PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 100-400 oder 400 5.6 für Kenja-Safari ?



Marcus Rosendahl
06.05.2007, 10:18
Hallo zusammen,

in zwei Monaten geht es auf Safari nach Kenja, und ich möchte dazu auch ein 400er einpacken.

Bitte gebt mir doch eure Erfahrungsberichte mit den beiden Linsen auf ( insbesondere in der Tierfotografie! )

Ergänzt werden soll dieses Equipment: 400D, Canon 10-22, 24-105 L, 70-200 f4 IS, extender 1,4...

Vitali
06.05.2007, 10:36
ich denke es gibt mindesten 10 Themen in denen diese frage schon diskutiert worden ist

Marcus Rosendahl
06.05.2007, 11:07
Danke, ich hatte bei der ersten Suche nicht den direkten Vergleich gefunden. Nur mit anderen (2.8er oder 200er zzgl. Extender und so). Aber mit etwas Geduld bei der Suche habe ich was Brauchbares gefunden.

Wer aber trotzdem hier was schreiben möchte: gerne !

Roger
06.05.2007, 15:45
Oft kommen die Tiere sehr nah an den Jeep heran bzw. sind aus nächster Nähe zu sehen. Wenn Du dann die Zeit hast, erst aufs 70-200 zu wechseln ...

Andererseits dürfte die FB weniger Staubprobleme haben, auch wenn sie nicht gedichtet ist.

Cougar
06.05.2007, 15:52
Oft kommen die Tiere sehr nah an den Jeep heran bzw. sind aus nächster Nähe zu sehen. Wenn Du dann die Zeit hast, erst aufs 70-200 zu wechseln ...

Andererseits dürfte die FB weniger Staubprobleme haben, auch wenn sie nicht gedichtet ist.

ich hab in afrika nie einen Jeep gesehen. dort wird fast nur Defender gefahren.

zum thema: ich würde mich für das 100-400 endscheiden. das 400 mag bessere optische qualität haben, aber was nutzt dir das wenn die tiere nicht in der passenden entfernung sind?

oder hast du ne 2. 400D mit einem 70-200 parat?

das staubproblem wird oft diskutiert beim 100-400. komisch das das problem eigendlich niemand hat der diese scherbe sein eigen nennt.

JL
06.05.2007, 15:55
Variante 3 - ein 300er 4.0 mit IS und einen 1,4er TC dazu .... ich mag diese Kombination sehr ...

Marcus Rosendahl
06.05.2007, 16:15
zum thema: ich würde mich für das 100-400 endscheiden. das 400 mag bessere optische qualität haben, aber was nutzt dir das wenn die tiere nicht in der passenden entfernung sind?

oder hast du ne 2. 400D mit einem 70-200 parat?

das staubproblem wird oft diskutiert beim 100-400. komisch das das problem eigendlich niemand hat der diese scherbe sein eigen nennt.

einen zweiten Body habe ich nicht, daher tendiere ich auch zum flexibelen 100-400. Zum Thema Staub ließt man auch die wildesten Sachen, aber ich kenne auch keinen, der tatsächlich diese Probleme hat, und in den Beiträgen haben auch alle nur davon gehört.

@JL:

Ja, diese Kombi hatte ich auch schon im Auge, aber mir geht das Wechseln des Extenders jetzt schon auf den Nerv. Dagegen steht allerdings der Vorteil der ("beiden") Festbrennweiten. Mhhh - das macht es jetzt auch nicht leichter für mich.

Hinzu kommt bei Deiner Kombination ja auch noch, dass es nom. 420 sind - im Gegensatz zu den 375, die das Zoom haben soll... und das x 1,6

Norbert Wittig
07.05.2007, 23:34
Hast Du denn beide?
Wenn ich ein 70-200 mitnehmen würde, dann mit dem 400er. Es kommen die Momente, wo max Brennweite zählt. Das 100-400 ständ dann auch immer auf 400. Ich würde auf jedem Fall ein 2tes Gehäuse mitnehmen.

hs
08.05.2007, 06:37
Mein Vorschlag,

ein gebrauchtes 400/5.6 und einen (gebrauchten) Zweitbody. Hierbei nimm lieber eine 10D/20D (am besten mit BG), das "Mehr an Gewicht" ist bei 400mm von Vorteil.

Kamera und Linse kannst Du ja nach dem Urlaub wieder abstossen.

Ich habe das 100-400L (und keine Staubprobleme), allerdings war ich damit nie in Afrika. Ich traue es der Linse auch zu, allerdings sollte man genau wissen wann man die Linse rausholt bzw. wann sie besser im staubdichten Koffer bleibt.

Kritisch(er) betrachte ich Objektivwechsel => 2 Bodies.

Marcus E.
21.05.2007, 16:42
Von Brennweiten & Tieren

Ich möchte zu diesem interessanten Thema gerne meine persönlichen Erfahrungen beisteuern!
Ich habe mit einem Tokina ATX 80-400mm meine Tierfotografie begonnen, bin dann bei einer 300mm f/4 Festbrennweite mit 1,4x und 2x Originalkonvertern gelandet, und habe mir dann nach einem Systemwechsel ein 100-400mm "Antiwackel" Zoom zugelegt. Später kam auch noch ein 1,5x TK dazu, wenn man extra Reserven braucht.


1) In erster Linie sind die meisten unscharfen Telebilder auf Verwacklung durch den Benutzer und nicht schlechte Objektive zurückzuführen! Daher braucht man eigentlich auch ein gutes Stativ! Wenn man etwas flexibler und beweglicher sein möchte, wenigstens ein Einbeinstativ! => Und natürlich viel Übung!!!!
2) Schnelle Verschlußzeiten bedeuten scharfe Bilder! Erreichen kann man das zum einen durch lichtstarke Objektive, zum anderen durch "schnelle" bzw. empfindliche Filme (z.b. Provia 400F), oder durch die individuell verstellbare ISO-Empfindlichkeit an einer Digitalkamera.
3) Ein Zoom ist sowohl in der Ausschnittsgestaltung, als auch in der Handhabung deutlich flexibler eine Festbrennweite. Das bedeutet für das Zoom einen großen Vorteil bei der Bildgestaltung!
4) Eine Festbrennweite hingegen löst im direkten Vergleich sichtbar mehr Detail auf und erbringt in der Regel einen höheren Kontrast. Vergleicht man ein Zoom und eine Festbrennweite direkt, so ist der Unterschied wirklich deutlich sichtbar. Aus einem Haufen verschiedenartiger, guter Bilder erkennt man aber nicht zwangsläufig, welches mit einem Zoom oder einer Festbrennweiten gemacht wurde.
5) Brennweiten von 300-400mm eignen sich eigentlich nur für größere Tiere, außer wenn das natürliche Fluchtverhalten der Tiere durch besondere Einflüsse anders ist (=> Zoos, Parks etc.) und man sich leichter als natürlich heranpirschen kann.
6) Besonders für kleine Vögel (z.b. Amseln, Meisen etc.) braucht man deutlich längere Brennweiten als 400mm.
7) In kniffeliger Aufnahmesituation empfand ich es extrem lästig einen Konverter anzusetzen oder auszutauschen um den Bildausschnitt zu optimieren. Oft habe ich dadurch ein Bild (oder mehrere) verloren!
8) Es ist extrem wichtig auf die Fokussiergeschwindigkeit und -genauigkeit zu achten. Dieses ist immer eine Funktion von Kamera UND Objektiv.
Es ist empfehlenswert den schnellsten AF-sensor (meistens Mitte) zu aktivieren.
Beim Kauf eines Objektives darauf achten, daß ein Objektiv (auch Zooms) entweder interne Fokussierung (=IF) oder ein fokussierendes Hinterelement besitzt (=RF). Dreht die Frontlinse mit kann man von einer relativ langsamen Fokussiergeschwindigkeit ausgehen.
9) Ob Zoom oder Festbrennweite ist Geschmackssache und ein Zoom bietet, meiner Meinung nach, besonders für Amateure einen sehr guten Kompromiss.





Welches "Amateur" Zoom soll man nun wählen?

Das Tokina ATX 80-400m ist z.b. ein günstiger, guter Allrounder und in fast allen gängigen Anschlüssen erhältlich, aber es hat einen relativ langsamen AF, da das Frontelement mitdreht. Das stellt kein Problem bei ruhenden oder statischen Motiven dar, wohl jedoch bei Tieren in Bewegung.
Es ist sehr interessant z.b. für die digitale KonikaMinolta Dynax 7D (oder Pentax), die eine "Antiwackelvorrichtung" in der Kamera hat. Dadurch, und durch die pro Aufnahme verstellbare ISO-Empfindlichkeit, kann die "schwächere" Lichtstärke des Zooms ausgeglichen werden.

Im Vergleich zu einer Festbrennweite bemerkt man einen leichten Schärfeabfall bei 400mm, jedoch bis 300mm ist es gemessen am Preis aber wirklich sehr gut! Achtung, die Version MK I (ohne Stativschelle ist etwas besser, aber braucht einen Chipupgrade für einige neuere Kameras mit Entfernungsmessung, wie z.b. Minolta Dynax 5, 7 & 7D).

Jeweils von Sigma "EX" und Tokina "ATX" ist ein 100-300mm f/4 erhältlich. Diese sind schon recht groß, schwer und auch nicht mehr ganz billig. Durch die Lichtstärke kann man teilweise noch mit Konvertern (z.b. 1,4x TK) den Brennweitenbereich verlängern.


Das Sigma EX 50-500mm. Hat RF (rear focus)! Möglicherweise ein sehr interessantes für die digitale Minolta Dynax 7D oder die Pentax 10D, die eine "Antiwackelvorrichtung" in der Kamera eingebaut haben. Dadurch, und durch die pro Aufnahme verstellbare ISO-Empfindlichkeit, kann eine "schwächere" Lichtstärke des Zooms teilweise ausgeglichen werden. Von Bildbeispielen, die ich bisher gesehen habe, leite ich ab, daß die Abbildungsleistungen des Zooms durchaus auf professionellem Niveau liegt.


OEM Herstelller 80/100-400mm, die Abbildungsleistung ist, verglichen mit einer Festbrennweite, möglicherweise nicht ganz so gut bei 400mm. Ich bin mit dem 100-400mm IS bisher sehr gut gefahren!


Sigma EX 100-300mm f/2,8 und Sigma EX 300-800mm; beide sehr interessant, aber auch sehr groß, sehr schwer und teuer!







Welche Festbrennweite für Natur-/Tierfotografie?



Finger weg von 500/600mm Spiegelobjektiven, davon bin ich persönlich gar kein Fan! Da die Blende nicht frei gewählt werden kann, kommt es bei der Anwendung zu Einschränkungen, besonders da sie meistens nur f/8 anbieten. Highlights, die sich als Donuts (Kringel) darstellen stören möglicherweise bei der Bildbetrachtung. Manchmal allerdings kann gerade dieser Effekt auch gestalterisch eingesetzt werden.


Ein OEM Hersteller AF 300mm f/4 ist bei allen Marken vom Preis/Leistungsverhältnis in Verbindung mit den beiden Originalkonvertern die optimale ?Eintrittskarte? zur Tierfotografie. Schneller und genauer AF (mit 1,4x TK) und eine tolle Schärfe sowie guter Kontrast sorgen für tolle Bildergebnisse! Mit den 2x TK's kann man meistens nur manuell fokussieren, stellt aber nicht unbedingt ein Problem dar.


Das bereits ältere Sigma 400mm f/5,6 APO Macro ist gebraucht recht günstig zu haben, aber mit f/5,6 eher lichtschwach. Es ist gut geeignet für größere Vögel (z.b. Reiher, Gänse) im Flug. Es ist nicht unbedingt für Kameras der neusten Generationen geeignet, da nicht alle Kamerafunktionen von Objektivchip weitergeleitet werden. Es gibt Berichte, daß ältere dieser Objektive z.b. für Canon nur noch bedingt nachgerüstet werden können.


Ein OEM AF 400mm f/4, 4.5 oder 5,6 ist etwas teurer, aber für den Amateur noch "machbar"! Funktioniert auch hervorragend noch mit 1,4x TK.

Sigma/Tokina/Tamron/OEM AF 300mm f/2,8. Alle sind groß, schwer und schon recht teuer, aber auch sehr gut. In jedem Falle braucht man noch die passenden Konverter dazu, dann hat man aber auch schon sehr gute Abbildungsleistungen.

Brennweiten > 500mm (z.b. 600mm) sind extrem teuer und unhandlich. Dieses ist und bleibt Werkzeug für echte Spezialisten (und Wohlhabende).


Ab 600mm Brennweite kann man sich auch leichter mit kleiner Vögeln beschäftigen. Ein (sehr teures) stabiles Stativ mit entsprechendem (teurem) Kopf wird zur Pflichtübung!
Toll ist das Sigma 500mm f/4,5 EX, da es für einen Amateur noch gerade eben finanzierbar ist. Die optischen Leistungen sind tadellos!




Schlußwort:

Ein Jeder muß (leider) für sich selbst herausfinden, was am besten zu seiner/ihrer Art der Fotografie paßt, Zoom oder Festbrennweite.
Generell entscheidet der Geldbeutel über die Güte der Objektive (Ausrüstung). Gute Ware kostet leider immer etwas mehr!
Wer "schnelle" und bewegliche Tierfotografie betreiben will, der ist wahrscheinlich mit einem Zoom bestens bedient!
Wer gerne auf der Lauer liegt, viel Zeit und Geduld mitbringt, sich gut anpirschen kann oder gar mit einem Tarnzelt im Feld unterwegs ist, der mag wohl lieber eine Festbrennweite wegen der besseren Bildergebnisse.
Aus eigner Erfahrung werde ich wohl bis zum Rentenalter warten um mir wieder eine Telefestbrennweite anzuschaffen, falls ich sie dann noch brauche. Ich finde, man sollte schon genügend Zeit und Gelegenheit haben ein so extrem teures Objektiv auch in der Praxis ausgiebig zu benutzen...


Gutes Licht!


PS:
Über Kommentare zu diesem Artikel würde ich mich freuen...

Stefan K.
21.05.2007, 16:58
@ marcus: naja klingt sehr allgemein und dem opener gings nicht um zoos und amseln/meisen, sondern um eine safari in kenja.


@ superrosi: ich würde das 100-400 als ergänzung mitnehmen, in kenja braucht man sich um schlechtes wetter und entsprechend lange verschlusszeiten nicht soviel sorgen machen. würde sogar soweit gehen, das 70-200 aus gewichtsgründen daheim lassen. ist auch so ne elende buckelei. hab das 100-400 auch und noch keine staubprobleme. zuviel objektive wechseln geht dir bestimmt auf den zeiger und mit dem 100-400 bist du gut gerüstet.


vg, stefan

Marcus Rosendahl
21.05.2007, 22:50
@ Marcus:

Erst mal danke, für die Ausführlichkeit !!! In weiten Teilen habe ich auch meine Gedanken wiedererkannt.. und auch die lästigen Erfahrungen mit dem wechsel des Extenders beim 70-200, um auf knapp 300 zu kommen kann ich nur bestätigen. Dass Du nicht so viel zum Thema Safari geschrieben hast, ist gar nicht schlimm, weil das nur 6 Tage sind, und den "Rest des Jahres" fotografiere ich schon gerne in freier Natur [ allerdings keine Amseln ;-) eher Wildgänse und so] und super gerne im Zoo. Daher vielen Dank für deinen Beitrag.

@ Stefan:

Ja, das Wechseln habe ich nicht wirklich gerne. Das Gewicht herumschleppen finde ich persönlich nicht so dramatisch, und wir werden auf der Safari ja auch ziehmlich viel herumgefahren... Aber auch so gehört das meinem empfinden nach einfach zum Hobby. Das 70 bis 200 werder ich also auch mitnehmen.

@ Marcus und Stefan:
Heute habe ich mir das 100-400 zugelegt ! Ihr habt mich darin bestätigt.

Auch allen anderen meinen herzlichen Dank für die Hilfe zur Entscheidungsfindung.

Bata
21.05.2007, 23:10
Hallo superrosi,


die Idee der Vorforumler finde ich persönlich nicht verkehrt. Allerdings sollte man dann bei einer 20/30D als 2. Body nicht vergessen, daß damit ein generelles Staubproblem nicht gelöst ist. Da nur 1ser Gehäuse mit entsprechenden Optiken (+ eventuell benötigter Filter) staubgeschützt sind, bleibt also schonmal ein "gewisses" Staubproblem.

Wenn ICH mir für eine solche Reise einen 2. Body zulegen würde (träum selbst noch von Namibia), dann würde ich auch mal eine gebrauchte 1ser ( jetzt mal egal welche ) in betracht ziehen ....vielleicht die Ur-1ser 1D. Dann hättest Du z.B. ein abgedichtetes System aus 1D und 24-105/4L ( zumindest ist der Schutz besser als bei anderen Cam`s). Wie sehr hängst Du an Deinem 70-200/4 IS ?? Wenn Du dir ein 100-400er holst und es nach der Reise behalten möchtest, dann könnte Du eventuell auch das 70-200er verkaufen und damit einen Teil der Ausgaben finanzieren. Ist nur so ein Gedankengang. Ich besitze selbst das 70-200/2.8L und das 100-400 und habe mittlerweile festgestellt, das ich eigentlich nur eins von beiden brauchen würde, weshalb ich mich schon innerlich damit befasse vom 100-400er zu trennen, da die Brennweiten sich zu sehr decken. Vielleicht kommt irgendwann mal etwas oberhalb der 200mm als FB. Vielleicht habe ich Dir mit meinen Gedanken etwas geholfen.

1D mit 24-105 und 400D mit 100-400 (oder andersherum) und für die SWW-Bilder hast Du noch Dein 10-22.

Gruß Christian

extremeshopper
22.05.2007, 12:14
Wir hatten damals in Tansania das 100-400 an der Zweitkamera. Das Staubproblem wurde zwar immer thematisiert, aber Du mußt sowieso nach jeder Ausfahrt alles reinigen. Wenn Du nur ein Objektiv/Kamera mitnimmst, bist Du damit bestens bedient. Grundsätzlich gilt für mich: Zu lang gibts nicht! Ich habe mich am wohlsten mit dem 4.0/500 mit 1,4x und 20D gefühlt. Wenn ich ein 600er gehabt hätte, hätte ich das die ganze Zeit genutzt. Wir haben uns um das 500er geschlagen (war zum Test von Canon mit dabei). Das sind andere Welten und die FB's sind kein Problem. Dann fotografiert man halt Ausschnitte, wenn man zu nah dran ist. Bei FB's ist die Bildgestaltung gefragt. Ich liebe sie und habe mich jetzt sogar mit dem 2.8/400 im FB-Stadion angefreundet. Man muß einfach lernen damit zu fotografieren. Man erwischt nicht jedes Motiv, aber wehe wenn...dann ist es ein Traum, die Schärfe und die Auflösung des Hintergrundes...

Fotosucher76
22.05.2007, 12:22
... Man erwischt nicht jedes Motiv, aber wehe wenn...dann ist es ein Traum, die Schärfe und die Auflösung des Hintergrundes...

Das wäre das Killerargument schlechthin für einen Urlaub in dem ich flexibel fotografieren will

Ich hatte das 400er 5,6 und auch das 100-400, habe beide wieder abgegeben und habe wieder das 100-400 - das gebe ich nicht mehr her

Aber letzendlich muss jeder selber wissen, ob er das mit den Festbrennweiten und der Bildgestaltung auch so schnell und gut in der vorherrschenden Situation umsetzen kann und ab und an auf schöne Motive verzichtet oder ob er lieber das Zoom nimmt und mehr Ausbeute hat

Mir war das 400er zu unflexibel

Die optische Qualität ist beim 100-400 immer wieder überraschend gut, auch das Argument eines Ticks mehr an Schärfe würde also in meiner Überlegung entfallen

P.S. Ein Berufsfotograf kann es sich aber sicher nicht erlauben, im Stadion ab und an ein genial scharfes Bild zu bekommen welches passt und vielmals leider ausserhalb der passenden Brennweite zu liegen oder nur Ausschnitte zu liefern... ;)
Dann lieber zwei Bodies und jeweils passende Objektive dazu

Gruß

Ralph

Marcus E.
22.05.2007, 17:11
....Erst mal danke, für die Ausführlichkeit !!! ....Daher vielen Dank für deinen Beitrag.

@ Marcus und Stefan:
Heute habe ich mir das 100-400 zugelegt ! Ihr habt mich darin bestätigt.
Auch allen anderen meinen herzlichen Dank für die Hilfe zur Entscheidungsfindung.
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, allezeit GUTES LICHT und eine tolle Safari!!!

extremeshopper
23.05.2007, 00:28
@Fotosucher76: Heute saßen im Stadion wieder alle Agenturfotografen mit dem 400er und nur teilweise mit Zweitgehäuse und 70-200. Denn die verkaufen kein Foto, bei dem die Werbebande scharf ist, also fällt das Zoom meist sowieso raus, da die Auflösung des Hintergrundes auch bei f 2.8 zu gering ist.

Ich würde jederzeit wieder mit Festbrennweite auf Safari gehen, denn 1. sind die Tiere meist sowieso weiter weg und 2. brauche/will ich nicht unbedingt immer das ganze Tier auf dem Foto. Oft sind Ausschnitte sehr reizvoll. Aber das ist wiegesagt Geschmackssache. Wer mit Festbrennweite fotografieren kann, wird als erstes auf seine Zooms verzichten. Nicht umsonst quälen sich die Profis im Stadion und in der Serengeti mit 400/500/600mm und Extender rum.

cellar-ffm
23.05.2007, 10:08
Hallo zusammen,

in zwei Monaten geht es auf Safari nach Kenja, und ich möchte dazu auch ein 400er einpacken.

Bitte gebt mir doch eure Erfahrungsberichte mit den beiden Linsen auf ( insbesondere in der Tierfotografie! )

Ergänzt werden soll dieses Equipment: 400D, Canon 10-22, 24-105 L, 70-200 f4 IS, extender 1,4...

Erstmal Glückwnsch zu dieser tollen Reise. Ich war vor drei Jahren in Kenia auf Safari.

In der Tat hast Du dort ein riesen Staubproblem. Ich hatte die ganze Zeit meine Kamera unter einem Handtuch und habe sie nur zum Fotografieren kurz hervorgeholt.

Ich war damals lediglich mit einem 28-75 Objektiv da und teilweise waren die Tiere so nah, dass man diese nicht mehr Formatfüllend ablichten konnte (Bsp. Elefanten, etc.).

Falls ich nochmals gehen würde, würde ich folgendes mitnehmen.

2 Bodies, 1 Tamron 28-75mm + Sigma 80-400mm. Das 80-400mm kriegst Du schon relativ günstig in der Bucht und ich würde dieses Objektiv auf jeden mit in die engere Auswahl einbeziehen. Klar es ist ein Schönwetterobjektiv, aber dort unten hast Du genug Licht. Allerdings hat das Sigma 80-400 ebenfalls einen IS. Ein Stativ würde ich Dir nicht empfehlen. Bei uns war es so, dass Du meistens auf dem Unimog geblieben bist und die Tiere von dort aus fotografiert hast. Die anderen Teilnehmer würden sich, wie ich denke mit Recht aufregen, wenn Du in den kleinen Mittelgang ein Stativ stellst und sie somit nicht mehr die Seiten wechseln können, um zu fotografieren.

Gruss und viel Spass.

Benutzer
23.05.2007, 10:19
Das Staubproblem bekommst du recht einfach im Griff: Klappe die Gummierung um, lege eine Lage Tesaband auf die Öffnungen und fertig ist das ganze. Für sehr staubanfällige Gegenden packe das Obejektiv in einen einfachen transparenten "Müllbeutel", diesen klemmst du vorne mit der Gegenlichtblende fest, den rückwärtigen Teil an dem Okular der Kamera und hälst damit fast alle Staubteile fern.

Die angesprochene Kombination von einem 300/4.0 mit Konverter ist indes die qualitativ bessere Lösung.

Das zusammen mit einem 70-200/4.0 und vielleicht gar dem 17-40/4.0 hast du zudem ein optimales und leichtes Fotogepäck. Blitz nicht vergessen.



VG Roman
unterwegs mit Canon (http://www.photospaziergang.de/)

extremeshopper
23.05.2007, 12:16
...und Bohnensack! Da man die ganze Zeit aus dem Fenster oder der Dachluke fotografiert, ist das ganz angenehm zum auflegen. Füllung kauft man vor Ort (Bohnen, Reis, Kaffee was man gerade billig bekommt). Zum groben Staub- und sonstigem Schutz verwende ich einen Cocoonbeutel von Isarfoto. Handtuch, Müllsack, T-shirt etc. geht zu Not auch. Auf jeden Fall Blasebalg etc. mitnehmen.

Safarifoto
24.05.2007, 09:10
Manche Anmerkungen wie diese, sind wirklich amüsant:

in kenja braucht man sich um schlechtes wetter und entsprechend lange verschlusszeiten nicht soviel sorgen machen
Zur Zeit schüttet es in Kenia wie mit Kannen - Regenzeit.

Die Objektivfrage ist gar nicht so einfach zu beantworten.
Falls man das große Glück hat, zur Zeit der Migration (Tierwanderung) in der Masai Mara zu sein, dürfte ein Telezoom günstiger als eine Festbrennweite sein.
Ansonsten bin ich froh, dass mein Sigma 50-500 weit genug geht und in der Tat benutze ich meist den Bereich zwischen 400 und 500.

Gruss
Alf

http://www.safarifoto.de (http://www.safarifoto.de/)

sekota
12.06.2007, 12:31
Wir hatten damals in Tansania das 100-400 an der Zweitkamera. Das Staubproblem wurde zwar immer thematisiert, aber Du mußt sowieso nach jeder Ausfahrt alles reinigen. Wenn Du nur ein Objektiv/Kamera mitnimmst, bist Du damit bestens bedient. Grundsätzlich gilt für mich: Zu lang gibts nicht! Ich habe mich am wohlsten mit dem 4.0/500 mit 1,4x und 20D gefühlt. Wenn ich ein 600er gehabt hätte, hätte ich das die ganze Zeit genutzt. Wir haben uns um das 500er geschlagen (war zum Test von Canon mit dabei). Das sind andere Welten und die FB's sind kein Problem. Dann fotografiert man halt Ausschnitte, wenn man zu nah dran ist. Bei FB's ist die Bildgestaltung gefragt. Ich liebe sie und habe mich jetzt sogar mit dem 2.8/400 im FB-Stadion angefreundet. Man muß einfach lernen damit zu fotografieren. Man erwischt nicht jedes Motiv, aber wehe wenn...dann ist es ein Traum, die Schärfe und die Auflösung des Hintergrundes...



Mit Festbrennweiten auf Safari zu Fotografieren macht einfach nur Spaß.
Allerdings bringt es nichts statt des 100-400 ein EF 400 f5,6 zu nehmen, dann lieber das 100-400, welches für mich die beste universal Wildlife Linse ist (am besten mit Crop 1,6).
Die Festbrenntweiten bringen nur etwas wenn Du das nötige Kleingeld für ein EF 400 f2,8 od. f4 oder ein EF 500 f4 hast (oder ein EF 600).
Diese FB kann man gegenbenfalls mit Konverter noch sehr gut nutzen.
Für den der das nötige Kleingeld hat, ist der Tip von extremeshopper ein guter Rat. Dann ist aber auch ein 2. Body kein Problem und mam kann zusätzlich ein 70-200 f2,8 od. das 100-400 mitnehmen und braucht nicht ständig wechseln.