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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Werden IS Objektive zukünftig stark an Wert verlieren ?



Eckhard Schreiber
07.07.2006, 23:34
Nachdem nun mit Sony ein weiterer DSLR-Hersteller einen IS serienmäßig in
der neuen Kamera eingebaut hat wird Canon sicherlich mittelfristig
reagieren müssen.

Wenn Canon in vielleicht einem oder zwei Jahren nachzieht werden unser
IS Objektive im Wert stark fallen.
Wegen meines 100-400 L IS USM mach ich mir nicht die Sorgen.
Da ich aber überlege ein 500/F4 IS USM zu kaufen würde mir der
ggf. entstehende Wertverlust in dieser Preisklasse schon sehr zu
schaffen machen.

Ich denke Canon kann bei der Finanzkraft von Sony nicht ohne weiteres den
souveränen Marktführer raushängen lassen.
Sony kann mit 3 verschiedenen Linsenmarken aufwarten,
(Minolta, Sony, Carl Zeiss) und produziert bereits f. Nikon den Sensor der D200.

Canon wird reagieren sobald Sony in der Bildqualität an Canon ranreicht.

Was meint Ihr ? - Wird Canon einen Antiverwacklungschutz in die Kameras einbauen ?
(Zeitrahmen 1 1/2 - 2 Jahre)

Roger
07.07.2006, 23:49
Aufgrund der Tatsache, dass Canon bereits ein umfassendes Programm an stabilisierten Linsen im Markt hat - AFAIK ist es weltweit das Größte - hat man dort sicher kein Interesse, den IS mal eben ins (DSLR-)Gehäuse zu verlegen. Kein Mensch würde mehr den Mehrpreis bei den Linsen bezahlen wollen. Preisverfall bei den IS-Linsen wäre die auch von mir vermutete Folge. Alternativen ohne IS stehen bei den langen Brennweiten kaum noch zur Verfügung und müssten ggf. erst neu entwickelt werden.

Davon abgesehen hat der IS in der Optik beruhigenden Einfluss auf das Sucherbild, was z.B. bei Motorsport überhaupt erst das Verfolgen von schnellen Objekten einigermaßen sicher ermöglicht. Das kann ein chip-basierter Verwacklungsschutz niemals leisten.

Möglich allerdings, dass dieses Feature sich mehr ins Profilager zurückzieht und im Consumerbereich à la 350D stabilisierte Chips kommen. Im Kompaktlager gehört es ja heute schon zum guten Ton.

Gruß
Roger

Mazze
07.07.2006, 23:49
Ich denke Canon kann bei der Finanzkraft von Sony nicht ohne weiteres den
souveränen Marktführer raushängen lassen.


So what? IS steckt in Objektiven, bei denen man mit adäquater Kamera schnell sowas von massiv über 2.000 Euro liegt. Sony deckt mit diesen Objektiven eher den Markt der Profifotografen ab als den der Hobbyfotografen und vielleicht eher reiche "Prosumer", die aber in der Regel die Kamera auch als Statussymbol sehen werden. Und dafür ist Sony wirklich keine Gefahr, auch nach dem Kauf von Minolta nicht.

Das denke ich jedenfalls mal :)

Stefan Redel
07.07.2006, 23:51
Wird Canon einen Antiverwacklungschutz in die Kameras einbauen ?
(Zeitrahmen 1 1/2 - 2 Jahre)
Möglich.
Oder auch nicht. Vielleicht aber doch.
Man weiss es nicht und die Info dürfte Top Secret sein.

trphoto
07.07.2006, 23:52
...ich sehe da noch nicht den Vorteil, wenn die Filmebene bewegt wird. Zum einen ist die Frage nach der genauen Bestimmung des Ausschnittes (der gezeigte Ausschnitt der Bildebene durch den Sucher entspricht nicht der Aufnahme), zum Zweiten ist noch nicht geklärt, ob diese Lösung für alle Art von Objektiven wirklich gut zusammen funktioniert (oder bewegliche Linsen besser sind).

Die Tatsache, dass sich Sony der Sache angenommen hat, heißt in der Vergangenheit nicht wirklich was. Wenn ich da so in den Entwicklungen der letzten Zeit denke: Gegenpol zum iPod in den Sand gesetzt (BD irgendwas); Monopolstellung vom Walkman und Spielkonsolen wegnehmen lassen; technische Entwicklungen verschlafen oder aber mit Lizenzen kaputt gemacht (BR-Disc, Firewire, Fernsehtrend von Röhre zu TFT, etc.)

Ich glaube da noch nicht dran. Und wenn ein wirklich alteingessener Kameraproduzent wie Minolta schon aufgibt, steht immer noch die Frage im Raum, ob es Sony besser hinbekommt.

Benutzer
07.07.2006, 23:54
Nachdem nun mit Sony ein weiterer DSLR-Hersteller einen IS serienmäßig in der neuen Kamera eingebaut hat wird Canon sicherlich mittelfristig reagieren müssen.
Sehe ich anders. Die grundsätzlichen Unterschiede im System hat Roger ja schon erklärt, und wenn man sichs mal genauer ansieht muss man klar sagen, dass Antishake am Chip die viel schlechtere Lösung ist.


Da ich aber überlege ein 500/F4 IS USM zu kaufen würde mir der ggf. entstehende Wertverlust in dieser Preisklasse schon sehr zu
schaffen machen.
In dem Moment, in dem Du die Kohle über den Ladentisch schiebst, hat die Linse schon 10% an Wert verloren. Dagegen wäre jeder Technologiesprung im Bereich Antishake-Techniken ein Trinkgeld...


Canon wird reagieren sobald Sony in der Bildqualität an Canon ranreicht.
Muhahahaha, ich hoffe, dass sie vorher mal reagieren und neue Linsen auf den Markt werfen - ich hab keine drei Jahre Zeit :D :D :D


Was meint Ihr ? - Wird Canon einen Antiverwacklungschutz in die Kameras einbauen ?
Nein. Zuerst kommt ein Staubabschüttler für den Sensor. Deutlich wichtiger und keine redundante Entwicklung.

Greets,
Peter.

marcel71
07.07.2006, 23:55
Es ist nicht der Versuch einer Antwort, sondern nur ein Denkanstoß, bzw. zwei Denkanstöße:

1. Wie relevant ist der Wertverlust eines Objektivs? Wenn ich mir ein Objektiv wie z.B. das erwähnte 500/4 IS kaufe, dann begebe ich mich ein Preisregionen, bei denen ich selten über einen Wiederverkauf nachdenken möchte. Ein "mal sehen, ob es mir gefällt, verkaufen kann ich es immer noch" gibts da kaum, dazu ist die Investition zu hoch (ist natürlich meine ganz persönliche Ansicht dazu). Und bei preiswerteren Objektiven: Es wird noch einige Zeit lang viele Anwender von Canon-Kameras ohne eingebauten IS geben, Canon wird nicht auf einen Schlag das gesamte DSLR-Portfolio austauschen.

2. Macht es Sinn, nur noch DSLR mit eingebautem IS anzubieten? Macht es Sinn, KEINEN IS zu verwenden? Ich denke da an Gewicht, Akku-Kapazität und Anfälligkeit (immerhin bedeutet ein IS zusätzliche bewegliche Teile im System, die einem gewissen Verschleiß unterliegen).

Wie gesagt, nur Denkanstöße. Was Canon tatsächlich macht, und wie der Markt darauf reagiert, ist bei diesem Thema wohl schwer vorhersehbar.

Christian Lütje
07.07.2006, 23:58
Da hab ich heute nach langem Überlegen und Sparen ein 70-200 IS bestellt und dann kommst du hier mit so einer Horrormeldung :eek:

Ich denke, man wird sich bei Canon entweder dafür entscheiden, die Bildstabilisierung komplett auf den Chip zu verlegen oder weiterhin bei den IS-Objektiven bleiben. Eine zweigleisige Lösung kann ich mir nicht vorstellen (oder bringt ein doppeltes System auch doppelten Stabilisierungsgewinn?).

Vorteil des IS im Objektiv ist ja das stabilisierte Sucherbild und die optimale Anpassung an das jeweilige Objektiv. Inwiefern das jetzt ein echter Vorteil oder nur Marketinggerede ist, weiß ich nicht, aber es klingt schon logisch.
Von daher denke ich, dass die Stabilisierung im Objektiv der im Chip technisch überlegen ist.

Wenn Sony weiter ins Profilager vorstoßen will, dann sind aber sicherlich noch einige neue Objektive nötig, gerade bei den langen Festbrennweiten sieht es da doch relativ mau aus, wenn ich richtig informiert bin.

ka
07.07.2006, 23:58
Das ist eine gute Frage. In zwei Jahren wissen wir sicher mehr. http://www.digitale-slr.net/images/icons/icon12.gif Zum Preisverfall denke ich, daß zumindest bei den Super-Tele die Linsen den Löwenanteil des Preises verursachen und der IS sich nicht so stark auswirkt.

NickD
08.07.2006, 00:01
Da bin ich dann aber gespannt auf die Vollformatkamera mit beweglich gelagertem Sensor ;)
Der würde sich ja aus dem Bildkreis rausbewegen.

Eckhard Schreiber
08.07.2006, 00:09
Hallo Marcel 71,

falls ich mir das 500/F4 IS USM zulege möchte ich auch nicht über einen Wiederverkauf nachdenken.

Ich hab jedoch im Laufe der Zeit immer wieder mal Hobby gehabt die ich 5-6 Jahre
verfolgt habe und dann kamen andere Themen/Hobbys die mich interessierten.

Ich fotografiere jetzt seit 2,5 Jahren.
Ob ich die wenige Freizeit in den nächsten Jahren zu großen Teilen mit dem
fotografieren verbringe - dafür kann ich heute noch nicht die Hand ins Feuer legen.

Von daher interessiert mich der Wertverlust schon.
10% nach Neuanschaffung ist normal und aktzeptabel.
Wenn der IS aber uninteressant wird sind es sofort nochmal 30-40%.

Bei dem Anschaffungspreis verdammt viel Geld.

MarcusMueller
08.07.2006, 00:22
Für extreme Brennweiten wie ein 500er wird ein IS in der Kamera nie die Lösung sein,
da reicht in der Filmebene der Bereich der Bewegung einfach nicht aus.

Also keine Sorge ...

Gruß, Marcus

Event
08.07.2006, 01:02
Von daher interessiert mich der Wertverlust schon.
10% nach Neuanschaffung ist normal und aktzeptabel.
Wenn der IS aber uninteressant wird sind es sofort nochmal 30-40%.

Bei dem Anschaffungspreis verdammt viel Geld.

kann ich mir nicht vorstellen - es gibt zu wenige Objektive - bei so nem rapiden Preisverfall würden sicher einige das Teil kaufen wollen, und was haben wir in VWL über Märkte gelernt?

Die (in diesem Fall) große Mehrheit der Nachfrager wird sich kümmern, das der Preis nicht ins Bodenlose fällt ;-)

Detlev Rackow
08.07.2006, 01:27
Ich denke nicht. AS hat einen Haken: Man kann damit nur APS-Sensoren mit Objektiven für Vollformat verwenden. Durch AS wackelt der Sensor bis zu 5mm in jede Richtung, und mit EF-S würde das Licht dann nicht mehr den Sensor treffen.

D.h. AS würde folgende Einschränkungen haben:

- Unbrauchbar für große Sensoren (würde den Ausleuchtwinkel von Vollformatlinsen überfordern)
- Unbrauchbar für EF-S-Optiken (würde auch an APS-C abschatten)

Sony beschränkt sich durch AS ebenfalls darauf, APS-Sensoren anzubieten, kann aber keine günstigen Objektive für APS-Format anbieten.

Ciao,

Detlev

Bjoern U.
08.07.2006, 01:29
die Argumentation der Antischaker ala Sony man hätte nun mit jedem Objektiv einen Verwackelschutz kann man auch rumdrehen und sagen das ich mit einem IS Objektiv mit jedem (Folge) Body einen Verwackelschutz habe.
Und ein Objektiv vom Schlage eines 100-400 IS L oder eines 400 IS L hat man über Jahre und durchaus an mehreren Kamera Generationen.

Die Idee mit dem Wackelchip ist nett. Ich habe da aber Bedenken was die Dauerhaltbarkeit angeht.
Ob Sony den Ausflug ins DSLR Lager auch langfristig fortsetzt und mehr als die Alpha nachschiebt oder ob das Ganze so stillschweigend untergeht wie Beta oder Minidisk ist da auch noch die Frage.

Gruß Björn

HKO
08.07.2006, 02:46
Es steht zu bezweifeln, daß der Chip-Antishake jemals so gut funktioniert wie der IS, weil man den IS jeweils auf die Brennweite, in die er eingebaut ist, optimieren kann, den AS kann man bestenfalls per Soft auf die betreffende Brennweite anpassen, mechanische Änderungen sind nicht möglich. Das ist ein Nachteil.

Canonflexer
08.07.2006, 05:30
Nachdem nun mit Sony ein weiterer DSLR-Hersteller einen IS serienmäßig in
der neuen Kamera eingebaut hatNaja, dafür ist ja auch einer weggefallen :mad:

Canonflexer
08.07.2006, 05:36
Es steht zu bezweifeln, daß der Chip-Antishake jemals so gut funktioniert wie der ISDas tut er schon.


weil man den IS jeweils auf die Brennweite, in die er eingebaut ist, optimieren kann, den AS kann man bestenfalls per Soft auf die betreffende Brennweite anpassen,Die Entfernung fließt da auch mit ein, das System ist nicht ganz so einfach.


mechanische Änderungen sind nicht möglich.Welche mechanischen Änderungen sollten denn beim IS in einem Obektiv möglich sein?


Das ist ein Nachteil.Ich mag da den Nachteil nicht so richtig erkennen, aber ein Vorteil ist, dass der AS auf einmal aus ALLEN Objektiven ein IS macht - und das ohne optische Elemente, die der Abbildungsleistung nicht zuträglich sind. Wird nicht immer das 70-200/2.8 ohne IS so gelobt? Und bei einigen anderen Linsen ist das wohl auch so.

Gruß,
Dennis.

Piqniqa
08.07.2006, 09:04
...............

D.h. AS würde folgende Einschränkungen haben:

- Unbrauchbar für große Sensoren (würde den Ausleuchtwinkel von Vollformatlinsen überfordern)
- Unbrauchbar für EF-S-Optiken (würde auch an APS-C abschatten)
Ciao,

Detlev


Beides ließe sich durch etwas größere Sensoren ausgleichen.

Sigma hat ja einige APS-Objektive die an AS-Kameras passen, habe bisher noch nicht gehört, dass diese Abschattungsprobleme verursachen.

Ich habe z.B mit dem 70-200/2.8 IS meine Traumlinse für diesen Brennweitenbereich gefunden und ich gehe davon aus, dass ich die Linse sicherlich noch viele Jahre nutzen werde, daher mache ich mir um den Preisverfall keine Gedanken. Ich habe eine Superlinse und die wird sicherlich in mehreren Jahren immer noch so sein.

Ein Vorteil für AS sehe ich noch im Gewicht, da die Linsen ohne IS leichter sind und so das gesamte Systemgewicht Body + mehrere Linsen sicherlich deutlich geringer sein kann.

***elvis***
08.07.2006, 10:40
Ich vertrete auch die Meinung das das für die "kleinen" Kamera´s (350D) durchaus interessant ist. Da kann ich mir das gut Vorstellen. Wer die Kauft, kauft in der Regel keine IS-Objektive. Und wenn dann nur solange bis er auf eine Semi/Professionelle Ca umsteigt.

Außerdem denke ich (ohne das ich Techniker oder ähnliches bin) das der IS im Objektiv besser aufgehoben ist als in in der Cam. Aber dazu wurde ja schon einiges geschrieben, klingt für mich plausibel.

Und was den Preisverfall angeht hab ich es mir abgewöhnt darüber Gedanken zu machen. Wenn ich etwas haben will und das Geld habe dann kauf ich es. Ich kaufe doch nichts mit dem Ziel etwas wieder zu verkaufen. Und wenn der Markt mir dann nur noch XY bietet kann ich es doch nicht mehr ändern. Wir alle können gerade bei Elektro nicht 2 -3 im voraus schauen......

Henry (15)
08.07.2006, 10:47
Beides ließe sich durch etwas größere Sensoren ausgleichen.


Ein Sensor von 24 x 36 FF hat 864 mm²
Oben genannt sollte der Sensor für AS 5 mm Kantenlänge größer sein
damit es nich zu Abschattungen kommt. (Keine Ahnung ob das richtig ist)
das währen 29 x 41 mm mit einer Fläche von 1189 mm²
immerhin eine 37 % größere Fläche als der "normal" - FF Sensor.
Diese Fläche nur für den AS zu Nutzen währe m.E. große Verschwendung.
Die Fertigungskosten eines solcher Sensoren steigen nicht
Linear zur Größe so das ich annehme , dass so ein Sensor z.Z.
überhaupt nicht bezahlbar ist. Im übrigen würde ich mir so einen
nicht als AS wünschen sondern als Schritt zum Mittelformat
und immer zur Verfügung. Nicht nur als AS. Ein Kompromiss
währe wohl einen FF Sensor im AS Modus als Cropsensor
funktionieren zu lassen und den Rest für den AS zu nutzen.
Keine Ahnung wie das technisch zu lösen währe - aber mein Denkansatz.
Gruß Henry

Anju
08.07.2006, 10:47
Antishake ist doch eh nur eine Technik, um Unzulänglichkeiten zu kaschieren.
Wenn die Chipempfindlichkiet steigt und wir in ein paar jahren 100000 ISO als normal betrachten, braucht kein Aas mehr IS.
Wenn ich sehe was ich heute schon aus der 5D bei gepuschten 3200 ISO (2 Blenden sind über 12000 ISO) noch rausholen kann, dann mache ich mir diesbezüglich wahrlich keine Sorgen.

Andreas

Freedolin
08.07.2006, 11:03
So what? IS steckt in Objektiven, bei denen man mit adäquater Kamera schnell sowas von massiv über 2.000 Euro liegt.

Sowas wie 350D plus 17-85IS? Bis 2000,- EUR ist da sogar noch Luft für ein 70-300IS :)

-- Markus

Freedolin
08.07.2006, 11:13
Was meint Ihr ? - Wird Canon einen Antiverwacklungschutz in die Kameras einbauen ?
(Zeitrahmen 1 1/2 - 2 Jahre)
Kann ich mir kaum vorstellen, ich denke, mit den beiden EF-S IS Objektiven (17-85 und 17-55) hat Canon schon recht deutlich gezeigt, dass man mittelfristig sowohl an IS als auch EF-S festhalten wird, also wird der Verwackelungsschutz im Prosumerbereich wohl in der Linse bleiben. Meiner Meinung nach auch ganz gut so, ich persönlich möchte auf das ruhige Sucherbild nicht verzichten wollen.

Auf der anderen Seite zielt Canon im gehobenen Preissegment ja Richtung Vollformat, und wie bereits andere vermutet haben denke ich auch, dass es hier aufgrund der Grösse des Bildkreises keine Alternative zu Objektiv-IS geben wird (zumindest nicht, wenn ein Body-IS für wirklich alle Objektive funktionieren soll).

Es sind zwei technisch unterschiedliche Ansätze, beide mit Vor- und Nachteilen, Sony geht den einen Weg, Canon den anderen (und zwar schon recht lange (analog ging's ja auch nicht anders) und auch recht erfolgreich, was sicher auch ein Grund ist, daran festzuhalten).

-- Markus

trphoto
08.07.2006, 11:42
Antishake ist doch eh nur eine Technik, um Unzulänglichkeiten zu kaschieren.
Wenn die Chipempfindlichkiet steigt und wir in ein paar jahren 100000 ISO als normal betrachten, braucht kein Aas mehr IS.
Wenn ich sehe was ich heute schon aus der 5D bei gepuschten 3200 ISO (2 Blenden sind über 12000 ISO) noch rausholen kann, dann mache ich mir diesbezüglich wahrlich keine Sorgen.

Andreas


...ein Argument, welches ich so noch nicht betrachtet habe. Stimmt, die Problematik mit verwackelten Bildern ist durch moderne Chips schon deutlich besser geworden. Wenn ich mir da meine alten Kodakchrome-Diafilme betrachte. Mein Gott, was die rauschen.

Freedolin
08.07.2006, 16:56
Antishake ist doch eh nur eine Technik, um Unzulänglichkeiten zu kaschieren.

Das gilt doch weitestgehend für jede Technik ;)


Wenn die Chipempfindlichkiet steigt und wir in ein paar jahren 100000 ISO als normal betrachten, braucht kein Aas mehr IS.

Das sehe ich anders. Für jede Anwendung, die etwas längere Verschlusszeiten benötigt, ist IS auch dann noch eine grosse Hilfe, frag' mal Airshow-Fotografen oder die Motorsportler (Stichwort Panning). Eine extrem kurze Verschlusszeit stabilisert auch nicht Dein Sucherbild.

Zudem würde ich mein Geld nicht darauf verwetten, dass wir in den nächsten Jahren noch eine grosse Steigerung der Bildqualität bei hohen ISO-Zahlen sehen werden. Und selbst wenn, ganz rauschfrei werden Bilder bei ISO1600 und ISO3200 in nächster Zukunft sicher auch nicht (auch wenn die 5D da schon wirklich grossartiges leistet, insbesondere im Vergleich zu Film-Zeiten, trotzdem kein Vergleich zu ISO 100 und 200) es wird also immernoch Gründe geben sich auf den Bereich unterhalb ISO 800 oder gar ISO 400 zu beschränken.

-- Markus

Mirko
08.07.2006, 17:09
Zudem würde ich mein Geld nicht darauf verwetten, dass wir in den nächsten Jahren noch eine grosse Steigerung der Bildqualität bei hohen ISO-Zahlen sehen werden. Und selbst wenn, ganz rauschfrei werden Bilder bei ISO1600 und ISO3200 in nächster Zukunft sicher auch nicht (auch wenn die 5D da schon wirklich grossartiges leistet, insbesondere im Vergleich zu Film-Zeiten, trotzdem kein Vergleich zu ISO 100 und 200) es wird also immernoch Gründe geben sich auf den Bereich unterhalb ISO 800 oder gar ISO 400 zu beschränken.

-- Markus

Da halte ich dagegen. Canon hat das in einem interview auch bestätigt, dass sie rauschfreie /-arme Sensoren auch bis zu noch ungeahnten ISO-Einstellungen bis in einigen Jahren erwarten.
Ich gebe Dir aber recht, wenn die Bildqualität unter Umständen bei ISO 100 dennoch ein Quäntchen besser sein könnte.
Klar ermöglicht der IS dann immernoch Bilder, die ohne ihn nicht möglich wären, aber ich denke auch, dass diesen Objektiven bis in 10 Jahren keine so große Bedeutung mehr zu kommt wie heute.
In Ansätzen merke ich dass ja sogar schon mit der 5d, mit der man ja ISO 1000 noch gut verwenden kann.

ehemaliger Benutzer
09.07.2006, 16:25
Nachdem nun mit Sony ein weiterer DSLR-Hersteller einen IS serienmäßig in
der neuen Kamera eingebaut hat wird Canon sicherlich mittelfristig
reagieren müssen.

Wenn Canon in vielleicht einem oder zwei Jahren nachzieht werden unser
IS Objektive im Wert stark fallen.
Wegen meines 100-400 L IS USM mach ich mir nicht die Sorgen.
Da ich aber überlege ein 500/F4 IS USM zu kaufen würde mir der
ggf. entstehende Wertverlust in dieser Preisklasse schon sehr zu
schaffen machen.

Ich denke Canon kann bei der Finanzkraft von Sony nicht ohne weiteres den
souveränen Marktführer raushängen lassen.
Sony kann mit 3 verschiedenen Linsenmarken aufwarten,
(Minolta, Sony, Carl Zeiss) und produziert bereits f. Nikon den Sensor der D200.

Canon wird reagieren sobald Sony in der Bildqualität an Canon ranreicht.

Was meint Ihr ? - Wird Canon einen Antiverwacklungschutz in die Kameras einbauen ?
(Zeitrahmen 1 1/2 - 2 Jahre)

Nein, sie werden nicht an Wert verlieren

1. Sony ist ein DSLR Neuling (wenn überhaubt), die haben noch nicht genug Erfahrung
2. Canon ist deutlich auf Profis ausgerichtet, nicht aus Sparfüchse
3. einen Sensor zu bauen ist etwas anderes als eine ganze Kamera
4. Vielleicht wird Canon das machen, aber wie lange willst du dann warten?
Das dauert bestimmt zwei bis drei Jahre

ehemaliger Benutzer
09.07.2006, 16:29
Und wenn ein wirklich alteingessener Kameraproduzent wie Minolta schon aufgibt, steht immer noch die Frage im Raum, ob es Sony besser hinbekommt.

Nein! ganz klar

ehemaliger Benutzer
09.07.2006, 16:46
So ich hab mir das ganze mal zu gemüte geführt und es hört sich so an, dass Sony nun versucht, eine Art perfekte SLR zu bauen, die keinen Staub ansetzt und günstig einen IS, sorry, ich meine natürlich as hat. Ich denke, dass Sonys ALPHA nocht nicht so ausgereift ist wie die EOS-SLRS, die wieedrum von den analogen profitieren.

ehemaliger Benutzer
10.07.2006, 12:27
Sony Objektive sind übrigens auch nicht günstiger als Canons:

18-200mm - 550€
1,4/50mm - 360€
2,8/70-200mm - 2400€

Das waren nur Beispiele, aber offensichtlich hat sich Sony preisllich an Canon orientiert, hoffentlich gilt das auch für die Qualität. Alle Objektive haben weder IS noch USM und kosten (z.B das 70-200) vergleichbar viel oder mehr.
Scheinbar wirkt sich das AS-System negativ auf den Objektivpreis aus.

mcbep
10.07.2006, 18:49
Da bin ich dann aber gespannt auf die Vollformatkamera mit beweglich gelagertem Sensor ;)
Der würde sich ja aus dem Bildkreis rausbewegen.

Wo ist das Problem? Ob ich dank IS mit dem Bildkreis "dagegen"-wackle oder mit dem Sensor, in BEIDEN Fällen muss der Bildkreis der Optik grösser bemessen sein als ohne IS. Und mein 500er funzt auch sehr gut am (analogen) Kleinbildformat 24x36mm. Die Ausgleichsbewegung liegt sowieso nur im Bereich 1-2mm.

Und überhaupt: mir persönlich wär ein Objektiv ohne IS (und damit ohne ständige Dezentrierung) an einem Body mit Antiwackel-Sensor UND gekoppeltem Anti-Wackel-Spiegelkasten (Entwicklungsauftrag hiermit erteilt) am liebsten...

bep

Herr H. aus W.
10.07.2006, 20:42
(...)
1. Sony ist ein DSLR Neuling (wenn überhaubt), die haben noch nicht genug Erfahrung

Du meinst, sie haben nur die Technik von Minolta übernommen und alle Mitarbeiter entlassen???


2. Canon ist deutlich auf Profis ausgerichtet, nicht aus Sparfüchse

Ich bezeichne mich schon als Sparfuchs und habe mit der 350D einen tollen Fang gemacht... Canon ist allerdings in allen Marktsegmenten aktiv, während Minolta bisher bei den DSLR maximal die Semiprofessionellen bedienen konnte. Professionelle Objektive hatten sie aber auch.


3. einen Sensor zu bauen ist etwas anderes als eine ganze Kamera

Deshalb haben sie sich je Fremd-Know-How eingekauft.


4. Vielleicht wird Canon das machen, aber wie lange willst du dann warten?
Das dauert bestimmt zwei bis drei Jahre


Da muss ich Dir zustimmen - eindeutig Zeit, in der man auch fotografieren könnte. Z.B. mit IS-Objektiven ;-)

Gruß
Dirk

ehemaliger Benutzer
10.07.2006, 22:14
Ich kann mir gut vorstellen, dass Sony Minolta-Mitarbeiter entlassen hat (ich hoffe es für die Mitarbeiter nicht)
Ich weiß das aber aus anderen Bereichen, wo das KnowHow und die Anlagen dem Käufer mehr Wert waren als die Mitarbeiter.

Freedolin
10.07.2006, 22:23
Ich kann mir gut vorstellen, dass Sony Minolta-Mitarbeiter entlassen hat (ich hoffe es für die Mitarbeiter nicht)

Das ist sogar hier im Forum mehr oder weniger aktuell:

http://www.digitale-slr.net/showthread.php?t=477203

-- Markus

RainerS
11.07.2006, 00:12
Anno 1991 erwarb ich das 2,8/300 USM für 7500 DM. Die Lieferzeit betrug dank einer großen Kaufhauskette (Karst...), die bei uns (damals) noch als Canon-Profihändler auftraten, nur 4 Monate. Zu diesem Zeitpunkt gab es kein weiteres brauchbares Tele für EOS EF.
Ende der 90er verkaufte ich die Optik in gutem/sehr gutem Zustand für 5500 DM. Auch heute noch werden diese Optiken für 2200 bis 2500 € gehandelt.
Zweites Beispiel: Das 4,0/300 USM L ohne IS wurde von einem bekannten Händler in Mainz nach Erscheinen der IS- Version für 1400 DM/700,- € vertickt - den Preis bezahle ich heute womöglich für ein gut erhaltenes gebrauchtes Exemplar.

Einen echten Preisverfall erwarte ich nur bei einem neuen Bajonet - auf das ich nicht hoffe! Ich geh davon aus, dass zumindest mir der EF-Anschluß die nächsten 15 Jahre ausreicht. Das war übrigens in den 80er des letzten Jahrtausends ein Punkt, der mich fast auf Nikon wechseln ließ. [In den Fotozeitungen des einen Momats: "Wir stehen (im Gegensatz zu Minolta) zu unserem FD-System" Im Monat darauf: "Hier kommt EOS" Eventuell liegen auf dem Dachboden noch Belegexemplare]

Ach ja, betrifft lichtstarke Optiken bei hohen ISO-Zahlen im Grenzbereich:
Wenn ich das 1,4/35mm bei offener Blende und 30stel Sekunde mit einer 1D MK II und ISO 1000 oder 1600 (wenn machbar auf Einbein) einsetze, hat selbst der hochgelobte AF einer 1er womöglich zu kämpfen, genug Kontrast zu finden!

ehemaliger Benutzer
11.07.2006, 22:43
Gut das ich kein Sony mehr kaufe...
Hoffentlich ist Canon humaner...

aber wegen dem Preisverfall, ich denke die Panik ist unbegründet...

GymfanDE
12.07.2006, 01:58
Was meint Ihr ? - Wird Canon einen Antiverwacklungschutz in die Kameras einbauen ?
(Zeitrahmen 1 1/2 - 2 Jahre)Wenn Du Dir jetzt schon Gedanken um den Wert Deiner Ausrüstung in 1-2 Jahren machst, dann solltest Du das Geld besser anders anlegen. Auch Objektive sind, wie die Kamera selber, Gebrauchsgegenstände und keine Geldanlage.


Da halte ich dagegen. Canon hat das in einem interview auch bestätigt, dass sie rauschfreie /-arme Sensoren auch bis zu noch ungeahnten ISO-Einstellungen bis in einigen Jahren erwarten.Diese Haltung von Canon sieht man in einigen (zugegeben von Amateuren wenig genutzten) Objektivbereichen ja schon länger :(.

Peter Brust
12.07.2006, 08:14
Da ich aber überlege ein 500/F4 IS USM zu kaufen würde mir der
ggf. entstehende Wertverlust in dieser Preisklasse schon sehr zu
schaffen machen.

Warum sollte dir das Kopfzerbrechen bereiten? Willst du mit dem 500er fotografieren oder handeln?

sjankus
13.07.2006, 13:24
Wo ist das Problem? ...
Das Problem ist, daß alle Canon-Objektive (außer EF-S) für Kleinbildformat (häufig hier auch Vollformat genannt :) gerechnet sind. Ein Crop-Chip kann, zur stabilisierung des Bildes, sicher noch ein bischen hin und her wackeln, ohne das es zu deutlichen Randabfällen kommt.

Bei der 1Ds und der 5D klagen jedoch schon heute (ohne Antishake) einige über Vignetierung. Wie soll das erst aussehen, wenn sich Chip zum Ausgleich von Verwackelungen noch weiter in die Randbereiche bewegt.

Mit den derzeitigen Linsen ist das an einer Voll-Kleinbildformat-Kamera, denke ich, nicht möglich.

Viele Grüße

Sven

Cougar
13.07.2006, 15:54
Nachdem nun mit Sony ein weiterer DSLR-Hersteller einen IS serienmäßig in
der neuen Kamera eingebaut hat wird Canon sicherlich mittelfristig
reagieren müssen.

ein weiterer? es gibt 2? das ist mir neu, wer ist den der 2.?

Helmut H. Holtrup
13.07.2006, 20:01
Nein. Zuerst kommt ein Staubabschüttler für den Sensor. Deutlich wichtiger und keine redundante Entwicklung.


Warte mal ab, ob zur Photokina nicht eine 1D RS oder RT kommt, dann kommt auch kein Staub mehr auf den Sensor. Vielleicht ist man heute ja auch schon soweit, dass der Lichtverlust bei dem teildurchlässigen Spiegel nur noch eine halbe Blendenstufe ist. Ich vermisse meine 1N RS schon sehr.

Helmut Holtrup

kow123
13.07.2006, 20:37
ein weiterer? es gibt 2? das ist mir neu, wer ist den der 2.?

Pentax !

Cougar
13.07.2006, 20:50
Pentax !

ui, ich wusste gar nicht das pentax noch im geschäft ist. ich dachte die seien pleite wie viele anderen auch.

Nightdriver
13.07.2006, 20:56
Warte mal ab, ob zur Photokina nicht eine 1D RS oder RT kommt, dann kommt auch kein Staub mehr auf den Sensor. Vielleicht ist man heute ja auch schon soweit, dass der Lichtverlust bei dem teildurchlässigen Spiegel nur noch eine halbe Blendenstufe ist. Ich vermisse meine 1N RS schon sehr.

Helmut Holtrup


Wie Schnell würde denn dann die Bildfolge sein?
10 oder 14 Bilder die Sekunde?

Herr H. aus W.
14.07.2006, 18:57
Ich kann mir gut vorstellen, dass Sony Minolta-Mitarbeiter entlassen hat (ich hoffe es für die Mitarbeiter nicht)
Ich weiß das aber aus anderen Bereichen, wo das KnowHow und die Anlagen dem Käufer mehr Wert waren als die Mitarbeiter.


Im Fall Konica-Minolta haben sie sich die Sahnestückchen rausgepickt. Die "wertvollen" Mitarbeiter in Japan (um die 200 an der Zahl) haben sie sich gekrallt und die "uninteressanten" in Deutschland komplett entlassen (leider auch die Support-Leute). It's a Sony...

Gruß
Dirk

Canonflexer
15.07.2006, 01:40
...und die "uninteressanten" in Deutschland komplett entlassen (leider auch die Support-Leute).

Da täuschst Du Dich: Aus gut unterrichteter Quelle weiß ich, dass immerhin 2 Leute in die Firma Runtime gefunden haben! Das ist doch mal ein Beweis, dass man sich im Management wirklich um die Angestellten kümmert.

Die Firma Runtime war übrigens bis 01.07. nur für den Service an den Knipsdingern zuständig, nun übernehmen sie auch den service für die DSLR's aus dem Hause Konica Minolta. Aber da die Runtime-Servicetechniker ja nun durch eine Heerschar von 2 KoMi-Technikern unterstützt werden, braucht man sich da ü-ber-haupt-gar-keine Sorgen machen.

Dennis.