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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Qualitätsproblem bei den L-Objektiven



jseibertz
31.10.2014, 15:07
Hallo Forum,

ich fotografiere seit einigen Jahren mit Canon-Equipment und habe mir in den letzten 2 ½ Jahren für ca. 18.000 € diverse Kameras und L-Objektive gekauft. Dieses mit dem Anspruch sehr gutes, zuverlässiges und vor allem auch fehlerfreies und nicht anfälliges Material zu haben.

Im Rahmen der ersten Clean & Checks meiner fast neuen vermeintlichen „Profi“-Ausrüstung wurde ich herb enttäuscht.
Von meinen bisher 6 abgegebenen L-Objektiven wiesen 3, also 50%!!!!, einen Defekt auf. Und das alleine bei mir als einzelnem Käufer!!! Wenn die Mängelquote in der Gesamtproduktion so hoch ist...prosit Canon. Dann kommt anscheinend beim Käufer die Qualität in die Objektive...wenn er Glück hat auf Garantie.

- Bei dem ersten Objektiv, einem neu aber als Ausstellungsstück erworbenen L 100-400mm, musste ich den Bildstabilisator auswechseln lassen, ca. 530 €. Diese musste ich auch bezahlen, weil ich C&C zu lange vor mir hergeschoben habe. Bisher wurden von mir max. 1000 Bilder damit gemacht.
- Bei den vor einer Woche abgegebenen Objektiven wurde an einem knapp 2 Jahre alten 70-200 mm neu gekauften L-Objektive ein Justagefehler festgestellt. Max. 1000 Bilder gemacht.
- An meinem im Mai 2014 neu erworbenen 16-35mm L-Objektiv ist ein Austausch des Linsensystems notwendig. Max 3000 Bilder damit gemacht.
Die letzten beiden laufen gottseidank noch unter Garantie bzw. Gewährleistung, ansonsten hätte ich dafür auch noch 617 € bezahlen müssen! Insgesamt hätte ich also ca 1150 € zusätzliche Reparaturkosten für einen L-„Profi“-Objektivpark innerhalb der ersten 3 Jahre nach Anschaffung gehabt. Und das für Objektive, welche mich insgesamt neu etwa 8500 € gekostet hat!

Zur Klarstellung:
- Die hauptsächliche und intensive Nutzung erfolgt im Rahmen von Urlauben, also an etwa 35 Tagen im Jahr
- Die Gesamtauslöserzahl meiner Kameras liegt bei ca. 15000 Auslösungen in den letzten 3 Jahren. Daraus können Sie ableiten wie wenig die Objektive genutzt werden!
- Die Ausrüstung hüte ich wie meinen Augapfel. Es ist nirgendwo ein Teil gefallen und die Kameras sowie Objektive werden immer von mir als Handgepäck transportiert.

Wie sind eure Erfahrungen?


Grüße
Jürgen

zuendler
31.10.2014, 15:20
Soll ich gebraucht gekaufte Objektive hier dazu zählen?
Also ich hatte wohl schon um die 20-30 Objektive von Canon.
11 habe ich aktuell.

-ein 70-200 hatte nen defekten IS (musste ich zahlen, obwohl bekanntes Problem)
-ein 600er muste justiert werden (Justage war damals noch kostenlos!)
(beides mal gebraucht gekauft)
Sonst keine Schäden. Gott sei Dank.
Die Justage zähle ich nicht als richtigen Schaden, da das Objektiv schon älter war.
So kann ich bei mir sagen ca. 5% Reklamationsquote ;)

Aktuell musste ich ne 1Ds III zum Hotpixel ausmappen hinschicken. Auch das musste ich bezahlen, obwohl ich mich bei Canon für 40k eingekauft habe. Aber das ist denen reichlich egal, man muss sich auf das einzelne Gerät konzentrieren sagen die.

jseibertz
31.10.2014, 15:25
Ich sehe ja noch ein, dass wenn man gebraucht kauft man ein Risiko fährt. Aber ich habe alle neu gekauft...das ist umso ärgerlicher...

Soeben habe ich noch ein Schreiben von Canon bekommen, dass für die letzten beiden Objektive die Ersatzteile nicht verfügbar sind....na dann werde ich wohl mal meinen Gold-Status spielen lassen und mir Ersatzobjektive zusenden lassen..
Ich kriege das K.....

Sebastian Giebel
31.10.2014, 16:47
Hast du nicht gemerkt dass der IS vom 100-400 defekt ist bzw. die BQ vom 16-35 nicht gestimmt hat?

Wenn nein würde ich gerne wissen wie Canon das beim C&C merkt wenn man bei der Nutzung nichts merkt!?

jseibertz
31.10.2014, 17:22
Hallo, nein sie sind mir vorher nicht aufgefallen, dass ist ja das interessante an der Sache. Insbesondere bei dem 100-400 waren die bei einem Autorennen gemachten Bilder scharf. Der Techniker konnte nur sagen es sei etwas nicht in Ordnung, aber einen der üblichen Fehlercodes bekam er auch nicht angezeigt. Also habe ich es machen lassen...

Bei den anderen beiden ist mir auch nichts aufgefallen. Etwas Verzeichnung ist ja z.B. auch bei dem 16-35mm normal. Wo ist da die Grenze...
Und das 70-200mm hat zuletzt im Juli einwandfrei scharfe Bilder geliefert..
CPS hat halt entsprechende Prüfstände und Prüfmuster anhand von denen sie das feststellen können.

Eben kam noch eine Mail, dass die Ersatzteile nicht verfügbar sind...gottseidank bin ich CPS-Gold, jetzt werde ich mir Ersatzlinsen anfordern.

Also gibt's nur eines. Um die Ansprüche zu wahren auch neue L-Objektive direkt ab zur Prüfung... Was für ein Aufwand.

Ich bin jetzt noch auf mein 8-15mm Fisheye gespannt....,dass wird das nächste sein was zu CPS geht.., wenn die anderen alle zurück sind.

jseibertz
31.10.2014, 17:52
Soll ich gebraucht gekaufte Objektive hier dazu zählen?
Also ich hatte wohl schon um die 20-30 Objektive von Canon.
11 habe ich aktuell.

-ein 70-200 hatte nen defekten IS (musste ich zahlen, obwohl bekanntes Problem)
-ein 600er muste justiert werden (Justage war damals noch kostenlos!)
(beides mal gebraucht gekauft)
Sonst keine Schäden. Gott sei Dank.
Die Justage zähle ich nicht als richtigen Schaden, da das Objektiv schon älter war.
So kann ich bei mir sagen ca. 5% Reklamationsquote ;)

Aktuell musste ich ne 1Ds III zum Hotpixel ausmappen hinschicken. Auch das musste ich bezahlen, obwohl ich mich bei Canon für 40k eingekauft habe. Aber das ist denen reichlich egal, man muss sich auf das einzelne Gerät konzentrieren sagen die.

Ich habe auf jeden Fall heute mal ein Schreiben an die Geschäftsführung geschrieben. Wird zwar bei der Canonarroganz wenig nützen aber es hat mir Luft verschafft. Ich werde mich jetzt auch mal zu den Erfahrungen der Nikonianer informieren. Mal sehen wie dort die Quoten sind... Und dann schauen wir nächstes Jahr einmal.

ehemaliger Benutzer
31.10.2014, 17:59
@jseibertz

Hast Du konkret die Fehler bemerkt, oder sind diese jetzt erst beim Clean & Check bemerkt worden?

Frage wurde zwischenzeitlich beantwortet.


Das finde ich sehr seltsam.

vobo
01.11.2014, 11:04
Also irgendwie verstehe ich die ganze Sache nicht.
Wieso läßt Du die Objektive überhaupt reparieren / justieren, wenn sie deiner Meinung nach korrekt funktionieren ?
Wenn mir Canon in dem Fall 100-400 einen Kostenvoranschlag gemacht hätte, würde ich ihn einfach ablehnen.

Gruß
VoBo

Artefakt
01.11.2014, 11:51
Die Vorgehensweise ist vielleicht ein wenig seltsam - "Schicken wir mal alles prophylaktisch oder regelmäßig zu Check & Clean, nur weil ich CPS-Mitglied bin ..." (überspitzt formuliert - bitte nicht böse sein, Jürgen - ist nicht böse gemeint).

Und ein Schelm, der Böses dabei denkt: Wenn jemand außerhalb der Garantie eine Optik zu Canon schickt und fragt, ob sie etwas finden, das nicht in Ordnung ist - na, vielleicht finden sie ja was ... :-)

Dieses C&C ist meiner Meinung für Profi vorgesehen, die ihr Equipment stark beanspruchen und verschmutzen, und die Geld mit ihrer jederzeit funktionierenden Ausrüstung verdienen müssen. Wir (Du, ich und viele andere hier) sind "Edel-Amateure" :-)

Meine Ausrüstung bekommt Canon (oder deren Service-Partner - ärgerlich genug, dass Canon das immer mehr abwälzt auf manchmal dürftige geschulte Firmen ...) nicht in die Hände, nur um zu "checken" oder um das Glas vor dem Chip zu reinigen, weil ich 5 Punkte im Himmel habe. Die stempele ich weg, wenn sie stören. Nach so einem Service kann es nämlich sein, dass mehr Dreck drauf ist als vorher oder dass irgendetwas anderes kaputt ist oder dass das Gerät überhaupt verschwunden ist ... alles schon vorgekommen.

Nun zurück zum Thema Qualität der Canon-L-Optiken: Die Gehäuse funktionieren anscheinend besser, da hatte ich (10D, 30D, 40D, 5DI, 5DII, 7D) noch überhaupt keine Probleme, nicht mal einen abgefallenen Spiegel in der 5DI. Die Optiken (und die sind die Basis der Qualität!) können da überhaupt nicht mithalten. Da gebe ich Dir zu 100% recht, dass das ein echtes Armutszeugnis von Canon ist. Einer der Gründe mag sein, dass Canon in der Vergangenheit die Produktion der Optiken zu erheblichen Teilen ins Ausland (China & Co) ausgelagert hatte und angeblich manches wieder ins Heimatland Japan zurückgeholt hat - aus Qualitätsgründen. Was daran stimmt, kann ich nicht nachprüfen.

Früher zu FD-Zeiten (nach 40 Jahren Fotografie habe ich sogar noch die eine oder andere FL-Optik besessen) war jede Optik untadelig, knackscharf und mechanisch ein Genuss, selbstverständlich auch die Nicht-L-Optiken. (L-Optiken waren eher die Perlen der Ingenieurskunst in Sachen Lichtstärke, aber nicht in Sachen optischer Güte oder Fertigungsqualität.) Das hat sich grundlegend geändert.

Heutzutage zerfällt das Sortiment (neben den zwei Formaten APS-C und Vollformat) qualitativ und preislich in verschiedene Segmente. Das diktiert halt der Markt. Dass aber die L-Optiken, die oft ein Monatsgehalt mancher Einkommensgruppen ausmachen können, eine so dürftige Qualität haben, ist nicht einzusehen!

Da ich in den letzten Jahren auch einiges in L-Optiken investiert habe, weiß ich, dass das Hauptproblem bei neuen Optiken in der Zentrierung liegt. D.h. man kauft ein neues Produkt und darf gleich als erstes das Ding einschicken? Nicht einzusehen! Die Qualitätskontrolle hat Canon wahrzunehmen. Dass es daneben Schwachstellen (wie den IS oder AF) geben kann, kommt sicher noch dazu.

Auf jeden Fall habe ich mein Einkaufsverhalten darauf abgestimmt: Ich kaufe keine Optik mehr im Online-Handel, weil ich sie erst auf Herz und Nieren prüfe, bevor ich sie kaufe. Ich habe keine Lust, ein Online-Produkt zu Hause zu testen, das Gerät wieder einzupacken, auf mein Risiko und meine Kosten zurückzuschicken, zu hoffen, dass ich alles originalgetreu genug wieder eingepackt habe usw. ... Wenn ich nicht von Haus aus einen Rückläufer eines anderen unzufriedenen Kunden bekomme ...

Ich habe das Glück, einen sehr gut sortierten Fachhändler in der Nähe zu haben, der von jeder gängigen L-Optik zwei bis vier Exemplare auf Lager hat. Ich teste sie auf AF-Genauigkeit, alle anderen Funktionen und besonders auf die Zentrierung! Da habe ich schon (beim 100-400L) zweimal innerhalb von 3 Monaten (Lagerbestand erneuert) ein paar Exemplare getestet, ehe ich (für mich) gutes gefunden habe. Und beim 24-105L dachte ich schon, es gibt keine guten - nach über einem Jahr (so quasi als letzter Versuch) habe ich doch noch ein gut zentriertes gefunden - und ich bin jetzt glücklich damit, weil es für Reportagen einen tollen Brennweitenbereich hat - nur die Gummiarmierung der manuellen Scharfstellung vorne am Objektiv wirft sich ein wenig, wenn es warm ist - unverständlich, aber zum Aushalten.

Dieses aufwändige Prozedere mag manchem lächerlich erscheinen, aber das Objektiv kostet das gleiche Geld, egal ob gut oder schlecht zentriert. Ich habe dem Fachhändler auch gesagt, dass ich je nach Größenordnung zwischen 5 und 10 % Aufpreis auf einen durchschnittlichen, seriösen Online-Händler zu zahlen bereit bin, wenn ich vor Ort testen kann.

Aber es bleibt Unverständnis bei mir zurück, warum die Quote an tadellosen Optiken so gering ist. Ob es bei Nikon besser ist? Ich bezweifle es mal vorsichtig. Auf jeden Fall behagt mir nach Jahrzehnten Canon die Bedienung der Nikons nicht - Glück für Canon? :-)

Ich bitte zu entschuldigen, dass der Text so lang ist - für einen kurzen hatte ich keine Zeit :-)

Schönen Gruß, Dietmar

www.abcdesign.at

Thomas Madel
01.11.2014, 12:04
Die Geister die ich rief...

Ich nutze meine Equipment semiprofessionell, was bei mir bedeutet, dass ich zumindest an jedem Wochenende ein paar hundert Fotos bei verschiedenen Sportveranstaltungen mache.
Solange ich mit einem Objektive keinerlei Probleme habe und ich keine Verschmutzung feststellen kann, kommt mir dieses trotz CPS-Mitgliedschaft nicht zum Check&Clean. Man mag anders darüber denken, aber ich lasse keines meiner Objektive unnötige auseinanderbauen - besser wird es davon sicher nicht. Sollte sich dann dadurch ein Folgeschaden ergeben, werden ich diesen mit Fassung tragen.:D
Warum sollte Objektive nach wenigen Tausend Aufnahmen durchgecheckt werden?
Bei meinen ca. 25-30 neu erworbenenen Canon Objektiven in den letzten 28 Jahren hatte ich genau einen Defekt. Das war aber noch ein FD-Objektiv, bei dem die Blende von Anfang an nicht funktioniert hat.
Im übrigen habe ich noch ein 1,2/85 das ich 1998 wegen seltsamer Geräusche beim Fokussieren eingeschickt hatte. Der Techniker hat mir am Telefon gesagt, dass das AF-Modul hinüber ist, er es aber gereinigt hat und "ich es versuchen könnte, ob es noch ein paar Wochen hält", er würde mir aber zum sofortigen Austausch raten. Das Objektiv funktioniert heute noch...
Ich würde den Canon Leute nie unterstellen wollen, dass sie unnötige Reparaturen ausführen, aber unnötig viele Gelegenheiten dafür gebe ich ihnen nicht. Wenn ein Objektiv das tut, was es soll und alles Linsen staubfrei sind, gebe ich es nicht aus der Hand, schon gar nicht, wenn ich nur 1000 Aufnahmen gemachte hätte.

TriStar
01.11.2014, 14:09
Die Vorgehensweise ist vielleicht ein wenig [...]

Das entspricht auch meinen Erfahrungen und von daher habe ich nicht viel hinzuzufügen!

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen meine Zusammenarbeit mit der Firma Canon auf das Nötigste zu reduzieren. Die Gehäuse und Objektive, die ich jetzt im Einsatz habe werden weiter genutzt. Ob mir danach noch etwas von Canon ins Haus kommt wird immer unwarscheinlicher.

ehemaliger Benutzer
01.11.2014, 15:37
naja das 100-400 ist für Probleme mit IS bekannt. Ansonsten ist der Service leider zum Teil einfach nur schlecht da bekommst du 3 x eine Def. oder mit sonst. Fehlern behaftete Optik zurück da fragt man sich schon....

Mfg.Frank

jseibertz
03.11.2014, 10:04
Guten Morgen,
sorry für die späte Antwort.
- Na zunächst einmal sende ich mein Equipment nicht zweimal pro Jahr ein, sondern es war das erste mal das ich sie eingesendet habe...
- Canon verdient mit uns "Edelamateuren" Geld, weniger mit den Profis. Zumindest den sehr bekannten Profis. Davon lassen wir uns unter anderem leiten..;-)
- Zudem denke ich bei dem Wert des Equipments kann man C&C einmal in Anspruch nehmen, grundsätzlich denke ich wird nichts demontiert, es sei denn es ist etwas defekt. Warum sollte man einen vorhandenen Service nicht in Anspruch nehmen?
- Innerhalb der Garantiezeit so etwas zu machen halte ich für sinnvoll. Siehe mein 100-400 bei dem ich die Kosten selber tragen musste
- CPS-geprüfte Objektive sind eigentlich auch der Garant für höhere Preise beim Wiederverkauf
- Fehler sind teilweise wahrscheinlich rein aufgrund der Bildansicht nicht immer identifizierbar. Man schiebt es dann ggf. auf einen Verwackler, einen schlechten Tag, was auch immer

Viele Grüße
Jürgen

roro
05.11.2014, 19:36
Die Geister die ich rief...

Ich nutze meine Equipment semiprofessionell, was bei mir bedeutet, dass ich zumindest an jedem Wochenende ein paar hundert Fotos bei verschiedenen Sportveranstaltungen mache.
Solange ich mit einem Objektive keinerlei Probleme habe und ich keine Verschmutzung feststellen kann, kommt mir dieses trotz CPS-Mitgliedschaft nicht zum Check&Clean. Man mag anders darüber denken, aber ich lasse keines meiner Objektive unnötige auseinanderbauen - besser wird es davon sicher nicht. Sollte sich dann dadurch ein Folgeschaden ergeben, werden ich diesen mit Fassung tragen.:D
Warum sollte Objektive nach wenigen Tausend Aufnahmen durchgecheckt werden?
Bei meinen ca. 25-30 neu erworbenenen Canon Objektiven in den letzten 28 Jahren hatte ich genau einen Defekt. Das war aber noch ein FD-Objektiv, bei dem die Blende von Anfang an nicht funktioniert hat.
Im übrigen habe ich noch ein 1,2/85 das ich 1998 wegen seltsamer Geräusche beim Fokussieren eingeschickt hatte. Der Techniker hat mir am Telefon gesagt, dass das AF-Modul hinüber ist, er es aber gereinigt hat und "ich es versuchen könnte, ob es noch ein paar Wochen hält", er würde mir aber zum sofortigen Austausch raten. Das Objektiv funktioniert heute noch...
Ich würde den Canon Leute nie unterstellen wollen, dass sie unnötige Reparaturen ausführen, aber unnötig viele Gelegenheiten dafür gebe ich ihnen nicht. Wenn ein Objektiv das tut, was es soll und alles Linsen staubfrei sind, gebe ich es nicht aus der Hand, schon gar nicht, wenn ich nur 1000 Aufnahmen gemachte hätte.

Besser kann man es nicht sagen.

Egal was du heutzutage zum Service gibst, es wird alles gemessen nach vorgegebenen Programmen. Das Programm entscheidet was in Ordnung ist.
Auch wenn etwas nur geringfügig außerhalb der Norm liegt wird ausgetauscht.
Das können Sie gut. Alles andere weniger gut.
Das ist allgemein gemeint – nicht speziell auf Foto und Canon bezogen.

Meine Canon Objektive, sehr viele meistens L, haben alle bis auf 1 Exemplar nie einen Service gebraucht. Würde ich auch nie einschicken wenn sie nicht defekt sind.
Kameras werden bei mir auch nicht "CPS gepflegt" warum auch, wenn sie in Ordnung sind. (Trotz CPS Platin Status).
Etwas gebrauchtes, das womöglich mehrfach CPS gepflegt ist, würde mich eher skeptisch machen.

Gruß Rolf

Ewald Müller
06.11.2014, 17:02
Ich kaufe mein gesamtes Canon Equipment ausschließlich bei meinem Fachhändler, einzige Ausnahme bisher waren 2 Objektive, gekauft von Kollegen hier im Forum, auch diese Linsen waren ohne Fehl und Tadel, obwohl ich sie heute nicht mehr besitze.
Mit allen bisherigen Gehäusen und Objektiven hatte ich nie wirkliche Probleme, ich teste sie vorher immer gründlich beim bereits erwähnten Fachhändler, oft bekomme ich sie sogar einige Tage zum Testen mit nach Hause.

Nur dreimal gab es bisher Grund zur Beanstandung:
1 - ein 24 TSE II war nicht wirklich so zentriert, wie es sein sollte, ich kaufte es daher nicht ( und entschied mich dann für ein 17 TSE, und bin damit bis heute zufrieden )
2 - ein mir vom CPS Austria zur Verfügung gestelltes Testexemplar eines 300/2,8 IS ( Version 1 ) veranlasste mich zum Kauf, das dann tatsächlich gekaufte neue, original verpackte Exemplar lieferte leider keine wirklich befriedigenden Schärfe-Ergebnisse ( damals an MkIIN und MkIV ) und wurde ohne Kosten von der Service Stelle so justiert, dass es bis heute passt, ist fast immer an der MkIV
3 – eine mit ca 8500 Auslösungen beim Fachhändler gebraucht gekaufte MkIV gab nach ca 1000 weiteren Bildern den Geist auf ( „Err 30“) → die Verschlusseinheit wurde anstandslos und ohne Kosten getauscht, sodass ich ein „neues“ Gehäuse mit 0 Auslösungen hatte.

Ich bemühe meine CPS Service Stelle nur sehr selten, da ich als non-Profi ( oder „Edelamateur“ - welch ein Begriff! ) sehr auf meine Gehäuse und Objektive achte und sie auch nicht unnötig meteorolischen Widrigkeiten aussetzen muss. Natürlich fotografiere ich auch bei Minustemperaturen und leichtem Nieselregen, die Ausrüstung trägt es mit Fassung und ohne Aussetzer. C&C sind daher nicht notwendig, zumindest nicht alljährlich, meine jährliche „Fotoausbeute“ beträgt ca. 15-20k CR2 Bilder.

Die Diskussionen hier im Forum bezüglich der Probleme bei 1DX stimmen mich allerdings sehr nachdenklich und ich wünsche mir ( und natürlich auch allen anderen zufriedenen 1DX Besitzern ) von diesen Dingen NICHT betroffen zu werden.

LG Ewald