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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Canon 17mm TS-E, 24 TS-E oder Zeiss 21mm?



patrykb
19.11.2011, 01:46
Hallo Freunde,

ich besitze an meiner 5DMKII ein 17-40 für Landschaften und möchte doch eine Festbrennweite!

Welches würdet ihr empfehlen? (an die Profis unter euch hier)
Ich besitze nur das einzige Zoom.Der Rest sind meine Festbrennweiten:
35mm L - 100mm L - 135mm L - 200mm L.

24er TS-E kann Filter aufnehmen, das TS-E 17er nicht (dafür viel breiter)
Zeiss hat auch tolle optische Eigenschaften.
Von den TS-E`s bin ich optisch begeistert nach den Testbildern.

Welches würdet ihr für Landschaften nehmen?

Patryk.

Aperture 1.2
19.11.2011, 02:06
ganz klar 17 TS-E.

Meine Aufstellung ist grad auch: 17 TS-E, 35L, 85L, 135L, 200 2 L.
Für meinen 17 TS-E hab ich mir selbst einen Filterhalter gebastelt.

Demnächst kommt aber noch das 14 2.8 II dazu

hs
19.11.2011, 09:09
Ich habe (nur) das alte TS-E 24 und würde sagen, es kommt drauf an was Du fotografieren willst.

Vornehmlich Architektur, dann klar das 17er (das 24er ist manchmal etwas zu lang). Etwas breiter aufgestellt (z.B. Reise, Städte, Landschaft) wäre das 24er das Objektiv meiner Wahl.

Artefakt
19.11.2011, 10:02
Frage: Wozu braucht man am 17er TS so dringend einen Filter? Polarisation ist bei dem Bildwinkel wohl ohnehin nicht brauchbar. Und sonst?

Im analogen FD-System gab es das 35er Shift. Eigentlich für Architektur viel zu lang. Ich habe eine Zeitlang mit einem Horseman-Gehäuse, Kodak-4x4cm-Digital-Rückteil und Pentax-Bajonett fotografiert (Innenarchitektur, Wert der Ausrüstung: so um die 35.000 Euro!). Das 28er Pentax-Shift war schon besser (allerdings mit leicht welliger Verzeichnung - so etwas hatte ich vorher nie gesehen).

EOS-System: Das 24er Shift (das alte) war bis zum Erscheinen der neuen TS-Objektive das Maß der Dinge, welches sehr gleichmäßig scharf, allerdings bei maximaler Verstellung am "entfernten" Rand nicht mehr brauchbar ist (außer für Himmelsblau oben als Verlängerung des Motivs). Und ja, es ist oft zu kurz, wenn es wirklich um Architektur (außen und innen) geht.

Insgesamt brauche ich derzeit ein Shift eher selten (Tilt habe ich noch nie eingsetzt). Wenn ich jetzt ein Shift-Objektiv kaufen würde, wäre es mit Sicherheit das 17er! Die Qualität ist eine absolute Referenz. Ein bisschen was abschneiden kann man noch immer, wenn der Bildwinkel doch mal zu groß sein sollte :-)

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at (http://www.abcdesign.at)



Gruß, Dietmar

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Eg
19.11.2011, 10:16
Gerade für Landschaften kann ich das Zeiss ZE21/2.8 sehr empfehlen.

hs
19.11.2011, 10:29
Frage: Wozu braucht man am 17er TS so dringend einen Filter? Polarisation ist bei dem Bildwinkel wohl ohnehin nicht brauchbar. Und sonst?

Die rausstehende Frontlinse ist durchaus ein Problem (da gefährdet).


Im analogen FD-System gab es das 35er Shift.

Genauso wie das 24er am Crop. Dennoch, das TS-E am 24 am FF ist eine sehr universelle Brennweite. ;)



Insgesamt brauche ich derzeit ein Shift eher selten (Tilt habe ich noch nie eingsetzt).

Bei kurzen Brennweiten (<= 24mm) ist Shift eine feine Sache, ob Architektur (geradestellen) oder Landschaft (Horizont verschieben).

Und Tilt macht mit dem 90er richtig Spaß. :cool:

Vereinfacht gesagt: je kürzer desto Shift, je länger desto Tilt.


Wenn ich jetzt ein Shift-Objektiv kaufen würde, wäre es mit Sicherheit das 17er!

Frag mal Ralph (Alpha), wenn er mit Gleitschirm unterwegs ist. Da ist das 17er und die hervorstehende Linse ein echtes Problem.Und auch ich würde eher zum 24er tendieren (weil vielfältiger nutzbar).

Radomir Jakubowski
19.11.2011, 11:35
Hi,
für Landschaftsfotografie gibt es kein besseres Objektiv als das TS-E 24mm L II, das ist meine Lieblingslinse im Landschaftsbereich. Optisch überragend und es ist nicht zu viel WW. Beim 17er, werden wichtige Bildelemente im Hintergrund oft zu klein, mit dem 24er ists meistens Perfekt.
Wenn du 17mm gerne hättest, dann musst du einfach einmal hoch und einmal runter shiften und hast ca. 17mm bei etwa 35Mpix.
Ich würde ganz klar ein TS-E nehmen, denn mit Hilfe von Tilt und Shift erreichen deine Bilder eine Schärfe im Landschaftsbereich, die von vorne bis hinten durchgängig ist und das geht mit keinem normalen WW.
Ich finde die Kombination aus 17-40 + ts-e 24 II hoch praxistauglich. Guck mal auf meine HP, meine Landschaftsbilder sind alle mit der Kombi entstanden.

patrykb
19.11.2011, 11:55
ganz klar 17 TS-E.

Meine Aufstellung ist grad auch: 17 TS-E, 35L, 85L, 135L, 200 2 L.
Für meinen 17 TS-E hab ich mir selbst einen Filterhalter gebastelt.

Demnächst kommt aber noch das 14 2.8 II dazu

Also das 14mm kommt nicht aufgrund seiner nicht zu guten optischen Leistung in Frage.
Dieses Objektiv für so viel Geld würde ich nie kaufen.Meine Meinung.
(habe es auch in Betracht gezogen)
Die Tests zeigen ganz klar,dass mann für 1/8 z.B das Samyang 14mm kaufen kann und dabei seeeehr viel Geld spart.

17 TS-E / 24 TS-E / Zeiss 21?
Diese Frage werde ich mir wie es aussieht selber beantworten müssen.

Ich war letztens in den Bergen und am See unterwegs und fand manchmal sogar die 17mm an 5D etwas zu wenig.

Tilt/Shift Funktion finde ich genial und denke, dass ich mit 17mm doch besser bedient wäre. (was Landschaft und Architektur betrifft,wobei ich zu 80% Landschaften damit machen würde)

patrykb
19.11.2011, 12:13
Bezüglich 14mm,dass ich auch angeschaut habe:
Ich würde es niemals kaufen.Lese den Bericht hier:

http://www.lenstip.com/index.php?test=obiektywu&test_ob=324

Beispiel in Originalauflösung.Ecken sind zum......und mehr als nur die Ecken selbst:

http://pliki.optyczne.pl/can14L/can14_fot06.JPG

Eg
19.11.2011, 12:26
Falls Du Interesse hast, kannst Du mein ZE 21 gerne mal am Eigerplatz anschauen und austesten kommen.

Gruess, Tinu

patrykb
19.11.2011, 17:51
Schreibe gleich eine PN.
Patryk.

ehemaliger Benutzer
19.11.2011, 17:59
Zum Zeiss kann ich nichts sagen. Von den tse habe ich beide wobei das 17er bei mir meist in Innenräumen Verwendung findet. Mache damit doku. für einen Innenarchitekten. Das 24 aber scheint mir für Landschaft ideal Vor allem bei 360 Grad Panoramen. Die Prints bis 4 Meter sind das beste was ich bisher sah.

patrykb
19.11.2011, 19:39
Zum Zeiss kann ich nichts sagen. Von den tse habe ich beide wobei das 17er bei mir meist in Innenräumen Verwendung findet. Mache damit doku. für einen Innenarchitekten. Das 24 aber scheint mir für Landschaft ideal Vor allem bei 360 Grad Panoramen. Die Prints bis 4 Meter sind das beste was ich bisher sah.

Ich hatte das 24-70 und 24mm waren mir oft etwa zu wenig.
17mm finde ich sehr breit und das Zeiss hätte 21mm. (genau dazwischen also)
Ich werde mich wahrscheinlich zwischen 17er TSE und 21er Zeiss entscheiden.
Das Zeiss werde ich mal testen können nach dem Angebot des Users im Forum aus Bern.

patrykb

patrykb
23.11.2011, 22:06
Die Entscheidung ist gefallen.

ZEISS 21mm 2.8.
Die Schärfe ist der Hammer und die Farben genauso.
Ich bin begeistert und freue mich bald ein Zeiss-Besitzer zu sein.
Patryk.

Martin Mohr
23.11.2011, 22:58
Die Entscheidung ist gefallen.

ZEISS 21mm 2.8.
Die Schärfe ist der Hammer und die Farben genauso.
Ich bin begeistert und freue mich bald ein Zeiss-Besitzer zu sein.
Patryk.
Das alte oder das neue?

patrykb
23.11.2011, 23:24
Natürlich das neue.

ehemaliger Benutzer
23.11.2011, 23:36
Die Entscheidung ist gefallen.

ZEISS 21mm 2.8.
Die Schärfe ist der Hammer und die Farben genauso.
Ich bin begeistert und freue mich bald ein Zeiss-Besitzer zu sein.
Patryk.

Gute Wahl, schönes Bokeh, herrliches Kontrastverhalten - aber man braucht (wie bei allen manuellen Objektiven) etwas Einarbeitung und auch den Blick für die optimale Schärfeebene!

patrykb
23.11.2011, 23:43
Gute Wahl, schönes Bokeh, herrliches Kontrastverhalten - aber man braucht (wie bei allen manuellen Objektiven) etwas Einarbeitung und auch den Blick für die optimale Schärfeebene!

Ich werde damit hauptsächlich Landaschaften fotografieren.
Bei eine f8 und 21mm an 5D beträgt die Hyperfokaleeinstellung: 1,86m
das bedeutet,dass ich locker auf die fast Unendlichstellung einstellen kann.
Kein Problem.
Alles andere wird auch easy sein:)

ehemaliger Benutzer
23.11.2011, 23:56
das bedeutet,dass ich locker auf die fast Unendlichstellung einstellen kann.

Ich bezweifle ja nicht, dass Du es kannst :p

Gut dass Du "fast" erwähnt hast! Dort in der Nähe der Unendlichstellung gibt es einen winzigen idealen Bereich ... i.d.R. aber nicht die Unendlichstellung selbst. Probiers aus ;)

patrykb
27.11.2011, 09:31
Entscheidung gefallen: Ich freue mich auf mein neues ZEISS 21mm.

Peter Grüner
27.11.2011, 09:39
Hi,


Entscheidung gefallen: Ich freue mich auf mein neues ZEISS 21mm.

Glückwunsch. Ich bin ja auch neu im Zeiss-Segment und entdecke gerade das entschleunigte Fotografieren.
Warum hast Du Dich für das 21mm und nicht für das 18mm entschieden?

Gruß,
Peter

hs
27.11.2011, 09:57
Hi Peter,


Warum hast Du Dich für das 21mm und nicht für das 18mm entschieden?


das sollte deine Frage beantworten. ;)


Ich hatte das 24-70 und 24mm waren mir oft etwa zu wenig.
17mm finde ich sehr breit und das Zeiss hätte 21mm. (genau dazwischen also)

VG Helmut

Peter Grüner
27.11.2011, 10:32
Hi,

Hi Peter,
das sollte deine Frage beantworten. ;)
VG Helmut

Ja, das würde das erklären. Ich muss selbst mal schauen, ob mir das 21mm im Vergleich zu den 24mm an meinem 24-70 nicht noch zu wenig weit ist ;-)

Gruß,
Peter

patrykb
27.11.2011, 15:45
Hi,



Glückwunsch. Ich bin ja auch neu im Zeiss-Segment und entdecke gerade das entschleunigte Fotografieren.
Warum hast Du Dich für das 21mm und nicht für das 18mm entschieden?

Gruß,
Peter


Ich habe das 21er gewählt,da es eine optisch bessere Leistung bietet.
Ausserdem ist eine 21er FB wahrscheinlich etwas praktischer im Alltag.
Die Schärfe und Anfassqualität sind echt stark: wie ein Edelstein:)
"Farben + Schärfe bis in die Ecke" haben mich entscheiden lassen.

Patryk.

Motivklingel
27.11.2011, 19:33
Hallo Freunde,

ich besitze an meiner 5DMKII ein 17-40 für Landschaften und möchte doch eine Festbrennweite!

Welches würdet ihr empfehlen? (an die Profis unter euch hier)
Ich besitze nur das einzige Zoom.Der Rest sind meine Festbrennweiten:
35mm L - 100mm L - 135mm L - 200mm L.

24er TS-E kann Filter aufnehmen, das TS-E 17er nicht (dafür viel breiter)
Zeiss hat auch tolle optische Eigenschaften.
Von den TS-E`s bin ich optisch begeistert nach den Testbildern.

Welches würdet ihr für Landschaften nehmen?

Patryk.

Also ich kenne alle Objektive aus eigener Erfahrung und denke, Du solltest in erster Linie nach Deinen persönlichen Bedarf (und nicht nach Schärfe oder den Bedürfnissen anderer) entscheiden.

patrykb
27.11.2011, 20:08
Meine Objektive sind nach meinem persönlichen Bedarf gewählt.
Hier ging es um die Landschaft und um TS-E / Zeiss.
Gruss
Patryk.

zoz
28.11.2011, 01:02
"Farben + Schärfe bis in die Ecke" haben mich entscheiden lassen.


Hast Du denn die (neuen) TSEs diesbezgl. auch probiert?
Für die gilt das nämlich (vor allem wenn man sie nicht shiftet) ganz genau so.

Nach allem was ich dazu gelesen habe (ich habe zwar beide TSEs aber kenne das 21er Zeiss aus eigener Erfahrung nicht) sind sie sogar noch einen hauch schärfer als dieses, bei geringerer Verzeichnung und Vignettierung.

Das 18er Zeiss habe ich mit dem 17er TSE und dem 17-40 mal verglichen:
http://www.zozgornik.de/zozgornik/17-18mm.html

Das 24er TSE bietet durch den Shift nach meinem persönlichen Gefühl etwas mehr Bildwinkel als eine normal 24er Brennweite.
Da muss ich immer etwas "Fleisch" einkalkulieren für die nachträgliche Perspektivkorrektur. Das muss ich beim Shift nicht.

Für das 17er kann man wenn man sie nicht (oder nicht viel) shiftet auch eine Geli machen, die die exponierte Frontlinse zumindest ähnlich gut schützt wie bei den 14ern.

zoz
28.11.2011, 01:14
Nachtrag:
Die Blende am 17er
http://zozgornik.de/Image/Tests/TSE17Geli.jpg

KloBoBBerLe
03.06.2012, 23:42
Würdet Ihr für Berg-Fotografien lieber das 17er oder das 24er wählen? :confused:

Artefakt
04.06.2012, 08:57
Würdet Ihr für Berg-Fotografien lieber das 17er oder das 24er wählen? :confused:

Wenn die Shift-Funktion bei Bergaufnahmen gefordert ist (für eine realitätsnähere Darstellung ohne diese WW-Verjüngung bei nach oben geschwenkter Kamera), dann ist ein Shift in den Bergen nützlich, ansonsten ist es in erster Linie schwer :-)

Es kommt sehr auf die Berge an, die zu fotografieren sind. In den Dolomiten z.B. (oder wohl auch in den Anden :-) mit ihren engen, hohen Klippen ist vielleicht das 17er nützlich, aber es kann auch passieren, dass mit einem UWW (ob geshiftet oder nicht) alles zu weit weg und zu klein abgebildet wird, wenn man auf einem Gipfel steht und Fotos machen will.

Alleine mit einem 17er würde ich nicht in die Berge gehen. Wenn, dann zusätzlich mit einem 28er oder 35er. Wenn nur eine WW-Optik, dann vielleicht ein 24er. Es kann aber, je nach Charakteristik der Gegend, auch ein moderateres WW ausreichend sein. Kommt auch drauf an, was man fotografieren will. Das lässt sich pauschal wohl nicht sagen.

Ich habe schon schöne Bergpanoramen mit dem 2,5/50 Makro am Crop (Hochformataufnahmen aneinandergestückelt), wenn ich irgendwo oben mit schöner Übersicht war (z.B. Dachstein). Die sind dann am Rand nicht so gestreckt wie vom UWW (wenn es auf richtige Proportionen ankommt).

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at (http://www.abcdesign.at)

Nelson
04.06.2012, 13:17
Für Bergaufnahmen mit Stativ würde ich das TS-E 17 nehmen; wenn Du den 1,4 Konverter dranschraubst, hast Du ein TS-E 25, halt etwas lichtschwächer.

Motivklingel
09.06.2012, 10:02
Also das 14mm kommt nicht aufgrund seiner nicht zu guten optischen Leistung in Frage.
Dieses Objektiv für so viel Geld würde ich nie kaufen.Meine Meinung.
(habe es auch in Betracht gezogen)
...
Ich war letztens in den Bergen und am See unterwegs und fand manchmal sogar die 17mm an 5D etwas zu wenig.


Damals gab es dieses Objektiv noch nicht, aber wenn sich Deine Frage heute nochmals stellen würde, könnte man Dir nun das Zeiss 15mm f/2.8 ASPH empfehlen:

http://www.kenrockwell.com/zeiss/slr/15mm-f28.htm
http://lenses.zeiss.com/photo/de_DE/products/slr/distagont2815.html

zoz
09.06.2012, 12:23
Damals gab es dieses Objektiv noch nicht, aber wenn sich Deine Frage heute nochmals stellen würde, könnte man Dir nun das Zeiss 15mm f/2.8 ASPH empfehlen:


Bei Landschaftsfotos bringt nach meiner Erfahrung die Möglichkeit des Shifts mehr nutzbaren Bildwinkel als eine kürzere Brennweite. Zumindest dann wenn man den Horizont nicht in der Bildmitte haben will. Dann ist für meinen Geschmack auch bei Landschaftsaufnahmen eine Korrektur der Perspektive notwendig. Und das geht mit dem Shiftobjektiv bei der Aufnahme ohne Verluste mit einem normalen Objektiv kostet das Bildwinkel und Auflösung.
So gut gelungen wie das Zeiss optisch auch ist, es ist teurer, größer und genau so schwer wie das 17er TSE welches optisch ja auch erste Sahne ist.
Deshalb würde ich mich immer für das TSE entscheiden.
Einziger Punkt der fürs Zeiss sprechen könnte ist die Nutzbarkeit von Filtern (95mm). Die größere Lichtstärke wird man bei einer Vignettierung von 5 Blendenstufen bei Offenblende kaum nutzen können.

chico11mbit
09.06.2012, 12:31
Bei Landschaftsfotos bringt nach meiner Erfahrung die Möglichkeit des Shifts mehr nutzbaren Bildwinkel als eine kürzere Brennweite. Zumindest dann wenn man den Horizont nicht in der Bildmitte haben will. Dann ist für meinen Geschmack auch bei Landschaftsaufnahmen eine Korrektur der Perspektive notwendig. Und das geht mit dem Shiftobjektiv bei der Aufnahme ohne Verluste mit einem normalen Objektiv kostet das Bildwinkel und Auflösung.
So gut gelungen wie das Zeiss optisch auch ist, es ist teurer, größer und genau so schwer wie das 17er TSE welches optisch ja auch erste Sahne ist.
Deshalb würde ich mich immer für das TSE entscheiden.
Einziger Punkt der fürs Zeiss sprechen könnte ist die Nutzbarkeit von Filtern (95mm). Die größere Lichtstärke wird man bei einer Vignettierung von 5 Blendenstufen bei Offenblende kaum nutzen können.

vergesst mir beim ganzen shiften den tilt nicht. Wasserläufe mit steinen im Vordergrund und mit bergen im Hintergrund bekommt man auch bei kleinen blenden nicht durchgehend scharf. da ist tilten unabdingbar.

Radomir Jakubowski
09.06.2012, 13:40
Einziger Punkt der fürs Zeiss sprechen könnte ist die Nutzbarkeit von Filtern (95mm). Die größere Lichtstärke wird man bei einer Vignettierung von 5 Blendenstufen bei Offenblende kaum nutzen können.

Ich hab das Zeiss seit längerem im Einsatz und auch bei Offenblende ist es voll nutzbar. Gerade die Vignettierung hat bei Reportagen ihren ganz eigenen Charme, ich will sie nicht mehr missen. Wenn sie stört setzt man im ACR7.1 einfach ein Häckchen bei der Objektivkorrektur.
Mich überzeugt das 15er Zeiss als einziges Weitwinkel seit dem TS-E 24mm L II wirklich voll und ganz.

zoz
09.06.2012, 14:04
Gerade die Vignettierung hat bei Reportagen ihren ganz eigenen Charme, ich will sie nicht mehr missen. Wenn sie stört setzt man im ACR7.1 einfach ein Häckchen bei der Objektivkorrektur.
Da hat jeder seine eigenen Vorlieben, bei Landschaftsfotos (und um die geht es in dem Thread wenn ich mich nicht irre) finde ich so eine starke Vignettierung sehr störend, allerdings mache ich Landschaftsaufnahmen auch eher selten bei Offenblende.
Eine Vignettierung nachträglich einem Bild zu zu fügen ist ja genau so möglich. Im gegensatz zum raus rechnen der Vignettierung hat das auch keinen negativen Einfluss auf die Bildqualität.
Das Aufhellen der Bildecken um 4-5EV hingegen hat einen erheblichen negativen Einfluss.

Motivklingel
09.06.2012, 14:12
Mich überzeugt das 15er Zeiss als einziges Weitwinkel seit dem TS-E 24mm L II wirklich voll und ganz.

Ich konnte es auch schon ausprobieren und ich war überrascht, wie gut die Ergebnisse schon ohne jede Korrektur sind. Gerade Linien werden damit wirklich auch gerade wieder gegeben, was ja bei Superweitwinkelobjektiven nur selten der Fall ist.

Deswegen und der hohen Qualität schon bei offener Blende macht besonders die schnelle Fotografie aus der Hand in Innenräumen Spass.

Landschaftsfotos kann man aber auch gut mit anderen Brennweiten machen.

Radomir Jakubowski
09.06.2012, 14:25
Eine Vignettierung nachträglich einem Bild zu zu fügen ist ja genau so möglich. Im gegensatz zum raus rechnen der Vignettierung hat das auch keinen negativen Einfluss auf die Bildqualität.
Das Aufhellen der Bildecken um 4-5EV hingegen hat einen erheblichen negativen Einfluss.

Eine eingefügte Vignette wirkt leider manchma nicht ganz so schön wie die die ein Objektiv von alleine erzeugt. Gerade bei Reportagen verwendet man ja eher f/2,8-4,0 und da ist die Vignette des Zeiss richtig geil. Aber auch bei Landschaften wirkt sie sehr gut, z.B. http://www.naturfotocamp.de/wp/wp-content/uploads/2012/06/2012-236.jpg (am besten mit dunklem Hintergrund betrachten)
Aber wenn man dann abblendet, ab F5,6 ist die Vignettierung nicht mehr Praxisrelevant und ich denke die Meisten machen ihre Landschaftsbilder eher mit f/8-16, ein Beispiel wäre z.B. http://www.naturfotocamp.de/wp/wp-content/uploads/2012/05/2012-163.jpg

Die verlinkten Bilder sind übrigens alle mit dem Zeiss 15mm entstanden.

zoz
09.06.2012, 15:13
Eine eingefügte Vignette wirkt leider manchma nicht ganz so schön wie die die ein Objektiv von alleine erzeugt.
Sorry, aber das ist doch Fotoesoterik.
Ich glaube Dir nicht, dass Du nicht in der Lage bist einem Bild die passende Vignettierung zu geben, aber die vom Fotografen kaum beeinflussbare Vignettierung des Objektives wäre dann genau die richtige...
Wenn Du die Vignettierung des 15ers bei 2,8 so toll findest kannst Du ein entsprechendes Profil erzeugen und sie genau so ins Bild einfügen.

Die optisch Leistung des Zeiss insbesondere in Punkto Verzeichnung ist ja unbestritten. Aber es ist eben auch nicht frei von Nachteilen (selbst wenn der Preis keine Rolle spielt...)
Dazu gehört die relativ große Vignettierung die alle aktuellen Zeiss SWW haben. Diese ist mindestens z.T. der Grund warum die Objektive schon bei Offenblende bis in die Ecken scharf sind. die Ecken sind eben schon bei Offenblende auf f/11 "abgeblendet".
Natürlich ist das ein Effekt den alle Hersteller nutzen, bei den Zeiss Objektiven ist er nach meinen Beobachtungen aber idR stärker ausgeprägt als z.B. bei Canon oder Nikon.
Und diese Vignettierung kostet (wenn man sie nicht explizit einsetzen will) einfach Belichtungsspielraum.
Natürlich ist bei den TSEs wegen des größeren Bildkreises bei normaler Benutzung die Vignettierung besonders gering. Neben Tilt und Shift einer der großen Vorteile dieser Objektive, die ja auch ihre Nachteile haben...
Es gibt eben nicht das Objektiv für jeden und für alles...;)

Mr.Spock91
09.06.2012, 15:31
UWW mit TC? krass
Funktioniert ein TC denn an allen Optiken?
// (dumme Ideen bekomm...)

Grüße Nico

Tüftelwicht
09.06.2012, 16:01
UWW mit TC? krass
Funktioniert ein TC denn an allen Optiken?


Nicht offiziell von Canon bestätigt, aber die TS-E-Optiken harmonieren auch gut mit den EF-Konvertern. Für das TS-E 90 gilt das auch für den Spezialkonverter vom 50er Makro.

Radomir Jakubowski
09.06.2012, 17:42
Sorry, aber das ist doch Fotoesoterik.


Ja, mag sein dass es Fotoesoterik ist, allerdings ist es nicht von der Hand zu weißen, gerade für Reportagen. Ein kleines Beispiel, ein Freund von mir lebt in Afrika und macht dort Reportagefotografie, die in allen großen Magazinen veröffentlicht werden. Sein Kommentar zur Vignette des 15ers war:
"schöne Vignette
wie hast du die gemacht?
oder ist das die Linse?
dann wär die wirklich was für mich"

Aber klar, viele sehen Vignettierung immer nur als negative Eigenschaft an. Ich füge hingegen z.B. bei vielen meiner Aufnahmen eine Vignette ein, wenn sie nicht stark genug für mich ist.

Zur reinen optischen Qualität, ich hab das 15er auch mit dem Canon 14er II Verglichen und gerade was CAs angeht ist das neue Zeiss deutlich besser. Aber auch die Schärfe bei weit offenen Blenden ist besser beim Zeiss. Gepaart mit der Möglichkeit Filter zu verwenden, finde ich das Zeiss wirklich überzeugend.

zoz
09.06.2012, 18:57
UWW mit TC? krass
Funktioniert ein TC denn an allen Optiken?

Nicht jeder Konverter funktioniert mit allen Optiken.
Die TCs von Canon funktionieren aber ganz gut an den TSEs. An alle anderen SWW und WW Objektive von Canon passen sie schon mechanisch überhaupt nicht dran.



Aber klar, viele sehen Vignettierung immer nur als negative Eigenschaft an. Ich füge hingegen z.B. bei vielen meiner Aufnahmen eine Vignette ein, wenn sie nicht stark genug für mich ist.
Das tue ich auch, aber eben mit der zum Bild passenden Vignette, und eben nicht immer.
Eine starke Vignettierung ist eine negative Eigenschaft eines Objektives.
Sie beschränkt die fotografischen Möglichkeiten genau wie mangelnde Auflösung oder CAs.
Manchmal gefällt auch die weich gespülte Wiedergabe eines alten unvergütetem Objektives. Das ist völlig i.O. deshalb ist das in meinen Augen aber immer noch keine vorteilhafte Eigenschaft eines solchen Objektives.


Zur reinen optischen Qualität, ich hab das 15er auch mit dem Canon 14er II Verglichen und gerade was CAs angeht ist das neue Zeiss deutlich besser. Aber auch die Schärfe bei weit offenen Blenden ist besser beim Zeiss. Gepaart mit der Möglichkeit Filter zu verwenden, finde ich das Zeiss wirklich überzeugend.
Auch die Vignettierung ist Teil der optische Qualität.
Und die CAs kann man genau so raus rechnen wie die Vignettierung...:p
Ob 5EV Vignettierung mehr negative Effekte auf die BQ in den Ecken hat als das rausrechnen der CAs am 14er kann ich nicht sagen...

Keine Frage das Zeiss ist ein tolles Objektiv mit spitzen Eigenschaften. Aber es besitzt auch gegenüber dem 14II nicht nur Vorteile (teurer, schwerer, viel größer, kein AF) und da muss man sich das beste für einen selbst raus suchen.

Radomir Jakubowski
09.06.2012, 19:42
Keine Frage das Zeiss ist ein tolles Objektiv mit spitzen Eigenschaften. Aber es besitzt auch gegenüber dem 14II nicht nur Vorteile (teurer, schwerer, viel größer, kein AF) und da muss man sich das beste für einen selbst raus suchen.

Naja, ich spreche aus der Praxis heraus und habe das Zeiss mittlerweile von Schweden bis Portugal gefahren und bin wirklich sehr begeistert, wobei die von dir genannten Nachteile für mich absolut keine sind, also Größe, Gewicht und AF sind in meinen Augen eh nicht groß beachtenswert). So begeistert war ich an Canon noch nie von einem SWW und überhaupt nur vom TS-E 24mm L II im WW-Bereich.

zoz
09.06.2012, 20:42
So begeistert war ich an Canon noch nie von einem SWW und überhaupt nur vom TS-E 24mm L II im WW-Bereich.
Schließt das 17er TSE mit ein?
Ich finde nicht, dass es viel schlechter ist wie das 24er...

Radomir Jakubowski
09.06.2012, 21:01
Schließt das 17er TSE mit ein?
Ich finde nicht, dass es viel schlechter ist wie das 24er...

Aber es ist schlechter. In meinen Augen ist das TS-E 24 II das optisch beste Objektiv überhaupt im Canon Programm. Mit dem 17er bin ich nie wirklich warm geworden, aber ich würde sagen bis einschließlich f5,6 kommt das 17er nicht ran ans Zeiss.

zoz
09.06.2012, 22:55
Aber es ist schlechter. In meinen Augen ist das TS-E 24 II das optisch beste Objektiv überhaupt im Canon Programm. Mit dem 17er bin ich nie wirklich warm geworden, aber ich würde sagen bis einschließlich f5,6 kommt das 17er nicht ran ans Zeiss.

Ja es ist schlechter als das 24er aber nach dem ist es das beste WW im Canon Programm und auch besser als alles andere was ich bisher in dem Brennweitenbereich gesehen habe. (Deutlich besser als das 18er Zeiss, und auf jeden Fall nicht schlechter als das 21er.)
Nach den Crops auf Digital Picture könntest Du damit recht haben, dass das 15er bis ca. 5,6 schärfer ist als das 17er. Ab da nehmen die beiden sich in Kontrast und Kantenschärfe nix mehr. Und ich sehe für Landschaftsaufnamen nur selten einen Grund weiter als f/8 auf zu blenden.
Selektive Schärfe läßt sich mit dem Tilt viel besser legen als mit Offenblende...
Nicht vergessen sollte man aber nach meiner Meinung, dass wenn man die Vignettierung nicht will, (Und ich will sie bei Landschaftsaufnahmen in der Regel nicht) man das 17er auf 5,6 Abblenden kann und bei gleicher Belichtungszeit die Ränder immer noch 2 Blendenstufen heller sind als beim 15er bei 2,8...