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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Polfilter vs. Geli



Ossilein
18.07.2011, 14:25
Hi,
für meinen bevorstehenden Urlaub in Kanada wollte ich mir für mein 70-200 noch einen Pol-Filter zulegen. Zunächst einmal von einem Kollegen ausgeliehen, bin ich gleich auf das erste Problem gestoßen. Bei ausgesetzter Gegenlichtblende lässt sich der Polfilter nicht mehr drehen. Heißt das jetzt entweder Polfilter oder Geli? Wie wird das im allgemeinen gehandhabt.

lg Ossi

Hermann Klecker
18.07.2011, 15:37
Geli ab, Filter drehen, Geli drauf.

Oder gewöhne dich ans Fummeln.


Andere Hersteller haben schon mal Öffnungen in den Gelis um das Filter drehen zu können.


Bei 70+mm kannst Du aber auch über eine Gummi-Geli nachdenken, die Du dann vorn ins Filtergewinde schraubst. So mache ich das jedenfalls. Dazu kannst du dann natürlich keine Slim-Variante verwenden, die Du für 70+ aber auch nicht benötigst.

Karsten Socher
18.07.2011, 17:28
Und überleg dir, ob du nicht einen größeres Filter besorgst und mit einem Adapter anschließt. Wenn Du mal einen anderes Filter verwendest kannst Du dadurch Randschattierungen vermeiden.

Biotar
18.07.2011, 19:40
Ein Polfilter macht nur bei bestimmten Winkeln zu Sonne Sinn, bei 90 Grad wirkt er in der Regel am stärksten. Die Geli benötigst du eigentlich nur bei Gegenlichtaufnahmen, wo ein Filter zusätzlich im Strahlengang eh störend ist und ein Pol wenig, bis keine Wirkung zeigt (außer bei Reflexen, die aber bei Gegenlicht wieder gewünscht sind). Also ergänzt sich beides doch ganz gut.

Hermann Klecker
18.07.2011, 20:40
Und überleg dir, ob du nicht einen größeres Filter besorgst und mit einem Adapter anschließt. Wenn Du mal einen anderes Filter verwendest kannst Du dadurch Randschattierungen vermeiden.

Wenn dann die Geli noch passt ...

Hermann Klecker
18.07.2011, 20:43
Ein Polfilter macht nur bei bestimmten Winkeln zu Sonne Sinn, bei 90 Grad wirkt er in der Regel am stärksten. Die Geli benötigst du eigentlich nur bei Gegenlichtaufnahmen, wo ein Filter zusätzlich im Strahlengang eh störend ist und ein Pol wenig, bis keine Wirkung zeigt (außer bei Reflexen, die aber bei Gegenlicht wieder gewünscht sind). Also ergänzt sich beides doch ganz gut.

Die Geli ist immer sinnvoll.

Das Pola wirkt grundsätzlich auch in Richtung der Sonne. Richtig ist, daß wenn die Sonne im Bild ist, man Störungen durch das Filter riskiert. Wenn die Sonne nicht im Bild ist aber trotzdem das Filter bescheint, dann passt die Geli nicht zur Brennweite. Gibt es besonders oft bei Zoom-Objetkiven, die im WW-Bereich beginnen.

Das Pola ist ja nicht nur für blauen Himmel da sondern auch im Spiegelungen z.b. auf Wasser zu verstärken oder reduzieren. Und Spiegelungen kann es auch geben, wenn man mit der Sonne im Rücken oder gegen sie fotografiert.

Ähnlich bei Dunst.

Karsten Socher
19.07.2011, 02:41
Wenn dann die Geli noch passt ...

Das ist richtig, muss halt ausgetestet werden.

Ich bin gerade dabei, viele Landschaftsaufnahmen anzufertigen mit fließendem Wasser. Da arbeite ich mit Landzeitbelichtungen. Und dafür verwende ich nicht nur Blende 16/22 und 50 ASA, auch ein bis zwei Graufilter, um 30 Sekunden und mehr an Belichtungszeiten zu verwenden. Dazu kommt ein Polfilter, um die Farben des Himmels und des Grüns zu kräftigen. Wenn Du die drei Filter an einem L-Objektiv hast, kommt es zu Randabschattungen und Vignettierungen. Da muss ich entweder einen Schritt zurückgehen und beschneiden oder überlegen, einen größeren Durchmesser verwenden. Jedenfalls merke ich jetzt, das hätte ich mal so anschaffen sollen.

Hermann Klecker
19.07.2011, 02:55
Das ist richtig, muss halt ausgetestet werden.

Ich bin gerade dabei, viele Landschaftsaufnahmen anzufertigen mit fließendem Wasser. Da arbeite ich mit Landzeitbelichtungen. Und dafür verwende ich nicht nur Blende 16/22 und 50 ASA, auch ein bis zwei Graufilter, um 30 Sekunden und mehr an Belichtungszeiten zu verwenden. Dazu kommt ein Polfilter, um die Farben des Himmels und des Grüns zu kräftigen. Wenn Du die drei Filter an einem L-Objektiv hast, kommt es zu Randabschattungen und Vignettierungen. Da muss ich entweder einen Schritt zurückgehen und beschneiden oder überlegen, einen größeren Durchmesser verwenden. Jedenfalls merke ich jetzt, das hätte ich mal so anschaffen sollen.

Hmm...

Nur um beim Thema zu bleiben, dem TO ging es um 70-210 oder so.
Ich wil es nicht ausschließen, aber da sehe ich auch bei drei Filtern noch keine große Gefahr für Randabschattungen.

Eh Du drei nimmst nimm doch einen zweiten Pola. Das vordere muß linear sein. Das vordere wird die übliche Pola-Wirkung bestimmen. Mit dem hinteren sperrst Du dann variabel viel Licht aus.

Erfahrungsgemäß fängst Du Dir damit einen Blaustich ein. Der dürfte im Zeitalter des Weißabgleichs (Der Einfachheit halber vor Ort halt RAW fotografieren) aber keine wirklich tragische Rolle mehr spielen.

Das vordere Filter könnte ein Slim sein. Lineare Polas sind ja auch nicht ganz so teuer.


Bei kurzen Brennweiten hat auch der größere Durchmesser so seine Grenzen.
Und wenn dann die Geli nicht passt und man eine Gummi-Geli braucht, dann kommt ja noch ein Filter-Ring dazu und das vorderste Filter kann kein Slim mehr sein, also verlängert sich der Tunnel/Zylinder um 1,5 Filterringe. ...

M_L
19.07.2011, 03:01
Die Geli benötigst du eigentlich nur bei Gegenlichtaufnahmen, ... Also ergänzt sich beides doch ganz gut.
Bitte nicht solch eine Falschinformation verbreiten das glaubt am Ende noch jemand.

Das Teil heißt Streulichtblende und das aus gutem Grund: bei Gegenlicht hat sie überhaupt keine Wirkung. Die Blende hat die Aufgabe von der Seite eintreffendes Licht, deren Quelle sich nicht innerhalb des Bildausschnittes befindet, ab zu halten damit es nicht an der Linse gebrochen und so zu Kontrastverlusten führt.
Gerade bei Verwendung eines Polfilters ist also die Streulichtblende besonders sinnvoll, da wie du korrekt erwähnt hast der Seitlich zur Lichtquelle besonders gut arbeitet und ein Filter immer die Anfälligkeit für Streulicht erhöht.

Außerdem gibt es noch Situationen in denen man Lichteinfall von mehreren Seiten hat, die Streulichtblende schadet also garantiert nicht.

Karsten Socher
19.07.2011, 12:04
Hmm...

Nur um beim Thema zu bleiben, dem TO ging es um 70-210 oder so.
Ich wil es nicht ausschließen, aber da sehe ich auch bei drei Filtern noch keine große Gefahr für Randabschattungen.

Eh Du drei nimmst nimm doch einen zweiten Pola. Das vordere muß linear sein. Das vordere wird die übliche Pola-Wirkung bestimmen. Mit dem hinteren sperrst Du dann variabel viel Licht aus.

Erfahrungsgemäß fängst Du Dir damit einen Blaustich ein. Der dürfte im Zeitalter des Weißabgleichs (Der Einfachheit halber vor Ort halt RAW fotografieren) aber keine wirklich tragische Rolle mehr spielen.

Das vordere Filter könnte ein Slim sein. Lineare Polas sind ja auch nicht ganz so teuer.


Bei kurzen Brennweiten hat auch der größere Durchmesser so seine Grenzen.
Und wenn dann die Geli nicht passt und man eine Gummi-Geli braucht, dann kommt ja noch ein Filter-Ring dazu und das vorderste Filter kann kein Slim mehr sein, also verlängert sich der Tunnel/Zylinder um 1,5 Filterringe. ...

Danke für die Idee mit dem zweiten Polfilter, werde es mal testen wenn ich einen geliehen bekomme :)

Du hast schopn Recht. Bei meiner Sache ist das Problem, ich hätte nie geglaubt, mal in eine Situation zu kommen, einen Graufilter mit mehr als 8 ND verwenden zu müssen und habe mir dementsprechend nur kleinere Verlängerungsfaktoren zugelegt. Sinnvoller wäre für mich wirklich ein 16 ND oderso. Das wäre für mich erstmal sinnvoller.