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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Menschen und Portrait



Joanna
19.02.2007, 09:37
Hallo ihr Lieben,

In dem Buch Menschen und Portrait von Cora Banek und Georg Banek wird neben den Fotoserien immer die genaue Kamera Einstellung angezeigt ZB:

85mm / Blende 8 / Zeit 1/250 /ISO 100 / Blitzanlage

Ist mit den hier genannten 85 mm denn das Analoge oder Digitale gemeint?

Grüße, Joanna

carlchen
19.02.2007, 09:43
Es sind 85mm KB-Format gemeint. 85mm bleiben immer 85mm. Durch den Cropfaktor bekommt man zwar einen kleineren Ausschnitt der in diesem Falle etwa 135mm entspricht, aber der Blickwinkel und die Bildwirkung bleiben die gleiche.

In der regel ist immer KB-Format gemeint wenn man über Objektivbrennweiten spricht und das ist auch gut so. Da beide System eng miteinander verzahnt sind wäre das sonst sehr verwirrend und umständlich.

Dirk

Joanna
19.02.2007, 09:58
Es sind 85mm KB-Format gemeint. 85mm bleiben immer 85mm. Durch den Cropfaktor bekommt man zwar einen kleineren Ausschnitt der in diesem Falle etwa 135mm entspricht, aber der Blickwinkel und die Bildwirkung bleiben die gleiche.

In der regel ist immer KB-Format gemeint wenn man über Objektivbrennweiten spricht und das ist auch gut so. Da beide System eng miteinander verzahnt sind wäre das sonst sehr verwirrend und umständlich.

Dirk

*reusper*

und was meinst du damit jetzt genau? wenn ich mir ein digitales objetiv mit 85mm kaufe, ist es auch das, welches das bild in dem Buch gemacht hat? ;)

carlchen
19.02.2007, 10:15
Es gibt in diesem Sinne kein digitale Objektiv. Die Brennweitenangabe bezieht sich immer auf KB-Format, einzig sind digitale Objektive für einen kleineren Bildkreis gerechnet. um es kurz zu machen, wenn in dem Buch von einer KB oder APS Kamera gesprochen wurde dann ja.


Dirk

CountZero
19.02.2007, 10:15
Hallo Joanna,

wie Dirk geschrieben hat: 85 mm Brennweite bleiben 85 mm Brennweite. Der Unterschied zwischen einem - wie Du schreibst - "analogen" und "digitalen" Objektiv ist, daß einige Objektive (mein Tamron 28-75 meines Wissens auch) speziell für digitale SLRs mit kleinerem Bildsensor gerechnet wurden.
Diese Objektive sind meist nicht für KB-Vollformatsensoren (wie an der 1D, 1Ds, 5D) geeignet, da außerhalb des "gecroppten" Bildausschnitts die Bildqualität abnimmt (Vignettierung etc.)
Nach wie vor ist aber jedes Objektiv "analog" ;-)
Wichtig wäre also zu wissen, mit welcher Kamera die Baneks die Bilder gemacht haben (KB-Vollformat oder Crop, ich vermute mal ersteres), dann kann man auch Aussagen dazu machen, ob der Bildausschnitt mit einem 85 mm Objektiv paßt.
Aus meiner bescheidenen Erfahrung kann ich sagen, daß ich Personenaufnahmen meist mit +/- 50 mm Brennweite mache, das enspricht bei einem Crop von 1,6 an meiner 400D einem "Kleinbildäquivalent" von +/- 80 mm.

Meine 5 Cent...

Liebe Grüße,

Claus

Vito
19.02.2007, 10:21
Hallo Claus, Dein 28-75 funktioniert auch wunderbar am Vollformat.

Gruß
Stefan

Vito
19.02.2007, 10:24
*reusper*

und was meinst du damit jetzt genau? wenn ich mir ein digitales objetiv mit 85mm kaufe, ist es auch das, welches das bild in dem Buch gemacht hat? ;)


Wie meine Vorschreiber schon anmerkten - ein "digitales Objektiv" gibt es nicht.

Georg kannst Du sonst auch selbst fragen:

http://www.fotocommunity.de/pc/account/myprofile/481627

Gruß
Stefan

CountZero
19.02.2007, 10:31
Hallo Stefan,


das 28-75 funktioniert am Vollformat? Das war mir neu, hatte - glaube ich - hier im Forum auch schon anderes gelesen.
Du bringst mich natürlich damit in schwerste Gewissensnöte... 400D weg, 5D holen? :-)

Liebe Grüße,

Claus

Bjoern U.
19.02.2007, 10:44
@Claus: Das Tamron 28-75 Di... ist ein Vollformatobjektiv und funktioniert bestens an meiner 5D :)
Für digital gerechnet bedeutet nicht automatisch das es nur für Crop. Sensoren gemacht ist. Das ist bei Tamron z.B. die Di II Baureihe, bei Canon die EF-S Objektive und Sigma hat das auch irgendwie in der Objektivbezeichnung verschlüsselt

@Joanna: wie die anderen schon geschrieben haben beziehen sich Brennweitenangaben i.d.R. immer auf das Kleinbildformat (Film, 24x36mm).
Aber auch bei Mittelformat oder eben den Digitalen SLR's mit kleinem Sensor bleiben 85mm immer 85mm da sich das auf optische Gesetzmäßigkeiten bezieht und mit analog oder digital nichts zu tun hat
siehe auch bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Formatfaktor)
Bei den meisten DSLR hat man einen sogenannten Cropfaktor. Bei allen 3 und 2 stelligen Canon's ist das der Faktor 1,6
d.h. die Seitenlänge des Aufnahmechips sind um den Faktor 1,6 kleiner als das Kleinbildformat. Damit verkleinert sich bei gleicher Brennweite der aufgezeichnete Blickwinkel entsprechend. Der nun aufgenommene Blickwinkel entspricht dem eines Objektivs mit 1,6 facher Brennweite (100mm -> 160mm) daher haben findige Marketingstrategen auch den Begriff "Brennweitenverlängerung" erfunden, was aber völlig falsch ist.
Stell es dir vor als würdest du von einem (Papier) Bild einen Rand abschneiden. Das Motiv ändert sich dadurch nicht, nur das Bild selbst und damit der sichtbare Blickwinkel wird kleiner.
Wenn du jetzt in einem Buch was von 85mm Brennweite liest wäre auch wichtig zu wissen ob das mit einer Crop. Kamera aufgenommen ist oder mit Vollformat. Nur dann kannst du einen entsprechenden Blickwinkel "nachmachen".


Gruß Björn

Joanna
19.02.2007, 13:42
Danke für euren Rat!

So und nach dieser ausführlichen Auskunft könnt ihr mir genau welches Objektiv für die perfekte Kopf /Halbkörper/ und Ganzskörper Portrait Fotografie mit meiner 400D empfehlen? ;)

CountZero
19.02.2007, 13:55
Hallo Joanna,


ich mache meine Portraits/People-Bilder mit dem besagten Tamron 28-75, wohlwissend, daß eine Festbrennweite vermutlich die bessere Wahl wäre (evtl. das 50 f/1.8L oder 50 f/1.2L), allerdings mag ich die Flexibilität des Zoom. Und ich habe eins erwischt, das bei richtiger Handhabung auch knackscharf ist (aus drei ausprobierten im Laden).

Der Kostenfaktor war bei mir auch mit ausschlaggebend, das Tamron liegt unter €300, die L-Festbrennweiten teilweise in der Gegend um €1.000 :-(

Mangels Erfahrung mit den Festbrennweiten und Zooms der L-Serie muß ich aber das Lob auf die Ls anderen Forumsteilnehmern überlassen.

Liebe Grüße,

Claus

ehemaliger Benutzer
19.02.2007, 13:56
Danke für euren Rat!

So und nach dieser ausführlichen Auskunft könnt ihr mir genau welches Objektiv für die perfekte Kopf /Halbkörper/ und Ganzskörper Portrait Fotografie mit meiner 400D empfehlen? ;)

kann man Deiner Frage entnehmen,
dass Du von all' diese schönen Erklärungen über Brennweiten&Co.
kein Wort verstanden hast?

Kanst Du ruhig zugeben.
Man hat nämlich den Eindruck,
dass sich der ein oder andere bei den Erklärungsversuchen
etwas verhaspelt hat.
;-)

Joanna
19.02.2007, 14:07
kann man Deiner Frage entnehmen,
dass Du von all' diese schönen Erklärungen über Brennweiten&Co.
kein Wort verstanden hast?

Kanst Du ruhig zugeben.
Man hat nämlich den Eindruck,
dass sich der ein oder andere bei den Erklärungsversuchen
etwas verhaspelt hat.
;-)

*lach

naja, so halb. Ich will halt einfach nur wissen welches objektiv mir zu empfehlen ist. das 50mm 1,8 habe ich ja schon. und damit bin ich noch nicht so zufrieden, tendiere da eher zu einem 85, 105 oder 135. und deshalb frage ich nach Tipps! :)

Benutzer
19.02.2007, 14:10
Danke für euren Rat!

So und nach dieser ausführlichen Auskunft könnt ihr mir genau welches Objektiv für die perfekte Kopf /Halbkörper/ und Ganzskörper Portrait Fotografie mit meiner 400D empfehlen? ;)
Ach DAS wolltest Du wissen? Dann frag doch einfach :p

1,2_50 / 1,2_85

Pick your poison.

Benutzer
19.02.2007, 14:10
Björn.


... beziehen sich Brennweitenangaben i.d.R. immer auf das Kleinbildformat (Film, 24x36mm).

Nö.

Brennweitenangaben beziehen sich i.d.R. auf die Brennweite. :p

Nur welcher Bildwinkel mit dieser Brennweite effektiv erreicht wird, das hängt von der Größe des Films/Chips ab.

Grüße
Stefan

Benutzer
19.02.2007, 14:14
Nö.

Brennweitenangaben beziehen sich i.d.R. auf die Brennweite. :p
:D :D :D

AndyB
19.02.2007, 14:17
Hallo Joanna,


ich mache meine Portraits/People-Bilder mit dem besagten Tamron 28-75, wohlwissend, daß eine Festbrennweite vermutlich die bessere Wahl wäre (evtl. das 50 f/1.8L oder 50 f/1.2L), allerdings mag ich die Flexibilität des Zoom. Und ich habe eins erwischt, das bei richtiger Handhabung auch knackscharf ist (aus drei ausprobierten im Laden).

Der Kostenfaktor war bei mir auch mit ausschlaggebend, das Tamron liegt unter €300, die L-Festbrennweiten teilweise in der Gegend um €1.000 :-(

Mangels Erfahrung mit den Festbrennweiten und Zooms der L-Serie muß ich aber das Lob auf die Ls anderen Forumsteilnehmern überlassen.

Liebe Grüße,

Claus

Es gibt kein 50/1.8L... und die Linse kostet auch keine 1000€, sondern ca. 100€....

Benutzer
19.02.2007, 14:19
Joanna,


das 50mm 1,8 habe ich ja schon.

das ist doch für Ganzkörperaufnahmen nicht so schlecht, oder. Alternativ ein 35mm versuchen.

Für Portraits würde ich - bei einer 400D - ohne Einschränkung empfehlen:

EF-S 60mm/2.8 Makro

Klein, leicht, exzellente Leistung, rel. lichtstark, vergleichsweise preiswert.

Viele Grüße
Stefan

Benutzer
19.02.2007, 14:20
Es gibt kein 50/1.8L... und die Linse kostet auch keine 1000€, sondern ca. 100€....
Nicht kleinlich werden ;)

CountZero
19.02.2007, 14:34
Jupp... Beim 50/1.8 ist das L zuviel. Und die €1.000 bezogen sich auf das 50/1.2L.


Mea culpa.

Liebe Grüße,

Claus

Air
19.02.2007, 14:41
*lach

naja, so halb. Ich will halt einfach nur wissen welches objektiv mir zu empfehlen ist. das 50mm 1,8 habe ich ja schon. und damit bin ich noch nicht so zufrieden, tendiere da eher zu einem 85, 105 oder 135. und deshalb frage ich nach Tipps! :)

warum bist du mit dem 50-1,8 nicht zufrieden?
es macht an einer 400d fast das gleiche foto wie ein 85mm-objektiv an einer "analogen" kamera.

ein 85er an der 400d ist wie ein 135er an einer "analogen", etc... - immer brennweite mal 1,6. so "wird" einer 135er z.b. zum 200er und dann musst du für portraits schon ziemlich weit zurück gehen :)

gruss
michael

ps
konkret würde ich neben dem 50-1,8 noch das 85-1,8 empfehlen

AndyB
19.02.2007, 14:45
Nicht kleinlich werden ;)

Sonst heißt es wieder: "das ganze Canon Objektivprogramm ist soooo überteuert" ;)

Andythaler
19.02.2007, 17:54
Joanna,

meine Empfehlung wäre:

- Kopf+Torso: 50 mm ... also theoretisch auch Dein 50/1.8.
WARUM bist Du nicht damit zufrieden? Zu kurz? Zu lang? Nicht schnell/scharf etc. genug?
BOKEH nicht wirklich ansprechend? All das wären legitime Gründe, und je nachdem warum genau Du mit dem 50/1.8 nicht zufrieden bist, wäre die Empfehlung eine andere. Grundsätzlich gibt es das 50/1.4, das in vielen Bereichen dem 50/1.8 signifikant überlegen ist (vor allem: Bokeh-Qualität), aber halt auch etwas teurer (350 EUR).

- Nur Kopf: 85 mm ... also z.B. 85/1.8 oder 70-200/4.0 oder 70-200/2.8.

- Ganzkörper: meine Empfehlung: 28-35 mm
also z.B. Canon EF 28/1.8, 28/2.8, 35/2.0, Sigma 30/1.4 EX. Aus den genannten hatte ich mich für das Sigma 30/1.4 EX entschieden (auch im direkten Vergleich mit dem 28/1.8) und bin sehr zufrieden damit.

Schöne Grüße,
Andreas

Joanna
19.02.2007, 18:41
Joanna,

meine Empfehlung wäre:

- Kopf+Torso: 50 mm ... also theoretisch auch Dein 50/1.8.
WARUM bist Du nicht damit zufrieden? Zu kurz? Zu lang? Nicht schnell/scharf etc. genug?
BOKEH nicht wirklich ansprechend? All das wären legitime Gründe, und je nachdem warum genau Du mit dem 50/1.8 nicht zufrieden bist, wäre die Empfehlung eine andere. Grundsätzlich gibt es das 50/1.4, das in vielen Bereichen dem 50/1.8 signifikant überlegen ist (vor allem: Bokeh-Qualität), aber halt auch etwas teurer (350 EUR).

- Nur Kopf: 85 mm ... also z.B. 85/1.8 oder 70-200/4.0 oder 70-200/2.8.

- Ganzkörper: meine Empfehlung: 28-35 mm
also z.B. Canon EF 28/1.8, 28/2.8, 35/2.0, Sigma 30/1.4 EX. Aus den genannten hatte ich mich für das Sigma 30/1.4 EX entschieden (auch im direkten Vergleich mit dem 28/1.8) und bin sehr zufrieden damit.

Schöne Grüße,
Andreas
meiner Meinung nach ist das 50mm 1,8 nicht Scharf genug. die geringe tiefenschärfe ist gut, aber trozdem hebt sich der Bereich, auf den ich mich konzentriere (meinetwegen ein Auge, oder der Kopf bei einem Ganz Körper Portrait) nicht genug ab.

Andythaler
19.02.2007, 20:53
Hi Joanna,

bei welcher Blende hast Du denn das 50/1.8 verwendet?

Ich hatte meines meist im Bereich von f/2.5-f/2.8 verwendet, und da war es wirklich sehr scharf (sonst war meist auch der Schärfebereich zu klein).

Bin dann aber wegen des nicht gerade überwältigenden Bokehs vom 50/1.8 auf das 50/1.4 umgestiegen und sehr zufrieden damit. Verwende auch das meist bei f/2.8, aber auch bei f/2.0 wenn ich wirklich das Licht brauche. Beispiel für 1/100, f/2.0, ISO 800 http://www.photography-on-the.net/forum/attachment.php?attachmentid=26094&stc=1&d=1125491217

... oder auch schon mal bei f/1.4, wenn ich den Effekt benötige... http://www.photography-on-the.net/forum/showthread.php?t=85813

Der Unterschied ist (laut Canon!), dass der Fokus beim 50/1.8 (100 EUR-Objektiv) nicht immer so genau wie beim 50/1.4 ist, und bei f/1.8 kann das schon was ausmachen.

Schöne Grüße,
Andreas

Marze
19.02.2007, 21:09
http://www.digitale-slr.net/showthread.php?t=491535

Wieso haste nich da weiter gemacht? Komm so ganz durcheinander ;)

Marze
19.02.2007, 21:24
... mal 'n Bsp. für 'ne 85er
http://www.digitale-slr.net/showthread.php?t=492230

Manchmal sagen Bilder mehr wie Worte ;)

M_L
19.02.2007, 22:01
Joanna,
- Ganzkörper: meine Empfehlung: 28-35 mm
also z.B. Canon EF 28/1.8, 28/2.8, 35/2.0, Sigma 30/1.4 EX. Aus den genannten hatte ich mich für das Sigma 30/1.4 EX entschieden

Das Sigma 30 1.4, nie, nie, wirklich niemals kaufen ohne es vorher probiert zu haben. Wenn es geht ist es zwar eine wirklich erstklassige Linse aber die chancen eine defekte zu bekommen sind sehr groß.

Joanna
19.02.2007, 22:53
http://www.digitale-slr.net/showthread.php?t=491535

Wieso haste nich da weiter gemacht? Komm so ganz durcheinander ;)

weil ich dort keine wirkliche antwort auf meine frage bekommen habe ;)

Marze
19.02.2007, 23:55
Ja, ich weiss. Ich ja auch nich :D

...aber warum sollte es dann hier anders sein? Ansich interessiert mich mehr der praktische als denn der techn. Ansatz. Nur wird letzterer leider zu oft in den Vordergrund gezogen, was mir letztendlich bei der Entscheidungsfindung nich wirklich hilft.

Ich bin ja auch auf der Suche nach einer geeigneten FB. Hauptsächl. ja für Porträt, aber auch flexibel für AL u. Natur. Da wäre ein 85er schon sicher recht gut. Nur dachte ich, dass es für innen evtl. ein bisl lang sein könnte. Aber wenn ich dann so das Bsp. von Uwe (s. Link) ansehe, dann könnte es reichen. Mit 50er oder 85er BW kann man demnach erstmal nix falsch machen. Rein von Quali kommen dann auch nur (Canon vorausgesetzt)
EF 50mm 1:1.4 USM oder
EF 85mm 1:1.8 USM
in Frage, schon rein preislich. Natürlich kannste auch 'n L nehmen. ;)

Allerdings bleibt dann noch der untere (=WW) Bereich, der u.U. auch interessant werden könnte.

Gut bei derartigen Entscheidungen kommen immer Bsp.-Bilder, situativ. Sowas kategorisiert hatteste wohl schon im ersten Thread bekommen.

Benutzer
20.02.2007, 00:20
weil ich dort keine wirkliche antwort auf meine frage bekommen habe ;)
Schade daß Du es nicht mitbekommen hast.

hs
20.02.2007, 00:56
Schade daß Du es nicht mitbekommen hast.

Rührend, *sniff*

hs
20.02.2007, 01:02
Ach DAS wolltest Du wissen? Dann frag doch einfach :p

1,2_50 / 1,2_85

Pick your poison.

Ein gewisser *Fetisch* ist unverkennbar.

Martin hat dir soeben 2 Objektive mit einem Gesamtwert von 3000€ empfohlen.

zoz
20.02.2007, 01:25
meiner Meinung nach ist das 50mm 1,8 nicht Scharf genug. die geringe tiefenschärfe ist gut, aber trozdem hebt sich der Bereich, auf den ich mich konzentriere (meinetwegen ein Auge, oder der Kopf bei einem Ganz Körper Portrait) nicht genug ab.

Um eine maximale Schärfeleistung zu erreichen muß man meiner Erfahrung nach das 1,8/50 und genauso das 1,4/50 mindestens eine Stufe abblenden.
Das 1,8/85 ist schon voll geöffnet gut scharf aber m.M. für Ganzkörperportraits zu lang

Wenn Du eine Situation wie Du sie beschrieben hast (f8, 85mm auf KB, wenn es sich das auf KB/VF bezieht) "nachstellen" willst muß man bei Benutzung einer Kamera mit 1,6er Cropfaktor die Brennweite um faktor 1,6 verkürzen und die Blendenzahl auch durch 1,6 teilen (1 1/3 Stufen aufblenden).
Daraus ergibt sich hier ca.: 50mm f 5,0

hs
20.02.2007, 02:25
Hallo Joanna,


Um eine maximale Schärfeleistung zu erreichen muß man meiner Erfahrung nach das 1,8/50 und genauso das 1,4/50 mindestens eine Stufe abblenden.


Der Mann weiß was :)



Das 1,8/85 ist schon voll geöffnet gut scharf aber m.M. für Ganzkörperportraits zu lang.


Ich lese "voll geöffnet gut scharf" und interpretiere "für Ganzkörperportraits AM CROP zu lang".

Ich sagte es doch bereits oben, der hat Ahnung :)



Wenn Du eine Situation wie Du sie beschrieben hast (f8, 85mm auf KB, wenn es sich das auf KB/VF bezieht) "nachstellen" willst muß man bei Benutzung einer Kamera mit 1,6er Cropfaktor die Brennweite um faktor 1,6 verkürzen und die Blendenzahl auch durch 1,6 teilen (1 1/3 Stufen aufblenden).
Daraus ergibt sich hier ca.: 50mm f 5,0

Schon wieder Zustimmung, auch wenn die f8, 85mm auf KB nicht als "state of the art" angesehen werden können (BTW, Joanna: wie alt ist das Buch?).
Mit Blende 5.0 an 50mm gibt es bzgl. Freistellen wenig Spielraum, gleichzeitig wird hier mit 1.4 Lichtstärken nur so geprotzt.

Auch ja, hierbei sollte man NICHT vergessen dass die Blende *logarithmisch* ist, d.h. die Blenden 1.4, 2.0, 2.8, 4.0, 5.6, 8.0 stellen jeweils eine Verdoppelung dar.

=> Blende 1.4 bedeutet im Vergleich zu Blende 8.0 32x mehr Licht!!

Mit dem 85er bei Offenblende (bzw. minimal abgeblendet) läßt sich AM CROP gut freistellen (nicht ganz so gut wie am FF (bei gleichem Bildausschnitt *jehova*) aber immerhin).

Länger ist besser (z.B. 135mm) aber AM CROP i.A. zu lang. Jetzt möchte ich ausdrücklich Martin recht geben, das 85 1.2 ist AM CROP der Bringer (die knapp 2000€ dürften wohl dagegen sprechen).

Kürzer ist AM CROP manchmal nötig (z.B. 50mm, weil indoor). Hier wirkt sich aber das von zoz beschriebene Problem (das 50er 1.4/1.8 sollte mindestens 1 Stufe abgeblendet werden), sowie die sowieso höhere Tiefenschärfe der Optik aus.

Wieder möchte ich ausdrücklich Martin recht geben, das 50 1.2 ist AM CROP und indoor der Bringer (die knapp 1400€ sind ja geradezu ein Schnäppchen).

Zuguterletzt, es gibt auch gute WW Portraits, Freistellung ist also kein dogmatisches MUSS. Dennoch werden leichte Tele-Portraits (bei entsprechend kleiner Blende) als *angenehm* empfunden. Besonders von weniger geschulten Betrachtern.

Du wirst sicher ein Gefühl dafür entwickeln wann Du welche Bildwinkel bzw. welche Freistellung bevorzugst.

Viele Grüße

Helmut.

Andythaler
20.02.2007, 09:11
Hi Joanna,

ich kann gut nachvollziehen, wenn du bei allen Diskussionen hier im Thread (und im anderen Thread) nicht ganz durchsiehst.

Aber vielleicht postest Du mal, ob noch welche von Deinen Fragen offen sind bzw. welche konkreten Antworten Dir noch fehlen ...

Was die Empfehlung des Buches betrifft ... wie schon von ZOZ und HS anschaulich dargelegt, sind diese Einstellungen möglich (sogar mit dem EF-S 18-55 Objektiv, aber sicherlich viel besser mit dem 50/1.8), aber vielleicht nicht mehr ganz 'State of the art'. Dazu ein Punkt ... wenn man ein Portrait im Studio macht und Hintergründe und ausreichende Beleuchtung verwendet, dann ist 85/8.0 sicherlich ein guter Weg, um etwaige Fehler, Unschärfen etc. des Objektivs zu vermeiden und gleichzeitig ein gutes Portrait zu bekommen.

Bei einem Portrait 'in freier Wildbahn', bei dem Du nicht so viel Licht hast und vermutlich auch einen unruhigen Hintergrund, bist Du mit einer grösseren Blende sicherlich besser bedient.

Meine Empfehlung ... versuche Dein 50/1.8 mal mit f/2.8 aus und teste, ob da Schärfe und AF-Präzision ausreichend sind. Nach meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Objektiv (genau gesagt ... mit einem uralten 50/1.8 MK I) sollten sich da sehr gute Ergebnisse erzielen lassen mit einer kleinen Einschränkung ... bei sehr unruhigen Hintergründen (z.B. Bäume/Blätter mit Durchlicht) kann das etwas sonderbare Bokeh leider stark vom Subjekt Deines Photos ablenken. Aber das ist ein anderes Thema, das man z.B. durch Upgrade auf ein 50/1.4 lösen kann, wenn Du für Dich selbst festgestellt hast, ob Du mit 2.8@50 ungefähr das bekommst, was Du willst. Das 50/1.4 ist dann auch etwas schärfer bei f/2.0 und der AF ist auch präziser (dafür kostet es aber auch etwas mehr).

Andere Alternativen für diese Kombination sind dann natürlich lichtstarke 'Normalobjektive' ... muss ja nicht gleich das 1200 EUR teure Canon 24-70/2.8L sein, auch mit dem Sigma 24-70/2.8 oder dem Tamron 28-75/2.8 lassen sich im Bereich von EUR 300-400 ganz anständige Ergebnisse erzielen.

Schöne Grüße,
Andreas

Andythaler
20.02.2007, 09:21
Das Sigma 30 1.4, nie, nie, wirklich niemals kaufen ohne es vorher probiert zu haben. Wenn es geht ist es zwar eine wirklich erstklassige Linse aber die chancen eine defekte zu bekommen sind sehr groß.

M_L, ich weiss gut, wovon Du sprichst :) .
Auch ich hatte ein 30/1.4 EX der ersten Serie gekauft, das das entsprechende Fokus-Problem hatte. Habe es an Sigma zurückgeschickt und nach anfänglichen Problemen (die hatten mir dann erstmals ein ganz anderes Objektiv zurückgesendet, das jemand anderer zur Reparatur gegeben hatte :rolleyes: ) habe ich jetzt ein grossartiges 'Normalobjektiv', das von der Schärfe sogar noch etwas besser als mein 50/1.4 ist und von der Brennweite her für Ganzkörperportraits unheimlich praktisch ist.

Ich habe auch noch von keinem einzigen User gehört, der dieses Objektiv bekommen hat, das Problem bemerkt hat, es an Sigma zur Korrektur geschickt hat und er nicht in grossartigem Zustand wieder zurückbekommen hätte. Gewiss, sollte nicht notwendig sein, aber das Fazit für mich ist ... es hat sich trotz aller Probleme mehr als gelohnt, denn ein 35/1.4 L (das sicherlich in allen Bereichen noch etwas besser wäre) hätte mich das Dreifache gekostet...

Schöne Grüße,
Andreas

Joanna
20.02.2007, 09:31
Ja, ich weiss. Ich ja auch nich :D

...aber warum sollte es dann hier anders sein? Ansich interessiert mich mehr der praktische als denn der techn. Ansatz. Nur wird letzterer leider zu oft in den Vordergrund gezogen, was mir letztendlich bei der Entscheidungsfindung nich wirklich hilft.

Ich bin ja auch auf der Suche nach einer geeigneten FB. Hauptsächl. ja für Porträt, aber auch flexibel für AL u. Natur. Da wäre ein 85er schon sicher recht gut. Nur dachte ich, dass es für innen evtl. ein bisl lang sein könnte. Aber wenn ich dann so das Bsp. von Uwe (s. Link) ansehe, dann könnte es reichen. Mit 50er oder 85er BW kann man demnach erstmal nix falsch machen. Rein von Quali kommen dann auch nur (Canon vorausgesetzt)
EF 50mm 1:1.4 USM oder
EF 85mm 1:1.8 USM
in Frage, schon rein preislich. Natürlich kannste auch 'n L nehmen. ;)

Allerdings bleibt dann noch der untere (=WW) Bereich, der u.U. auch interessant werden könnte.

Gut bei derartigen Entscheidungen kommen immer Bsp.-Bilder, situativ. Sowas kategorisiert hatteste wohl schon im ersten Thread bekommen.

Da hast du abselut recht ;) so ein paar BSP bilder würden mir bei der entscheidung helfen. ich tendiere zu dem 85mm 1,8 (ein L wäre zwar super, aber soviel verdiene ich leider nich mal in 2 monaten ;)) aber das ist gerade die entscheidung 50mm, 85mm oder vll doch ein 100mm oder 105mm?!

Joanna
20.02.2007, 09:34
Hi Joanna,

ich kann gut nachvollziehen, wenn du bei allen Diskussionen hier im Thread (und im anderen Thread) nicht ganz durchsiehst.

Aber vielleicht postest Du mal, ob noch welche von Deinen Fragen offen sind bzw. welche konkreten Antworten Dir noch fehlen ...

Was die Empfehlung des Buches betrifft ... wie schon von ZOZ und HS anschaulich dargelegt, sind diese Einstellungen möglich (sogar mit dem EF-S 18-55 Objektiv, aber sicherlich viel besser mit dem 50/1.8), aber vielleicht nicht mehr ganz 'State of the art'. Dazu ein Punkt ... wenn man ein Portrait im Studio macht und Hintergründe und ausreichende Beleuchtung verwendet, dann ist 85/8.0 sicherlich ein guter Weg, um etwaige Fehler, Unschärfen etc. des Objektivs zu vermeiden und gleichzeitig ein gutes Portrait zu bekommen.

Bei einem Portrait 'in freier Wildbahn', bei dem Du nicht so viel Licht hast und vermutlich auch einen unruhigen Hintergrund, bist Du mit einer grösseren Blende sicherlich besser bedient.

Meine Empfehlung ... versuche Dein 50/1.8 mal mit f/2.8 aus und teste, ob da Schärfe und AF-Präzision ausreichend sind. Nach meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Objektiv (genau gesagt ... mit einem uralten 50/1.8 MK I) sollten sich da sehr gute Ergebnisse erzielen lassen mit einer kleinen Einschränkung ... bei sehr unruhigen Hintergründen (z.B. Bäume/Blätter mit Durchlicht) kann das etwas sonderbare Bokeh leider stark vom Subjekt Deines Photos ablenken. Aber das ist ein anderes Thema, das man z.B. durch Upgrade auf ein 50/1.4 lösen kann, wenn Du für Dich selbst festgestellt hast, ob Du mit 2.8@50 ungefähr das bekommst, was Du willst. Das 50/1.4 ist dann auch etwas schärfer bei f/2.0 und der AF ist auch präziser (dafür kostet es aber auch etwas mehr).

Schöne Grüße,
Andreas


Merci, ich werde das mal mit meinem 50mm ausprobieren!

Joanna
20.02.2007, 09:39
Hallo Joanna,



Der Mann weiß was :)




Ich lese "voll geöffnet gut scharf" und interpretiere "für Ganzkörperportraits AM CROP zu lang".

Ich sagte es doch bereits oben, der hat Ahnung :)




Schon wieder Zustimmung, auch wenn die f8, 85mm auf KB nicht als "state of the art" angesehen werden können (BTW, Joanna: wie alt ist das Buch?).

Helmut.


Das Buch ist aus 2006

Joanna
20.02.2007, 09:43
Schade daß Du es nicht mitbekommen hast.


Nein wohl eher nicht verstanden. es gibt halt auch menschen die sich zwar sehr dafür interessieren. aber nicht von ein auf den anderen tag die ganzen begriffe hier verstehen.

hs
20.02.2007, 09:47
Bei einem Portrait 'in freier Wildbahn', bei dem Du nicht so viel Licht hast und vermutlich auch einen unruhigen Hintergrund, bist Du mit einer grösseren Blende sicherlich besser bedient.


Auf die "Nicht-Studio-Bedingungen" habe ich nur im ersten Thread explizit hingewiesen (und hier unterschwellig vorausgesetzt).

Dein Hinweis ist somit wichtig für die Entscheidungsfindung.

hs
20.02.2007, 11:07
Das Buch ist aus 2006

Upps, ich hätte es älter eingestuft.

Im Studio (bei entsprechendem Hintergrund / Ausleuchtung) mag der Vorschlag am FF ein Anhaltspunkt sein (Blende 4-5.6 wäre eher meine erste Überlegung).

Bei Outdoor ist die Blende meiner Meinung nach selbst am FF zu klein, da i.a. im Hintergrund störende Elemente vorhanden sind.

Und der Effekt ist am Crop ja noch deutlicher.

Du kennst doch jetzt die Parameter woran Du drehen musst. Mache einfach einige Testbilder mit unterschiedlich Settings und vergleiche diese am PC. Dank DSLR kostet das nur etwas Aufwand.

Typische Variationen wären:
- Brennweite (erstmal nur das 50er)
- Blende (von der Schmerzgrenze, d.h. 1.8 bis 8 oder 11)
- Hintergrund (ruhig, unruhig, nah, fern)
- Abstand (Ganzkörper, Kopf)
- Beleuchtung (soweit Du dies beeinflussen kannst. d.h. Intensität, Richtung, Aufhellen, etc.)

Schreibe die "Faktoren" zu jedem Bild auf und bringe sie untereinander in Beziehung. Diese Erfahrungen kann Dir kein Forum ersetzen.

Gianni
21.02.2007, 19:56
Hallo Joanna

Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich das Buch gelesen habe. Also ich glaube, für Portrait sollte man entweder das 85mm f1.8/1.2, oder das 135mm f2 nehmen. Wenn du ein 50mm nimmst, und dann KB äquival. ein 80mm hast, dann hast du genau das Problem, dass du für (Kopf-)Portrait ein Objektiv verwendest, dass Tonnenförmig verzeichnet und somit den Kopf breiter macht. Ich habe viel mit 50mm gearbeitet, mache aber Portraits neu mit meinem 85mm.

lg Gianni

Benutzer
21.02.2007, 20:16
Wenn du ein 50mm nimmst, und dann KB äquival. ein 80mm hast, dann hast du genau das Problem, dass du für (Kopf-)Portrait ein Objektiv verwendest, dass Tonnenförmig verzeichnet und somit den Kopf breiter macht.
Wenn Du mir zeigst wie Du Portraits vom 1,8_85 mit 0,14% und vom 1,8_50 mit 0,36% aufgrund der tonnenförmigen Verzeichnung voneinander unterscheidest, geb ich Dir 'ne Pulle Single Malt aus.

Gianni
21.02.2007, 20:28
Wo wohnst du? Ich finde ich habe die Pulle verdient:-)


Also in dem genannten Buch auf S. 103 wird das gezeigt, und der Unterschied ist frapant. (Natürlich mit den von Ihnen benutzten Optiken). Jetzt kannst du natürlich behaupten dass das nicht wichtig sei. Aber vermutlich hat Joanna genau das gemeint mit ihrer Frage.

lg Gianni

Benutzer
21.02.2007, 20:40
Wo wohnst du? Ich finde ich habe die Pulle verdient:-)
:D

Nö, denn ...


Also in dem genannten Buch auf S. 103 wird das gezeigt, und der Unterschied ist frapant. (Natürlich mit den von Ihnen benutzten Optiken).
... daß die Abbildungen in besagtem Buch das hergeben, glaub ich Dir natürlich ungeprüft. Den o.g. Test würdest Du dennoch nicht bestehen, denn ...


Jetzt kannst du natürlich behaupten dass das nicht wichtig sei.
... genau das behaupte ich. Diesen Unterschied in der tonnenförmigen Verzeichnung würdest Du noch nicht einmal bei einer Architekturaufnahme ohne Weiteres erkennen.


Aber vermutlich hat Joanna genau das gemeint mit ihrer Frage.
Da geht's mir wir Dir: Über die Intentionen der Threaderstellerin kann ich ebenfalls nur rätseln.

Btw: Wie bist Du eigentlich letztlich mit den Repros klargekommen? Alles im Kasten? Irgendwelche Probleme aufgetreten?

Gianni
21.02.2007, 21:06
:D



... genau das behaupte ich. Diesen Unterschied in der tonnenförmigen Verzeichnung würdest Du noch nicht einmal bei einer Architekturaufnahme ohne Weiteres erkennen.

Also ich habe mit FB die Erfahrung gemacht, dass als ich nach einem Jahr FB wieder ein Zoom draufgeschraubt habe, ich das Gefühl hatte, dass alles Total unscharf ist. Vielleicht, wenn man Portraits immer z. B. mit 85mm macht, und dann mal eins macht mit 50mm, sieht man den Unterschied auch sofort. Aber das ist eine Vermutung, resp. könnte so sein. Vielleicht würde man es auch nicht sehen, ich weiss es nicht genau, habe mir aber vorgenommen das mal auszuprobieren.




Btw: Wie bist Du eigentlich letztlich mit den Repros klargekommen? Alles im Kasten? Irgendwelche Probleme aufgetreten?

Ah toll dass du dich daran erinnerst. Ich habe in Zwischenzeit ziemlich viele Reproaufnahmen von Kunstwerken gemacht. Mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln ist mir das eigentlich recht gut gelungen. Beim ersten mal hatte ich vier Studio-Blitzlichter mit Softbox. Inzwischen arbeite ich meistens mit zwei Blitz- oder Videoleuchten mit neutralem Licht. Dazu habe ich eine Wasserwaage für die Bilder und eine für in den Blitzschuh der Camera. Je nach Möglichkeit arbeite ich mit dem EF-S 60mm Makro. Dazu benutze ich Farbtafeln und eine Graustufentafel.

Am Anfang war das ziemlich grosser Stress, inzwischen macht es sogar richtig Spass.

lg Gianni

Benutzer
21.02.2007, 21:18
Vielleicht, wenn man Portraits immer z. B. mit 85mm macht, und dann mal eins macht mit 50mm, sieht man den Unterschied auch sofort.
Naja, ich bin halt sicher, daß man solch marginale Unterschiede in Verzeichnungsverhalten nicht sieht. Aber der vorgeschlagene Test war eh nicht ganz ernst gemeint, weil man aufgrund der unterschiedlichen Brennweiten bei gleicher Ausschnittwahl deutlich unterschiedliche Perspektiven erhalten würde. Man müßte also z.B. eher zwei verschiedene 50er nehmen.


Am Anfang war das ziemlich grosser Stress, inzwischen macht es sogar richtig Spass.
Das freut mich zu hören :) , denn Du machtest seinerzeit tatsächlich einen recht gestressten Eindruck.
Übrigens: Ist Dir denn bei Gemälde-Repros schonmal ein Unterschied im Verzeichnungsverhalten zwischen Deinem 50er und dem 85er aufgefallen?

Gianni
21.02.2007, 21:31
Das freut mich zu hören :) , denn Du machtest seinerzeit tatsächlich einen recht gestressten Eindruck.
Übrigens: Ist Dir denn bei Gemälde-Repros schonmal ein Unterschied im Verzeichnungsverhalten zwischen Deinem 50er und dem 85er aufgefallen?

Also wenn du mich so fragst, dann ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, mit meinem 85mm habe ich aber auch noch nie ein Gemälde aufgenommen.

Im Buch ist beschrieben, dass weil das 50mm Tonnenförmig verzeichnet, das den Kopf breiter macht und das natürlich ungünstig ist dafür. Es ist aber auch vermerkt, dass dies vorallem auffällt, wenn man ein Kopfportrait macht. Sobald man weitere Teile des Körpers aufnimmt, fällt das nicht mehr so auf.

Ich weiss einfach, dass ich noch viel Lernen kann und will. Hinter dem Beobachten von solchen Dingen steckt aber auch noch, dass man anders lernt zu schauen, was einem im Fotografieren weiter bringt. Je genauer ich schauen kann, desto mehr optimiere ich meine Technik und meine Bilder bekommen eine persönliche Bildsprache, weil ich genau weiss was für mich und die Aussage des Bildes gut ist. Dieser Prozess finde ich sehr spannend. Das ist natürlcih nicht das einzige, aber es spielt im gesamten Prozess des Fotografierens eine Rolle, und vielleicht manchmal sogar eine Tragende Rolle.

lg Gianni

Benutzer
21.02.2007, 21:38
Hinter dem Beobachten von solchen Dingen steckt aber auch noch, dass man anders lernt zu schauen, was einem im Fotografieren weiter bringt. Je genauer ich schauen kann, desto mehr optimiere ich meine Technik und meine Bilder bekommen eine persönliche Bildsprache, weil ich genau weiss was für mich und die Aussage des Bildes gut ist. Dieser Prozess finde ich sehr spannend. Das ist natürlcih nicht das einzige, aber es spielt im gesamten Prozess des Fotografierens eine Rolle, und vielleicht manchmal sogar eine Tragende Rolle.
Sehe ich exakt genau so.
Lehr-Bücher können dabei ggf. hilfreich sein, doch Deine Praxis ist letztlich wesentlich wichtiger ... selbst wenn sie mit den Büchern nicht immer übereinstimmt ;)

Gut Licht!

Gruß

Martin

Gianni
21.02.2007, 21:40
Wünsche dir auch gut Licht.

Gianni

lensart
21.02.2007, 21:43
Hallo Joanna

Ich hoffe miene Antwort hilft dir... Portrait, ganzkörper oder auch nur Brust/Kopfportaits schiesse ich mit dem 35er, 50er, 85er oder 135er. 85mm und 135mm sind klassische Portraitbrennweiten. Weil sie der Bildwirkung entsprechen das Gesicht am Besten abbilden. Die Frage nach der Brennweite hänt davon ab was du für einen Bildeindruck haben willst. Du kannst ein Portrait entweder mit einem Fisheye oder mit einer grossen Teleoptik z.B. 400mm. Was dabei herauskommt ist der riesige Unterschied der Bildwirkung, beides sind aber Portraitbilder.

Wenn du diene Bilder möglichst natürlich wirken sollen, würd ich dir ein 85er oder ein 135 empfehlen. Denn wie schon oben erwähnt wurde ändert die "Brennweitenverlängerung" nicht die Wirkung einer Brennweite.

Gruess Marco

hs
21.02.2007, 22:00
Hallo Martin,


:D
... genau das behaupte ich. Diesen Unterschied in der tonnenförmigen Verzeichnung würdest Du noch nicht einmal bei einer Architekturaufnahme ohne Weiteres erkennen.


(D)eine Antwort hat ja etwas gedauert. Aschermittwoch (und auch noch abends)? SCNR.

Wo Du Recht hast! Und ich habe Dir ja mehrfach *ausdrücklich* recht gegeben!



:D
Da geht's mir wir Dir: Über die Intentionen der Threaderstellerin kann ich ebenfalls nur rätseln.


Ich verstehe es schon. Stell Dir mal vor, Du hättest wenig Erfahrung (und zudem wenig Geld).

Da prasseln dann doch viele (teilweise extrem unterschiedliche) Infos auf deine Fragen ein.

In diesem Falle z.B., das 50 1.8 ist suboptimal.

Irgendwie?

Manche finden es OK (einige). Manche würden es nicht einsetzen (u.a. ich). Manche empfehlen nur das Beste (u.a. Du).

Das Ganze wird ganiert von diversen öden Schlagabtausch-Diskusionen (Crop vs. FF, Studio vs. AL, billig vs. teuer, Zoom vs. FB, etc.).

There is a lot of grey between black and white!

Andythaler
21.02.2007, 22:35
Wenn du diene Bilder möglichst natürlich wirken sollen, würd ich dir ein 85er oder ein 135 empfehlen. Denn wie schon oben erwähnt wurde ändert die "Brennweitenverlängerung" nicht die Wirkung einer Brennweite.


Hallo Marco,

sicherlich, irgendwo weiter oben wurde das erwähnt ... und ein paar Posts später sicherlich auch wieder widerlegt.

Was, bitte schön, ist die 'Wirkung der Brennweite'?

Perpektive ist einzig und allein abhängig von deiner Distanz zum Objekt. Wenn Du zu nahe bist (z.B. wenn Du ein Objektiv mit kurzer Brennweite verwendest und dann so nahe an Dein Modell herangehst, bis der Sucher gefüllt ist, dann bekommst Du Verzeichnung. Aber nicht wegen der Länge der Brennweite, sondern weil Du zu nahme am Objekt bist.

Dazu als kleiner 'Beweis' ein Link ... ein wahlloses Photo, das ich bei PBase herausgesucht mit der Funktion 'Suchen nach Fotos für Kamera ... Canon G7'.

Es ist ein Portrait, aufgenommen mit der Brennweite 22 mm (Canon G7 hat ca 5x Brennweitenverlängerung)... nach Deiner Theorie sollte infolge der 'Wirkung der Brennweite' unter diesen Umständen ein Portrait eigentlich unmöglich sein.

Gewiss, es könnte besser sein, aber ich sehe zumindest keine übermässige Verzerrung oder sonstiges... http://www.pbase.com/randy3y/image/72040503

... Fazit ... lasst die liebe Joanna doch einfach mal die Tips ausprobieren, die sie bekommen hat...

Schöne Grüße,
Andreas

lensart
22.02.2007, 01:02
Was, bitte schön, ist die 'Wirkung der Brennweite'?



Manchmal frag ich mich ob man wennman digital arbeitet alles vergisst was mit Fotografie zu tun hat. Warum setzt man ein 35er ein und nicht ein 135er? Weil das Gesicht auf dem Bild eine andere Wirkung hat.

Soviel an Basic-Wissen sollte man meiner Meinung nach haben. Aber wenn man nur mit Zooms und Automatik arbeitet vergisst man halt das wesentliche.

Marco

lensart
22.02.2007, 01:11
Du deiner Frage wegen den 22mm


Ich kann ein Portrait mit jeder Brennweite schiessen. Aber Warum setzt man z.B.ein 85mm Objektiv ein und kein 200mm? Oder Wiso macht man (im Normalfall) kein Portrait mit einem Fisheye?
- Weitwinkel geben mehr Tiefe, dazu im gegensatz Telebrennweiten das Bild platt machen. Darum wählt man sich ein Objektiv für ein Bild aus.


Wünsche noch einen schönen Abend

Marco

hs
22.02.2007, 07:55
Hallo Marco,


Manchmal frag ich mich ob man wennman digital arbeitet alles vergisst was mit Fotografie zu tun hat. Warum setzt man ein 35er ein und nicht ein 135er? Weil das Gesicht auf dem Bild eine andere Wirkung hat.


Ja, aber Format (Du meinst KB) und Blende müssen identisch (oder zumindestens ähnlich) sein.




Soviel an Basic-Wissen sollte man meiner Meinung nach haben. Aber wenn man nur mit Zooms und Automatik arbeitet vergisst man halt das wesentliche.


Man kann nur vergessen was man bereits wußte, und Vollautomatiken können bequem machen.

Ich glaube nicht das Joanna mit ihren Fragen zu dieser Kategorie zählt.

Aber die Vielfalt der Alternativen kann schon verwirrend sein (besonders wenn man 4 fach Crop Aufnahmen eines 35er bei 1.4 als Portraitwirkung presentiert bekommt).

Viele Grüße

Helmut.

Andythaler
24.02.2007, 00:39
Du deiner Frage wegen den 22mm


Ich kann ein Portrait mit jeder Brennweite schiessen. Aber Warum setzt man z.B.ein 85mm Objektiv ein und kein 200mm? Oder Wiso macht man (im Normalfall) kein Portrait mit einem Fisheye?
- Weitwinkel geben mehr Tiefe, dazu im gegensatz Telebrennweiten das Bild platt machen. Darum wählt man sich ein Objektiv für ein Bild aus.


Wünsche noch einen schönen Abend

Marco

Marco, dann überzeug doch einfach mal einem Mittelformat-Photographen davon, dass seine Normalbrennweite (80 mm) eigentlich eine Portrait-Brennweite ist und das 180, das er normalerweise für Portraits verwendet, doch eigentlich ganz ungeeignet ist, da es Gesichter zu flach macht.

Wenn Du mir nicht glaubst, sieh mal hier:
Hasselblad Normal 80mm f/2.8 CFE Zeiss Planar Lens (http://www.bhphotovideo.com/bnh/controller/home?O=467&A=details&Q=&sku=162340&is=REG&addedTroughType=categoryNavigation)
Hasselblad Telephoto 180mm f/4 CFE Zeiss Sonnar Lens (http://www.bhphotovideo.com/bnh/controller/home?O=467&A=details&Q=&sku=240376&is=REG&addedTroughType=categoryNavigation)


Vielleicht erklärt er Dir dann, warum manche 'Photography Basics' doch etwas zu simplifizierend sind, da sie halt nur für einen Teilbereich (24x36 Photographie) gelten und eine Brennweite immer in Beziehung zum Format gesehen werden muss.

Und genau aus diesem Grund ist 50 mm auf 1.6x crop eine Portraitbrennweite ... auch wenn die Schärfentiefe etwas höher wird (was aber zumindest bei einem f/1.8 Objektiv kaum Probleme macht, das entspricht dann ungefähr f/2.8 auf FF und reicht allemal für eine Freistellung)

Gerne nochmals ... Perspektive ist ausschliesslich von der Entfernung zum Objekt abhängig. Sehr anschaulich auch erläutert unter http://www.cambridgeincolour.com/tutorials/camera-lenses.htm.

Ebenfalls einen guten Abend ...
Andreas

hs
24.02.2007, 10:33
Hallo Andreas,


Marco, dann überzeug doch einfach mal einem Mittelformat-Photographen davon, dass seine Normalbrennweite (80 mm) eigentlich eine Portrait-Brennweite ist und das 180, das er normalerweise für Portraits verwendet, doch eigentlich ganz ungeeignet ist, da es Gesichter zu flach macht.

Wenn Du mir nicht glaubst, sieh mal hier:
Hasselblad Normal 80mm f/2.8 CFE Zeiss Planar Lens (http://www.bhphotovideo.com/bnh/controller/home?O=467&A=details&Q=&sku=162340&is=REG&addedTroughType=categoryNavigation)
Hasselblad Telephoto 180mm f/4 CFE Zeiss Sonnar Lens (http://www.bhphotovideo.com/bnh/controller/home?O=467&A=details&Q=&sku=240376&is=REG&addedTroughType=categoryNavigation)


Vielleicht erklärt er Dir dann, warum manche 'Photography Basics' doch etwas zu simplifizierend sind, da sie halt nur für einen Teilbereich (24x36 Photographie) gelten und eine Brennweite immer in Beziehung zum Format gesehen werden muss.


Als MF User stimme ich Dir (bis hierhin) 100% zu ...




Und genau aus diesem Grund ist 50 mm auf 1.6x crop eine Portraitbrennweite ...

... aber jetzt bedenkst Du folgendes nicht. Das 50er ist für KB(!) gerechnet (und nicht für Crop) deswegen ist dein Vergleich mit MF irreführend da das 80er MF für das größere Format gerechnet würde.

Das 50er am Crop ist somit ein Ausschnittsbild eines Objektives mit der "Bildwirkung eines Normalobjektives" (wie Marco richtig angemerkt hat, denn es ist ein KB Objektiv).

Dieses Ausschnittsbild entspricht dem Bildwinkel eines 85er am FF (aber nicht der Bildwirkung !).

Dazu folgendes Experiment, nimm das 50er KB Objektiv und trete einen Schritt zurück.
1.) Mache eine Aufnahme am FF und beschneide es PS auf Crop Größe
2.) Mache eine Aufnahme am Crop

Das Ergebnis ist das optisch gesehen das gleiche (Sensorunterschiede mal aussen vor).

Ich gehe davon aus Du würdest niemand in einem Analogen Forum das 50er empfehlen. oder?




auch wenn die Schärfentiefe etwas höher wird (was aber zumindest bei einem f/1.8 Objektiv kaum Probleme macht, das entspricht dann ungefähr f/2.8 auf FF und reicht allemal für eine Freistellung)


Weil es halt doch ein 50er ist. Das 50er 1.8 soll zudem bei Offenblende sehr schlecht sein (ich kenne es nicht), also sollte es mindestens ein 1.4er sein (aber das 85 ist besser).




Gerne nochmals ... Perspektive ist ausschliesslich von der Entfernung zum Objekt abhängig. Sehr anschaulich auch erläutert unter http://www.cambridgeincolour.com/tutorials/camera-lenses.htm.

Ebenfalls einen guten Abend ...
Andreas

Ich habe mich bei dem Beispiel oben nicht bewegt.

Viele Grüße

Helmut.

Peter ST.
24.02.2007, 10:49
Dazu als kleiner 'Beweis' ein Link ... ein wahlloses Photo, das ich bei PBase herausgesucht mit der Funktion 'Suchen nach Fotos für Kamera ... Canon G7'.

Es ist ein Portrait, aufgenommen mit der Brennweite 22 mm (Canon G7 hat ca 5x Brennweitenverlängerung)... nach Deiner Theorie sollte infolge der 'Wirkung der Brennweite' unter diesen Umständen ein Portrait eigentlich unmöglich sein.

Gewiss, es könnte besser sein, aber ich sehe zumindest keine übermässige Verzerrung oder sonstiges... http://www.pbase.com/randy3y/image/72040503



Schöne Grüße,
Andreas

ich selber sehe kein portrait, sondern nur einen schnappschuß der weit davon entfernt ist, als portrait bezeichnet zu werden. ;)

hs
24.02.2007, 11:07
ich selber sehe kein portrait, sondern nur einen schnappschuß der weit davon entfernt ist, als portrait bezeichnet zu werden. ;)

Sehe ich ja jetzt erst *gggg*

Peter ST.
24.02.2007, 12:51
Sehe ich ja jetzt erst *gggg*

na, da kannste mal sehen hs ;)

hs
24.02.2007, 13:41
na, da kannste mal sehen hs ;)

Sagen wir es mal so ...

... das Beispiel zeigt eindrucksvoll dass es egal ist welche Brennweite verwendet wird :rolleyes:

zoz
24.02.2007, 15:24
Aber die Vielfalt der Alternativen kann schon verwirrend sein (besonders wenn man 4 fach Crop Aufnahmen eines 35er bei 1.4 als Portraitwirkung presentiert bekommt).


Och jetzt enttäuschst Du mich aber, an anderer Stelle hattes Du das noch eindrucksvoll genannt...



Dazu folgendes Experiment, nimm das 50er KB Objektiv und trete einen Schritt zurück.
1.) Mache eine Aufnahme am FF und beschneide es PS auf Crop Größe
2.) Mache eine Aufnahme am Crop

Das Ergebnis ist das optisch gesehen das gleiche (Sensorunterschiede mal aussen vor).


Hier hast Du 3.) vergessen:
3.) Mache eine Aufnahme mit 85mm auf VF Blende das Objektiv dabei 1 und 1/3 Stufe gegenüber dem 50er ab
Auch das Ergebnis wird das gleiche sein.

Beispiel gibt es hier: http://www.digitale-slr.net/showpost.php?p=848026&postcount=47

Ja ich weiß mit dem 85er am VF kann man jetzt natürlich noch ordentlich weiter aufblenden um besser frei zu stellen aber die "Bildwirkung" eines Objektives reduziert sich nicht nur auf die Schärfentiefe!



... das Beispiel zeigt eindrucksvoll dass es egal ist welche Brennweite verwendet wird


Deine eindrucksvollen Bildbeispiele an denen Du Deine Thesen über die "Bildwirkung" eines 50er Normalobjektives, das am Crop erhalten bliebe belegst, bist Du uns ja bisher schuldig geblieben...

Benutzer
24.02.2007, 15:40
hier wird wieder von den üblichen Verdächtigen lamentiert und gegenseitig am Zeuge gepflickt was nur irgendwie geht - wie wäre es wenn der Threadopener einfach mal ein 50 und/oder 85mm bzw. die Brennweite der Wahl nimmt und ein paar eigene Aufnahmen macht um sich selber einen Eindruck der jeweiligen Brennweiten an der eigenen Kamera zu machen?!

Das Thema Portraitbrennweite und das scheinbar immer wieder dazu gehörende Crop und Bildwirkungsgeplänkel - muss nicht jede Woche aufs Neue immer und immer wieder in der Theorie komplett an der Praxis vorbeidiskutiert werden. Glauben denn Manche das Rad immer und immer wieder aufs Neue erfinden bzw. erfragen zu müssen?! Das kann es doch einfach nicht sein - auch wenn es hier ein Forum ist. Ein Bischen sollte man sich schon selber mit der Sache die einen interesiert befassen.

oering1
24.02.2007, 16:26
Für Portraits würde ich - bei einer 400D - ohne Einschränkung empfehlen:

EF-S 60mm/2.8 Makro

Klein, leicht, exzellente Leistung, rel. lichtstark, vergleichsweise preiswert.

Viele Grüße
Stefan


Kann ich Stefan nur zustimmen!


http://dornhoff.homepage.t-online.de/IMG_0018.JPG?foo=0.12321998741860424


Und keine blöden Kommentare über meine Mutter !!! ;)






*

hs
24.02.2007, 17:56
Och jetzt enttäuschst Du mich aber, an anderer Stelle hattes Du das noch eindrucksvoll genannt...


Ja, eindrucksvoll weil ich nicht vermutet hätte das man mit 35mm 1.4 (welches ich leider nicht habe) derart wenig Tiefenschärfe hinbekommt.

Das praktische Nutzen (bei 4fach Crop) ist hingegen gleich 0.




Hier hast Du 3.) vergessen:
3.) Mache eine Aufnahme mit 85mm auf VF Blende das Objektiv dabei 1 und 1/3 Stufe gegenüber dem 50er ab
Auch das Ergebnis wird das gleiche sein.


So, so, das 50er 1.8 bei Offenblende ist also gleichwertig zum 85er leicht abgeblendet?

Jetzt enttäuschst Du mich aber ;)

Warum sollte ich mir ein 50er 1.8 bei Offenblende antun, wenn ich es einfacher mit einer etwas längeren Brennweite habe?

OK, im Studio mit Crop Kamera kann (mangels Platz) das 50er die erste Wahl sein, ansonsten bist Du mit einer längeren Brennweite besser bedient.



Ja ich weiß mit dem 85er am VF kann man jetzt natürlich noch ordentlich weiter aufblenden um besser frei zu stellen aber die "Bildwirkung" eines Objektives reduziert sich nicht nur auf die Schärfentiefe!


Jetzt verwirrst Du mich ein wenig. :confused:

War es nicht *dein* Credo dass die Bildwirkung *nicht* von der Optik abhängt?

Sollte dein (durchaus eindrucksvolles) Bsp. mit dem 35/1.4 nicht belegen dass eine Tele-Bildwirkung auch mit 4fach Crop und massig Blende erreicht werden kann?

Ja was denn nun?



Deine eindrucksvollen Bildbeispiele an denen Du Deine Thesen über die "Bildwirkung" eines 50er Normalobjektives, das am Crop erhalten bliebe belegst, bist Du uns ja bisher schuldig geblieben...


Ich hätte ahnen müssen dass Du Ironie nicht verstehst und ein SCNR anhängen sollen. Entschuldigung.

Zur "Bildwirkung" (ich igoriere mal mein obiges :confused: ) da waren wir uns doch (mehr oder weniger) einig dass diese eben NICHT von der Optik abhängt, sondern vom Bildwinkel bzw. der vorhandenen Tiefenschärfe. Oder?

=> Natürlich verändert Crop den Bildwinkel des 50er (ähnlich dem 85), aber dazu müsste ich massig aufblenden um die selbe Wirkung zu erreichen. Im Falle des 50/1.8 IMO jemseits des empfehlenswerten Bereiches.

Die nötige Tiefenschärfe kriege ich mit dem 85 problemlos hin (auch wenn es vom Bildwinkel einem 135er entspricht).

Meine Postings gingen somit immer von praktischen Überlegungen aus, theoretische Überlegung (z.B. dein 35/1.4 bei Offenblende und 4fach Crop) sind zwar nett aber IMO nicht wirklich relevant.

Und wenn eine Anfängerin eine praktische Frage stellt ...

Viele Grüße

Helmut.

zoz
24.02.2007, 20:46
Ja, eindrucksvoll weil ich nicht vermutet hätte das man mit 35mm 1.4 (welches ich leider nicht habe) derart wenig Tiefenschärfe hinbekommt.

Das praktische Nutzen (bei 4fach Crop) ist hingegen gleich 0.


Nicht wenn man eine Kamera mit 4 fachen Crop hat (z.B. Kompakte)

Aber dort ging es darum die Zusammenhänge zwischen Blende und Tiefenschärfe beim croppen prinzipiell darzustellen, und zu zeigen, das es eine nur von der Brennweite abhängige Bildverzerrung nicht gibt.



So, so, das 50er 1.8 bei Offenblende ist also gleichwertig zum 85er leicht abgeblendet?

Jetzt enttäuschst Du mich aber ;)

Warum sollte ich mir ein 50er 1.8 bei Offenblende antun, wenn ich es einfacher mit einer etwas längeren Brennweite habe?


Du weist das ich über die Leistung der Objektive genauso denke wie Du, aber wer hat gesagt das man das 50er voll aufblenden muß?
Gute Portraits sind nicht ausschliesslich bei maximaler Freistellung möglich.




OK, im Studio mit Crop Kamera kann (mangels Platz) das 50er die erste Wahl sein, ansonsten bist Du mit einer längeren Brennweite besser bedient.


Nicht nur im Studio finde ich die die Brennweite für Ganzkörperportrait (und das war auch eine der Anforderungen oder?) zu lang, da man dann schon 6-8m vom Modell wegstehen muß, und das kann bei vielen Lokations zu lang sein.



Zur "Bildwirkung" (ich igoriere mal mein obiges :confused: ) da waren wir uns doch (mehr oder weniger) einig dass diese eben NICHT von der Optik abhängt, sondern vom Bildwinkel bzw. der vorhandenen Tiefenschärfe. Oder?

Ja! Das war aber nicht immer so und eigentlich der ganze Auslöser für diesen Disput, und die Cropvergleiche.
Und wenn Du das jetzt so siehst was bedeutet dann diese Äußerung von Dir?: "Das 50er ist für KB(!) gerechnet (und nicht für Crop)... Dieses Ausschnittsbild entspricht dem Bildwinkel eines 85er am FF (aber nicht der Bildwirkung !). "



=> Natürlich verändert Crop den Bildwinkel des 50er (ähnlich dem 85), aber dazu müsste ich massig aufblenden um die selbe Wirkung zu erreichen. Im Falle des 50/1.8 IMO jemseits des empfehlenswerten Bereiches.

Etwas mehr als eine Blendenstufe um genau zu sein, aber ich bin halt der Meinung, daß auch Blende 2,2 oder 2,8 (die Meiner Erfahrung nach auch beim 1,8/50 gute Ergebnisse liefern) beim 50er für die meisten Portraits ausreichend freistellen.


Die nötige Tiefenschärfe kriege ich mit dem 85 problemlos hin (auch wenn es vom Bildwinkel einem 135er entspricht).

Meine Postings gingen somit immer von praktischen Überlegungen aus, theoretische Überlegung (z.B. dein 35/1.4 bei Offenblende und 4fach Crop) sind zwar nett aber IMO nicht wirklich relevant.

Und wenn eine Anfängerin eine praktische Frage stellt ...

Viele Grüße

Helmut.

Du empfehlst also einer Anfängerin, die fragt warum Ihre Portraits nicht so aussehen, wie die aus Büchern (die auf KB mit 85mm und Blende 8 gemacht wurden) sich ein 85er fürs Crop zu kaufen, da sich nur so die ausreichende Freistellung erziehlen ließe.
Um so freigestellte Portraits ging es Ihr aber offensichtlich überhaupt nicht...
Nur weil Du Portraits mit größerer Schärfentiefe als nicht "state of the art" empfindest muß das nicht für alle gelten!

Eigentlich sind wir uns im großen und ganzen doch einig. Wieviel Freistellung bei Portraits notendig ist ist eine reine Geschmackssache, da kann man sich ergebnislos streiten bis der Arzt kommt.

Der Wirklich Knackpunkt für mich diesen Disput anzufangen und immer wieder aufzunehmen war die von Dir und anderen immer wieder geäußerte Behauptung, daß auf KB gerechnete kurzbrennweitige Objektive Ihre Verzerrenden Eingenschaften aufs Crop mitnehmen würden. Das ist nicht der Fall, und das wollte ich mit den Testaufnahmen zeigen.

Joanna
24.02.2007, 22:54
nachdem ich hier stillschweigend immer nachgelesen habe ;) habe ich mich für das 85mm 1,8 entschieden. das efs 60mm kam zwar auch in frage. aber ich denke, ich habe die richtige wahl getroffen, merci!

kBasti
24.02.2007, 23:01
wir erwarten natürlich einen kleinen erfahrungsbericht und auch ein paar bilder :)

grüße und viel spaß damit.. wirklich gutes glas.

hs
24.02.2007, 23:22
Hallo Steffen,

>> Nicht wenn man eine Kamera mit 4 fachen Crop hat (z.B. Kompakte)

Du willst doch jetzt nicht ernsthaft eine Kompakte als Portrait Kamera empfehlen, oder?

Ausserdem kann 4fach Crop am KB mit Kompakten (und dafür speziell gerechneten Linsen) nur bedingt verglichen werden.

Wie Du sicher weisst, kleine Sensoren sind sowieso Mist bzgl. Portrait, Freistellen, etc..


>> Aber dort ging es darum die Zusammenhänge zwischen Blende und Tiefenschärfe beim croppen prinzipiell
>> darzustellen, und zu zeigen, das es eine nur von der Brennweite abhängige Bildverzerrung nicht gibt.

Ich habe deine Erklärungen ja auch dankbar zur Kenntnis genommen (ohne sie praktisch nachvollziehen zu können (mangels Optiken)).

Sagen wir es mal so: deine Aussagen/Beispiele beissen sich nicht mit meinen Erfahrungen bzgl. unterschiedlichen Formaten (KB / MF).

Die Tendenz, dass grössere Formate *geringere* Tiefenschärfe bei gleicher Blende/Bildwinkel haben, willst Du doch sicher nicht bestreiten, oder?

BTW: ich war als KBler jedenfalls anfangs bzgl. der geringen Teifenschärfe bei MF überrascht (auch genervt), später hat es mir gefallen :)

>> Du weist das ich über die Leistung der Objektive genauso denke wie Du, aber wer hat gesagt das man
>> das 50er voll aufblenden muß?
>> Gute Portraits sind nicht ausschliesslich bei maximaler Freistellung möglich.

Jetzt kraulen wir am Kaisers Bart, maximale Freistellung ist *NICHT* das Kriterium für gute Portraits. Und Brennweite auch nicht.

BTW, ich persönlich finde z.B. WW-Portraits sehr spannend, nicht jedermanns (d.h. der Allgemeinheit) Geschmack, aber wohltuend anders. Hier kann z.B. die Umgebung *nicht* ausgeblendet werden (durch freistellen), sondern ist Teil des Portraits. Wie gesagt, ich mag es durchaus, man kann dies einem Anfänger fürs erste aber nicht wirklich empfehlen.

>> Nicht nur im Studio finde ich die die Brennweite für Ganzkörperportrait (und das war auch eine der
>> Anforderungen oder?) zu lang, da man dann schon 6-8m vom Modell wegstehen muß, und das kann bei vielen
>> Lokations zu lang sein.

Crop ist *prinzipiell* beim "klassischem Portrait" im Nachteil, und wenn das 85er am Crop zu lang wird liegt es am Crop und nicht an der Brennweite.

Kurzum, das 50er ein Kompromiss wegen Crop. Die klassischen Portraitbrennweiten für KB fangen nunmal bei >= 85mm an, und Crop nutzt halt nur die Mitte davon aus.


>>>> Zur "Bildwirkung" (ich igoriere mal mein obiges :confused: ) da waren wir uns doch (mehr oder weniger) einig dass
>>>> diese eben NICHT von der Optik abhängt, sondern vom Bildwinkel bzw. der vorhandenen Tiefenschärfe. Oder?
>> Ja! Das war aber nicht immer so und eigentlich der ganze Auslöser für diesen Disput,
>> und die Cropvergleiche. Und wenn Du das jetzt so siehst was bedeutet dann diese Äußerung von Dir?:
>> "Das 50er ist für KB(!) gerechnet (und nicht für Crop)... Dieses Ausschnittsbild entspricht dem Bildwinkel eines
>> 85er am FF (aber nicht der Bildwirkung !). "
>> Etwas mehr als eine Blendenstufe um genau zu sein, aber ich bin halt der Meinung, daß auch
>> Blende 2,2 oder 2,8 (die Meiner Erfahrung nach auch beim 1,8/50 gute Ergebnisse liefern) beim 50er
>> für die meisten Portraits ausreichend freistellen.

Siehe oben. *Klassisches Portrait*.

Du brauchst mindestens das 50/1.2L am Crop um ein 85/1.8 am FF beeeindrucken zu können. 1400€ gegenüber 400€.


>> Du empfehlst also einer Anfängerin, die fragt warum Ihre Portraits nicht so aussehen, wie die aus Büchern (die auf KB
>> mit 85mm und Blende 8 gemacht wurden) sich ein 85er fürs Crop zu kaufen, da sich nur so die ausreichende
>> Freistellung erziehlen ließe.

Klassische Portraitbrennweite?

>> Um so freigestellte Portraits ging es Ihr aber offensichtlich überhaupt nicht...

Du wirst es wissen!

Von Joanna habe ich dies so nicht "so genau" recht vernommen.


>> Nur weil Du Portraits mit größerer Schärfentiefe als nicht "state of the art" empfindest muß das nicht für alle gelten!

Klassische Portraitbrennweite! Ich stelle meinen persönlichen Geschmack bei allgemeinen Fragestellungen zurück.

Ich mag ja auch kürzere Portraits (siehe oben), aber für den Anfang empfehle ich sie nicht.


>> Eigentlich sind wir uns im großen und ganzen doch einig. Wieviel Freistellung bei Portraits notendig ist ist eine
>> reine Geschmackssache, da kann man sich ergebnislos streiten bis der Arzt kommt.

Und wieder einmal möchte ich Dir recht geben ... :)


>> Der Wirklich Knackpunkt für mich diesen Disput anzufangen und immer wieder aufzunehmen war die von Dir und
>> anderen immer wieder geäußerte Behauptung, daß auf KB gerechnete kurzbrennweitige Objektive Ihre Verzerrenden
>> Eingenschaften aufs Crop mitnehmen würden. Das ist nicht der Fall, und das wollte ich mit den Testaufnahmen zeigen.

Ohje, belassen wir es doch einfach dabei ...

>> Eigentlich sind wir uns im großen und ganzen doch einig.

Viele Grüße

Helmut.

hs
24.02.2007, 23:29
nachdem ich hier stillschweigend immer nachgelesen habe ;) habe ich mich für das 85mm 1,8 entschieden. das efs 60mm kam zwar auch in frage. aber ich denke, ich habe die richtige wahl getroffen, merci!

Die Linse macht maximal 10% aus ...

... die restlichen 90% werde ich ab und zu bei der fc überprüfen :)

Viele Grüße

Helmut.

Benutzer
25.02.2007, 02:09
ich denke, ich habe die richtige wahl getroffen
Schaumermal.
Das Objektiv ist jedenfalls über jeden begründeten Zweifel erhaben.