Extreme, die Digital einfach "nicht kann"? Z.B. Elefanten...

Schwierig. Ich hab schon manchmal immer noch den Eindruck das einige Bilder etwas Video-like anmuten. Wobei die 5D schon sehr gut ist. Vor allem bei hohen Aufnahmekontrasten.


Der Hintergrund meiner Frage ist, dass ich überlege, ob ich noch weiter in MF oder gar GF investieren soll, oder auf Digital/KB gehen (digitales MF scheidet aus...) soll. Ich werde in Januar oder Februar einen Test veranstalten, möchte aber vorab wissen, was Ihr so denkt / wisst...

Lies den Artikel oben. Ich denke das im Moment die KB Objektive ein Schwackpunkt sind. Aber für GF gibt es auch keine 2,8er Zooms.


Ach ja, eine Frage zum Crop habe ich auch: Wenn ich mit einem 20er an einer 1,6x Kamera arbeite - dann habe ich den Ausschnitt eines 32ers mit der Perspektive eines 20ers - ist das gewollt? Fällt das nicht auf? Ich meine, ich wähle Brennweiten doch nicht wegen der Brennweite, sondern wegen der Perspektive...oder...? Also wie macht Ihr das? Denn ein 12er ist dann ja auch nicht die Lösung...

Es gibt in der Optik keine '20er' Perspektive. Perspektive wird definiert durch Standpunkt und Blickrichtung. Letztendlich musst du den Bildwinkel berechnen um Vergleichbare werte zu erhalten. Das Hauptproblem ist, dass das 20er am 1,6er Crop ein minderweriges 32er sein wird. Da es für diesen Sensor mit einem viel zu grossen Bildkreis gerechnet ist. Desahlb lieber FF.

PitWi
15.12.2005, 10:26
> Ist die Vignettierung bei VF stärker/ gleich / schwächer als bei analog (bezogen auf dasselbe Objektiv natürlich)?

Etwas stärker als bei analog, weil durch schräg einfallende Lichtstrahlen etwas weniger Licht auf einen einzelnen Pixel kommt, was dem Film ziemlich egal ist.

> Nun die Frage: Hat jemand hier im Forum einmal Analog mit Digital anhand von beispielen aus der Praxis verglichen? Hat jemand einen Highend Print (z.B. Lambda) in 40x60cm von einem 6x7 Dia mit einem 40x60 Print einer 1Ds verglichen? Wie sieht es mit der subjektiven Bildqualität aus?

Das ist wohl fast unmöglich direkt vergleichbar. Selbst bei gleichen Aufnahmebedingungen reagieren versch. Filme und versch. Digi-Cams anders und man kann die Fotos dann auch nicht gleichwertig ausarbeiten.

> Gibt es Extreme, die Digital einfach "nicht kann"?

Überstrahlte Lichter sind in meinen Augen auf Digicams immer noch unbefriedigend (Sonnenuntergang, Kerzen, Laternen bei Nacht, ...), denn die Überstrahlung kommt früher als bei Film und ist oft mit unschönen Artefakten verbunden.

> Ach ja, eine Frage zum Crop habe ich auch: Wenn ich mit einem 20er an einer 1,6x Kamera arbeite - dann habe ich den Ausschnitt eines 32ers mit der Perspektive eines 20ers - ist das gewollt? Fällt das nicht auf? Ich meine, ich wähle Brennweiten doch nicht wegen der Brennweite, sondern wegen der Perspektive...oder...? Also wie macht Ihr das? Denn ein 12er ist dann ja auch nicht die Lösung...

Also ich wähle eine Brennweite um einen best. Bildausschnitt zu erhalten oder um eine best. Perspektive zu bekommen. Und dabei ist mir Crop oder VF ziemlich egal, denn ich weiss, welches Objektiv wie abbildet und wähle für die jeweilige Kamera das entspr. Objektiv.
Ich finde, die Leute machen sich zu viele Gedanken um das Thema. Beim Vergleich von KB und MF war das auch nie eine Frage, obwohl man für MF eben längere Brennweiten für denselben Blickwinkel braucht. Wenn man KB gewoht ist, muss man eben für Crop nun etwas kürzere Brennweiten nehmen.

PW

Power-shopper
15.12.2005, 13:19
Hallo,

also ich ziehe für mich mitlerweile Digital dem Analogen vor, einfach weil es mehr und einfachere Möglichkeiten gibt.
Früher als DIA-Fotograf war sehr korekte Belichtung unerläßlich, aber nicht kurzfristig zu kontrollieren. Extreme Kontraste ließen sich hinterher nichtmehr anpassen.

Heute mit Digital sind mir viele Bilder möglich, die mir mit Analog so nicht möglich gewesen sind. Ich kann eben die Belichtung sofort kontrollieren, ich kann hinterher in das Bild eingreifen (was bei DIA nahezu unmöglich ist), smit kann ich z.B. extreme Kontraste im Bild etwas ausgleichen und so das Bild harmonischer gestalten oder Aussagen im Bild unterstreichen.

Ob ein High-End-Print von einem Analogbild besser ist, als von Digitaldaten kann ich nicht beurteilen, da ich nie High-End-Prints habe machen lassen. Abzüge von Negativ aus dem Großlabor sind den Digitalen ausbelichtungen (gleiches Labor) deutlich unterlegen...

Gruß,
Carsten