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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Russentonne



Bernd Thiel
25.04.2007, 16:21
Ich habe schon alles durchsucht und auch viele Beiträge zur "Russentonne", dem MTO 100/1000 gefunden, aber meine Frage konnte nicht beantwortet werden:

Hat jemand Erfahrung damit an einer 300D (oder 350/400), ob die Helligkeit des Sucherbildes zur Scharfstellung ausreicht? Denn die Idee eines Schnittbildindikators an der 300D habe ich verworfen.

Zur Zeit ist die Monsterlinse nirgends zu bekommen, denn im Sommer soll eine neue Version auf den Markt kommen. Sollte jemand eine übrig haben, nehme ich sie gern, falls meine Frage zufriedenstellend beantwortet werden kann.

Beste Grüße
Bernd

Canonicus
26.04.2007, 21:35
Ich habe schon alles durchsucht und auch viele Beiträge zur "Russentonne", dem MTO 100/1000 gefunden, aber meine Frage konnte nicht beantwortet werden:

Hat jemand Erfahrung damit an einer 300D (oder 350/400), ob die Helligkeit des Sucherbildes zur Scharfstellung ausreicht? Denn die Idee eines Schnittbildindikators an der 300D habe ich verworfen.

Zur Zeit ist die Monsterlinse nirgends zu bekommen, denn im Sommer soll eine neue Version auf den Markt kommen. Sollte jemand eine übrig haben, nehme ich sie gern, falls meine Frage zufriedenstellend beantwortet werden kann.

Beim "Teleskopservice.de" dürftest Du fündig werden ...... Ich hatte das 10/1000er Maksutov an der 20D, 1D Mk.II, 350D und 5D benutzt - es ist optisch erstaunlich gut, aber sehr schwierig in der Handhabung. Grund:

1. die Fokusierung ist extrem schwergängig - da Alu-Tuben, da läuft schlecht bearbeitetes Alu auf Alu, also "rauh";
2. der Schärfeeindruck im Sucher ist nur bei bestem Licht und gutem Augenlicht des Fotografen zu beurteilen;
3. das 10/1000er Mak besitzt keinen Stativring, sondern zwei um 90" versetzte, feste Stativgewinde, man muß also zum Formatwechsel hoch/quer herumschrauben.

Eine modernere Variante dieses Maks ist das 10/1000er "Rubinar": es hat eine drehbare Stativschelle, die allerdings auf ziemlich großen Kugeln recht wackelig gelagert ist (Kugellager-Prinzip), die Fokusierung ist jedoch ebenso schwergängig wie beim Original-Mak. Beim Rubinar ist zudem der zentrale Spiegel nicht einfach auf die Frontlinse innen aufgedampft, sondern justierbar befestigt.
Allen diesen Spiegelteles ist zu eigen, daß sie an einer Crop-DSLR mit integriertem Blitzgehäuse mit einem kurzen Zwischenring montiert werden müssen - sodaß die Brennebene des Objektivs "nach hinten heraus" gelegt werden muß. Beim Original-Mak ist das einfach, da muß man nur die Anschlagschraube für den Fokusring entfernen oder kürzen, beim Rubinar ist das eine ziemliche Bastelei mit Voll-Zerlegung. Bie beiden Objektiven sollte der große Fangspiegel "entspannt" montiert sein, damit runde Objekte nicht als Eier abgebildet werden ... :)

Diese Objektive eignen sich auf jeden Fall für die "gaaaanz ruhige" Fotografie, denn sie erfordern große Geduld, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Kontrast-Nachbearbeitung per EBV ist zudem ein Muß. Mondfotografie ist damit recht einfach zu bewerkstelligen, Astrofotografie ist ohne motorische Nachführung aufgrund der langen Belichtungszeiten kaum möglich. Naturfotografie nur dann, wenn die Verhältnisse hinreichend hell und "statisch" sind - also motivseitig kaum Bewegung im Spiel ist.

FotoKnobi
26.04.2007, 21:43
Pn :)

zuendler
26.04.2007, 21:56
ich hatte sie an der 300D, damit kann man schon bilder machen.
allerdings nur vom stativ, eigentlich nur mit kabelauslöser und SVA, zudem nimmt das scharfstellen pro bild schon 30sek in anspruch. dazu kommt auchnoch das ausrichten, also eine sehr langwierige angelegenheit.
am ende habe ich immer eine ganze reihe mit leicht unterschiedlichen schärfeeinstellungen gemacht.
die bildqualität reicht für ausdrucke bis A4 darüber geht nichts mehr was ich einem betrachter zumuten wollen würde.

FotoKnobi
26.04.2007, 21:59
hab meine russentonne bei teleskopservice gekauft und ich würde die fokussierung als leichtgängig beschreiben

kann ein einzelfall sein, aber dem schwergängig kann ich nicht zustimmen

zündler schon

lg

zuendler
26.04.2007, 22:01
meine ging auch leicht zu fokusieren, lief sehr gut. ein grosses gewinde das in fett schwimmt eben.

FotoKnobi
26.04.2007, 22:14
naja immoment hab ich das MTO 11 CA samt EOS adapter noch

wers will - bitte melden - ich brauch dringend ein makroobjektiv und muss die russentonne dafür opfern ...

lg

Bernd Thiel
27.04.2007, 14:54
ich hatte sie an der 300D, damit kann man schon bilder machen.
allerdings nur vom stativ, eigentlich nur mit kabelauslöser und SVA, zudem nimmt das scharfstellen pro bild schon 30sek in anspruch. dazu kommt auchnoch das ausrichten, also eine sehr langwierige angelegenheit.
am ende habe ich immer eine ganze reihe mit leicht unterschiedlichen schärfeeinstellungen gemacht.
die bildqualität reicht für ausdrucke bis A4 darüber geht nichts mehr was ich einem betrachter zumuten wollen würde.

Vielen Dank an alle, die mir weiter geholfen haben.

Stativ und Kabelauslöser hatte ich schon fest eingeplant und sind vorhanden. Alles andere wird die Praxis zeigen.

Gruß
Bernd

Canonicus
27.04.2007, 15:35
hab meine russentonne bei teleskopservice gekauft und ich würde die fokussierung als leichtgängig beschreiben

kann ein einzelfall sein, aber dem schwergängig kann ich nicht zustimmen

zündler schon

lg
Ich hatte insges. 3 Tonnen - 2 x 1000er Mak (MTO), 1x500er Rubinar - von den Maks war keines "leichtgängig", und das 500er war nur marginal besser in dieser Hinsicht. Aber OK, es mag natürlich auch "Glücksfälle" geben .... :)

Olli K.
27.04.2007, 16:29
Hatte vor ein paar Jahren auch einmal eine RT, damals beim hier schon empfohlenen Teleskopservice.de gekauft. War leichtgängig, Optik wurde bereits vorher entspannt (darauf solltest du achten!) und der Service war einfach gut und sehr nett!