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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sigma 150-500 Probleme



tommyw
15.10.2012, 02:03
Hallo zusammen,

bekomme mit diesem Objektiv nicht durchgängig scharfe Bilder hin. Habe schon folgendes probiert:
verschiedene Kameras, EOS 400,450,1000,
Hohe ISO mit möglichst kurzen Verschlußzeiten,
Blende nicht kleiner als 9,
Mit und ohne Stabi.
Häufig sind die Fotos wie weichgezeichnet, nicht immer, aber meistens und bei großen Brennweiten.
Ich habe bei Traumflieger Bilder mit diesem Objektiv gesehen, die mit allen denkbaren Einstellungen scharf waren.
Worin könnte also mein Problem bestehen?
Bin für jede Anregung dankbar.
Gruß
Tommy

Olaf_78
15.10.2012, 06:56
Auch schon ab Stativ manuell im Lifeview fokussiert? Wie werden da die Bilder.
Mehr kan man nicht dazusagen ohne zu raten, es sei denn du kannst auch einige der missglückten Bilder zeigen.

tommyw
15.10.2012, 18:05
Hallo Olaf,
das habe ich noch vergessen zu erwähnen, im Sucher sind die Motive vor dem Abdrücken eigentlich immer scharf, nur halt das fertige Foto nicht immer.
Gruß
Tommy

Feldbahnmuseum
15.10.2012, 21:26
Sorry, aber die von dir genannten Kameras haben keinen wirklich guten Autofokus. Mir ist es mit verschiedenen anderen Objektiven an diesen Kameras auch immer so gegangen.
Neulich habe ich ein paar mal Bilder mit diesem Objektiv an der 60D machen können. Ich kann dir nur sagen daß ich begeistert bin !

tommyw
16.10.2012, 11:30
Hallo Feldbahnmuseum!
Das kann ich so nicht bestätigen. Mit der Kombi EOS 450 und Canon EF 70-200L z.B. mache ich knackscharfe Bilder.
Gruß
Tommy

Nihao
16.10.2012, 11:45
Hallo Feldbahnmuseum!
Das kann ich so nicht bestätigen. Mit der Kombi EOS 450 und Canon EF 70-200L z.B. mache ich knackscharfe Bilder.
Gruß
Tommy

Der Unterschied 200 zu 500 ist aber immens. Kann es sein, dass du zu lange Belichtungszeiten nimmst? Bei 500 mm fange ich unter 1/1000 (ohne Einbeinstativ) gar nicht erst an. Dürfte bei deiner Kamera dann mit den ISOs etwas schwierig werden?

"Etwas weich" (nicht dramatisch!) im Vergleich zu einer L-Linse von Canon sind die Bilder hier trotzdem (mit Zwischenlösung Sigma 50-500), irgendwo wirkt sich der Preisunterschied eben aus. Notfalls etwas nachschärfen.

fotOKo
16.10.2012, 14:12
Das Sigma 150-500mm hat auch f5,0-6,3, nun arbeitet der Autofokos bekanntlich nicht bei jeder Blende gleich gut.
Die Frage ist also, fällt es stärker bei langer Brennweite auf (Blende weiter geschlossen)? Durch die Hohe Blendenzahl bei langer Brennweite, fällt einfach nicht mehr genügend Licht auf den AF Sensor. Das könnte ein Grund für ungenaue Fokussierung sein.

Wie sehen die Bilder aus wenn du mal manuell scharfstellst?

Vielleicht wären auch beispielbilder mal ganz gut.

Gruß & immer gut Licht Oliver (http://www.fotoko73.blogspot.com/)

Freistellungsbeauftragter
16.10.2012, 15:14
Hallo,

zeig doch mal Bilder, so ist das reines Rätselraten.

Gruß

Jörg

Maik Fietko
16.10.2012, 15:42
Oh, wie überraschend. Ein Sigma Objektiv das nicht richtig fokussiert :D

jojoAction
16.10.2012, 15:54
Oh, wie überraschend. Das gleiche getrolle wie bei jedem anderen Sigma-Thread...

Artefakt
16.10.2012, 17:34
Da ich den Vorgänger, das Sigma 170-500 mit gleicher Lichtstärke hatte, kann ich Dir vermutlich sagen, woran es liegt. Bei meinem war damals der Bereich bis 300mm ausreichend scharf, darüber hinaus nicht zu gebrauchen (einfach unscharf-matschig). Das werden sie beim Nachfolger ein wenig verbessert haben, denke ich.

Was aber bei dieser (nur wenig geänderten) Konstruktion das Hauptproblem ist: Das Bokeh! Das ist die Hintergrund-Unschärfe hinter dem eigentlichen Hauptmotiv. Abgeblendet wird das immer hässlicher, irgendwie doppelkonturig ... sieht wie ein Objektivfehler aus, ist aber durch die Anordnung der Linsen bzw. Linsengruppen einfach so.

Besonders "dramatisch" wird das, wenn man im Hintergrund fein strukturierte und kontrastreiche Motivteile (wie viele kleine, dünne Äste oder Grashalme usw.) hat und diese nicht weit genug (und damit unscharf genug) vom Hauptmotiv (z.B. einem Geparden) sind - genau diese Teile werden so unruhig.

Abhilfe: wenig abblenden (was bei Wildlife kein Nachteil ist, wenn die Grundschärfe bei nahezu Offenblende stimmt) und drauf achten, dass sich hinter dem Hauptmotiv die oben beschriebenen kontrastreichen feinstrukturierten Motivteile nicht befinden oder in großem Abstand. Beispiel: Man hat ein Viecherl in 150 m Abstand und in 160 m dahinter unruhige Zweige o.ä. - da wäre zu versuchen, den Hintergrund bei, sagen wir, eher über 200 m zu haben. Das lässt sich leider nicht immer machen.

Das Bokeh von verschiedenen Objektiven wird hier immer wieder diskutiert. Es gibt Optiken mit schönem (eher hochlichtstarke L-Fixteles) und mit weniger schönen (da gehören sicher diverse viellinsige Zooms dazu). Und das Sigma ist eines von den schrecklichsten.

Alles oben Erzählte setzt voraus, Deine Optik ist sonst in Ordnung.

An die Stelle des Sigma 170-500 ist nun das Canon 100-400L getreten - offen schon knackscharf und mit erträglichem Bokeh. Was besseres wird man in der Preisregion und so universell einsetzbar nicht bekommen. Und ein Ausschnitt bei 400 mm ist um einiges besser als das Sigma bei 500 mm ...

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at (http://www.abcdesign.at)

Feldbahnmuseum
16.10.2012, 20:13
Hallo Feldbahnmuseum!
Das kann ich so nicht bestätigen. Mit der Kombi EOS 450 und Canon EF 70-200L z.B. mache ich knackscharfe Bilder.
Gruß
Tommy

Hallo Tommy,

das habe ich auch immer gedacht. Bis ich dann mal die Objektive (u.a. ein 4/70-200mm L IS USM) an eine Kamera mit besserem Autofokus benutzt habe. Ich war erstaunt wie scharf die Objektive wirklich sind !
Mit den verschiedenen 150-500 von Sigma die ich bisher ausprobiert habe gab es bei allen Brennweiten an einer 60D überhaupt keine Probleme !
Ich finde das solltest du auch mal ausprobieren.

Nihao
17.10.2012, 10:47
zeige einfach einmal eines der verunglückten Bilder und laß die Aufnahmedaten drin, dann wissen wir alle mehr und müssen nicht länger rätseln

Artefakt
17.10.2012, 12:10
Hier noch ein Link auf einen Vergleich zwischen Sigma 170-500 und Canon 100-400L:
http://www.the-digital-picture.com/Reviews/ISO-12233-Sample-Crops.aspx?Lens=683&Camera=453&Sample=0&FLI=5&API=0&LensComp=113&CameraComp=453&SampleComp=0&FLIComp=7&APIComp=1
(Einfach mit der Maus aufs Bild, weg vom Bild, dann sieht man oben am kleinen Pfeil, welche Optik gerade gezeigt wird.)

Solche Optik hat man meist gerade (auch) wegen der oberen Brennweitenbereiche. Und da wird das Sigma oberhalb von 300mm einfach grauenhaft, besonders die Weichzeichnerwirkung bei 500mm ist krass. Und gerade da oben (wenn auch nur bei 400mm) läuft das Canon zu seiner Höchstform auf.

Wenn ein Objektiv mit 170-500mm Brennweite über 300mm so schlecht wird, kann ich gleich ein günstigeres, kleineres 70-300 nehmen!

Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at (http://www.abcdesign.at)

tommyw
18.10.2012, 13:15
Hallo!
Dank erstmal an alle, die sich hier geäußert haben. Ich werde mal noch einige der vorgeschlagenen Versuche durchführen und sehen, was dabei herauskommt, vielleicht bin ich einfach zu alt und zitterig....
Wie man Bilder einstellt weiß ich auch nicht.
Gruß
Tommy

fotOKo
18.10.2012, 14:53
Solche Diskussionen liebe ich, wieder 10 Minuten im leben die man nicht zrück bekommt :D

Gruß & immer gut Licht Oliver (http://www.fotoko73.blogspot.com/)