PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Canon TS-E 17 gebraucht kaufen - zu riskant?



KloBoBBerLe
17.03.2012, 12:24
Liebe Leser,

da ich sehr viele (alpine) Landschaften fotografiere und zusätzlich mittlerweile auch etwas auf den Architektur-Trip gekommen bin, möchte ich mir gerne eines der sagenumwobenen TS-E 17 zulegen. :)

Jetzt stellt sich nur eine für mich extrem schwer zu beantwortende Frage:

Kann man ein TS-E 17 ruhigen Gewissens gebraucht kaufen?

Bei "normalen" Objektiven kann ja 'lediglich' Pilzbefall, Kratzer oder Defokussierung vorhanden sein. Beim Tilt- und Shift könnten jedoch zusätzlich auch die Mechaniken etwas abbekommen haben... Zum Beispiel weiß ich nicht, ob es der Mechanik schadet, wenn das TS-E mit (fremdhergestellter) Objektivschelle genutzt wird, und dann dementsprechend beim Verstellen die gesamte Kamera bewegen muss? Für solcherlei Belastungen ist doch die Verstellmechanik garnicht ausgelegt?

Deshalb meine Frage:

Auf was sollte ich speziell beim Kauf dieses Objektivs zusätzlich achten?

(Oder lieber gleich die Finger davon lassen?) :confused:

Herzlichen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße
KloBoBBerLe

hs
17.03.2012, 12:36
Was das TS-E 17 bzgl. anderem Fotoequipment bzgl. Gebrauchtkauf unterscheiden soll kann ich nicht so ganz nachvollziehen. :confused:

Das Objektiv sollte halt 100% technisch funktionieren. ;)

Die Probleme, die bei einem Gebrauchtkauf entstehen können, sind unabhängig von dem TS-E 17. ;)

PS: Persönliche Übergabe/Begutachtung ist *immer* sinnvoll. :)

Stefan Redel
17.03.2012, 12:38
Ein TS-E mit Objektivschelle???

chico11mbit
17.03.2012, 13:02
Ein TS-E mit Objektivschelle???

Ist sinnvoll beim Stichen. Normalerweise verschiebst du ja den Bildwinkel durch shiften. So verschiebes du nur den Sensor..

Zum TO. nach dem Shiften oder tilten kann und sollte man die Mechanik feststellen. dafür gibt es extra zwei schrauben. Dann passiert garantiert auch nicht mit Schelle usw.

Stefan Redel
17.03.2012, 13:07
Again what learned. ;)

(Aber macht das echt einen merklichen Unterschied aus? Vorstellen kann ich es mir nicht so recht.)

Äh, zum eigentlichen Thema: Ich habe vieles gebraucht gekauft und wieder verkauft. Wirklich schlechtes war da nie bei. Und zur Not verkauft man es halt einfach direkt weiter.
Und ob eine Objektivschelle nun original ist oder nicht, sollte doch zumindest hinsichtlich dieser Mechanik egal sein, da in beiden Fällen das Gewicht gleich wirken müsste auf die Objektivmechanik.

Das 17er-TS-E gibt es ja nun noch nicht sooooo lange. Ich persönlich würde mir darum eigentlich keine besonderen Sorgen machen. Höchstens um das viele Geld, was man einem unbekannten Empfänger schickt.

KloBoBBerLe
17.03.2012, 13:35
Herzlichen Dank für Eure Antworten! :)


Und ob eine Objektivschelle nun original ist oder nicht, sollte doch zumindest hinsichtlich dieser Mechanik egal sein, da in beiden Fällen das Gewicht gleich wirken müsste auf die Objektivmechanik.

Seitens Canon gibt es ja gar keine Objektivschelle... ;)

Deshalb bin ich der Verwendung einer Schelle gegenüber um so skeptischer. Ob da nicht die Mechanik leidet, wenn sie die schwere Kamera verschieben muss?

Oder ist diese ganze Mechanik stabiler als ich das derzeit zu glauben vermag? :D
Die von chico11mbit angesprochene Klemmung wird ja erst beim Auslösen wirkungsvoll, nicht beim Einstellen und Komponieren... :rolleyes:

curt
17.03.2012, 13:53
Again what learned. ;)

(Aber macht das echt einen merklichen Unterschied aus? Vorstellen kann ich es mir nicht so recht.)

Äh, zum eigentlichen Thema: Ich habe vieles gebraucht gekauft und wieder verkauft. Wirklich schlechtes war da nie bei. Und zur Not verkauft man es halt einfach direkt weiter.
Und ob eine Objektivschelle nun original ist oder nicht, sollte doch zumindest hinsichtlich dieser Mechanik egal sein, da in beiden Fällen das Gewicht gleich wirken müsste auf die Objektivmechanik.

Das 17er-TS-E gibt es ja nun noch nicht sooooo lange. Ich persönlich würde mir darum eigentlich keine besonderen Sorgen machen. Höchstens um das viele Geld, was man einem unbekannten Empfänger schickt.

http://www.dforum.net/showthread.php?t=607921&highlight=ts-e

1965
17.03.2012, 17:49
Bei einem Objektiv in dieser Preisklasse (auch gebraucht) würde ich ungern Geld überweisen, ohne die Ware zu kennen - das ist aber meine ganz persönliche Meinung.
Zeit und Kosten für die Reise zum Objektiv machen es dann schon etwas uninteressant, gebraucht zu kaufen. Meist sind gefragte L-Objektive gebraucht nicht wesentlich mehr als 20% unter dem günstigsten Online-Preis. Garantie gibt es dann meist auch keine Mehr.

Rein aus wirtschaftlichen Gründen macht es bei Objektiven bis T€2 fast keinen Sinn, gebraucht zu kaufen - wieder so eine persönliche Sichtweise.

Und was Deinen technischen Aspekt anbelangt: Nicht jeder macht Panos mit seinen TS-Es. Auch könntest Du das Objektiv zur Überprüfung einsenden. Dann rechnet sich der Gebrauchtkauf noch weniger...

hs
17.03.2012, 18:10
Rein aus wirtschaftlichen Gründen macht es bei Objektiven bis T€2 fast keinen Sinn, gebraucht zu kaufen

Ich würde sagen erst bei teuren Objektiven macht es Sinn. :confused:

Vorausgesetzt die Linse ist 100% OK, und man sie auch wirklich will/braucht. ;)

Bzgl. 100% OK: -> deswegen ist die persönliche Übergabe IMO auch Pflicht.

Man spart dann etliche hundert Euros, man muss allerdings auch auf Garantie/Gewährleistung i.a. verzichten.

Aber es gibt genügend Edelamateure, die selten gebrauchtes Equipment deutlich unter Neupreis anbieten (man muss halt etwas warten).

Bei billigen Objektiven macht es IMO viel weniger Sinn, da die Ersparnis deutlich geringer ist, und das Rückgaberecht bei (dem zu erwartenden) Nichtgefallen gegeben ist. ;)

Fischauge
17.03.2012, 18:35
Mein Ansatz wäre

1. TS-E Objektive - spezielll werden nach der Neulust selten gebraucht.
2. Sie haben keinen Autofocusmotor der kaput geht
3. Das TS-E 17 mm ist noch nicht so lauge auf dem Markt
4. Fotografen die sich dieses langsame Objektiv kaufen, behandeln in der Regel ihre Ausrüstung gut. Da Objektiv lgehört nicht zur Grundausstattung von Kriegsberichterstattern.

Also persönliche Abholung mit Geldübergabe, dann sehe ich keine Probleme

Gruß Fischauge

Radomir Jakubowski
17.03.2012, 21:02
ich hab mein TS-E 24mm L II gebraucht gekauft und würde es auch wieder gebraucht kaufen, ich denke da muss man sich keine Gedanken machen.

TriStar
17.03.2012, 22:16
4. Fotografen die sich dieses langsame Objektiv kaufen, behandeln in der Regel ihre Ausrüstung gut. Da Objektiv lgehört nicht zur Grundausstattung von Kriegsberichterstattern.


Gruß Fischauge

Sehe ich genau so!

Die TS-E sind zerbrechliche Objektive - besonders beim 17er achte ich genauestens darauf, dass der Deckel sitzt - Nicht auszudenken was passieren würde wenn der sich beim Transport selbständig machen würde.
Die Mechanik ist auch kaum belastbar. Canons Minimalismus halt.

Meine persönliche Checkliste wäre:

- Äußeres begutachten
- Mechanik: Alle Funktionen genauestens ausprobieren.
- Fokussierung: Sollte weich laufen.
- Linsen begutachten, ggf unter einer Lampe.
- Filzdichtungen überprüfen

Chris_LSZO
18.03.2012, 06:29
Das Einzige, was beim 17er wirklich speziell gefaehrdet ist, ist die weiiiiit vorstehende Frontlinse. Hier wuerde ich auf jeden Fall auf ein Rueckgaberecht bestehen, wenn man es nicht selber anschauen kann vor dem Kauf.


Chris

Motivklingel
18.03.2012, 10:27
Beim Tilt- und Shift könnten jedoch zusätzlich auch die Mechaniken etwas abbekommen haben... Zum Beispiel weiß ich nicht, ob es der Mechanik schadet, wenn das TS-E mit (fremdhergestellter) Objektivschelle genutzt wird, und dann dementsprechend beim Verstellen die gesamte Kamera bewegen muss? Für solcherlei Belastungen ist doch die Verstellmechanik garnicht ausgelegt?

Schau mal auf
www.dforum.net/showthread.php?t=607426

Bei mir war es so, dass mein Shift in nicht einmal einem Jahr trotz sehr sorgfältiger Handhabung und im Vergleich zu anderen Objetiven geringer Nutzung laut der Feststellung von Canon einen Schaden von über 300 Euro aufwiess, der wahrscheinlich auf normalen Verschleiß zurückzuführen war. Ob dieser durch die Objektivschelle eines Fremdherstellers verursacht wurde oder das Shift in der neuen Konstruktion nicht mehr so stabil wie der Vorgänger, mit dem ich nie Probleme hatte, ist, konnte man mir nicht sagen. Jedenfalls werde ich nach der kostspieligen Reparatur bei diesem Teil nun keine Objektivbefestigung, die es ja von verschiedenen Herstellern extra für dieses Teil gibt, mehr verwenden.

Bei den neuen Shifts kann bei leichtem Druck ein Spalt zwischen den Mechaniken entstehen. Achte mal darauf, ob das bei dem von Dir ins Auge gefasstem Teil auch der Fall ist.

Ansonsten ist der Gebrauchtkauf so eines speziellen Objektives nicht riskanter als bei populären Gerätschaften.

hs
18.03.2012, 10:42
Schau mal auf
www.dforum.net/showthread.php?t=607426 (http://www.dforum.net/showthread.php?t=607426)


Stimmt, der Thread ist mir entfallen. :o

Ich sehe bei normaler Benutzung, wie Du, keine Gründe warum ein TS-E 17 nicht funktionieren sollte.

Persönliche Übergabe, eigene Überprüfung (Linsen/Verstellung/Bajonett), und jetzt auch die Frage bzgl. Objektivschellenbenutzung, sind bei der Preisklasse IMO Pflicht. ;)

Motivklingel
18.03.2012, 14:25
Stimmt, der Thread ist mir entfallen. :o


Auf Nachfrage noch ein kleiner Nachtrag dazu: Habe das Objektiv auf eigene Kosten reparieren lassen und hoffe, dass es in einem Jahr nicht wieder zum Service muss. Ansonsten bin ich damit sehr zufrieden.

In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant, dass die Shift Objektive sich zumindest von den äußeren Abmessungen geringfügig geändert haben:

http://www.ppl.de/images/stories/PDF/shiftunit_net.pdf

1965
19.03.2012, 09:53
Danke Dir für diesen Hinweis.

Das mit der geringfügigen Änderung der Außenmaße hatte ich schon gelesen, es aber nicht mit Deiner Sache in Verbindung gebracht. Vielleicht gab es da tatsächlich eine Verbesserung - es kann kaum sein, dass Du der einzige Besitzer mit diesem Problem bist.

Hatte schon Befürchtungen, Polfilter und Lee-Filter könnten zusammen zu schwer sein. Ist aber deutlich weniger "Zug" am Objektiv, als das Body bei Klemmung des Objektivs.

Grüße

Nis

chico11mbit
19.03.2012, 10:43
Stimmt, der Thread ist mir entfallen. :o

Ich sehe bei normaler Benutzung, wie Du, keine Gründe warum ein TS-E 17 nicht funktionieren sollte.

Persönliche Übergabe, eigene Überprüfung (Linsen/Verstellung/Bajonett), und jetzt auch die Frage bzgl. Objektivschellenbenutzung, sind bei der Preisklasse IMO Pflicht. ;)

beim mir hatte sich das shift-arretier-schräubchen im geöffneten zustand festgefressen, so dass es seine Funktion einbüsste. einfaches schräubchen -> Schaden 180 euro zzgl. mwst... :eek:

KloBoBBerLe
21.03.2012, 21:00
Bei den neuen Shifts kann bei leichtem Druck ein Spalt zwischen den Mechaniken entstehen. Achte mal darauf, ob das bei dem von Dir ins Auge gefasstem Teil auch der Fall ist.

Sind denn die "alten" TS-E 17er aufgrund genannter Änderung robuster als die neuen? Nach dem Lesen des erwähnten Threads könnte man das vermuten...

Ich denke, bei der Bildqualität oder den Tilt- und Shift-Wegen hat sich ja überhaupt nichts geändert, oder?

hs
21.03.2012, 21:02
Sind denn die "alten" TS-E 17er ...

Es gibt nur ein altes TS-E 24.

KloBoBBerLe
21.03.2012, 21:04
Es gibt nur ein altes TS-E 24.

Naja, indirekt auch ein 17er... Da wurde ja die Mechanik ausgetauscht (deshalb anderer Außendurchmesser, weshalb die alten Objektivschellen nicht mehr gepasst haben)...

Siehe hier: http://www.ppl.de/images/stories/PDF/shiftunit_net.pdf