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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hat jemand Afrika-NP-Erfahrung?



BikeMike
26.06.2006, 01:44
Hallo,

habe seit ein paar Tagen die 5D mit 24-105. Sonst ist noch kein weiteres Objektiv vorhanden.

Eigentlich hatte ich mich schon fuer 1 oder 2 FBs (z.B. 200/2.8) entschieden, aber waehrend der letzten Reise mit meiner alten Ausruestung gemerkt, dass ich wohl mit einem Zoom schneller und flexibler bin. Dann habe ich das 70-200/2.8IS favorisiert, aber als ich es in der Hand hielt, empfand ich das Gewicht schon etwas stoerend. Aber alles andere sprach fuer dieses Objektiv.

Jetzt hat es sich ergeben, dass ich im Dezember mit Einheimischen in Kenia unterwegs sein kann. Da werden dann auch einige Nationalparks besucht und ich freue mich schon auf die Tiermotive (wie nahe kommt man normalerweise an die Tiere heran?) .

Jetzt stellt sich mir dir Frage, welche Brennweite denn sinnvoll ist (500er FB moechte ich aber nicht bezahlen) fuer diese Tour und fuer die Zeit danach hier zuhause. Ich moechte also nix spezielles nur fuer eine Reise kaufen, sondern es sollte auch fuer andere Reisen praktisch sein.


Also was wuerdet Ihr mir empfehlen:

1) 70-200/2.8 IS mit Konverter 1.4x und 2x (reichen 400mm fuer eine Safari? Fuer Notfaelle beide Konverter kombinierbar?)
2) 100-400 IS mit Konverter 1.4x (2x nicht empfohlen?!)
3) 1) und 2) kaufen (ist mir wohl zuviel Gepaeck, Preis)
3) 300/4 FB und eines aus 1)/2) dazu (ist mir wohl zuviel Gepaeck, Preis)
4) Bei einem anderen Anbieter (Tamron, Sigma) umschauen?

Danke!

Thomas P.
26.06.2006, 03:22
Afrika-Erfahrung habe ich nicht, aber das 70-200 kenne ich. Hier meine Meinung, Vergleich 70-200 gegen 200 2.8 (siehe EXIF-Daten). Da passt kein Konverter mehr.

http://www.digitale-slr.net/showthread.php?postid=630767#poststop

Fazit für das 70-200: ersetzt gegen das fantastische 135 und 200er. Evtl. nach einem non-IS schauen!

Mit 200 mm jagst Du in Afrika sicher nicht viel, aber es gibt ja da weit mehr als Tiere zu fotografieren! Wenn Du die Einheimischen ablichtest bist Du mit dem 70-200, gerne auch gebraucht ohne IS, sicher gut bedient.

Am 100-400 einen TC anzuschrauben ist sicher nicht sinnvoll, denn dann hast Du keinen AF mehr. Der tut nur bis Blende 5.6.

Ich habe mich für das 400 5.6 entschieden, leider nur als Import, also rechne mit 25% Zoll und Einfuhrumsatzsteuer. http://www.luminous-landscape.com/reviews/lenses/forgotten-400.shtml
http://www.luminous-landscape.com/reviews/lenses/400v400.shtml
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/493046/display/5885188

Am 400 5.6 fehlt mir der IS, insofern kann das 100-400 für Dich eine gute Option sein, trotz der evtl. schlechteren Qualität. Und es ist halt ein Zoom - zusammen mit 24-105 hast Du doch einiges abgedeckt!

Neulich durfte ich ein 300 2.8 testen, es war mit TC 1,4 schärfer als die 400 mm FB. Letztens ging hier mal eins für 3,5 Teuronen im Forum weg.

Schau nach einem guten gebrauchten 100-400, das bekommst Du zur Not auch gut wieder los.

KUSSK
26.06.2006, 10:15
Hallo,

ich war gerade in Südafrika und habe folgende Erfahrung gemacht:

Im Krügerpark mit dem eigenem PKW habe ich ausschließlich mit dem 100-400L für Tierfotos gearbeitet. In den Private Game Reserves hat sich das 100-400 als zu lang erwiesen, dort kommt man meistens so nah an die Tiere, dass ich oft auf das 17-70 zurückgegriffen habe, insbesondere bei großen Tieren wie Elefanten, Nashörnern aber auch bei Löwen.

Für kleine und scheue Tiere reichen 200 mm m.E. nicht aus. Aus heutiger sicht hätte ich mir das 28-300L gewünscht. Übrigens, auch wenn es in Afrika eigentlich sehr viel Licht gibt, so ist der Haken an der Sache, dass man die meisten Tiere bei Sonnenaufgang und Untergang sieht, und dann musste ich mit dem 100-400 auf sehr hoher ISO-Werte zurückgreifen. Noch eine Kleinigkeit die wichtig für Deine Entscheidung sein könnte: Es ist sehr staubig, nach Stop an einem Tier mochte ich aufgrund des Staubes der durch unser Fahrzeug (offen) aufgewirbelt wurde kein Objektiv wechseln.

doghunter
26.06.2006, 11:45
Also ich war schon mehrfach in Südafrika, Namibia, Zaire, Bootswana unterwegs.

Tagsüber hat man i.d.R. sehr viel Licht und braucht in der offenen Savanne viel Brennweite. Hier hat sich das 100 - 400 sehr bewährt. In der sehr kurzen Dämmerung kann man manchmal hervorragende Tieraufnahmen machen (Wasserstellen), hier kommt man auch etwas dichter ran (wenn man geschickt ist) - hier braucht man Licht. Da hat sich das 70 - 200 / 2,8 IS bewährt. Wenn man im Regenwald unterwegs ist braucht man noch ein WW. Hier hatte ich immer das Kit mit! Ein 1,4 Konv. schadet nie! Für den Objektivwechsel empfiehlt sich ein altes Bettlaken mitzunhmen. Das feuchte man an und kriecht drunter zum Wechsel. Sieht zwar blöd aus, bindet aber 99,5 % des dort sehr stark vorhandenen Staubes!!!!
Auf genügend Akkus achten und den Bohnensack nicht vergessen (als Auflage vom LAndrover aus).

Walter Waldis
26.06.2006, 11:46
Meine Erfahrungen sind ähnlich wie diejenigen von KUSSK. Ich habe bereits mehrere Reisen in afrikanischen NPs hinter mir. In "Selbstfahrer"-Parks wie Krüger oder Hhlhluwe-Umfolozi bin ich mit der Brennweite 70-200 mm bestens klar gekommen. Die Sicht in die Weite ist hier in der Savanne mit Bäumen und Gebüsch ohnehin eingeschränkt. Für Kleingetier wie Vögel war das EF 400 f/5.6, obwohl insgesamt eher wenig benutzt, sehr hilfreich. In Privat Game Reserves sind die Safaris geführt. Hier habe ich sehr viele Aufnahmen mit dem 28-135 mm gemacht. Typische Brennweiten sind hier um die 80-100 mm (bei Crop 1.6).

Bei FF und 5D würde ich meine Erfahrungen für 95% aller Bilder auf Brennweiten bis max. 300 mm umlegen. Meine persönliche Präferenz für ein möglichst leichtes Gepäck wären dann das 17-40, das 70-200 und der TK 1.4. Gegen das EF 100-400 spricht meine persönliche Abneigung (Gewicht, Raketenwerfer mit GL).

Gruss Walter

TAltemeier
26.06.2006, 11:57
Jupp, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Ich hab das 17-35, 24-105, 70-200, 100-400 und den 1,4x + 2,0 Konverter dabei gehabt (Seringeti und Tansania).

Hab das eine oder andere mal auch den 1,4er Konverter gebraucht, bei dem 100-400 läuft der bei den 1ern ja noch mit AF. (bis Anfangs-Blende 9,6).

Rein Rechnerisch komme ich mit dem 1,4er auf 400*1,3*1,4 = 728,00 mm

Hab Tagsüber mal nen Löwen mit 1,4er UND 2,0 er fotografiert und ist erstaunlich gut geworden :-) das waren dann sogar 1456mm (rein rechnerisch), gut, hab ich dann auch Tagsüber mit ISO 400 machen müssen damit das halbwegs ordentlich wurde.

Aber meine (persönlichen) Mindestanforderungen an dein Szenario ist nen WW und mind. 400 (ok, vielleicht noch mit 1,4er)

Thomas Fürst
26.06.2006, 14:48
Ich war jetzt zweimal in Namibia und hatte das erste mal ein 70-200 mit Konverter dabei und das zweite mal ein 70-300 mit Konverter und jedesmal habe ich mich geärgert nicht genug Brennweite zu haben. Habe mir vor 3 Wochen das 100-400 IS gekauft und hoffe das es diesmal besser wird (denn Brennweite kann man nie genug haben in Afrika, zumindest meine Erfahrung). Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, das 100-400 mitzuhmen. Du mußt bedenken das die Tiere ja nicht statisch sind wie im Zoo, sondern die bewegen sich :-) und da ist ein Zoom meiner Meinung nach einfach unersätzlich. Und wenn Du ein gutes erwischt kann es ganz bestimmt mit einer FB mithalten (zumindest kann ich dies von meinem behaupten :-))


Gruß
Thomas

carmel
26.06.2006, 15:40
Hallo

ich habe auch bereits mehrere Safaris hinter mir. Meist Südafrika, aber auch schon Kenia.
Da du ja noch nicht ganz verdorben bist, was deine Ausrüstung angeht, würde ich dir am ehesten wohl das 100-400 empfehlen, da es den größten Einsatzbereich abdeckt, obwohl ich es selbst nie besessen habe.
Meine Erfahrungen aus Kenia sind, daß wenn du mit nem Guide unterwegs bist auch sehr nahe an die Tiere herankommst, und dann ist ein Zoom natürlich klasse. Wenn du aber auf maximale Qualität abzielst, dann würde ich dir eher das 4,0/300 IS empfehlen. Weil das ist mit 1,4 Konverter immer noch spitze. Es gibt zwar immer wieder Leute die behaupten, "daß wenn du ein sehr gutes 100-400 erwischst, die Qualität so gut wie eine Festbrennweite ist" (was ich ja auch gar nicht bestreiten will) aber wie kannst du das selbst entscheiden, wenn dir die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.
Was ich hiermit sagen will, wenn du eher Qualität willst dann das 4,0/300, wenn du eher Flexibilität willst dann das 100-400, gerade weil du ja den Brennweitenbereich bis 300mm ja auch irgendwie abdecken müßtest.

Gruß
Andreas

doghunter
26.06.2006, 15:44
und da ist ein Zoom meiner Meinung nach einfach unersätzlich. Und wenn Du ein gutes erwischt kann es ganz bestimmt mit einer FB mithalten (zumindest kann ich dies von meinem behaupten :-))


Gruß
Thomas

Diese Aussage verweise ich mal in die Welt der Fabeln. :D Ich habe ein ganz ordentliches 100 -400 aber zu meinem 400 / 2,8 fehlen doch Längen!
Doch insgesamt kann man dem 100 - 400 eine sehr gute Allroundeigenschaft, gerade für Wildlife bei gutem Licht, bescheinigen.

Thomas Fürst
26.06.2006, 16:16
Diese Aussage verweise ich mal in die Welt der Fabeln. :D Ich habe ein ganz ordentliches 100 -400 aber zu meinem 400 / 2,8 fehlen doch Längen!
Doch insgesamt kann man dem 100 - 400 eine sehr gute Allroundeigenschaft, gerade für Wildlife bei gutem Licht, bescheinigen.

Siehst Du, Du hast ein ordentliches...solltest Dir mal ein sehr gutes holen ;)

doghunter
26.06.2006, 20:20
Siehst Du, Du hast ein ordentliches...solltest Dir mal ein sehr gutes holen ;)
Ich glaube, dass ich schon ein recht gutes habe, aber meine FB (200 / 300 / 400 / 600) sind doch merklich besser :rolleyes:

Bakterie
27.06.2006, 08:36
Hallo,

ich war jetzt im Frühjahr in der Serengeti und im Ngorogoro-Krater unterwegs. Habe alle Bilder mit dem Canon 4/70-200 und dem Tamron 200-500 gemacht. Das Tamron ist recht günstig und liefert prima Ergebnisse.

Michael