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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ? zum Canon 70-200 4.0 ohne IS



Haltepunkt
14.06.2009, 13:52
Moin,
ich beabsichtige mir das Canon 70-200 4.0 ohne IS zuzulegen.Ist dieses Objektiv zum fotografieren von fahrenden Zügen geeignet?.
Derzeit benutzte ich das Canon Ef-S 55-250,welches ja bekanntlich einen IS hat.Nur leider wirken die Bilder mit diesem Objektiv ab etwa 130 mm irgendwie zu weich und matschig auf mich.

Besten Dank für Eure Antworten.

ehemaliger Benutzer
14.06.2009, 15:00
Erstens ist der IS nicht für sich bewegende Motive geeignet, bei fahrenden Zügen vollikommen kontraproduktiv - also ausschalten.

Zweitens ist das 70-200L optisch deutlich besser als das 55-250. Mit dem 70-200 bekommst Du in dieser Preisklasse das Optimum an Schärfe. Teurer und besser geht natürlich auch, aber bei 500-600.- ist das 70-200 ein Musterbeispiel an Schärfe und Leistung auch bei offener Blende.

Du solltest natürlich bedenken, dass fahrende Züge auch einen halbwegs ordentlichen AF bedingen. Das beste Objektiv nützt nichts, wenn Du die Kamera falsch einstellst.

mjb
14.06.2009, 15:06
Wenn man keinen IS hat kann man auch keinen abschalten; und selbst mit IS gibts ja immer noch den Modus für Mitzieher.

Ansonsten ist das 70-200 imho für alles geeignet, außer für Weitwinkel... und für sehr dunkle Orte

epp4
14.06.2009, 17:10
Erstens ist der IS nicht für sich bewegende Motive geeignet, bei fahrenden Zügen vollikommen kontraproduktiv - also ausschalten.

Das musst du mir nochmals erklären, warum ein IS bei bewegenden Motiven sogar schädlich sein soll, wo es doch beim IS der neueren Generationen den bereits genannten Mitziehmodus gibt.

Außerdem unterschreibe ich auch nicht die pauschale Aussage, dass der IS vom Prinzip her bei bewegten Motiven nichts bringt. Es gibt immer noch den Unterschied zwischen Verwacklungs- und Bewegungsunschärfe. Und eine gewisse Dynamik darf das Motiv immer noch mitbringen, bis die Bewegungsunschärfe in den Größenbereich der Verwacklungsunschärfe kommt.

Über schnelle Bewegungen brauchen wir nicht zu diskutieren, das ist klar, da helfen nur kurze Zeiten, die auch das Verwackeln hinten anstellen lassen.

Meine Meinung zum IS ist jedenfalls klar. In diesem Brennweitenbereich kaufe ich mir definitiv keine Linse mehr ohne IS. Lieber spare ich ein bisschen länger. Außer man hat ein wirklich eindeutiges Anwendungspektrum, bei dem zu über 90% der IS ohnehin nichts bringt. Das Objektiv wird doch sicherlich nicht nur fahrende Züge zu Gesicht bekommen und dann kann schnell mal die Erkenntnis aufkommen, dass man besser doch die Version mit IS gekauft hätte.

Aber ich weiß, IS wird häufig kontrovers diskutiert. Ist fast so ähnlich wie bei Klimaanlagen im Auto. Die brauchte man auch lange Jahre nicht, wenn man sich das erste Auto mit AC gekauft hat, will man nie mehr eines ohne haben.

epp4

ehemaliger Benutzer
14.06.2009, 18:44
Wenn man keinen IS hat kann man auch keinen abschalten

Das benannte 55-250, wo die Probleme auftreten, hat einen IS.


Das musst du mir nochmals erklären, warum ein IS bei bewegenden Motiven sogar schädlich sein soll, wo es doch beim IS der neueren Generationen den bereits genannten Mitziehmodus gibt.

Wo genau behaupte ich die "Schädlichkeit bei bewegten Motiven"?


Außer man hat ein wirklich eindeutiges Anwendungspektrum, bei dem zu über 90% der IS ohnehin nichts bringt.

Ist das denn zuviel verlangt, dass man sich den Ausgangspost wenigstens einmal ordentlich durchliest?

Ist das denn wirklich so schwer:

-> der TO hat ein 55-250 IS mit dem nicht gerade wirksamen Automatikmodus für Mitzieher. Er hat damit Probleme ab 130mm, also könnte es daran liegen, dass er die Zugaufnahmen mit IS macht.

-> Züge kommen vordefiniert per Fahrplan, haben normalerweise eine geregelte Geschwindigkeit, fahren kein Zickzack und Mitzieher sind bei der Größe der Dinger auch recht witzlos. Ein Stativ ist in diesem Fall sinnvoller als jeder IS, auch für Mitzieher

-> Die Bilder werden matschig, also könnte es auch daran liegen, dass er nicht auf ai-Servo fotografiert, zu lange Belichtungszeiten bei Telebrennweiten (und den/der daraus resultierenden Bildausschnitten/Schärfentiefe) hat, oder sonstwas

-> Es ist sinnlos, die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit des IS bei diversen Motiven zu diskutieren, wenn der TO nach Zügen fragt. Dies für den Fall, dass anscheinend Schnelleser denken, sie müssten nun ihren IS gegen die dunklen Mächte vermuteter IS-Verweigerer verteidigen ;)

mjb
14.06.2009, 18:58
Das benannte 55-250, wo die Probleme auftreten, hat einen IS.

Ah ok, habe ich falsch verstanden. Sorry.

epp4
14.06.2009, 19:24
Wo genau behaupte ich die "Schädlichkeit bei bewegten Motiven"?

Naja das Wort "kontraproduktiv" ist für mich alles andere als neutral sondern eindeutig negativ!



Ist das denn zuviel verlangt, dass man sich den Ausgangspost wenigstens einmal ordentlich durchliest?
Darf man denn nicht weiterdenken? Sicher habe ich gelesen, dass der TO ein 55-250 hat und ab 130mm nicht so recht zufrieden ist und speziell wegen seiner Zugfotos nachfrägt.

Nur bei einer geplanten Neuanschaffung sollte man doch auch den Aspekt als Denkanstoß bringen dürfen, dass es noch andere Anwendungen geben könnte, wo der IS sehr gut zu gebrauchen ist. Auch wenn jetzt nur die Zugfotos genannt wurden.

Eines dürfte wohl klar sein. Wenn man einmal das 70-200 L besitzt, wird nur wenig Liebe aufkommen, das 55-250 IS weiter zu verwenden. Und je nach dem, ob jetzt bei den anderen Anwendungen die Lichtverhältnisse ohne IS mal reichen und dann wieder einmal nicht, zwischen den beiden Objektiven hin und her zu wechseln, ist garantiert nicht befriedigend.

Diesen weitergehenden Denkanstoß wollte ich geben, nicht mehr und nicht weniger.

epp4

errik
14.06.2009, 19:25
Hab auch das 55-250 und würde es jederzeit gegen das 70-200 ohne IS tauschen. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich bei Mitziehern bei grösserer Brennweite lieber den IS ausschalte, egal ob Züge, Autos, Tiere oder sonstige sich bewegende Motive. Ich nehme den IS nur für ruhende Objekte, aber da bin ich dankbar, dass es ihn gibt.
Würde übrigens nicht sagen, dass ein Mitzieher bei Zügen sinnlos ist. Irgendwo auf meiner festplatte schlummert noch ein Zugbild, wo mir der Mitzieher (ohne IS) gelungen ist und was eine sehr schöne Dynamik ins Bild bringt, weil der Hintergrund in der Bewegungsunschärfe verschwimmt.