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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schaden an der Frontlinse 70-200/2.8L IS?



wagich
02.06.2011, 17:07
Ich habe letztens auf der Frontlinse meines 70-200/2.8L IS einige dieser Flecken entdeckt:

http://www.webdng.ch/forumimg/70-200_frontlens.jpg

Ich hatte die Frontlinse mit Alkohol und einem Mikrofasertuch saubergemacht, habe es aber auch mit ganz vorsichtigem rubbeln (vs. fein rüberziehen) nicht entfernen können.

Hat jemand von euch eine Idee, was das sein könnte und durch was sowas ausgelöst wird? Kann das ein Schaden in der Vergütung sein?

Vielen Dank für eure Hilfe.
-Michael

hs
02.06.2011, 17:56
Die Linse ist Schrott ... :eek:


... ne, ne, ganz sicher nicht. Sieht aus wie ein Steinschlag.

Schlechte Nachricht: mindert den Wiederverkaufswert um einiges :mad:

Gute Nachricht: wirkt sich optisch fast oder sogar gar nicht aus. :)

ehemaliger Benutzer
02.06.2011, 18:01
Gute Nachricht: wirkt sich optisch [...] gar nicht aus.

Leider doch, sofern die Schadstelle nicht durch Abbleden außerhalb des Strahlengangs liegt.

Einfach einmal nachts eine Lichtquelle photographieren... :o

Stefan

wagich
02.06.2011, 18:02
Haha ;)

Ich habe mir auf deine Entgegnung hin ein Herz gefasst und mal den Fingernagel ganz leicht rübergezogen (müsste ja bei einem Steinschlag eine Unebenheit spüren) und siehe da: es geht weg! jaa!

Danke dir.

hs
02.06.2011, 18:17
Leider doch, sofern die Schadstelle nicht durch Abbleden außerhalb des Strahlengangs liegt.

Einfach einmal nachts eine Lichtquelle photographieren... :o

Hi Stefan,

an Astro habe ich gerade nicht gedacht. :o:D

Ausserdem stand da ein fast, womit ich andeuten wollte, dass es durchaus auch Situationen gegeben kann, wo es ein Problem wäre ...

... aber es ist ja einfach weggewischt worden. :D

VG Helmut.

ehemaliger Benutzer
02.06.2011, 18:24
Hi Helmut.

:)


an Astro habe ich gerade nicht gedacht.

ich doch auch nicht. ;)

Es stimmt nur nicht, wenn immer wieder der Eindruck erweckt wird, als bliebe ein solcher Schaden (der ja gar keiner ist... :D) auf den Photos ohne sichtbare Effekte.


Ausserdem stand da ein fast, womit ich andeuten wollte, dass es durchaus auch Situationen gegeben kann, wo es ein Problem wäre ...

... aber es ist ja einfach weggewischt worden.

Ich habe nicht sinnentstellend zitiert:


wirkt sich optisch fast oder sogar gar nicht aus.

Grüße
Stefan

hs
02.06.2011, 19:16
Ich weiss was ich geschrieben habe, und dein Einwand ist ja auch durchaus berechtigt.

Ich hätte bei meinem ersten Posting ein "je nach Anwendungsfall" hinzufügen sollen (was ich eigentlich auch aussagen wollte). Gegenlichtaufnahmen gehören da leider nicht dazu. :o

Disser
03.06.2011, 16:14
Haha ;)

Ich habe mir auf deine Entgegnung hin ein Herz gefasst und mal den Fingernagel ganz leicht rübergezogen (müsste ja bei einem Steinschlag eine Unebenheit spüren) und siehe da: es geht weg! jaa!

Danke dir.

Aber erstmal hier die Welle machen :D
Gut das es wieder weg ist, aber warum biste da nicht vorher draufgekommen es einfach mal mit einem weichen Material Wegzukratzen? :)

wagich
03.06.2011, 17:10
Naja, ist nur ein klein wenig peinlich ;)
Ich war mir nicht sicher, wie hart die Beschichtung/das Glas ist. Ich wollte nicht alles noch schlimmer machen...

Werner Ruf
03.06.2011, 20:33
Haha ;)

Ich habe mir auf deine Entgegnung hin ein Herz gefasst und mal den Fingernagel ganz leicht rübergezogen (müsste ja bei einem Steinschlag eine Unebenheit spüren) und siehe da: es geht weg! jaa!

Danke dir.Dann freu dich.

Gegen derartige Beinahe-Herzstillstände hat Canon übrigens die halbe Lösung schon mitgeliefert und du hast sie sogar mitfotografiert.

Nennt sich M 77 x 0,75 Feingewinde (Innen).

Die andere Hälfte hat Canon, geschäftstüchtig wie sie sind, als Zubehör deklariert, nennt sich Protect Filter 77 mm und kostet z. B. bei Amazon als Canon Protect Filter 77 mm Stand Heute 37,49 EUR bei kostenloser Lieferung (http://www.amazon.de/Canon-Filter-Protect-77mm/dp/B0000C4GCY/ref=pd_bxgy_ph_text_b).

Das beruhigt ungemein, ist im Fall der Fälle ruckzuck selbst erneuert und das Objektiv ist nicht tagelang zum Frontlinsentausch weg. Da traut man sich dann auch herzlich mit einem methanolgetränkten Q-Tipp rubbeln wenn was drauf klebt.

Das einzige was du dir dann noch zulegen musst ist ein dickes Fell gegen das blöde Geschwätz der Zusatzflächen-Theoretiker. Theoretisch mögen sie ja vielleicht sogar recht haben, praktisch sieht man weder bei den üblichen Ausbelichtungen/-drucken bis A4, Postern die man im normalen Abstand und nicht mit dem Fadenzähler betrachtet, im Web oder dem beim Abdruck in einer Zeitung eine Qualitätsminderung. Und wenn einer glaubt bei 100 % auf dem Bildschirm was erahnen zu können, so what, ich kann mir kein Bild, aus keiner meiner aktuellen Kameras, ungezoomt bei 100 % vollständig ansehen und mir stehen 30 Zoll mit 2560 x 1600 zur Verfügung, normalerweise schaue ich mir Bilder als ganzes und nicht als Ausschnitt an.

Laborergebnisse sind uninteressant, das einzige was zählt ist der fertige Ausdruck, unter Normalbedingungen und nicht mit dem Fadenzähler betrachtet.

hs
03.06.2011, 21:10
Die andere Hälfte hat Canon, geschäftstüchtig wie sie sind, als Zubehör deklariert, nennt sich Protect Filter 77 mm und kostet z. B. bei Amazon als Canon Protect Filter 77 mm Stand Heute 37,49 EUR bei kostenloser Lieferung (http://www.amazon.de/Canon-Filter-Protect-77mm/dp/B0000C4GCY/ref=pd_bxgy_ph_text_b).


Ist meiner Meinung nach nur Panikmache ...

Ich kam >10 Jahre ohne Protect Filter aus, der TO wird wissen ob der nötig ist. ;)

Eine ausgetauchte Frontlinse (sehr unwahrscheinlich für Normalknipser) ist über die Jahre gesehen auch nicht SOO teuer. ;)

Olaf Luppes
04.06.2011, 07:28
Ist meiner Meinung nach nur Panikmache ...

Ich kam >10 Jahre ohne Protect Filter aus, der TO wird wissen ob der nötig ist. ;)

Eine ausgetauchte Frontlinse (sehr unwahrscheinlich für Normalknipser) ist über die Jahre gesehen auch nicht SOO teuer. ;)

Einspruch der Herr: Ich habe bei meinem 70-200 2.8 IS I die Frontlinseneinheit tauschen müssen und fast 300 Euro zahlen müssen. Dafür habe ich die alte Linseneinheit jetzt hier auf dem Schreibtisch als "Megalupe" mit bestechender Qualität liegen.

VG
Olaf

hs
04.06.2011, 09:50
Einspruch der Herr: Ich habe bei meinem 70-200 2.8 IS I die Frontlinseneinheit tauschen müssen und fast 300 Euro zahlen müssen. Dafür habe ich die alte Linseneinheit jetzt hier auf dem Schreibtisch als "Megalupe" mit bestechender Qualität liegen.

Ich hatte in über 10 Jahren noch keinen Schaden (u.a. auch nicht an der Frontlinse). Und wenn ich alle meine Frontlinsen zusammenzähle sind 17 * 37,49 auch kein Schnäppchen. :rolleyes:

Ich betrachte Protect Filter wie Versicherungen. Wenn was passiert bin ich selber Schuld ... :eek:

... und spare mir das Geld. ;)

Werner Ruf
04.06.2011, 10:11
Ich hatte in über 10 Jahren noch keinen Schaden (u.a. auch nicht an der Frontlinse). Und wenn ich alle meine Frontlinsen zusammenzähle sind 17 * 37,49 auch kein Schnäppchen. :rolleyes:

Ich betrachte Protect Filter wie Versicherungen. Wenn was passiert bin ich selber Schuld ... :eek:

... und spare mir das Geld. ;)Ja dann wollen wir auch gleich Versicherungsstatistiken mit einführen, das ist wie beim Hochwasser- oder Tsunamischutz, einmal in 1000 Jahren ist überzogen und zu teuer, einmal in 100 Jahren reicht. Das blöde daran, einmal in 1000 Jahren kann Morgen sein, im Fall eines Tsunamis, Bruchs einer Staumauer, Bergrutsches etc. ist das dann irgendwie blöd gelaufen, die Betroffenen haben dann damit aber kein Problem mehr, aufräumen müssen andere.

ehemaliger Benutzer
04.06.2011, 11:20
Als kategorischer Gegener von 'Immerdrauf-Filtern' gebe die Frontlinsen-Schäden zu bedenken, die durch das Bersten der Filter entstehen können (ich habe schon einige davon sehen müssen!).

Der beste Schutz ist die konsequente Verwendung der Störlichtblende.

Stefan

hs
04.06.2011, 13:13
Ja dann wollen wir auch gleich Versicherungsstatistiken mit einführen, das ist wie beim Hochwasser- oder Tsunamischutz, einmal in 1000 Jahren ist überzogen und zu teuer, einmal in 100 Jahren reicht. Das blöde daran, einmal in 1000 Jahren kann Morgen sein, im Fall eines Tsunamis, Bruchs einer Staumauer, Bergrutsches etc. ist das dann irgendwie blöd gelaufen, die Betroffenen haben dann damit aber kein Problem mehr, aufräumen müssen andere.

Du hast mich überzeugt, so 'nen Protect Filter ist ein prima Schutz bei Tsunamis. :p

Werner Ruf
04.06.2011, 14:52
Als kategorischer Gegener von 'Immerdrauf-Filtern' gebe die Frontlinsen-Schäden zu bedenken, die durch das Bersten der Filter entstehen können (ich habe schon einige davon sehen müssen!).

Der beste Schutz ist die konsequente Verwendung der Störlichtblende.

StefanWenn du die Streulichtblende meinst bin ich bei dir, aber das eine hindert einem nicht daran das andere zusätzlich zu tun und das Teil schützt nicht vor von vorne anfliegendem Matsch mit integriertem Sand der dann beim Wegputzen schön schmirgelt, Filter schon, den schraubst du ab und hältst ihn unter langsam fließendes Wasser, wartest bis sich alles abgelöst hat, putzt dann mit Microfaser nach, das machst du mit deinem Objektiv nicht, da ist entweder gar nichts oder nur Spritzwassersicherheit garantiert.

JoeS
04.06.2011, 15:01
Wenn du die Streulichtblende meinst bin ich bei dir, aber das eine hindert einem nicht daran das andere zusätzlich zu tun und das Teil schützt nicht vor von vorne anfliegendem Matsch mit integriertem Sand der dann beim Wegputzen schön schmirgelt, Filter schon,

Das ist ja der Knackpunkt: Für den Fall der Fälle ist ein solcher Schutzfilter ja in Ordnung, aber wozu als Immer-Drauf? Du bist ja auch für Streulichtblenden, das genügt also. Willst du am windigen Strand oder ähnliches fotografieren, dann hau den Filter drauf.

Ich bin auch eher ein Filter-Immer-Drauf-Gegner, und stattdessen ein StreuLi-Immer-Drauf-Befürworter. In 25 Jahren habe ich mir noch nie eine Frontlinse zersemmelt.

Grüssle
Pino

Werner Ruf
04.06.2011, 16:32
Du bist ja auch für Streulichtblenden, das genügt also. Willst du am windigen Strand oder ähnliches fotografieren, dann hau den Filter drauf.Wer hat behauptet das Streulichtblende allein genügt? ich sicher nicht. Sowohl als auch ist die die richtige Lösung.

Streulichtblende immer, draußen wie drinnen um evtl. störende Reflexe abzuwehren. Schutzfilter für den Rest und die bleiben auch immer drauf, Feingewinde werden nicht besser wenn man sie dauern rauf- und runterschraubt und gelegentlich vor lauter Hektik mal schief ansetzt (das Gewinde am Objektiv lässt sich nicht ganz so billig austauschen und ist mit dauerhaft eingeschraubtem Filter besser geschützt wie ohne), den Zwischenraum zwischen Filter und Frontlinse hält man auch besser in kontrollierter Umgebung Staub- und Dreckfrei, am ausgedruckten Ergebnis ändert es für den Normalbetrachter nichts, egal ob Filter drauf oder nicht. Was ich von Labortheoretikern und ihren Ergebnissen halte habe ich bereits ausgeführt, sind so interessant wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Das Ding bleibt also IMMER drauf, das schadet nicht und stellt zweifellos sicher, dass nicht versehentlich ein fetter Fingerdapper auf der Frontlinse landet und ich mir meine Vergütung abrubbeln muss um ihn wieder loszuwerden.

Es gäbe nur einen einzigen Grund temporär auf den Filter zu verzichten und der wäre, dass es bei MEINEN Anwendungsbereichen im endgültigen Ausdruck oder am Bildschirm im Web deutlich sichtbare Qualitätseinbußen geben würde und den Beweis am praktischen Bild sind mir bisher ALLE Zusatzflächentheoretiker und Immer-drauf-Filter-Phobisten schuldig geblieben. Da konnte mir noch keiner anhand von Bildern die vom Bilderdienst zurückkamen nachweisen, dass eines Qualitätseinbußen explizit wegen des Filters gehabt hätte. Von den Schlauköpfen war auch noch keiner in der Lage aus zwei Bildern die vom Bilderdienst zurückkamen dasjenige herauszusuchen welches mit oder ohne Filter aufgenommen worden ist, den Spaß habe ich mir nämlich schon gemacht. Mit seinen zwei eigenen Augen hat das noch keiner dieser Theoretiker geschafft, ich auch nicht und was ich mit meinen eigen Augen nicht sehe interessiert mich nicht, auch dann nicht wenn's irgend ein Laborequipment bei der 15ten Nachkommastelle messen könnte. Genausowenig wie die Pixelpiperei bei 100 % am Bildschirm, im Ausdruck muss es passen. PUNKT

JoeS
04.06.2011, 16:42
Schutzfilter für den Rest und die bleiben auch immer drauf

Und wenn du mal "richtige" Filter benötigst (Pol-, Grau-, Grauverlaufsfilter, etc)? Auf den Schutzfilter drauf, oder Schutzfilter ab? Bei ersterem hättest du 2 Filter drauf, beim letzterem einen Mehraufwand.

Wegen der Theorie: ich denke mal, praktisch dürfte sich ein solcher Schutzfilter bei Lichtreflexionen bemerkbar machen, also unter bestimmten Licht-Situationen. Bei Standardsituationen gebe ich dir recht, da muss man wohl eher ins Labor, um Unterschiede erkennen zu können. Mal auf die Schnelle ein Beispielbild mit diesen Reflexionen, die ohne Schutzfilter nicht da wären:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/22222043

Grüssle
Pino

hs
04.06.2011, 17:35
PUNKT

Sodele, da wär das auch geschwätzt. :D

JoeS
05.06.2011, 16:39
Sodele, da wär das auch geschwätzt. :D

Scheint so zu sein, wa.... :rolleyes:

Hätte mich aber schon für sein Kommentar bezüglich Reflexionen und des entsprechenden Beispielbildes interessiert. Hmtja..., da ist sein "Punkt" wohl wörtlich zu nehmen: "Ich abe fertig!". ;)

Grüssle
Pino

net_stalker
05.06.2011, 17:00
Diese Diskussion könnte man unendlich fortführen.
Wenn mir einer einen Schutzfilter für das 300/2.8 bringt mach ich ihn auch drauf.........
Ich hab diese Dinger nie gebraucht.

Ste
07.06.2011, 23:45
Diese Diskussion könnte man unendlich fortführen.
Wenn mir einer einen Schutzfilter für das 300/2.8 bringt mach ich ihn auch drauf.........
Ich hab diese Dinger nie gebraucht.

Ich denke der ist bein 300 2,8 doch drauf in Form einer Planglasscheibe. Bei der Version II ist der glaube ich gestrichen.

AMG
09.06.2011, 00:37
Leider doch, sofern die Schadstelle nicht durch Abbleden außerhalb des Strahlengangs liegt.

Stefan

Also wenn das eine normale Aperturblende ist verringert Abblenden nicht die 'genutzte Fläche' der Frontlinse (will sagen verringert nicht den Durchmesser des Strahlenbündels) ... um etwas nach außerhalb des Strahlengangs zu befördern hilft nur Umstieg auf ein kleineres Sensorformat.

Andreas

ehemaliger Benutzer
09.06.2011, 23:15
Also wenn das eine normale Aperturblende ist verringert Abblenden nicht die 'genutzte Fläche' der Frontlinse (will sagen verringert nicht den Durchmesser des Strahlenbündels) ... um etwas nach außerhalb des Strahlengangs zu befördern hilft nur Umstieg auf ein kleineres Sensorformat.

Und warum ist die Frontlinse eines 200mm/2 dann größer als bei einem 200mm/2.8? Ist der Strahlengang in einem auf F/2.8 abgeblendeten 200mm/2 anders als in einem 200mm/2.8 bei Offenblende?

Stefan

AMG
10.06.2011, 00:20
Und warum ist die Frontlinse eines 200mm/2 dann größer als bei einem 200mm/2.8? Ist der Strahlengang in einem auf F/2.8 abgeblendeten 200mm/2 anders als in einem 200mm/2.8 bei Offenblende?

Stefan

Hallo Stefan,

ich kann das nicht so gut in Worte fassen, aber auf dieser Seite

http://www.mikroskopie.de/pfad/koehlerbeleuchtung/drei.html

kann man das ganz gut nachvollziehen wenn man am Blendenregler dreht (erstes Bild Aperturblende, zweites Bild Gesichtsfeldblende)

Andreas

ehemaliger Benutzer
10.06.2011, 01:13
Hallo Andreas,

coole Webseite -> danke für den Link!


Hallo Stefan,

ich kann das nicht so gut in Worte fassen, aber auf dieser Seite

http://www.mikroskopie.de/pfad/koehlerbeleuchtung/drei.html

kann man das ganz gut nachvollziehen wenn man am Blendenregler dreht (erstes Bild Aperturblende, zweites Bild Gesichtsfeldblende)

Ein interessantes Thema ist das.

Ich glaube, dass der Strahlengang in einem Kondensor nur schwer vergleichbar ist mit der Situation bei einen Photoobjektiv (ausgenommen u.U. extremes Makro). Beim Kondensor trifft ein konvergentes Strahlenbündel einer (fast) Punktlichtquelle auf die 'Frontlinse', bei einem Photoobjektiv (fast) paralleles Licht.

Genug Stoff zum Grübeln... ;)

Stefan

ehemaliger Benutzer
10.06.2011, 02:11
Mir ist ein klärender Test(aufbau) eingefallen. :)

Verwendetes Objektiv: EF 135mm/2.0 L (Durchmesser der Frontlinse = 67,5mm)
Verwendete Kamera: 5D Mk II

Ich nahm vier Bilder einer Testtafel auf, jeweils mit manuell eingestellter Belichtung:

#1 Ohne Obstruktion (F/2.0, 1/250 Sek., ISO 400)
#2 Mit Lochblende (3cm Durchmesser) vor der Frontlinse (F/2.0, 1/250 Sek., ISO 400)

#3 Ohne Obstruktion (F/22, 1/2 Sek., ISO 400)
#4 Mit Lochblende (3cm Durchmesser) vor der Frontlinse (F/22, 1/2 Sek., ISO 400)

Ergebnis:

Bild #2 ist SIGNIFIKANT dunkler als #1.
Bild #3 und #4 sind ABSOLUT GLEICH HELL.

D.h. bei Abblendung auf F/22 waren die Randbereiche der Linse NICHT mehr an der Bildentstehung beteiligt, die Lochblende war daher ohne Effekt.

Die Abblendung hätte also auch dazu geführt, dass ein (hypothetischer) peripherer Linsenschaden keine Auswirkungen auf das Bild hat.

Stefan

hs
10.06.2011, 19:37
Hi Stefan,


Die Abblendung hätte also auch dazu geführt, dass ein (hypothetischer) peripherer Linsenschaden keine Auswirkungen auf das Bild hat.

Guter Test. :cool:

Abblenden bewirkt somit, dass ein peripher Schaden aus dem optischen Strahlengang rausfällt.

Mit Ablenden wandert aber der Schärfebereich vor der Linse auch immer näher ein selbige, wodurch nicht periphere Schäden deutlicher sichtbar werden (besonders bei (U)WW Objektiven ein Problem).

Zwei Beispiele:
- 135/F2, Zoo -> Maschendrahtzaun verschwindet wenn man nah genug ran geht.
- 14/F32, Daumen berührt die Frontlinse -> der Daumen ist beinah scharf

Reflexionen bei Gegenlicht sind nochmals ein anderes Thema, aber normalerweise sind Schäden an der Frontlinse (besonders im Telebereich) deutlich unkritischer als wie man im ersten Moment denkt.

Schäden an der Hinterlinse sind hingegen katastrophal. :eek:

VG Helmut

mpforyou
10.06.2011, 20:52
Der Fleck sah aus wie abgelagertes Kalk oder Mineralien aus Wasser oder Matschtropfen , mit Alkohol habe ich es auch schon vergelich versucht so etwas zu entfernen, die Lösung lautet einfach ein Tröpfchen Essigreiniger der wirkt wirklich Wunder !

AMG
10.06.2011, 21:43
Hi Stefan,

danke für die Mühen! Der Versuch ist absolut nachvollziehbar nur muss ja dann die Blende in den Objektiven etwas anders funktionieren als ich mir das vorgestellt habe ...

Grüße,
Andreas

surgeon
13.06.2011, 15:18
Und wenn du mal "richtige" Filter benötigst (Pol-, Grau-, Grauverlaufsfilter, etc)? Auf den Schutzfilter drauf, oder Schutzfilter ab? Bei ersterem hättest du 2 Filter drauf, beim letzterem einen Mehraufwand.

Wegen der Theorie: ich denke mal, praktisch dürfte sich ein solcher Schutzfilter bei Lichtreflexionen bemerkbar machen, also unter bestimmten Licht-Situationen. Bei Standardsituationen gebe ich dir recht, da muss man wohl eher ins Labor, um Unterschiede erkennen zu können. Mal auf die Schnelle ein Beispielbild mit diesen Reflexionen, die ohne Schutzfilter nicht da wären:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/22222043

Grüssle
Pino
Hallo Pino,

zunächst einmal: ich verwende selbst auch nur Filter, wenn notwendig, hier insbesondere Polfilter. Aber die in dem Bild sichtbaren Reflexion habe ich trotzdem häufig.

Typisch bei diesen Reflexionen ist, dass die Reflexion spiegelbildlich zur Lichtquelle auftritt. Die Ursache dafür ist jedoch nicht ein Filter, sondern ein Reflex durch die völlig plane Sensorglasoberfläche. Von dort wird das Licht zurückgeworfen und durch die Hinterlinse erneut reflektiert. Plane Frontfilter erzeugen hingegen lediglich eventuell Doppelkonturen. Diese gespiegelten Reflexe sind damals in der Film-Ära nicht aufgetreten, da die Film-Oberfläche matt war. Sie sind der Grund, warum bei den neueren "digital" gerechneten Objektiven nun auch die Hinterlinsen besonders vergütet werden.

Grüsse,
surgeon

JoeS
13.06.2011, 15:59
Die Ursache dafür ist jedoch nicht ein Filter, sondern ein Reflex durch die völlig plane Sensorglasoberfläche. Von dort wird das Licht zurückgeworfen und durch die Hinterlinse erneut reflektiert.

Deine Erklärung hört sich zwar plausibel an..., und wahrscheinlich ist da auch etwas dran. aber schau mal z.B. hier:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/13494312

Die Reflexionen kommen eindeutig vom Filter.

Grüssle
Pino

surgeon
13.06.2011, 18:17
Deine Erklärung hört sich zwar plausibel an..., und wahrscheinlich ist da auch etwas dran. aber schau mal z.B. hier:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/13494312

Die Reflexionen kommen eindeutig vom Filter.

Grüssle
Pino

Hallo nochmals,

ich will hier ja niemanden missionieren und ganz bestimmt niemanden dazu verleiten immer Schutzfilter zu verwenden. Ich habe nur selbst bereits des öfteren die dargestellten Reflexen mit meinen Kameras und Objektiven OHNE Schutzfilter beobachtet. Ich empfinde dieses als absolutes Ärgerniss der Digitalfotografie, es gibt eben KEIN Mittel dagegen. Das Problem tritt immer auf, wenn sehr helle Lichtquellen vor dunklem Hintergrund erscheinen, also insbesondere bei Nachtaufnahmen. Siehe auch in Deinem Link im untersten Kommentar. (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/700148/display/11346075) Auch hier ist schön zu sehen, dass die Reflexe spiegelverkehrt erscheinen. Es fällt daher regelmäßig auf, wenn in einem Bild die Lichtquellen in einer Hälfte und schwarzer Nachthimmel in der anderen zu sehen sind. Ähnliche Fotos habe ich massenhaft und muss dann jeweils händisch die Reflexe entfernen - auch ohne Filter. Falls hier jemand einen Tip hat, dieses Problem zu lösen wäre ich dafür sehr dankbar.

Grüße,

surgeon

net_stalker
13.06.2011, 18:49
Ich bin auch kein Filter-"Jünger" - ich benutze in erster Linie Teleobjektive die nur eine Filterschublade haben.
Ein Filter besteht in der Regel aus ganz einfachem Floatglas das noch einige Zusätze zur Entfärbung enthält. Das Substrat enthält keine Zusätze zur Änderung des Brechungsindex; das Glas selbst beeinflusst das Licht (bis auf ein wenig "Dämpfung") nicht.
"Schädlich" sind die Übergänge vom Glas zur Luft :
An der Grenzfläche wird ein Lichtstrahl aufgespalten in einen Reflexions-Strahl und einen gebrochenen Strahl. je kleiner der Einfallswinkel des Lichts ist desto größer wird die Intesität des gebrochenen Lichtstrahls - das erzeugt die Probleme. Durch diesen Effekt kann es auch so aussehen als wären Aufnahmen unscharf - die Doppelkonturen erscheinen genau wie beim "Verwackeln". Ein zweiter "Nebeneffekt" tritt an den parallel liegenden Ein- Austrittsflächen auf: die Lichtstrahlen werden geringfügig gestreut, auch das trägt zum Eindruck der Unschärfe bei.

Nur mal so nebenbei: wer fotografiert durch die geschlossene Fensterscheibe? Das ist auch nichts anderes als ein Stück Floatglas.............