PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mysterium Bildstabilisator + Bildqualität 70-200/2,8 IS USM



hubert
10.01.2008, 17:05
Wir habe bei Tests (stehendes Objekt, f2,8, 1/500-1/2000, Entfernung ca. 50 Meter, OneShot, mittlerer Sensor) feststellen müssen, dass das
70-200/2,8 IS USM (2 Stück) bei kurzer Belichtungszeit bei abgeschaltetem Stabilisator besser/schärfere Bilder liefert als bei eingeschaltetem Stabilisator.
Das mit versch. Kameras (1D2 + 1D3)
(Kamera + Objektiv wurden bereits justiert)

1) Kann das wer bestätigen?
2) Kann mir jemand das Phänomen erklären?

Christian93
10.01.2008, 17:40
zu 1.: Nein kann ich nicht, da noch nicht ausprobiert.
zu 2.: Ist eigentlich logisch, da beim Bildstabilisieren eine Linsengruppe etwas aus dem "Idealstrahlengang" verschoben ist (um die Bewegung auszugleichen), was eine kleine Einbuße bedeutet.

Bluesun
10.01.2008, 20:19
Hallo,
das Verhalten kann ich ebenfalls bestätigen. Ich setze den IS nur bewusst ein und nicht generell, seit dem bin ich mit den Resultaten sehr zufrieden. Vorher hatte ich mich manchmal gewundert warum sich die Bilder in der Qualität unterscheiden.

Gruß
Frank

hubert
11.01.2008, 08:35
Werde wohl oder übel den IS auch nur mehr einstellen wenn absolut erforderlich. :(
Habe dazu eigentlich im Netz noch nichts darüber lesen können

knet
11.01.2008, 09:09
Wir habe bei Tests (stehendes Objekt, f2,8, 1/500-1/2000, Entfernung ca. 50 Meter, OneShot, mittlerer Sensor) feststellen müssen, dass das
70-200/2,8 IS USM (2 Stück) bei kurzer Belichtungszeit bei abgeschaltetem Stabilisator besser/schärfere Bilder liefert als bei eingeschaltetem Stabilisator.
Das mit versch. Kameras (1D2 + 1D3)
(Kamera + Objektiv wurden bereits justiert)

1) Kann das wer bestätigen?


Muesste bei meinem ausprobieren.
Passiert das nur bei grossen Entfernungen und am langen Ende?



2) Kann mir jemand das Phänomen erklären?

Ich kann mir vorstellen, dass der IS bzw. die entsprechende Linsengruppe bei kurzer Belichtungszeit nicht schnell genug reagiert (etwas einfach formuliert). Oder bei kurzer Belichtungszeit der IS durch irgendwas "gestoert" wird.

Wenn ich mich recht erinnere, muss beim 70-200 der IS beim Stativeinsatz nicht ausgeschaltet werden. Was passiert, wenn du mit Stativ fotografierst? Macht da der IS etwas aus?

hubert
11.01.2008, 10:30
Tests immer ohne Stativ - zu Test mit Stativ gibt es ja versch. Meinungen ob IS oder nicht - daher lass ich das bleiben.
Es geht mir weniger ums testen - aber nach der Justierung des gesamten Krempels (300 Teuro Justagegebühr - 1 Gehäuse + 4 Objektive) wollte ich mal überprüfen, ob eine Besserung eingetreten ist.

Dabei habe ich festgestellt, daß bei 5 Bildern immer 2 top scharf sind und der Rest leider etwas daneben liegt. (ist kurioserweise identisch ob: 20D, 40D, 1dmk2, 1dmk3) Es gibt bei allen immer wieder diese Ausrutscher (ca, die Hälfte) Dass die Einstelligen (1dx) besser sind konnten wir nicht feststellen.

Auf der Suche nach dem Grund, haben wir dann festgestellt, daß es mit IS mehr "Ausrutscher gibt als ohne".

Bei naher Distanz haben wir bei Tageslicht nichts getestet.
Und für mich zählen nur Test bei Tageslicht, da bei Kunstlicht das Ergebnis leider wieder anders ist, wie bereits mehrmals im Forum erwähnt wurde.

Somit gilt meine Aussage: Habe das bei 50 Meter definitiv feststellen können. (mehrere Cams, 2 versch. 70-200 IS)
Versuche bei 3-5 Meter brachten ähnliche Resultate, aber diese Test sind noch zuwenig oft gemacht worden - daher sage ich nichts zu dieser Entfernung.

Bei 50 Meter gibt es halt nicht das Problem der zu geringen Tiefenschärfe und dadurch unscharfe Bilder.
(Bei 1/2000 und angelehnt schliesse ich Verwacklungen aus.)
Mehr Sinn hätte ja ergeben, wenn die Bilder mit IS besser sind. - daher die Frage.

Die Ergebnisse machten sowohl mein Bekannter als auch ich - schließe also Bedienerfehler oder Montagsgerät dadurch eher aus.

F.Aben
11.01.2008, 11:46
Hallo Hubert,

ich habe selbige Feststellungen bei meinen 28-300Lis an meiner 20d gemacht. Das 28-300 ist ohne Stabilisator bei 300mm schärfer als mit. Auch habe ich immer wieder uerklärliche Ausreißer bei meinen Bildern dabei wo ich trotz moderater Belichtungszeiten (1/500 und mehr) und exakten Focus mit is nicht die zu erwartende Schärfe im Bild habe.
Es ist das Objektiv mit dem ich den meisten Ausschuß produziere.

schöne Grüße
Falk

HD-Foto
11.01.2008, 12:52
Foddos bitte, dass man den Effekt auch mal visuell beurteilen kann.
Gruß
Ingo

PS: Werd's bei Gelegenheit mal testen.

Otwin
11.01.2008, 13:08
Werde wohl oder übel den IS auch nur mehr einstellen wenn absolut erforderlich. :(
Habe dazu eigentlich im Netz noch nichts darüber lesen können

Hallo,

hast Du diesbezüglich hier im Forum schon mal die Suche genutzt? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wurde diese Thematik schon verschiedentlich besprochen, ist aber schon länger her. So aus der Erinnerung wurde bisher immer die Meinung vertreten, daß die Linse bei abgeschaltetem IS schärfer abbildet als bei eingeschaltetem IS. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, ob seinerzeit irgendwelche Bilder hier eingestellt wurden. Vielleicht findest Du ja noch etwas hier im Forum. Bei meinem Objektiv habe ich das noch nicht getestet. Da meine "alte" 1d ohnehin ein Stromfresser ist, schalte ich den IS halt auch nur ein, wenn er benötigt wird.

Viele Grüße

Otwin

Know_Nothing
12.01.2008, 00:24
Beim IS gibt es doch so was wie eine einschwingzeit, oder? Gleich den Auslöser durchdrücken ist da nicht drinnen.

hubert
12.01.2008, 00:35
Beim IS gibt es doch so was wie eine einschwingzeit, oder? Gleich den Auslöser durchdrücken ist da nicht drinnen.
Wie lange dauert die? Hast Du dazu Infos?

knet
12.01.2008, 12:43
Beim 70-200/2.8 IS sollte die Einschwingzeit unter 1 Sekunde sein. Die "aeltere" Generation, z.B. 100-400 IS braucht eine gute Sekunde.
Alles nur Halbwissen aus dem Internet teilweise bestaetigt (oder mindestens nicht widerlegt) durch meine eigenen Fotos. So viel ich weiss, sagt Canon nichts ueber die Dauer der Einschwingzeit.

Know_Nothing
12.01.2008, 13:11
Beim 70-200/2.8 IS sollte die Einschwingzeit unter 1 Sekunde sein. Die "aeltere" Generation, z.B. 100-400 IS braucht eine gute Sekunde.
Alles nur Halbwissen aus dem Internet teilweise bestaetigt (oder mindestens nicht widerlegt) durch meine eigenen Fotos. So viel ich weiss, sagt Canon nichts ueber die Dauer der Einschwingzeit.


Mir ist es selbst ein paar mal aufgefallen. Nur ich kanns auch nicht zu 100% bestätigen. Aber vermutlich liegt es eben an der einschwingzeit. Irgendwie wärs auch logisch da die Linse erst in Position gebracht werden muss.

hubert
12.01.2008, 15:00
Das Problem sowas auch zu testen ist, dass man mindestens 10 Fotos von jeder Variante machen muss - da es immer wieder doch starke Toleranzen gibt (mal mehr, dann weniger scharf) um eine Aussage treffen zu können.

Habe z.B.: bei Festbrennweiten (kein IS) feststellen müssen, dass von 10 Bilder bei einigen der Focus perfekt passt, bei einigen kann man sagen es geht noch und der Rest war mehr oder weniger eindeutig daneben. (wie gesagt konnte dabei kein Unterschied zw. 20d, 40D, 1d2, 1d3 festgestellt werden). Und dass alle 4 Cams ein Problem haben, glaube ich nicht. Auch ein bekannter mit ner 5D hat mir schon bestätigt, daß 10x dasselbe Objekt fotografiert nicht alle gleich scharf sind.
Also 5 Cams passen mal mehr mal weniger.
(es geht immer um ein fixes Objekt mit One Shot und nur zentraler AF und natürlich entsprechend kurzer Zeit)

(die Geschicht mit den 2 Ebenen der Kreuzsensoren kenne ich, aber das wurde angeblich auch justiert bei 40d + 1d2.)

Joa
13.01.2008, 19:37
Hört sich echt mysteriös an... ich hatte bereits mehrere 70-200 2,8 IS, davon trat jedoch keine Verschlechterung der Bildqualität bei IS Einsatz auf. Ich könnte mir auch absolut nicht erklären, wie es dazu kommen sollte.
Interessant wäre es daher, wenn der Threadstarter aussagekräftige Beispielbilder inkl. Crops einstellt, damit man der Sache auf den Grund gehen kann. Ich tippe darauf, dass die Objektive nicht zu den "guten" gehören, die bei den 2,8 IS erst selektiert werden wollen.

Christian93
13.01.2008, 19:52
Hört sich echt mysteriös an... Ich könnte mir auch absolut nicht erklären, wie es dazu kommen sollte.


...habe ich doch weiter oben beschrieben...:rolleyes:

Joa
13.01.2008, 23:40
Die Linsengruppe bleibt aber auch beim ausgeschalteten Zustand nun mal im Strahlengang - nur eben arretiert. Wo sollte sie sonst auch hin, es klappt ja kein Türchen am Objektiv auf, wo die IS-Einheit herausgeklappt wird.:D
Somit erklärt das noch lange nicht, wo plötzlich die verschlechterte Bildqualität herkommt.
Nach wie vor wären aussagekräftige Crops, wo man das deutlich sieht sehr interessant!

hubert
14.01.2008, 12:10
http://1mb.at/uploads/14.01.2008_11:08:40_is.jpg
Entfernung ca. 50 Meter, Feihand
obere Reihe: mit IS
untere Reihe: ohne IS
auch mit anderen Kameras dasselbe Ergebnis
Lens: EF70-200mm f/2.8L IS USM
Camera Model: Canon EOS 40D
Shutter speed: 1/2500 sec
Aperture: 2,8
Exposure mode: Av
ISO: 400
AF mode: One-shot AF

URi
14.01.2008, 12:39
Krass, ist ja kaum zu glauben. Bezieht sich das nun ausschließlich auf das 70-200 und da nur auf die Offenblende?

hubert
14.01.2008, 13:17
auch bei anderem IS-Objektiv (nicht 70-200)
hab bisher nur mit Offenblende getestet.
Da wir aber 2 Stück 70-200 2,8 haben war es interessant zu vergleichen, sonst hätte es ja wieder unglücklicherweise ein "Montagsgerät" sein können.
War aber bei beiden nachvollziehbar.

Die Test gingen in die hunderte von Bildern, bis wir herausfinden konnten, daß der IS mitspielt.
Gerade bei Zeiten um 1/2000 oder 1/2500 war es erkennbar.

ceving
14.01.2008, 15:02
So aus der Erinnerung wurde bisher immer die Meinung vertreten, daß die Linse bei abgeschaltetem IS schärfer abbildet als bei eingeschaltetem IS.

Aus dem gleichen Grund soll man den IS ja auch bei Verwendung eines Stativs abschalten.

cu Sascha

Benutzer
14.01.2008, 16:15
Wir habe bei Tests (stehendes Objekt, f2,8, 1/500-1/2000, Entfernung ca. 50 Meter, OneShot, mittlerer Sensor) feststellen müssen, dass das
70-200/2,8 IS USM (2 Stück) bei kurzer Belichtungszeit bei abgeschaltetem Stabilisator besser/schärfere Bilder liefert als bei eingeschaltetem Stabilisator.
Das mit versch. Kameras (1D2 + 1D3)
(Kamera + Objektiv wurden bereits justiert)

1) Kann das wer bestätigen?
2) Kann mir jemand das Phänomen erklären?

Hab ich gefühlsmässig auch schon beobachtet.
Beim Basket brauche ich Zeiten 1/400s und schneller bei Offenblende. Mit eingeschaltenem IS hab ich das Gefühl, das die Bilder weicher sind wie ohne IS und hatte immer auf f/3.2 abgeblendet. Ist aber wie gesagt ein Gefühl, da bei ISO 1600 (5D) und höher (1dm3) die Bilder eh Rauschen und die Akteure sich bewegen. Seit etwa 3 Monaten schalt ich ihn generell aus und schalte ihn bewusst zu. Seit ich ihn ausgeschalten habe, sind die Bilder bei 2.8 schärfer oder gleich wie vorher bei 3.2.

Einzig beim 300/2.8IS lass ich ihn drin, das ist um Welten schärfer wie das Zoom.

lg
Andreas

r2d10
14.01.2008, 18:54
kann ich bei meinen 300/4L IS USM auch bestätigen.
zudem ist mit IS der af auch um einiges langsamer.
lieber ohne und die iso hoch um auf kürzere belichtungszeit zu kommen.

hubert
14.01.2008, 19:33
das mit der AF-Speed bei ISO on/off muss ich auch mal testen

Joa
14.01.2008, 20:33
Wie jetzt - das Phänomen tritt also angeblich auch bei anderen IS-Objektiven auf ?
Hier gibt es zumindest schon einmal einen Thread zum 70-200, der genau dasselbe zum Inhalt hat:
http://www.dforum.net/showthread.php?t=484768&highlight=70-200+2%2C8+IS+USM
Ich kann mir das ganze aber nach wie vor nicht erklären, zumal ich es selbst noch nie beobachtet habe.
Kann es nicht sein, dass das bei vereinzelten Objektiven auftritt?
Ihr wisst schon, den "Gurken"
Ist ärgerlich, deshalb kann ich eigentlich nicht glauben, dass das generell so sein soll. Dann würde es doch wenigstens eine Stellungnahme von Canon dazu geben, oder zumindest eine Erwähnung in der Bedienungsanleitung.
Hat schonmal jemand das Problem bei Canon angefragt? Wäre interessant, was die dazu sagen. Ich würde fast wetten, dass die es auf eine Fehljustierung zurückführen.

Benutzer
14.01.2008, 20:43
Wie jetzt - das Phänomen tritt also angeblich auch bei anderen IS-Objektiven auf ?
Hier gibt es zumindest schon einmal einen Thread zum 70-200, der genau dasselbe zum Inhalt hat:
http://www.dforum.net/showthread.php?t=484768&highlight=70-200+2%2C8+IS+USM
Ich kann mir das ganze aber nach wie vor nicht erklären, zumal ich es selbst noch nie beobachtet habe.
Kann es nicht sein, dass das bei vereinzelten Objektiven auftritt?
Ihr wisst schon, den "Gurken"
Ist ärgerlich, deshalb kann ich eigentlich nicht glauben, dass das generell so sein soll. Dann würde es doch wenigstens eine Stellungnahme von Canon dazu geben, oder zumindest eine Erwähnung in der Bedienungsanleitung.
Hat schonmal jemand das Problem bei Canon angefragt? Wäre interessant, was die dazu sagen. Ich würde fast wetten, dass die es auf eine Fehljustierung zurückführen.
Ich denke, es MUSS unschärfer sein.
In dem Teil sind ein paar Gyrosensoren oder sonstwas, welche an einer Linse zerren und vermutlich kleinste Vibrationen hervorrufen. Die Bewegungen werden unterhalb der Unschärfegrenze liegen und hochfrequent sein.
Bei einem abgeschaltenen IS sind keine Motoren, Sensoren etc am Werk und es ist alles ruhig im Objektiv, und die Bewegungen des Benutzers sind eher in lansamen Frequenzen.
Daher MUSS ein Objektiv mit abgeschaltenem IS die schärferen Bilder liefern, es sei denn, die Verschluss-Zeiten kommen dahin, wo die niederfrequenten Störungen des Benutzers durch den IS aufgefangen werden.
Ausserdem braucht es nach spez. 0.5s bis der IS richtig arbeitet. Die hat man beim Sport schlichtweg nicht.
lg
Andreas

Christian93
14.01.2008, 20:55
Die Linsengruppe bleibt aber auch beim ausgeschalteten Zustand nun mal im Strahlengang - nur eben arretiert. Wo sollte sie sonst auch hin, es klappt ja kein Türchen am Objektiv auf, wo die IS-Einheit herausgeklappt wird.:D
Somit erklärt das noch lange nicht, wo plötzlich die verschlechterte Bildqualität herkommt.
Nach wie vor wären aussagekräftige Crops, wo man das deutlich sieht sehr interessant!

Dann hast Du mich missverstanden:
Also nochmal: Bei IS eingeschaltet "schwenkt" die IS Einheit eine Linsengruppe aus der optischen Achse (ggfs. bei Wiki... nachschauen, was optische Achse ist), dadurch gehen die achsnahen Strahlen durch den Randbereich (übertrieben gesagt) der IS Linseneinheit, und da Linsen im Randbereich immer etwas schlechter sind als in der optischen Achse, ergibt sich halt eine minimale Einbuße der Abbildungsleistung.
Aber was ist die Alternative: Stativ oder deutlich kürzere Verschlusszeit, was zu vor-IS-Zeiten normal war.
Also alles halb so wild.

Und was Canon sagen soll: Ganz einfach, "für optimale Abbildungsleistung IS abschalten und Cam/Objektiv-Einheit aufs Stativ", was sonst?:rolleyes:

hubert
15.01.2008, 14:57
...
Und was Canon sagen soll: Ganz einfach, "für optimale Abbildungsleistung IS abschalten und Cam/Objektiv-Einheit aufs Stativ", was sonst?:rolleyes:
Wo steht das?

ehemaliger Benutzer
15.01.2008, 15:04
auch bei anderem IS-Objektiv (nicht 70-200)
hab bisher nur mit Offenblende getestet.
Da wir aber 2 Stück 70-200 2,8 haben war es interessant zu vergleichen, sonst hätte es ja wieder unglücklicherweise ein "Montagsgerät" sein können.
War aber bei beiden nachvollziehbar.

Die Test gingen in die hunderte von Bildern, bis wir herausfinden konnten, daß der IS mitspielt.
Gerade bei Zeiten um 1/2000 oder 1/2500 war es erkennbar.

Ich finde dieses erstaunen über die unschärfe bei IS sehr interesant.
Wieso testet man eigentlich den IS bei 1/2000+? Dafür ist er doch garnicht gedacht.
Er soll dir helfen bei kritischen Verschlusszeiten bessere & schärfe Bilder zu machen.
Natürlich ist es mit IS bei 1/2000 unschärfer als ohne IS denn es wird etwas verändert. Aber der Einsatzbereich ist für 1/200 und weniger gedacht (bei 200mm). Und da werden die Ergebnisse Freihand wesentlich schärfer sein mit IS.

URi
15.01.2008, 15:19
Ich finde dieses erstaunen über die unschärfe bei IS sehr interesant.
Wieso testet man eigentlich den IS bei 1/2000+? Dafür ist er doch garnicht gedacht.
Er soll dir helfen bei kritischen Verschlusszeiten bessere & schärfe Bilder zu machen.
Natürlich ist es mit IS bei 1/2000 unschärfer als ohne IS denn es wird etwas verändert. Aber der Einsatzbereich ist für 1/200 und weniger gedacht (bei 200mm). Und da werden die Ergebnisse Freihand wesentlich schärfer sein mit IS.

Richtig, aber ich würde nicht auf die Idee kommen, dass ich derjenige zu sein habe, der das Teil an- und ausschaltet. Ich muss also immer bevor ich ein Bild mache entscheiden, ob der IS nun sinnvoll sein könnte oder eben unnötig. Das bedeutet im Extremfall IS an, Click, IS aus, Click, IS an, etc. Das kann's dann doch wohl auch nicht sein.

hubert
15.01.2008, 15:40
Ich finde dieses erstaunen über die unschärfe bei IS sehr interesant.
Wieso testet man eigentlich den IS bei 1/2000+? Dafür ist er doch garnicht gedacht.
Er soll dir helfen bei kritischen Verschlusszeiten bessere & schärfe Bilder zu machen.
Natürlich ist es mit IS bei 1/2000 unschärfer als ohne IS denn es wird etwas verändert. Aber der Einsatzbereich ist für 1/200 und weniger gedacht (bei 200mm). Und da werden die Ergebnisse Freihand wesentlich schärfer sein mit IS.
Ganz einfach - wenn die Bilder nicht passen, versucht man den Fehler zu finden.
Ergo schaltet man gewisse Fehler aus:
Verwackeln
geringe Schärfentiefe
....

und wenn dann die Bilder mit IS noch immer unscharf sind dann liegt es nicht am Benutzer
alles klar?

Benutzer
15.01.2008, 16:10
@lennart und @isenegger:

Ich denke, Ihr habts sinngemaess auf den Punkt gebracht:

Der IS ist keine eierlegende Wollmilchsau.

Warum den IS bei Belichtungszeiten verwenden, die jenseits seines bestimmungsgemaessen Gebrauchsbereich liegen ?

Der IS ist fuer Belichtungszeiten OPTIMIERT, bei denen abhaengig von der Brennweite die niedrigfrequenten Schwingungen des Fotografen Bewegungsunschaerfen verursachen _koennten_. Da jeder von uns anders zittert und ein Objektiv - IS nicht
individuell einstellbar ist, haben sich die Ingenieure wohl in erster Linie an die gute alte Faustregel

maximale Beli. = 1 / Brennweite [in Sekunden]

gehalten. Alles was kuerzer ist, kann oder sollte man eher OHNE IS belichten, alles was laengere Belichtungszeiten erfordert, sollte man MIT IS machen.

Mein IS ist nur an, wenn die Schmerzgrenze erreicht ist oder Witterungseinfluesse wie Wind oder Vibrationen es erfordern. Ansonsten spar ich mir den Stromverbrauch.

Gruss,
Joerg

Mike Hope
15.01.2008, 16:48
Also ich hab noch noch irgendwie im Ohr, daß der IS generell an sein darf (und sogar soll), da er zB auch die Vibrationen des Spiegelschalgs kompensiert!

Gruß,
Mike

Benutzer
15.01.2008, 17:28
Also ich hab noch noch irgendwie im Ohr, daß der IS generell an sein darf (und sogar soll), da er zB auch die Vibrationen des Spiegelschalgs kompensiert!

Gruß,
Mike

Bei schnellen Kameraschwenks (Mitzieher) ist das fuer die Verstellmechanik zumindest bei IS der aelteren Generation nicht gesund. Mein 28-135 IS hoert sich da nicht gut an ..

Joerg

Know_Nothing
15.01.2008, 23:47
Ich habs mal Versucht weils mich interessiert hat. 20Sec Belichtungszeit am Stativ, ohne und mit IS in einem Relativ dunklen Raum.

DPP WB Angepasst.
DDP Schärfe 3
100% Crop.
Ansonsten unverändert. Der Bildausschnitt ist leicht anders weil ich wohl beim bedienen des IS Hebels die Kamera leicht verstellt hab.

5D
70-200 2.8 IS
Blende 8
20sec
Kabelauslöser
SVA
200mm
Exif sollte anhängen.


Übersicht:
http://img70.imageshack.us/img70/3693/komplettesbildvm2.jpg




Ohne IS:
http://img88.imageshack.us/img88/7062/ohneisyw9.jpg

Mit IS:
http://img70.imageshack.us/img70/8522/mitiskk5.jpg



Der IS schaltet wärend der Stativarbeit nicht ab. Man hört ihn 70-200 2.8 IS typisch lautstark weiterarbeiten.

ehemaliger Benutzer
16.01.2008, 00:19
Das ergebnis ist ja auch gut. Also wenn man sich über diesen Schärfe verlust aufregt sollte man nicht mehr fotografieren. Mit USM in PS ist das bei 20% und 0.3 schon wieder weg (geschätzt ohne Garantie :) ). Danke für die Bilder.

Detlev Rackow
16.01.2008, 00:31
I
Der IS schaltet wärend der Stativarbeit nicht ab. Man hört ihn 70-200 2.8 IS typisch lautstark weiterarbeiten.

Hi,

das ist auch richtig so, der IS kann laut Canon anbleiben, erkennt aber dass die Kamera auf einem Stativ ist und schaltet in einen speziellen Modus, in dem er den Spiegelschlag ausgleicht. Das gilt für alle IS ab Generation 2, also alle mit Modusumschalter (z.B. 70-200/2,8) und auch für die neuen Objektive ohne Modusumschalter. Das 28-135 hat einen IS der Generation 1, den muß man bei Mitziehern oder auf dem Stativ abschalten.

Auf den alten CPS-Europa-Seiten gab es dazu mal einen langen Artikel. Leider ist der seit dem Umbau der CPS-Seiten nicht mehr online.

Ciao,

Detlev

Sheriff
16.01.2008, 00:31
Das ergebnis ist ja auch gut. Also wenn man sich über diesen Schärfe verlust aufregt sollte man nicht mehr fotografieren. Mit USM in PS ist das bei 20% und 0.3 schon wieder weg (geschätzt ohne Garantie :) ). Danke für die Bilder.


Wie recht du hast... das ist wirklich Korinthenkackerei! :D

man denke noch an die analoge Fotografie mit 9x13 Abzügen...da hat man nicht mal bei nem NoN-L gemerkt obs ne Gurke mit CAs war und ob der Fokus auf den Millimeter genau saß :cool:

Bei dem Cola-Beispiel muss ich beim Crop ja schon suchen... :rolleyes:

Bernhard Hartl
16.01.2008, 14:32
Wir habe bei Tests (stehendes Objekt, f2,8, 1/500-1/2000, Entfernung ca. 50 Meter, OneShot, mittlerer Sensor) feststellen müssen, dass das
70-200/2,8 IS USM (2 Stück) bei kurzer Belichtungszeit bei abgeschaltetem Stabilisator besser/schärfere Bilder liefert als bei eingeschaltetem Stabilisator.
Das mit versch. Kameras (1D2 + 1D3)
(Kamera + Objektiv wurden bereits justiert)

1) Kann das wer bestätigen?
2) Kann mir jemand das Phänomen erklären?

Das Problem hatt ich früher auch
seit ich aber immer den AF auf der *-Taste liegen habe ist es verschwunden
vermutlich dadurch, dass ich der Kamera und damit dem IS durch das drücken der *-Taste mehr Zeit zum einschwingen lasse als wenn der AF auf dem Auslöser liegt

Habs eben ausprobiert
bei meinem 70-200 kann ich aus der Hand gehalten bei Verschlusszeiten um 1/500 keine Schärfeunterschiede ob mit oder ohne IS feststellen - selbst wenn ich noch so in der 100%-Ansicht danach suche

Bernhard