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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wechsel vom EF 70-200mm 1:4L IS USM auf EF 200 1:2,8L USM ?



Pancolar
10.04.2014, 09:56
Hallo Zusammen, ich nutze seit gut 2 1/2 Jahren das 70-200mm 1:4L IS USM überwiegend für Natur, Reise und Portrait. Bin mit der Linse auch sehr zufrieden. ABER - Ich nutze die Linse fast ausschliesslich im 200er-Bereich - Sehr oft hätte ich gern noch ein bisserl mehr Freistellung / Offenblende - IS ist nicht sooo wichtig, Staub- und Witterungsschutz weiss ich nicht - die etwas kompaktere Bauform & Farbe der schwarzen Linse sind m. E. weniger auffällig Wer von Euch hat einen solchen Wechsel gemacht und wie sind Eure Erfahrungen? Freue mich auf Eure Antworten, vielen Dank! Herzliche Grüße Jens

-ug-
11.04.2014, 10:52
Hallo Jens,
ich habe zwar nicht das 200/2.8, kann Dir aber von meiner Erfahrung mit dem 70-200/4.0 IS berichten.

Ich hatte lange Zeit das 70-200/2.8 in Einsatz. Da es mir für unterwegs dann doch etwas zu groß und schwer war, habe ich zusätzlich das 70-200/4.0 IS erworben. Von der Bildqualität war ich von Anfang an begeistert.
Bereits bei Offenblende knackscharf. Auch von den Kontrasten her kam das 70-200/2.8 - selbst wenn es auf 4.0 abgeblendet war - nicht an das 70-200/4.0 heran.

Das 70-200/4.0 IS gehört meines Erachtens zu den ersten Linsen, bei denen Canon den (immer) höher auflösenden Sensoren Rechnung getragen hat. Das 200/2.8 hingegen hat ja bereits einige Jahre mehr hinter sich.

Das Thema Freistellung ist natürlich ein Aspekt. Nützt Dir aber nichts, wenn Du das 2.8er auf 4.0 abblenden musst, um die entsprechende Schärfe hinzubekommen. Mit der weißen Farbe muss man sich halt arrangieren.

Ich persönlich würde das 70-200/4.0 nicht gegen das 200/2.8 eintauschen. Das Gesamtpaket aus Bildqualität, Flexibilität, IS (und auch Kompaktheit) wiegt mehr als die eine Blende des 2.8.

Gruß
Uwe

sting_
11.04.2014, 11:55
Ich kann Uwe nur recht geben, das 70-200/4 IS L herzugeben, wäre schade und möglicherweise ein Fehler, den man später bereut.

Wenn dir der IS nicht so wichtig ist, und du notfalls auch auf AF verzichten könntest, wäre zum Freistellen für Portraits oder ähnliches ein zusätzliches mechanisches Objektiv denkbar. Um die 200 EUR bekommt man gute "alte" 2.8er Linsen mit hervorragender Leistung.

Lidija
11.04.2014, 12:21
Ich hatte eine ganz Zeit lang das 70-200/4 (ohne IS) und das 200/2.8 II nebeneinander. Ich habe das Zoom jedoch nach einiger Zeit verkauft, da ich für meine bewegten Motive bei schlechteren Lichtverhältnissen schnell an die Grenzen kam. Einen IS benötige ich nicht, jedoch schätze ich sehr die Lichtstärke der FB.

Keine Frage - das Zoom ist flexibler. Es gibt aber für mich klare Unterschiede in der Bildquali. Das Bokeh ist zudem deutlich schöner und die Freistellungsmöglichkeiten sind besser.

Deine Entscheidung wird vermutlich davon abhängen, was du so fotografierst. Mir liegt die FB gut in der Hand, sie hat ein angenehmes Gewicht. Auch mit einem 1.4 TK waren die Ergebnisse für mich i.O.
Ich liebe diese Festbrennweite.

sting_
11.04.2014, 14:34
Ich hatte eine ganz Zeit lang das 70-200/4 (ohne IS) und das 200/2.8 II nebeneinander.

Trotz der äußeren Ähnlichkeit sind das 70-200/4 L und das 70-200/4 L IS zwei komplett unterschiedliche Objektive.

16/13 Linsen/Gruppen stehen 20/15 gegenüber. Das "IS" ist dem sehr guten "non IS" deutlich überlegen. Der Unterschied ist also nicht der Stabilisator, sondern die komplett neu gerechnete Optik.

Das Bokeh ist Zoom-typisch, aber ansonsten zeigt das "IS" mit Ausnahme der bescheidenen Öffnung keinerlei Schwächen.

Pancolar
12.04.2014, 20:45
Hallo Zusammen,

Danke für Eure Antworten! Hmmm, das wird wohl dann doch eine kniffelige Entscheidung. Ich geb den Zoom-Befürwortern Recht, das 4er 70-200 IS ist definitiv eine Klasse für sich.

Allerdings, ich hatte in der Vergangenheit schon mal die 1er Version vom 2,8 200er, leider war der AF defekt, aber selbst manuell fokussiert ein Traum schon bei Offenblende. Da brauchte es auch kein Abblenden.

Ich geh jetzt erst mal fotografieren.

Herzliche Grüße
Jens