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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : AF Problem bei Tamron 18-250 3,5-6,3



Tüftler
21.10.2007, 01:03
Hi Ihr.

Habe Anfang dieses Jahres mein Fotoequipment in Richtung SpiegelreflexDiagital erweitert und mir ein Objektiv namens:
Tamron AF 18-250mm F/3,5-6,3 LD Aspherical IF
zugelegt.

Leider bin ich erstens mit der Lichtstärke eher nicht so zufrieden - muß schon oft den Blitz benutzen obwohl es eigentlich noch nicht soooo dunkel ist.

Weiteres Problem ist der Autofokus.
Irgendwie habe ich wirkliche Probleme einige Bilder scharf zu stellen (per AF).
Ich habe mittlerweile schon etliche Fotos die für micht nicht so toll rüber kommen, nur weil diese auf dem Bildschirm dann doch im nachhinein irgendwie unscharf sind.

Nun bin ich am überlegen ob ich mir nicht besser zwei getrennte Objektive zulegen sollte (z.B. Tamron SP AF 17-50 2,8 & Canon Objektiv EF 70-300mm 4.0-5.6 IS USM).

Kann die Unschärfe auch von der Kamera kommen?
Nicht das ich mir jetzt extra zwei neue Objektive kaufe und auf einmal liegt es an der Cam...
Hat dazu jemand schon einmal Erfahrungen sammeln können?

Gruß, Björn

Artefakt
21.10.2007, 11:26
Hallo!

Das ist das Grundproblem von diesen Super-Zooms (manche sprechen es nicht ohne Grund als "Suppen-Zooms" aus).

Ein 12x-Zoom kann nur ein fauler Kompromiss sein und sollte an einer DSLR nichts verloren haben, weil viel zu viel von der möglichen Qualität des Chips durch ein schwache Optik vertan wird.

Mehr als ein 3x, max. 4x-Zoom ist Nonsens an einer DSLR. Es muss ja die Qualität über den gesamten Bereich optimiert werden. Diese Objektiv-Sorte ist gerade für Amateure gedacht, die sich vielleicht von den Brennweiten-Daten blenden lassen. Deshalb muss auch der Preis und damit die Qualität auf Amateur-Niveau sein.

Was den AF anbelangt: Der AF "freut" sich über Lichtstärke, d.h. je lichtstärker das Objektiv, desto präziser und schneller der AF. Eine Lichtstärke 6,3 ist gar nicht mehr für den AF geeignet. Canon blockiert beim Einsatz von 2x-Konvertern mit lichtschwächeren Optiken den AF (z.B. 4/70-200 L mit 2x-Konverter ergibt eine Lichtstärke von 8). Bei Canon ist mit dem AF bei Lichtstärke 5,6 Schluss. Einige Fremdkonverter überlisten die Kamera, indem sie die Lichtstärke der Optik "falsch" weitergeben - somit kann noch fokussiert werden, aber u.U. mit mäßiger Ausbeute.

Die von Dir angesprochene Kombination von Tamron 2,8/17-50 und Canon 4-5,6/70-300 IS ist nicht nur sehr vernünftig, sondern qualitativ für Dich ein Quantensprung! Beide Optiken sind für ihre Schärfe bekannt. Und der IS des Telezooms verhindert Verwacklung im dafür sehr anfälligen starken Telebereich wirklich wirkungvoll.

Weg mit dem Universalzoom und her mit den beiden anderen!

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at (http://www.abcdesign.at)

Tüftler
21.10.2007, 13:17
Hi und vielen herzlichen Dank für deine aufschlussreiche Antwort!!!

Leider bin ich scheinbar auch ein User, der auf den Brennweitenbereich reingefallen ist :-(
Das Objektiv ist zu der Zeit an etlichen Stellen im Internet, wie auch in Fotozeitschriften sehr angepriesen worden.
Leider ist es nun halt so, das ich dadurch einige wirklich schöne Fotos nicht gebrauchen kann...

Sowas stört micht dann schon ungemein. Habe vorher eine IXUS400 gehabt und so ziemlich immer im manuellen Modus fotografiert - gab auch schon einige wirklich schöne Bilder.
Da ich dem Hobby sehr viel Zeit schenke habe ich gedacht eine neue, anständige Kamera wär ja mal nicht schlecht und nun habe ich eine EOS400D. Natürlich ist dies noch keine 1D, aber für micht erstmal [ ;-) ] auch ein Quantensprung in Sachen Technik und natürlich auch Geld (Komplette Fotoausrüstung...).

Ich hatte schon einmal in einem Threat eine kurze Rede über mein Objektiv geführt, da aber eher so als Nebeneffekt eines anderen Problems. Darin beschrieb mir ein User, das das Tamron sogar die Blendenwerte der Cam vorgaukelt, damit zumindest ein Bild gemacht werden kann.
Ich hoffe, dass dieser Quatsch bei den von mir beschriebenen Objektiven der Vergangenheit angehört.

Ich habe ein Speedlite 430EX mit E-TTL II das ja mit dem Canon Objektiv "reden" kann.
Leider nicht mit dem Tamron denke ich mal.
Lieg ich da richtig und ist es dennoch eine gute Kombination des Tamrons mit diesem Blitz?
Habe als Privatperson leider nicht die Mittel mir ein 900€ Canon Objektiv zu kaufen - vor allem habe ich noch etliche andere teure Hobbys, grins.

Schönen Sonntag noch,
Björn

Artefakt
21.10.2007, 20:09
Ich glaube, dass der Blitz eher mit der Kamera "redet", und die Kamera mit der Optik. Der Blitz mit der Optik wohl nicht. Wenn der Dialog zwischen Kamera und Objektiv (also ohne Blitz) funktioniert, dann hast Du auch mit Blitz kein Problem.

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at (http://www.abcdesign.at)

Tüftler
21.10.2007, 20:27
Hi.

Ja, klar. Das Objektiv sendet seine Daten an die Kamera und der Blitz die Werte vom Vorblitz.
Danach gibt die Kamera dem Blitz wieder Daten für die Blitzhelligkeit/dauer...

Meinte eigentlich nur, das die Kamera beim Tamron wohl keine für die Blitzerzeugung möglichen Daten an die Kamera sendet und somit das E-TTL II nicht 100% ausgenutzt wird.

Aber wenn man dies möchtet geht es wohl kaum an einem originalen Canon Objektiv vorbei.

Gruß, Björn