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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welches Objektiv für Landschafts/Gebirgsaufnahmen?



T-Bone1806
27.04.2010, 17:42
Hallo,

da es in 2 Wochen in das Allgäu geht und ich gerne einige Landschaftsfotos
machen möchte stellt sich nun die Frage welches Objektiv wäre hier vorteilhaft.

Meine momentane Ausrüstung:

40D
70-200L4
100-400L

Wie man sieht nur große Brennweiten.
Hatte noch ein 100ter, dass aber durch das neue 100 2,8 L IS ersetzt wird,
aber zuerst kommt der Urlaub. ;)

Was könnt Ihr mir da empfehlen?
Zooms, FB's, WW, UWW ?????

Gruß
Timon

Alchimist
27.04.2010, 17:51
Wenn du weißt welchen Brennweitenbereich du bevorzugt nutzen möchtest bzw welcher dir im moment abgeht kann man sicher einige nette Sachen noch dazukaufen.

Ich würde aber zuerst einmal mehr eingrenzen.
Willst du einen Standartzoom von 17-irgendwas mm?
lichtstärke?
oder solls doch eher ein UWW werden?
Diese Frage kannst nur du dir beantworten.

Ich hatte mal z.b. das Tamron 17-50 und fand es für den Preis ganz okay. Dieser Brennweitenbereich ist halt für Reisen ziemlich universell einsetzbar. Der WW war allerdings erst abgeblendet brauchbar.

Naja ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Gruß

Stefan

net_stalker
27.04.2010, 17:54
Ich nehm in den Urlaub immer das 24-70L mit; das ist aber an einem Crop schon fast zu lang für Landschaft.
Als universell hat sich bei mir auch das 17-40 herauskristallisiert. Das ist auf Reisen auf denen ich nicht die ganze Ausrüstung mitnehme(-n kann) mehr oder weniger mein Immerdrauf.

Artefakt
27.04.2010, 17:58
Habe kürzlich für Crop (40D) das 4/17-40L gekauft. Das ist natürlich auch am Vollformat einsetzbar (im Gegensatz zu Tamron 17-50 & Co). Das kann mit dem teuren 2,8/16-35L qualitativ locker mithalten und ist für Landschaft ein sehr universelles Objektiv.

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at

Alchimist
27.04.2010, 18:02
Jepp das stimmt. Ich hab das 17-40 zwar nur am Vollformat genutzt, aber man kriegst im Forum für relativ billiges Geld und von der Verarbeitung und dem Autofokus ist es definitiv besser als z.B. das Tamron. Mir hätte es nur zuwenig Lichtstärke. Gut wenn du nur Landschafen fotografierst reichts, aber Portraits usw. fallen da eher aus...

deep_dark_blue
27.04.2010, 18:06
ich habe mir fuer genau diesen zweck [allerdings am vollformat] das 16-35 L II gegoennt, weil mir f4 auch nicht reicht - und, mit den geringen abstrichen die mann bei einem UWW-zoom machen muss, ich bin gluecklich...
alternative sind halt in meinen augen ein oder mehrere festbrennweiten...

LG
torsten

T-Bone1806
27.04.2010, 18:14
Hi,

das ging mal wieder schnell!

Dank' euch.

Also das 17-40L.
Ob mir die Lichtstärke f4 reicht, kann ich nicht sagen...
Was spricht dagegen?

Was haltet ihr von Festbrennweiten?
Sind die was für Landschaften?

UWW finde ich ganz lustig für Nahaufnahmen, aber sind die wirklich was für die weite?
Ich glaube, bei meiner Recherche über einen Beitrag von Dirk gestoßen zu sein, der davon abgeraten hat, ein 10-22 oder so für Landschaftsaufnahmen zu nehmen. Begründung war, dass die Räumlichkeit (glaube ich ) dadurch verloren geht.
Bin mir aber nicht sicher... und hab den Beitrag nicht auf die schnelle gefunden.

Gruß
Timon

net_stalker
27.04.2010, 18:23
Nun - Bei Festbrennweiten musst du halt den Zoom "In den Beinen" haben - bei Landschaftsaufnahmen im Gebirge nicht immer möglich.
Wenn du im Sommer ins Gebirge fährst ist f4 IMHO durchaus ausreichend. Ich das Lichtstärkere 24-70 setze ich mehr "drinnen" ein.
UWW ist für Landschaften bei "normalen" Aufnahmen eher contraproduktiv; wie du richtig erwähnst geht die Tiefe ein wenig verloren. Für spezielle Effekte ist es aber durchaus wieder einsetzbar.
Das hier

http://www.whitewall.com/recommendation/d%3A1bfc1b1644%3A48049c619f728%3A95b07

ist mit dem 17-40 entstanden.

deep_dark_blue
27.04.2010, 18:47
je laenger die brennweite um so kompakter wird das bild - allerdings hast du eben auch einen kleineren bildwinkel
eine kleine gebirgskette am horizont wird mit zu viel WW auch schnell zu klein, ich mag allerdings am FF fuer landschaften gerne irgendetwas zwischen 24mm und 35mm sehr oft sehr gerne [aber auch das ist geschmackssache]

die f4 reicht fuer landschaften locker, wenn man die linse allerdings auch noch fuer andere zwecke einsetzen moechte [AL zb] dann lohnt sich eine f2.8 oft schon

festbrennweiten bringen halt definitiv die bessere bildqualitaet, du verlierst aber die flexibilitaet [die ich gerade im urlab gerne habe um nicht zu viel mitschleppen zu muessen]

so, und jetzt hast du die qual der wahl :p

LG
torsten

michael_alabama
27.04.2010, 22:35
ein 10-22 oder so für Landschaftsaufnahmen zu nehmen. Begründung war, dass die Räumlichkeit (glaube ich ) dadurch verloren geht.
Bin mir aber nicht sicher... und hab den Beitrag nicht auf die schnelle gefunden.


Hm, ich habe mal gelernt - und ausprobiert: Ja länger die Brennweite, umso mehr schnurrt das Fotografierte zusammen (verflacht die Perspektive - wobei das physikalisch vll. nicht korrekt ist, aber bezogen auf den gesamten Bildinhalt eben doch). Im Umkehrschluss, auch das kann man ausprobieren, gewinnt ein Bild mit kurzer Brennweite an Tiefe. Jetzt ist noch zu klären, was ein UWW bei Crop ist. Der Bereich 10-22 mm ist dort m. E. als kurzes WW einzustufen.
Da zu jeder Meinung auch einer aufsteht, der der gegenteiligen Ansicht ist, kann ich nur empfehlen, es selbst auszuprobieren. Außerdem kannst du selbst in den Foren etc. über die EXIF-Inspektion erkennen, mit welchen Brennweiten die Bilder aufgenommen wurden, die einen WOW-Effekt haben. Ich verspreche dir, es sind WW.

vg micha

Traxer
28.04.2010, 11:45
Ich habe mir vor kurzem mal ein Buch über Landschaftsfotografie gekauft und war erstaunt darüber, dass sehr viele dort abgebildete Aufnahmen nicht gerade mit sehr kurzen Brennweiten gemacht wurden - meist deutlich größer 50mm.

Und die Bilder fand ich persönlich sehr schön - nicht langweilig und sehr ausdrucksstark. Lange Zeit habe ich auch hin und her überlegt, welches Objektiv ich wohl für dafür benutzen könnte. Ich habe letztendlich das 17-40er verkauft und habe mir ein 35L besorgt. Dies ist natürlich kein optimales Objektiv für Landschaftsaufnahmen, aber aufgrund meiner anderem Einsatzgebiete brauchte ich die Lichtstärke. Was ich sagen wollte, ist eigentlich, dass man für Landschaftsaufnahmen nicht zwingend ein UWW benötigt. Wenn man mal ein "ausgefallenes" Bild machen möchte, kann man ja auch ein Pano machen.

Letztendlich kommt es aber auf Deine Art zu Fotografieren an, welches Objektiv für Dich das richtige ist.

deep_dark_blue
28.04.2010, 12:27
was ich oben schon versucht habe auszudruecken: je laenger die brennweite, um so kompakter wird das bild, das heisst entferntere objekte erscheinen naeher, das kann vorteile haben, wenn man zb den kleinen huegel im hintergrund nicht nur in 20 pixel hoehe am horizont haben moechte
ganz gut kann man sich das am beispiel einer strassenschlucht vorstellen: mit einem UWW oder WW erscheint die strasse sehr breit und lang, mit einem tele wirkt sie kuerzer und schmaler

je nachdem, welche bildwirkung du also erzielen moechtest ist UWW oder WW unter umstaenden nicht die richtige wahl...

LG
torsten

michael_alabama
28.04.2010, 18:47
...
je nachdem, welche bildwirkung du also erzielen moechtest ist UWW oder WW unter umstaenden nicht die richtige wahl...

So ist es. Gutes Beispiel ist der berühmte Sonnenuntergang. Soll die Sonne fett am Himmel stehen, sollte man ein Tele nehmen. Sind die dramatischen Wolken die Hauptplayer, eher WW.
Es gibt noch einen Aspekt bei Tele, leider negativ: Feuchtigkeit und Staub wirken hier viel stärker. Ich war stark frustriert im Death Valley - das ja wohl furztrocken ist - dennoch keine Fernsicht. Muss man vll. morgens probieren...

vg micha

volkerlg
28.04.2010, 21:09
Das 17-40/4 fand ich sehr gut an der 40D. Bei Landschaft mit extrem-WW finde ich die Bildgestaltung allerdings auch extrem schwierig.
Gerade in den Bergen setzte ich Tele gern ein (ca. 90%), nimm also die tele-zooms unbedingt mit. Stativ ist auch wichtig (und wenn es zur Not so ein Mini-Teil ist, was man auf einen Felsblock stellen kann).
Frühmorgens gibt es meist weniger Dunst und so ein Mondaufgang/untergang in den Bergen sieht ganz anders aus, als im Flachland.
Gruß
Volker