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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zoomobjektiv oder mehrere Festbrennweiten?



DavidMeniw
10.06.2014, 13:58
Hallo zusammen,

bevorzugt ihr eher ein Zoomobjektiv wie z.B das 24-70mm oder mehrere Festbrennweiten (24mm, 50mm, 85mm usw) und warum?

MfG

David

Fabian Spillner
10.06.2014, 14:24
Ich habe drei Gründe, geordnet nach Wichtigkeit: Lichtstärke, Bidlqualität und Gewicht/Grösse

Dafür nehme ich sehr gern schlechtere Flexibilität in Kauf und ich fotografiere mit FB viel bewusster und die besten Bilder sind damit entstanden.

trautsch
10.06.2014, 14:41
Kommt drauf an, wie flexibel ich sein will ...
War gerade über Pfingsten mit der Famile in Hamburg, da hab ich dann doch lieber das 24-70 drauf gehabt, um flexibel zu sein und weil ich nicht mehrere Objektive mitschleppen wollte.

Bin ich zu Hause oder auch mal auf Tour (ohne Familie) unterwegs, nehme ich gerne die Festbrennweiten.
Das mit dem bewusster Fotorafieren, empfinde ich dabei auch so. Aber auch mit dem Zoom sind schon tolle Bilder entstanden ...

ehemaliger Benutzer
10.06.2014, 15:24
Beides!

Je nach Lust und Laune oder Aufgabenstellung.

Ewald Müller
10.06.2014, 15:26
Meine Festbrennweiten ( 17 TSE, 100 IS Makro und 300/2,8 IS ) haben klar ihre ganz speziellen Einsatzbereiche, den "Rest" erledigen die Zooms ( 16-35, 24-70 und 70-200; jeweils II ).

LG Ewald

Manfred Winter
10.06.2014, 15:32
Ich habe mittlerweise auch beides und je nach Einsatz waehle ich aus:
24-70 2.8 II L, 70-200 2.8 II L IS
Oder 24 1.4 II L, 35 1.4 Art, 50 1.4 Art, 85 1.4 EX, 100 2.8 L IS Macro, 135 2.0 L

Dr.Dooom
10.06.2014, 18:33
Find auch beides am besten.

Ich hab ein 24-105 für alles von Landschaft bis Portrait und ein 35 1.4 weil ich die Bildwirkung aus leichtem WW und hoher Lichtstärke liebe und für die Dunkelheit. Ich versuch immer ein Objektiv pro Einsatzzweck zu verwenden, das schränkt auf der einen Seite zwar ein, auf der anderen hat man nicht viel zu schleppen und nimmt das Zeug dann auch immer mit.

Ich hatte auch mal das 40 2.8, 100 2.8 L IS und das 17-40 4.0 zusammen. Ist aber einfach nur nervig mit dem ständigen Wechseln und man muss immer alles mit sich rumschleppen wenn man nicht weiß was kommt.

Auf der anderen Seite sind einige der billigen FB's den modernen Zooms optisch inzwischen sogar unterlegen, da rentiert es sich dann schon zu vergleichen.

Horst Kern
10.06.2014, 19:16
Ich habe mich dem Trend auch angeschlossen.
Für Unterwegs (Erinnerungsfotos) mit der 70D und leichten Zooms und wenn es mir darauf ankommt mit der 5D Mark III und entsprechenden guten Zooms bzw. Festbrennweiten. Je nach Zweck.
Die Aussage von Fabian kann ich nur Unterschreiben. Es kommt vor, dass ich nur eine FB mitnehme, die Bilder die dann entstehen sind immer irgendwie etwas besonderes. Also ruhig mal den Mut zusammennehmen und sagen: "Heute ist ein 100mm FB Tag" und schauen was dabei rauskommt. Mir macht es immer wieder Spass.

ehemaliger Benutzer
10.06.2014, 19:28
Beides!

Je nach Lust und Laune oder Aufgabenstellung.

So halte ich es auch, und bei den meisten begeisterten Hobby-Fotografen wird es so sein, wenn sie sich beides zugelegt haben.

Warum legt man sich beides zu?

Zunächst reizt die Flexibilität der Zooms, die Bequemlichkeit, seltener Objektivwechsel vornehmen zu müssen, wobei ich inzwischen auch ein eifriger Wechsler zw. meinen 3 Haupt-Zooms geworden bin, weil einfach der Bedarf vorort entsteht.
Dabei ist die Ausgangssituation häufig, dass ich extra zum Fotografieren irgendwo hingefahren bin, und dort so viele Eindrücke mitnehmen möchte, wie mir ins Auge fallen. Man fährt schließlich auch nicht ständig immer wieder zu fernen Zielen, um sich mit einer FB dort auszutoben. Benzin ist teuer, Reisen ist teuer!

Dem kommt entgegen, dass einige Zooms heute die schon erwähnte hohe Abbildungsleistung haben, und sich vor so mancher FB gar nicht bildwichtig verstecken müssen. Etwas anders ist das mit Leuten, die Fotografieren, um sich hinterher die Pixel unterm Elektronenmikroskop anzusehen, auch die Mikroskopie ist ein schönes Hobby! :p
Solange es ums "Bild" geht, das mit realistischem Betrachtungsabstand angesehen wird, relativieren sich so manche hochgejubelten "Abbildungsfehler" schon ziemlich.

Die Festbrennweite hätte demnach fast gar keine Existenzberechtigung mehr?

Nein, so ist das auch nicht. Der Zweck heiligt die Mittel, aber das Werkzeug FB kann durchaus eine nutzbar höhere Abbildungsleistung haben, und hat auf jeden Fall einen ganz eigenen Nebeneffekt.
Mit einer einzigen Brennweite muss sich der Fotograf seine Bilder sehr bewusst erarbeiten. Er muss selbst näher ran oder weiter weg, und so trivial es sich anhört, diese Notwendigkeit erlernen dies überhaupt zu bemerken!
Das ist gar nicht so selbstverständlich, wie man glauben möchte, besonders für "Zoom-Verwöhnte", die im Extremfall gar nichts anderes kennen, als Vario-Brennweiten für schnelle Schüsse aus jedem Stand. In der Realität ist auch das Blödsinn, führt nicht zu guten Bildern, gerade weil die bewusste Auseinandersetzung mit dem Motiv und dem gewünschten Bild schnell verloren geht, oder nie entwickelt wurde.

Auch die Perspektive als Gestaltungsmittel steht mit einer FB leichter im Fokus des Fotografen, als wenn er sich ständig sein Bild "zurecht zoomt". Ich kann ja ein und dasselbe Motiv sowohl mit 24mm als auch mit 135mm bildfüllend fotografieren, muss nur den Aufnahmestandort anpassen. Aber, das hat im Bild sehr wohl etliche Folgen!
Schon ein 24-105mm L USM deckt dieses Beispiel fast exakt ab, und führt dazu, dass beides möglich ist! Daraus resultiert leicht, dass der Fotograf einfach stehen bleibt, und sich sein Bild "zurecht zoomt". Der Perspektivegedanke geht dabei automatisch verloren, er entsteht ja gar nicht erst!
Wie ein Objektiv sieht, dass könnte man rein mathematisch in der technischen Beschreibung (Bildwinkel...) nachlesen, aber besser erlernt man das in der Praxis "am Objekt". So, wie man gefühlsmäßig ein Fahrrad um die Kurve lenkt, erlernt man in der Praxis auch den Blickwinkel einer FB. Daraus resultiert, dass man diese Lehre mit einem stufenlosen Zoom eher nicht machen kann, denn wer benutzt sein Zoom prinzipiell nur mit einer einzigen Brennweiteneinstellung?

Die Berechtigung von Zooms auf Fotoreisen, wie ich sie häufig mache, steht aus Gründen diverser Zwänge (Reisen, Zeit, Kosten...) gar nicht zur Diskussion. Wenn man von Natur aus "beweglich" ist, sich gerne seine Motivwelt erläuft, anstatt sich jedes Bild nur "zurecht zu zoomen", dann erzeugt man selbstverständlich auch mit guten Zooms sehr ansprechende interessante Bilder.
Schließlich kann man die Weisheiten, zu deren Anwendung FBs einen Fotografen tendenziell zwingen, auch mit Zooms (bewusst) einsetzen.

Die andere Seite ist quasi "künstlerisch" möglicherweise hochwertiger, wenn man sich mit einer FB, z.B. 35mm, an einem Reiseort bewegt, und somit deutlich intensiver an die Motive zur Bildumsetzung heran gehen muss. Daraus folgt u.U. dass man bessere Bilder macht, als mit Zooms, aber nicht wegen der eventuell höheren Abbildungsleistung!

Im Großen und Ganzen führt dieses ganze Philosophieren zum Zweck der Hobby-Fotografie, dass man sich nämlich weniger mit der Technik beschäftigt, als mit der bewussten Gestaltung von Bildern, die später hoffentlich auch angesehen werden. Fotografieren ist "malen mit Licht", nicht die permanente Untersuchung, welche feststehenden Schwächen das Equipment hat, quasi als Ersatz für die nicht vorhandene optische Bank.
Wenn faszinierende Bilder entstehen, dann vor allem deswegen, weil sie trotz irgendwelcher Abbildungsfehler des verwendeten Objektivs, und trotz der Einfachheit der eingesetzten Kamera bewusst gestaltet und gemacht wurden.
Die andere Seite ist das ewige Experimentieren um bei Superweitwinkel-Objektiven die obligatorischen Vignettierungen und Randunschärfen nachzuweisen, und anschließend die Foren mit dem Gejammer über diese in der Regel physikalisch bedingten "Fehler" voll zu schreiben.

Deswegen, wenn es sich monetär realisieren lässt, schafft man sich Zooms und FBs gerade so an, wie der persönliche Geschmack bzw. die Lust es anraten, weshalb direkte Fragen nach Kaufempfehlungen für Objektive für mein Verständnis wenig sinnvoll sind. Ich lasse mir auch ungern von anderen vorschreiben, was ich benutzen soll, dass weiß ich glücklicherweise selbst.
Und an den Punkt kommt jeder Hobbyfotograf von alleine, wenn er sich denn mit dem Thema aktiv (in freier Wildbahn!) auch auseinandersetzt.

Fabian Spillner
10.06.2014, 20:35
Wolfgang, du bringst es auf den Punkt.

ehemaliger Benutzer
10.06.2014, 21:17
Einen großen Nachteil haben FB's sehr oft. Der Benutzer bildet sich sehr oft ein, dass sein Fotografieren automatisch zu künstlerischem Erschaffen mutiert, weil er sich plötzlich sein Motiv erarbeiten muss oder gar sein Bild regelrecht komponiert. Der Wahn ist einfach grenzenlos, welche künstlerische Energie freigesetzt werden kann und man ist irgendwann felsenfest der Meinung, so etwas Großartiges kann man mit ZB's überhaupt nicht erreichen. Bestenfalls trivial knipsen. Aber mehr nicht!

Leider wird schnell vergessen, wer das Bild macht. Weder die Festbrennweite, noch das Zoom.

In allererster Linie ist es der Fotograf!

Bluescreen222
10.06.2014, 22:07
In allererster Linie ist es der Fotograf!

Ist das nicht der, der den Auslöser durchdrückt und die Kamera den Rest machen lässt? ;)

Ich habe ein paar Festbrennweiten, die lichtstärker sind als meine Zooms. Mit denen ärgere ich mich halt bei schlechtem Licht rum, z.B. in diesen Sporthallen, in denen aus Kostengründen nur noch jede zweite Leuchtröhre angeschaltet wird wenn die Amateure spielen.

Manchmal schraube ich sie aber auch auf und ziehe ohne Zooms los, in der Hoffnung, dass durch diese Selbstkasteiung der Spirit der alten Meister auf mich hinabfährt. Es entsteht dann ein ganz anderes fotografisches Gefühl, selbst wenn, wie es die Regel ist, weder der innere Ansel Adams erscheint noch ein Half Dome in der Abendsonne aus dem Dunst materialisiert. Man akzeptiert dann viel leichter, dass die Abendsonne mal wieder hinter den Wolken verschwunden war, bevor man es geschafft hat, den schnöden Nachbarhügel in die 40 mm Festbrennweite zu quetschen und dass man, statt eine Cartier-Bresson'sches Millieustudie einzufangen, nur von den empörten Eltern des Bankert, der sich grimassenschneidend vor die Linse gedrängelt hat, Prügel angedroht bekommen hat.
Es befriedigt einfach tiefer, und man kann für Minuten mal die Selbsteinschätzung als Zoom-Warmduscher verdrängen. Immerhin ist ja der Weg das Ziel, nicht das Foto ;)

Ok, gelegentlich muss man gegen diese unterschwelligen Zweifel ankämpfen. Wenn einem die innere Stimme flüstert, dass der alte Henri für ein Zoom seine Mutter verkauft hätte, wenn es denn schon eins gegeben hätte. Oder dass ein Andreas Feininger aus dem Jenseits "Boah, habt ihr's gut mit dem modernen Kram" seufzen könnte.

Aber das können wir ab. Und schneiden dem Handballer beim Torwurf mit fester Überzeugung und festen 85 mm beherzt den Arm ab ;)

ehemaliger Benutzer
11.06.2014, 02:08
Ist das nicht der, der den Auslöser durchdrückt und die Kamera den Rest machen lässt? ;)

....

Du meldest Dich morgen beim Admin!:p:D;)

DerTrickreiche
11.06.2014, 02:34
Manchmal schraube ich sie aber auch auf und ziehe ohne Zooms los, in der Hoffnung, dass durch diese Selbstkasteiung der Spirit der alten Meister auf mich hinabfährt. Es entsteht dann ein ganz anderes fotografisches Gefühl, selbst wenn, wie es die Regel ist, weder der innere Ansel Adams erscheint noch ein Half Dome in der Abendsonne aus dem Dunst materialisiert. Man akzeptiert dann viel leichter, dass die Abendsonne mal wieder hinter den Wolken verschwunden war, bevor man es geschafft hat, den schnöden Nachbarhügel in die 40 mm Festbrennweite zu quetschen und dass man, statt eine Cartier-Bresson'sches Millieustudie einzufangen, nur von den empörten Eltern des Bankert, der sich grimassenschneidend vor die Linse gedrängelt hat, Prügel angedroht bekommen hat.
Es befriedigt einfach tiefer, und man kann für Minuten mal die Selbsteinschätzung als Zoom-Warmduscher verdrängen. Immerhin ist ja der Weg das Ziel, nicht das Foto ;)

Ok, gelegentlich muss man gegen diese unterschwelligen Zweifel ankämpfen. Wenn einem die innere Stimme flüstert, dass der alte Henri für ein Zoom seine Mutter verkauft hätte, wenn es denn schon eins gegeben hätte. Oder dass ein Andreas Feininger aus dem Jenseits "Boah, habt ihr's gut mit dem modernen Kram" seufzen könnte.

Aber das können wir ab. Und schneiden dem Handballer beim Torwurf mit fester Überzeugung und festen 85 mm beherzt den Arm ab ;)

Wunderbarer Text!
Besser hätte ich das auch nicht formulieren können!
Zooms bringen einen weiteren Freiheitsgrad in die Fotografie, nämlich den variablen Blickwinkel.
Das kann man sowohl aus Bequemlichkeit wie auch aus Kreativität nutzen.

Manch einer scheint damit überfordert zu sein, aber das macht doch die Zooms nicht schlechter.

In den Grenzbereichen haben auch die FBs ihre Berechtigung, aber Fotografieren lernt man, indem man "Sehen" lernt, und da ist es es (fast immer) egal, ob Zoom oder Festbrennweite.

Harry

sting_
11.06.2014, 08:31
Abgesehen von der Lichtstärke und den damit verbundenen Möglichkeiten sind Festbrennweiten oft der kostengünstigste Weg zu optischen Spitzenleistungen. Das sollte man nicht vergessen.

ceving
11.06.2014, 13:33
bevorzugt ihr eher ein Zoomobjektiv wie z.B das 24-70mm oder mehrere Festbrennweiten (24mm, 50mm, 85mm usw) und warum?


Wenn Zoom, dann etwas mehr Zoom und wenn Festbrennweite, dann etwas weiter gestreut. Ich bevorzuge es, weniger zu tragen.

24-120 + 20/50/135 finde ich ganz gut.

ceving
11.06.2014, 13:40
Einen großen Nachteil haben FB's sehr oft. Der Benutzer bildet sich sehr oft ein, dass sein Fotografieren automatisch zu künstlerischem Erschaffen mutiert, weil er sich plötzlich sein Motiv erarbeiten muss oder gar sein Bild regelrecht komponiert.

Es gibt ganz praktische Gründe für Festbrennweiten.

Weitwinkel: nur FBs haben Entfernungsskala mit Tiefenschärfe-Skala.
Normalbereich: eine FB fängt vier mal mehr Licht ein als ein Zoom.
Telebereich: die Freistellung mit einer FB ist besser als mit einem Zoom.

Hinzu kommt, dass Streulichblenden nur bei FBs richtig passen.

ehemaliger Benutzer
11.06.2014, 14:20
...eine FB fängt vier mal mehr Licht ein als ein Zoom. Telebereich: die Freistellung mit einer FB ist besser als mit einem Zoom. Hinzu kommt, dass Streulichblenden nur bei FBs richtig passen.

Wo kommen denn diese Weisheiten her???

rotte
11.06.2014, 14:34
Den Weisheiten kann man allen zustimmen nur die Relevanz ist personenbezogen.

ehemaliger Benutzer
11.06.2014, 14:49
Es gibt ganz praktische Gründe für Festbrennweiten.

Weitwinkel: nur FBs haben Entfernungsskala mit Tiefenschärfe-Skala.
Normalbereich: eine FB fängt vier mal mehr Licht ein als ein Zoom.
Telebereich: die Freistellung mit einer FB ist besser als mit einem Zoom.

Hinzu kommt, dass Streulichblenden nur bei FBs richtig passen.


Ich freue mich für Dich über Deine erworbenen Kenntnisse!

Nur, wofür zitierst Du mich in diesem Zusammenhang?

Das eine hat doch nichts mit dem Anderen zu tun.

Bluescreen222
11.06.2014, 15:38
Natürlich haben Festbrennweiten praktische Vorteile. Meist die höhere Lichtstärke, die bei Zooms nur äußerst aufwändig und teuer zu realisieren wäre.

Inzwischen haben sich aber auch zusätzliche praktische Nachteile ergeben: FBs werden bei weitem nicht in den Stückzahlen verkauft wie gängige Zooms. Deshalb stecken die Hersteller, von Ausnahmen abgesehen, meist nicht den gleichen Entwicklungsaufwand hinein. Was dazu geführt hat, dass sie oft von der Abbildungsqualität nicht mal mehr besser sind als gängige Zooms, oder aber zu recht heftigen Preisen auf den Markt kommen. Knapp 1000 € (Sigma Art) oder gar 3000 € (Otus) für ein sehr gutes 50er sind natürlich schon eine andere Nummer als geschätzte 300, für die ein gutes Kit-50er bei entsprechender Auflage herzustellen wäre.

Meine leicht satirischen Aspekte weiter oben bezogen sich, wie leicht zu erkennen, natürlich weniger auf die praktischen als auf die ideologischen Aspekte der FB vs Zoom-Diskussion.

ehemaliger Benutzer
11.06.2014, 20:15
Einen großen Nachteil haben FB's sehr oft. Der Benutzer bildet sich sehr oft ein, dass sein Fotografieren automatisch zu künstlerischem Erschaffen mutiert, weil er sich plötzlich sein Motiv erarbeiten muss oder gar sein Bild regelrecht komponiert. Der Wahn ist einfach grenzenlos, welche künstlerische Energie freigesetzt werden kann und man ist irgendwann felsenfest der Meinung, so etwas Großartiges kann man mit ZB's überhaupt nicht erreichen. Bestenfalls trivial knipsen. Aber mehr nicht!

Leider wird schnell vergessen, wer das Bild macht. Weder die Festbrennweite, noch das Zoom.

In allererster Linie ist es der Fotograf!

Dem stimme ich fast vollständig zu. Nur, die Objektive sind an dieser Selbstüberschätzung von Fotografen definitiv schuldlos.

ehemaliger Benutzer
11.06.2014, 20:16
Abgesehen von der Lichtstärke und den damit verbundenen Möglichkeiten sind Festbrennweiten oft der kostengünstigste Weg zu optischen Spitzenleistungen. Das sollte man nicht vergessen.

Vielleicht ein wenig zu pauschal gesagt.
Ich versuche das gerade entspr. der Kürze des Beitrags nachzuvollziehen:

Canon EF 14 mm f:2,8 L USM
Canon EF 14 mm f:2,8 L II USM
Canon EF 20 mm f:2,8 USM
Canon EF 24 mm f:2,8
Canon EF 28 mm f:2,8
Canon EF 200 mm f:2,8 L USM
Canon EF 200 mm f:2,8 L II USM
Canon EF 300 mm f:2,8 L USM
Canon EF 300 mm f:2,8 L IS USM
Canon EF 300 mm f:4,0 L USM
Canon EF 300 mm f:4,0 L IS USM
Canon EF 400 mm f:2,8 L USM
Canon EF 400 mm f:2,8 L USM II
Canon EF 400 mm f:2,8 L IS USM
Canon EF 400 mm f:4,0 DO IS USM
Canon EF 400 mm f:5,6 L USM
Canon EF 500 mm f:4,0 L IS USM
Canon EF 500 mm f:4,5 L USM
Canon EF 600 mm f:4,0 L USM
Canon EF 600 mm f:4,0 L IS USM
Canon EF 800 mm f:5,6 L IS USM
Canon EF 1200 mm f:5,6 L USM
Canon EF 15 mm f:2,8 Fischauge
Canon EF 50 mm f:2,5 Makro
Canon EF 100 mm f:2,8 USM Makro
Canon EF 100 mm f:2,8 L IS USM Makro
Canon EF 180 mm f:3,5 L USM Makro

Ich unterschlage an dieser Stelle eine weitere Liste mit 17 Objektiven, die 9 Brennweitenwiederholungen enthält, oder anders gesagt, 8 alternative Festbrennweiten.

Nur ein Beispiel zu den Preisen: Das 14mm kostet um die zweitausend Euro.

ehemaliger Benutzer
11.06.2014, 20:16
Wenn Zoom, dann etwas mehr Zoom und wenn Festbrennweite, dann etwas weiter gestreut. Ich bevorzuge es, weniger zu tragen.

24-120 + 20/50/135 finde ich ganz gut.

Oder So. Alles geht, nichts muss!


Es gibt ganz praktische Gründe für Festbrennweiten.

Weitwinkel: nur FBs haben Entfernungsskala mit Tiefenschärfe-Skala.
Normalbereich: eine FB fängt vier mal mehr Licht ein als ein Zoom.
Telebereich: die Freistellung mit einer FB ist besser als mit einem Zoom.

Hinzu kommt, dass Streulichblenden nur bei FBs richtig passen.

-"FB fängt vier mal mehr Licht ein als ein Zoom"
In der Pauschalität falsch. Der Mond ist in der Nacht heller als die Sonne!

-"Freistellung mit einer FB ist besser als mit einem Zoom"
Ebenfalls zu pauschal. Die Freistellung eines Canon EF 200 mm f:2,8 L II USM ist nicht besser als die mit einem Canon EF 70-200 f:2,8 L II IS USM bei 200mm!
Aber: Das Freistellungsergebnis könnte extrem ähnlich sein, wenn man eine Aufnahme einmal mit dem Canon EF 135mm f:2,0 L USM und einmal mit dem Canon EF 200 mm f:2,8 L II USM macht.
Beim 135mm muss ich etwas näher ans Motiv und kann f:2,0 anwenden, dafür muss ich mit dem 200mm weiter weg, erhalte dann den gleichen Abbildungsmaßstab, gleichzeitig eine höhere Freistellung vom Hintergrund, die aber f:2,8 wieder verschlechtert. Das Ergebnis im Bild kann leicht aufs Gleiche heraus kommen. Das o.g. Zoom wäre damit sogar mit dem 2,0 135mm hinsichtlich Freistellung in dieser Konstellation vergleichbar. :eek:

sting_
12.06.2014, 10:02
Vielleicht ein wenig zu pauschal gesagt.
Ich versuche das gerade entspr. der Kürze des Beitrags nachzuvollziehen:

....(Canon Objektivliste)...

Ich unterschlage an dieser Stelle eine weitere Liste mit 17 Objektiven, die 9 Brennweitenwiederholungen enthält, oder anders gesagt, 8 alternative Festbrennweiten.



Ist es Zufall, dass hier nur Canon Linsen abgebildet wurden, denen generell nicht unbedingt das beste Preis/Leistungsverhältnis nachgesagt wird? Angeblich gibt es auch andere Hersteller. ;)

Aber wenn schon Canon, ein 2.8/40mm um 160 EUR abzüglich Cashback ist sicher ein kostengünstiger Einstieg in gute optische Leistungen. So war es gemeint.

Sogar das 1.8/50mm kann man leicht abgeblendet als durchaus gute Optik bezeichnen, für welche
man als Zoomobjektiv ein Vielfaches löhnen müsste.


Nur ein Beispiel zu den Preisen: Das 14mm kostet um die zweitausend Euro.

Gutes Beispiel, denn ein optisch fast gleichwertiges Walimex/Rokinon 2,8/14mm ist für 300 EUR zu haben. Nur (m)ein Beispiel.

Von einer Altglasverwertung (ältere, aber immer noch gute MF Objektive, die günstig zu haben sind) ganz zu schweigen.

LG
Andreas

rotte
12.06.2014, 10:35
... Canon Linsen ..., denen generell nicht unbedingt das beste Preis/Leistungsverhältnis nachgesagt wird? ...LG
Andreas

Nur von Ahnungslosen:

sting_
12.06.2014, 12:58
Nur von Ahnungslosen:

Welche der in der Liste angeführten Objektive hältst du denn für preis-leistungsmäßig für gut bis sehr gut?

Mit Ausnahme des 14/II sind doch alle anderen Weitwinkel die Leistung betreffend doch wohl kaum zeitgemäß und auch nicht gerade kostengünstig im Vergleich zu optisch besseren Alternativen.

ehemaliger Benutzer
12.06.2014, 14:25
Ist es Zufall, dass hier nur Canon Linsen abgebildet wurden, denen generell nicht unbedingt das beste Preis/Leistungsverhältnis nachgesagt wird? Angeblich gibt es auch andere Hersteller. ;)

Aber wenn schon Canon, ein 2.8/40mm um 160 EUR abzüglich Cashback ist sicher ein kostengünstiger Einstieg in gute optische Leistungen. So war es gemeint.

Sogar das 1.8/50mm kann man leicht abgeblendet als durchaus gute Optik bezeichnen, für welche
man als Zoomobjektiv ein Vielfaches löhnen müsste.



Gutes Beispiel, denn ein optisch fast gleichwertiges Walimex/Rokinon 2,8/14mm ist für 300 EUR zu haben. Nur (m)ein Beispiel.

Von einer Altglasverwertung (ältere, aber immer noch gute MF Objektive, die günstig zu haben sind) ganz zu schweigen.

LG
Andreas

Ich habe mir nicht zufällig keine Mühe gemacht, auch noch die FBs der Fremdhersteller präzise als Beispiele zu listen. Sie hätten inhaltlich zu meiner Aussage auch nichts mehr beitragen können.

Auf Fragen, wie die des TO, halte ich Mitteilungen über meine ganz eigenen Gründe für oder gegen einzelne Objektive nicht für relevant. Was mir gefällt, kann für andere einfach nur unmöglich sein, und was andere hochjubeln, kann ich für mich belächeln und als ungeeignet abtun.
Das soll doch jeder für sich entscheiden, wie schon gesagt.

Ich halte daher auch gar nichts von solchen präzisen Objektivratschlägen, bei denen in aller Regel immer nur eine Sicht volle Berücksichtigung findet, weil die Leute, im Gegensatz zu Objektiven, eben niemals objektiv bzgl. ihrer Ausrüstung sind.

ehemaliger Benutzer
12.06.2014, 14:26
Welche der in der Liste angeführten Objektive hältst du denn für preis-leistungsmäßig für gut bis sehr gut?

Mit Ausnahme des 14/II sind doch alle anderen Weitwinkel die Leistung betreffend doch wohl kaum zeitgemäß und auch nicht gerade kostengünstig im Vergleich zu optisch besseren Alternativen.

Ganz falsche Baustelle.
Ich bezog mich ausschließlich auf Deine Aussage "Lichtstärke" und "kostengünstigster Einstieg in optische Spitzenklasse"!

Mit den Objektiven dieser Liste hat man ganz wunderbaren Stoff einmal über diese beiden Promotionpunkte für Festbrennweiten nachzudenken.

Selbstverständlich haben auch andere Mütter hübsche Töchter, aber die Angebotsbreite, tatsächliche Qualität und elektronische Zukunftssicherheit darf man trotz günstiger Preise ja nicht außer acht lassen. Wobei das nach meiner Meinung jeder handhaben sollte, wie er möchte. Ich habe nämlich auch Fremdhersteller in meinem Portfolio!!

sting_
12.06.2014, 14:46
Ganz falsche Baustelle.
Ich bezog mich ausschließlich auf Deine Aussage "Lichtstärke" und "kostengünstigster Einstieg in optische Spitzenklasse"!

Mit den Objektiven dieser Liste hat man ganz wunderbaren Stoff einmal über diese beiden Promotionpunkte für Festbrennweiten nachzudenken.

Selbstverständlich haben auch andere Mütter hübsche Töchter, aber die Angebotsbreite, tatsächliche Qualität und elektronische Zukunftssicherheit darf man trotz günstiger Preise ja nicht außer acht lassen. Wobei das nach meiner Meinung jeder handhaben sollte, wie er möchte. Ich habe nämlich auch Fremdhersteller in meinem Portfolio!!

Ich will mich nicht in eine Grundsatzdiskussion verstricken, aber die Aussage "Abgesehen von der Lichtstärke und den damit verbundenen Möglichkeiten sind Festbrennweiten oft der kostengünstigste Weg zu optischen Spitzenleistungen." kann man doch nicht widerlegen, indem man teure oder ausgediente Festbrennweiten auflistet.

Ein Minimalisten - 1.8/50mm kann mit einer Investition von weniger als 100 EUR eine neue Dimension von Lichtstärke und Qualität bieten (speziell bei den üblichen Dunkelzoom-Sets). Was ist daran nicht richtig?

Ebenso kann man im UWW oder WW-Bereich mit einer ausgewählten Festbrennweite Lichstärke UND Qualität auch mit bescheidenen Investitionen ergänzen, denn ein gutes und lichtstarkes WW-Zoom kostet mindestens ein bis zwei Tausender und ist speziell aus dem aktuellen Portfolio von Canon qualitativ nicht gerade beeindruckend.

Festbrennweiten können also sehr wohl Zoomobjektive betreffend Lichtstärke und Qualität sinnvoll ergänzen, und das mit teilweise geringen Investitionen.

ehemaliger Benutzer
12.06.2014, 20:35
Nur zur Erinnerung:


Hallo zusammen,

bevorzugt ihr eher ein Zoomobjektiv wie z.B das 24-70mm oder mehrere Festbrennweiten (24mm, 50mm, 85mm usw) und warum?

MfG

David


Ganz richtig. Eine Grundsatzdiskussion ist bei der Ausgangsfrage auch m.E. überhaupt nicht angebracht, gerade kontraproduktiv.

Ich wehre mich nur, gerade bei der Ausgangsfrage, gegen Aussagen mit "oft" und "kann". Denn das sind keine klaren Aussagen, wenn man alle Möglichkeiten offen lässt.

Doch warum nutzt jetzt wer "nur" (nicht "oft") Festbrennweiten, bzw. nur Zooms, oder gar beides?

Richtig wäre z.B. die Aussage, dass Festbrennweiten lichtstärker sein können als Zooms, dass sie bessere optische Abbildungsleistungen erbringen können. Natürlich können sie auch günstiger sein.
Sie können aber auch in die Kategorie "lichtschwach" fallen, relativ, je nach persönlichem gusto des Betrachters. Und/oder sehr teuer sein, bzw. ebenfalls mit nicht so guten Abbildungsleistungen enttäuschen, je nachdem, wie leicht einer zu enttäuschen ist!

Die Sache wird dadurch, dass Zooms auch bessere Abbildungsleistungen bringen können als so manche Festbrennweite, auch nicht gerade einfacher.

Daher wüsste ich jetzt nicht, weshalb man sich diesbezüglich zu einer als allgemein prästentierten, aber dann doch relativierten Aussage hinreißen lassen müsste. Finde ich jetzt einfach unpassend. Da wollte einer nämlich wissen, weshalb Fisch oder doch Fleisch!

Aus dem gleichen Grund sehe ich auch keinen Beantwortungsbedarf auf die Frage, welche der in meiner Liste angeführten Objektive ich denn für preis-leistungsmäßig gut bis sehr gut einschätze.
Das liegt sowieso grundsätzlich immer und nur im Auge des Entscheidungsgeforderten, zumal es nicht zuletzt um eine monetäre Bewertung geht.
Der eine hat auf seiner 500.000 Euro-Benzinkutsche den Aufkleber "Eure Armut kotzt mich an!", der andere hat auf der Heckscheibe seiner Ente stehen: "Abi 2014".
Deswegen ist das 14mm II mit 2.000 EUR ein echtes Schnäppchen, bzw. muss man doch etliche Tage lang bei jedem Wetter Werbedrucke für ein gebrauchtes f:1,8 50mm II austragen!

Interessanterweise ist gar nicht aufgefallen, dass meine FB-Liste nur Objektive mit f:2,8 oder schlechter enthält, aber keinerlei lichtstarke Objektive!

Diese Objektive fester Brennweite sind existierende Realität, die meisten davon aktuell noch käuflich zu erwerben. Über die tatsächlich lichtstarken Objektive habe ich gar nicht gesprochen, sie sogar bewusst verschwiegen. Von was für "Einstiegspreisen" weit über Durchschnitt müsste man da sprechen?
Das f:1,8 50mm stellt dabei doch tatsächlich als Ausnahme den Beweis für die Regel dar: lichtstarke Festbrennweiten - ganz besonders wenn sie sogar mal sehr gute optische Abbildungsleistung haben - sind eher teuer!

Für mich ist das f:2,8 40mm nicht explizit lichtstark. Es ist schön, dass es f:2,8 hat, weshalb es auch so aufdringlich kompakt ist, aber für mich gilt das Prädikat "lichtstark" für =< f:2,0. Das ist dann eine nennenswerte Hausnummer, die gleich etliche physikalische Probleme mit sich bringt. Deswegen ist f:2,8 'sehr oft' ein guter Kompromiss - den Zoomobjektive aber auch bieten 'können'!

Alle diese Ausführungen erklären natürlich nicht, warum nun Festbrennweite oder Zoom. Einfach deswegen, weil das alles keine Entscheidungsgründe pro oder contra sind.

Die liegen leider jenseits von Preisen, Öffnungsverhältnissen, Abbildungsleistungen, Größen, Gewichten und Herstellern. in diesem nichttechnischen, trüben ungriffigen Grund, wo man Kreativität, Intuition, und künstlerisches Verständnis findet, da kommen auch die Gründe für oder gegen die Verwendung von Zooms und Festbrennweiten her.

Der Hintergrund für die Philosophie von der 'überlegteren Fotografie mit Festbrennweiten' hat dort auch seine Wurzeln, die von einer Art sind, wie sie gerade heute nicht mehr gerne gehört wird.
Das Fehlen eines Brennweitenbereichs, den Zooms nativ bieten, führt zu einer Zwangsbeschränkung, der man nur noch mit dem Gebrauch des Verstandes begegnen kann. Ist also eine Frage des Bewußtseins, und aktiven Geisteseinsatzes.
Auch die Kreativität verlangt Kopfarbeit, und beides passt von daher besser zusammen, als die gedankenlose Nutzung eines Zoomobjektivs. Eine Festbrennweite führt nicht zu brauchbaren Bildern, wenn man in gleicher gedankenloser Weise damit umgeht. Mit einem Zoom gelingt das schon leichter, es liefert ja eine gewisse Flexibilität, die man sich im Kopf dann sparen kann. Das mal so kurz und oberflächlich dargestellt. Ich möchte damit hier niemanden überzeugen, und werde darüber deswegen nicht diskutieren.

Damit ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen, dass jemand mit Zoomobjektiven ebenfalls überlegt fotografiert. Für den Anfänger sollte man sich daran erinnern, dass ein Automatikgetriebe-Fahrschüler das Schalten natürlich nie erlernt, es sei denn, er verzichtet bewußt auf eine Getriebeautomatik, und setzt sich mit der Funktionsweise eines Schaltgetriebes aktiv auseinander!
Beide Techniken stehen sich konträr gegenüber, ohne sich gegenseitig ins Gehege zu kommen, und ohne die jeweils andere überflüssig zu machen!!

ehemaliger Benutzer
12.06.2014, 20:54
Wolfgang, hast Du Langeweile?;):p:D

ehemaliger Benutzer
12.06.2014, 21:00
Wolfgang, hast Du Langeweile?;):p:D

U.U. nehme ich mir lieber die Zeit, etwas zu erklären und zu begründen, als irgendwelche kurzen irgendwo angelesenen Schlagworte in verkümmerten Sätzen dahin zu werfen.

sting_
12.06.2014, 22:08
U.U. nehme ich mir lieber die Zeit, etwas zu erklären und zu begründen, als irgendwelche kurzen irgendwo angelesenen Schlagworte in verkümmerten Sätzen dahin zu werfen.

Wenn man das realtiv knappe Ursprungsposting liest, schießt aber die überlange Antwort wohl ziemlich weit daneben.

Zur Erinnerung, um das ging es:
"Abgesehen von der Lichtstärke und den damit verbundenen Möglichkeiten sind Festbrennweiten oft der kostengünstigste Weg zu optischen Spitzenleistungen. Das sollte man nicht vergessen."

heinengl
12.06.2014, 22:10
Der eine hat auf seiner 500.000 Euro-Benzinkutsche den Aufkleber "Eure Armut kotzt mich an!", der andere hat auf der Heckscheibe seiner Ente stehen: "Abi 2014".

du hast vergessen zu erwähnen, dass wieder andere den Aufkleber "Rente 2015" auf der Heckscheibe babben haben

ehemaliger Benutzer
13.06.2014, 02:09
U.U. nehme ich mir lieber die Zeit, etwas zu erklären und zu begründen, als irgendwelche kurzen irgendwo angelesenen Schlagworte in verkümmerten Sätzen dahin zu werfen.

So kann man es sehen...


...böse Zungen würden vielleicht sagen: "Der hört sich selbst gern reden".;):D

ceving
13.06.2014, 17:35
Ich freue mich für Dich über Deine erworbenen Kenntnisse!

Nur, wofür zitierst Du mich in diesem Zusammenhang?

Das eine hat doch nichts mit dem Anderen zu tun.

Ich habe deiner Behauptung widersprochen, FBs würden hauptsächlich zur Befriedigung eines esoterisch veranlagten Egos benutzt. Wenn Bilder mit FB besser werden, muss man das sich nicht einbilden, sondern es sind ganz handfeste Gründe dafür verantwortlich. Man kann die Tiefenschärfe besser beurteilen, man hat mehr Licht, man hat weniger Flairs. Die Liste lässt sich entsprechend verlängern, da ich nur ein paar Punkte aufgezählt habe.

ceving
13.06.2014, 17:46
-"FB fängt vier mal mehr Licht ein als ein Zoom"
In der Pauschalität falsch. Der Mond ist in der Nacht heller als die Sonne!

-"Freistellung mit einer FB ist besser als mit einem Zoom"
Ebenfalls zu pauschal. Die Freistellung eines Canon EF 200 mm f:2,8 L II USM ist nicht besser als die mit einem Canon EF 70-200 f:2,8 L II IS USM bei 200mm!


Oh haben wir ein Haar in der Suppe gefunden? Dann fragen wir uns doch mal wie groß die Zahl der FBs ist, deren Lichtstärke nicht besser ist als entsprechende Zooms, die die gleiche Brennweite abdecken? Dann wissen wir nämlich über wie viele Objektive du redest. Und umgekehrt, können wir zählen, wie viele FBs eine höhere Lichtstärke als Zooms mit gleicher Brennweite haben. Dann wissen wir über wie viele ich geredet habe. Und wenn wir die beiden Zahlen gegenüber stellen können wir uns die Frage stellen, ob die Zahl der Objektive, über die du redest, doch schon nebensächlich oder immer noch belanglos ist.

ehemaliger Benutzer
13.06.2014, 19:16
...., FBs würden hauptsächlich zur Befriedigung eines esoterisch veranlagten Egos benutzt. .....

Kannst Du dafür eine Quelle liefern?

Meine Worte waren:


.... Der Benutzer bildet sich sehr oft ein, dass sein Fotografieren automatisch zu künstlerischem Erschaffen mutiert,...

Das hat einen anderen Sinn.




.... Wenn Bilder mit FB besser werden, muss man das sich nicht einbilden, sondern es sind ganz handfeste Gründe dafür verantwortlich. Man kann die Tiefenschärfe besser beurteilen, man hat mehr Licht, man hat weniger Flairs. Die Liste lässt sich entsprechend verlängern, da ich nur ein paar Punkte aufgezählt habe.

Auch wenn es Dir schon mehrfach erklärt wurde, es geht nicht um die technischen Eigenschaften, sondern wie manche Benutzer plötzlich, sagen wir mal, auf künstlerischer Ebene das Motiv erarbeiten oder komponieren.

Tiefenschärfe erledigt in erster Linie das Objektiv und eine FB muss nicht zwingend eine bessere LS haben. Sehen kann man die Freistellung auch erst richtig in der Vergrößerung.

Dieses hochtrabende, schwülstige Gelaber geht mir gegen den Strich!