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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : OT: Problem 70-210 USM an EOS 100



aps
04.10.2007, 12:22
Moin,
neuerdings habe ich ein Problem mit meinem 70-210 USM (1:3,5-4,5) an EOS 100. Deshalb OT vor dem Betreff, aber vielleicht nicht uninteressant für die Scherbenfreaks.

Bei vollem Zoom 210- ca. 150 mm habe ich mittlerweile auf den Bildern, vollkommen unabhängig von den Lichtbedingungen, einen Tunneleffekt. Schwarze Flecken an den äußeren Rändern, die einem Tunneleffekt" sehr nahe kommen, mittig belichtet(er), nach außen hin fast schwarz.

Jetzt wollen alle einen Scan? Tja. Sobald die Kiste nach dem Kurzcrash wieder läuft, stelle ich einen Scan ein.

Vielleicht weiß aber jemand schon so, was es sein könnte. Mich wurmt das sehr, auch wenn die ASLR langsam aber sicher aufs Altenteil geschickt wird.

Gruß
Andreas

Artefakt
06.10.2007, 11:23
Hallo!

Das sieht nach verharzten Blendenlamellen aus. Die Blende ist ja vor der Belichtung offen. Wenn nun der Auslöser gedrückt wird, muss sich die Blende blitzschnell auf den von der Automatik bzw. vom Nutzer gewählten Blende schließen - diese Öffnung in Kombination mit der richtigen Verschlusszeit ergibt die richtige Belichtung. Bei einer bestimmten Lichtsituation ist die benötigte Lichtmenge für einen Film einer bestimmten Empfindlichkeit gleich - entweder großer Blendendurchmesser und kurze Zeit oder kleiner Blendendurchmesser und lange Zeit.

Wenn Du bewusst eine Aufnahme mit Offenblende (also 4) mit der passenden Zeit machst, sollte es keine Abdunklung geben. Da bleibt die Blende offen.

Wenn Du nun eine kleinere Blende nimmst (also größere Blendenzahl, z.B. 11), dann müssen sich die Blendenlamellen vor der Belichtung blitzartig auf diese kleine Öffnung schließen. Wenn nun durch verharztes Öl auf den Blendenlamellen oder in der Blendenmechanik diese Lamellen zu langsam schließen, dann sind sie quasi noch während der Belichtung "auf dem Weg" zu ihrer vorgesehenen Position - daher der Verlauf von außen dunkel nach innen hell. Das kann bei alten Optiken schon mal passieren.

Hat die Kamera einen Abblendknopf? Wenn Du den bei verschiedenen vorgewählten Blendeneinstellungen drückst, sollte er sich jeweils schließen, bis zum winzigen Löchlein bei Blende 22 oder 32. Dann bleibt natürlich die Frage, ob es für eine Belichtung dann auch noch schnell genug geht ...

Wenn das nun wirklich so ist wie oben beschrieben (vielleicht kannst Du es auch an einem Digitalgehäuse eines Bekannten probieren), dann müsste eine Werkstatt das reparieren - wird wohl nicht billig. Also, das Testen an einem Digital-Body könnte Dir auch zeigen, ob die Optik sich dafür eignet und Du in die Reparatur investieren möchtest.

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at (http://www.abcdesign.at)

aps
07.10.2007, 11:19
Hallo,
vielen Dank für Deine Ausführungen.

Die wenigsten meiner Bekannten und Freunden fotographieren (noch) mit SLR-Technik. Die meisten sind auf Kompaktknipse umgestiegen. Einer besitzt eine Nikon-DSLR, so daß ich die Objektive momentan kaum testen kann. Hier bietet sich bestimmt mal der Besuch eines regionalen Canon-Stammtischs an.

Zur Kamera selbst: Es sind keine der typische "Ölaustritte" auf den Lamellen außen sichtbar. Ich werde aber einen Analogfilm vollständig durchtesten mit unterschiedlichen Brennweiten, Blenden und Belichtungszeiten. Ob sich dieser Aufwand noch lohnt, sei dahingestellt. Nach dem Belichten des eingelegten Films schaue ich mir die Kameralamellen und deren Funktion genauer an.

In der Regel fotographiere ich übrigens im Mischbetrieb entweder Deppenautomatik (wenn es sehr schnell gehen muß) oder vollständig manuell.

Gruß
Andreas
... übrigens hast Du eine coole Homepage ...