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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 4/3 und crop perspektivische verzerrung



AirTimePictures
28.12.2009, 21:58
hallo liebe objektiv-gurus

ich hab da einmal eine frage zu der ich bis jetzt irgendwie noch keine antwort gefunden hab oder dessen nicht mächtig war.

beim 4/3 hab ich ja einen crop faktor von 2. wenn ich jetzt zb ein 17mm an dem kleinen sensor verwende, habe ich dann auch die gleichen perspektivischen verzerrungseigenschaften wie bei 17mm am VF oder werden die abgeschwächt?

net_stalker
28.12.2009, 22:14
Ein Objektiv das am VF Vignetten erzeugt oder am Rand verzeichnet wirkt am Crop besser. Wieviel? Ausprobieren.

Andreas Donau
28.12.2009, 22:19
Hallo

ein Objektiv welches Vignetten erzeugt hätte ich auch gerne. Vorzugsweise die Schweizerischen. :)

Das 17mm Objektiv bleibt ein 17mm Objektiv. Mit allen Eigenschaften welches die kurze Brenweite hat. Am Crop wird allerdings nur ein kleinerer Teil des Bildkreises genutzt. Perspektivisch ändert sich allerdings nichts!


Gruß und schönen Abend noch
Andreas

ähM_Key
28.12.2009, 22:26
@net_stalker: Was hat die Frage des TO mit der Vignettierung zu tun?

Die Verzerrung ist am Rand am stärksten, und gerade der wird durch den kleineren Sensor nicht mit aufgenommen -> weniger Verzerrung.

Ich denke was die Verzerrung betrifft, muss man hier den Crop-Faktor sehrwohl mit einberechnen. Geht ja in den Bildwinkel ein.
Zumindest bei rektilinearen Objektiven sollte das klappen.

net_stalker
28.12.2009, 22:29
Schön dass du drüber Lachen kannst - Vignette heisst "Randverzierung"....ob nun am Auto oder am Objektiv.
Da nur ein kleinerer Teil des Bildkreises genutzt wird wäre eine Vignette nicht mehr zu sehen (wer schon mal ein Tamron oder Sigma Crop - Objektiv am VF hatte weiss das).
Das funktioniert auch anders rum: Es gibt etliche Objektive (z.B. von Tokina) die von Liebhabern durchaus am VF genutzt werden obwohl für Crop gerechnet - halt dann nicht von Anfangsbrennweite an sondern mit mittlerem Zoom (z.B. das 12-24 ab 18mm am VF).
Die Perspektive ändert sich nicht - in Hinblick auf Verzerrungen die durch extreme WW (Kissen- oder Tonnenförmig) ändert sich ebenfalls nichts.

Andreas Donau
28.12.2009, 22:42
Hallo Norbert

warum sollte ich nicht drüber lachen. ;) Mit Vignette bring ich vorzugsweise die Verschönerung am Auto in Verbindung. Randlichtabfall oder Vignettierung ist mir in der Optik geläufiger. Nicht böse sein.

Gruß
Andreas

Artefakt
29.12.2009, 08:47
17mm bleiben 17mm, wurde schon gesagt. Aber bei einem Vollformat-Objektiv, dass an einem kleineren Format (z.B. Crop) verwendet wird, nutzt man nur einen kleineren Teil des Bildkreises. Da ist die Bildwirkung dann, als wenn Du am Vollformat ein 27mm-Objektiv verwenden würdest. 17mm x 1,6 Cropfaktor = 27,2mm.

Wenn man auf einem Fleck stehen bleibt und mit verschiedenen Brennweiten Aufnahmen eines Motivs macht und nachher z.B. aus einer 17mm-Aufnahme den Ausschnitt rausschneidet, den ein 100mm-Objektivs gemacht hat, dann hat man exakt die gleiche Perspektive in diesem Motivteil (von der ungenügenden Schärfe und Auflösung jetzt mal abgesehen).

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Nur bei Kompakt-Kameras mit ihren Mini-Chips hat es sich eingebürgert, zumindest in der Werbung die auf Kleinbild übertragenen Brennweiten anzugeben, weil kein Mensch die auf dem Objektiv (physikalisch korrekten) niedlichen Brennweiten-Angaben interpretieren kann ("Wieviel Weitwinkel sind denn nun 6,1mm?").

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at

AirTimePictures
29.12.2009, 09:45
vielen dank für eure antworten aber diese gegebenheiten sind mir durchaus bekannt. wahrscheinlich habe ich meine frage etwas falsch formuliert.

ich brauche ja am 4/3 ein 8mm um den gleichen blickwinkel wie mit einem 15er am VF (1mm hin oder her egal)

und das der kleinere sensor nur einen kleineren bildausschnitt aufnimmt ist mir auch klar (kann ich bei der 5d auch)

was mich mehr interessiert ist die perspektivische verzerrung. wenn ich am VF mit einem UWW nah an mein objekt ran gehe wird der vordergrund groß und nach hinten verläuft sich alles.

wie sieht das ganze bei 4/3 aus? kann man dann einez.b. 17er nehmen um die gleiche bildwirkung wie bei einem 35er zu haben oder ein 35er und weiter weg gehen?

und ich meine nicht perspektive sondern die bildwirkung.

und danke für das teilen eures wissens

michael_alabama
29.12.2009, 11:50
Sorry, wenn ich das sage, aber wenn ich mir die vorherigen Antworten anschaue, sind die Fragen eigentlich beantwortet; Ich starte nochmal 'nen Versuch:



was mich mehr interessiert ist die perspektivische verzerrung. wenn ich am VF mit einem UWW nah an mein objekt ran gehe wird der vordergrund groß und nach hinten verläuft sich alles.

Ja.


wie sieht das ganze bei 4/3 aus? kann man dann einez.b. 17er nehmen um die gleiche bildwirkung wie bei einem 35er zu haben.... Ja.


oder ein 35er und weiter weg gehen?Nein; dann erzeugst Du sowas wie ne "Telewirkung" = Verflachung der Perspektive.


und ich meine nicht perspektive sondern die bildwirkung.Wie bitte (s. 1. Zitat)? Aber das was Du als "Bildwirkung" bezeichnest, ist genau die Perspektive. Nimmst Du einen Sonnenuntergang mit WW auf, ist die Sonne nur stecknadelkopfgroß. Nimmst Du stattdessen ein starkes Tele, wird die Sonne wunderbar groß am Horizont. Mond dito ;). Aber das weißt Du.

Vielleicht hilft Folgendes: Die Diagonale des Sensors wird als Normalbrennweite bezeichnet. Immer wenn Du ein Objektiv mit Normalbrennweite nimmst, erhälst Du dieselbe Perspektivwirkung, egal, welches Sensorformat. Weichst Du von diesem Maß ab, bewegst Du dich - je nachdem - in Richtung Tele- oder WW-Perspektive.

vg micha

AirTimePictures
29.12.2009, 12:32
danke für die hinweise, dann hab ich das vorhin falsch verstanden.

Artefakt
29.12.2009, 12:56
Vielleicht hilft Folgendes: Die Diagonale des Sensors wird als Normalbrennweite bezeichnet. Immer wenn Du ein Objektiv mit Normalbrennweite nimmst, erhälst Du dieselbe Perspektivwirkung, egal, welches Sensorformat. Weichst Du von diesem Maß ab, bewegst Du dich - je nachdem - in Richtung Tele- oder WW-Perspektive.


Gut erklärt.

Es gibt eine klitzekleine Einschränkung, nämlich dass eine Brennweite, die der Diagonale des Negativs/Dias/Sensors entspricht, logischerweise nur bei gleichem Seitenverhältnis die gleiche Bildwirkung erzeugt. Ich beziehe mich auf den Unterschied von z.B. Kleinbild oder Crop (3:2) bzw. einem speziellen Mittelformat (das 6x6cm hat). Die erreichbare Weitwinkelwirkung einer Landschaft ist bei senkrechtem Kleinbild deutlich größer als bei einem Quadrat. Genauso habe ich es früher ab und zu übersehen, bei einem 6x6-Bild den Vordergrund scharf zu bekommen, weil ich vom querformatigen Kleinbild gewohnt war, dass eben vorne "nicht so viel drauf ist", also nicht so viel Tiefenstaffelung des Motivs. Auch bei der stärkeren Abblendung, die ja beim Mittelformat für gleiche Schärfentiefe notwendig ist, war das der Fall.

Gruß, Dietmar

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