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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : TS-E 24 mm f 3.5 II Bild rückt nach bei Drehung um Shift-Achse - Bei euch such so?



Yamanote
26.06.2015, 00:00
Hallo liebes Forum!

Habe ein Problem, bei dem ihr mir vielleicht helfen könnt:
Vor kurzem ein tadelloses oben genanntes Objektiv privat erstanden. Abbildungsleistung wie bei meinem alten (leider gestohlenen) sehr gut.

Beim letzten Fotoausflug ist mir dann doch etwas aufgefallen, nämlich, dass sobald am Stativ ausgerichtet und auf ein Objekt (Liveview) zentriert, die Mitte beim Drehen um die Shift-Achse pendelt, dh leicht nach unten links nachrückt.

Zum Verständnis: man hat etwa das Objektiv beim letzten mal vertikal geshiftet, möchte es aber nun horizontal. Ausgerichtet wurde es zuvor noch quasi in vertikaler Stellung. Nun drehe ich es am Mechanismus um 90 Grad und merke, dass das Zentrum nun wie gesagt leicht verschoben ist. Am Computer merkt man dann etwa beim Stichen von Panoramen einen Versatz von ca. 35 px zum gemeinsamen Mittenbild (0-Position Shift), dh es ist nicht nur ein optischer Trick sondern es wandert tatsächlich leicht.

Ein Test mit dem TS-E 45 mm (auch an der 5D MKII) zeigt das Verhalten zwar auch, aber wesentlich minimaler (so um die 10 px). Musste ich eigens testen, da mir dieses Phänomen weder beim alten gestohlenen noch beim 45 mm je aufgefallen sind. Kann so doch ausschließen, dass es an der Kamera liegt.

Objektiv kam heute vom Service mit der Notiz: alles okay, kann nicht festgestellt werden, Werte innerhalb Toleranz.

Nun meine Frage bzw. Bitte: wie ist das bei euch? Könnt ihr das mal testen bzw. ist euch das auch aufgefallen
aufgefallen? Es ist kein Weltuntergang aber ein präzises Arbeiten doch erschwert...

alephnull
26.06.2015, 00:48
...und merke, dass das Zentrum nun wie gesagt leicht verschoben ist.

Du merkst das beim Blick durch den Sucher bzw. am Display? Oder erst später am Rechner durch den leichten Versatz der Bilder?
Hab's jetzt noch nicht ausprobiert. An sich dürfte sich beim bloßen Drehen um die Achse nichts verändern. Beim Shiften selbst (egal ob vertikal oder horizontal) ergibt sich aber der besagte leichte Versatz der geshifteten Aufnahmen gegeneinander. Das hat damit zu tun, dass der Nodalpunkt beim Shiften nicht beachtet wird (Eigentlich müßte die Kamera, d.h. der Sensor entgegen der Shiftrichtung bewegt werden). Aber, wie gesagt, beim bloßen Drehen wird das Objektiv ja sozusagen nicht von der Stelle bewegt. Deshalb meine Frage, wie Du die Abweichung feststellst.

Yamanote
26.06.2015, 01:11
Hallo, danke für die Antwort.

Es ist so, ich merke den Versatz quasi beim neutralen Mittelbild mit dem Shiftknopf auf +/- 0mm sowohl im Display als auch im Sucher.

Mache ich ein solches Bild bei +/- 0mm Shift und könnte quasi horizontal shiften, dann ist dieses leicht anders als bei +/- 0mm in vertikaler Stellung.

Das tritt bei meinem anderen TS-E 45 mm auch ganz leicht auf, aber wirklich nur beim genauen Hinschauen. Hier ist es aber wirklich merklich (so rund 5 mm schätze ich) und das ist auch der Versatz, der nachher am Computer noch besser nachvollziehbar ist.

Dabei spreche ich jetzt nicht vom Verschneiden von 0mm, +12mm, -12mm Bildern zu einem Panorama, da ist mir die Problematik mit dem Nodalpunkt bekannt.

Yamanote
26.06.2015, 01:23
Hier noch einmal anschaulicher an einem Beispiel, sollte das vereinfachen (einmal in quasi horizontaler, einmal in vertikaler Grundstellung):

https://forum.geizhals.at/files/2159/versastz_tse_24mm_ii.gif

Diesen "Sprung" hatte mein altes definitiv nicht, wohl eher wie das 45 mm, da ist es mir nämlich erst heute bei genauestem Hinsehen aufgefallen - man merkt dieses am PC dann aber nicht wirklich.

alephnull
26.06.2015, 01:43
Ok, muss ich morgen mal probieren. Habe ein TS-E 17, ist mir aber bis jetzt noch nicht aufgefallen.

michael_alabama
26.06.2015, 08:53
Die Frage ist: Findest du eine Position des Objektives außerhalb der aufgedruckten "Null", bei dem die Bildmitte beim Drehen des Objektives nicht "eiert"? Dann stimmt etwas mit der "Zentrierung" des Gesamtsystems nicht = die aufgedruckte Mitte ist nicht die optische Mitte.
Ich glaube mich zu erinnern, dass ich das auch sofort festgestellt hatte.

vg micha

Yamanote
26.06.2015, 09:42
Guter Hinweis: ich habe es gestern tatsächlich schon versucht leicht ins Positive bzw. Negative zu shiften umzu sehen, ob man einen neutralen Punkt finden kann.

Mag sein, dass es marginale Unterschiede gibt, aber die sind mir nicht aufgefallen, dh wahrscheinlich wie du sagst, optisch einfach nicht mittig.

Mir stellt sich dann halt die Frage, ob das Toleranz ist oder eben Schleißigkeit im Service, wenn es angeblich gecheckt wurde.

Daher auch meine Bitte um Erfahrungen der Benutzer.
Was hast du mit deinem gemacht?

chs
26.06.2015, 10:18
Keine lange Diskussion, das GIF ist ausreichend. Ab zum Service damit. Wenn Dir Willich nicht passt, mache ich mit Foto Maerz in Berlin seit Jahren herausragende Erfahrungen.

Yamanote
26.06.2015, 10:33
Hab' ich mir fast so gedacht.
Bin aus Österreich, hier gibt es kein Willich ähnliches Servicecenter.

Habe da immer gute Erfahrungen mit einem Servicepartner gemacht, schätze aber, dass durch die indifferente Fehlerbeschreibung auf dem Zettel bei der Einrichtung auf so ein Verhalten trotz Hinweises meinerseits einfach nicht geachtet wurde.

Werde dort nun auf jeden Fall noch einmal hinpilgern müssen ...

michael_alabama
26.06.2015, 10:39
Daher auch meine Bitte um Erfahrungen der Benutzer.
Was hast du mit deinem gemacht?

Ich erinnerte mich dunkel, dass die dürftige Zentrierung hier schon Thema gewesen war: Daher hatt ich nichts unternommen. Wenn ich die Mitte suche/brauche, kann sie ja durch Drehen leicht finden. Fotografisch ist das Thema m. E. nicht von so hoher Bedeutung.

vg micha

Yamanote
26.06.2015, 11:03
Es ist kein Beinbruch, da hast du vollkommen recht.
Es ist eher ein psychologisches Problem, da meine alte Linse dieses Verhalten nicht hatte und das Arbeiten so komfortabler machte.

Die Bildqualität ist ja zum Glück nicht beeinträchtigt, mir fällt es halt deshalb so stark auf, da ich sehr, sehr oft geshiftete Panoramen mache und hier ausgehend vom Mittelbild oft vertikal und horizontal shifte, manchmal auch diagonal. Beim alten brauchte ich genau Bild der Mitte, nun beschneidet man sich quasi später am PC beim Zusammensetzen um ca. 35 - 50 Pixel je nachdem, ob man es nun lieber horizontal oder vertikal stückelt.

Ich gebe dir recht, es ist nicht so schlimm, aber es müsste auch nicht sein ...
Daher, bevor ich mich zu sehr darauf versteife, die Nachfrage, wie es bei anderen Benutzern so ist.

alephnull
27.06.2015, 15:18
So, habe es beim 17er ausprobiert. Und ja, ich habe ebenfalls einen kleinen Versatz. Wäre mir im Leben nicht aufgefallen. Denke auch, dass es für die Praxis völlig irrelevant ist. Habe schon wirklich viel mit dem 17er gemacht, in "allen Richtungen", auch Stitchen - hat nie eine Rolle gespielt.
Würde jetzt auch nicht auf die Idee kommen, das Objektiv deswegen zum Service zu geben - ehe die da noch was verschlimmbessern.

Yamanote
27.06.2015, 15:57
Herzlichen Dank für den Test (bisher der einzige, der mir definitiv nachgesehen hat), ich weiß das sehr zu schätzen.

Mir ist es, wie gesagt, nur deshalb aufgefallen, weil es das alte sicherlich nicht hatte. Gerade bei sehr geometrischen Aufnahmen ist mir daher sofort ins Auge gestochen - ein wenig Psychologie ist da natürlich auch dabei, weil man "sich ja noch nicht so gut kennt, wie mit dem alten Equipment". Bisher hat es, wie du auch geschrieben hast, keinerlei Auswirkung im Workflow.

Pedant wie ich bin, habe ich es halt gerne schon bei der Aufnahme möglichst genau, damit ich mir nachher Arbeit erspare.

Ich warte noch auf die Antwort vom Service, die ist noch ausständig. Mein TS-E 45 mm ist so zentriert wie mein altes TS-E 24 mm II, daher war ich noch mehr verunsichert.

Es ist halt auffällig, dass bei den Häufungen der Dezentrierungen zumeist das 24 mm genannt wird ...

alephnull
27.06.2015, 16:18
Ja, "psychologisch" kann ich Dich schon verstehen. Bin eigentlich auch mit solchen Dingen eher pingelig. Hätte ich mein TS-E neu und die Sache sofort festgestellt, würde es mich bestimmt kratzen (da kenne ich mich zu gut;)). Aber, wie gesagt, inzwischen habe ich so viele Bilder auf unterschiedlichste Weise mit dem Shift gemacht, dass es mir im Moment doch leicht fällt, darin überhaupt keinen Beinbruch zu sehen.

Freilich, es wäre mal interessant zu wissen, wieviel insgesamt von allen TS-E's davon betroffen sind. Unter Umständen vielelicht sogar der Großteil. Das wird man wohl nie herausbekommen.



...habe ich es halt gerne schon bei der Aufnahme möglichst genau, damit ich mir nachher Arbeit erspare.

Ich kann mir im Moment nicht so richtig vorstellen, wann bzw. wobei es konkrete Auswirkungen hätte. Wo ist denn Mehrarbeit notwendig, was nicht schon die Software beim Stitchen automatisch ausrichtet?

Yamanote
27.06.2015, 16:35
Da hast du recht, es scheint wohl, Leute mit TS-E sind generell pingeliger, sonst würden sie ja nicht die Perspektivenkontrolle an sich reißen. ;)

Mehrarbeit ist vielleicht auch ein wenig hochgegriffen, aber ich fotografiere viele Dinge zuerst als horizontales, dann als vertikales Panorama (manchmal auch den gesamten Bildkreis). Am Computer sieht man dann oft Dinge, die einem vor Ort nicht so ins Auge gestochen sind (oder man einfach keine Zeit hatte). So lautet der Ablauf oft, Mittelbild, links, rechts, drehen, oben, unten.

Das funktioniert natürlich momentan weiterhin, aber hat man jetzt etwa das Mittelbild in horizontaler Grundstellung, nimmt aber die vertikalen Shiftbilder für ein Pano, dann fehlt ein wenig vom Rand. Manchmal, nicht immer, manchmal kann das aber durchaus unerwünscht sein, weil dann etwas fehlt - Stitchingfehler schließe ich mal aus. So wäre es dann ratsam nach dem Drehen noch einmal ein Mittelbild zu schießen.

Zudem ist es jetzt schwerer die wirkliche Mitte zu finden, wenn auch das Objektiv schwankt. Wobei, vor Ort mit kleinem Display ist es ohnehin manchmal nur geschätzt und zu Hause merkt man, na 30 - 50 cm rechts/links wäre es besser gewesen.

Zum Glück haben wir ja noch die EBV.
Ich mach mir jetzt mal keinen Kopf und schaue, was ich mit dem Teil sonst noch so raushaue. Es fehlt, anders als mit dem alten und dem noch älteren (hatte auch das TS-E 24 mm I schon), noch ein wenig die "Beziehung". Es verhält sich doch alles in Details immer ein wenig individuell.:rolleyes:;)

michael_alabama
28.06.2015, 09:35
Objektiv kam heute vom Service mit der Notiz: alles okay, kann nicht festgestellt werden, Werte innerhalb Toleranz.

Frag doch wenigstens einmal nach: "Wie groß ist der Toleranzbereich denn, und wo lag mein Objektiv innerhalb dieses Bereichs?"

Unwahrscheinliche Antwort: "Der Toleranzbereich ist xyz; Ihr Objektiv hat uvw."
Wahrscheinliche Antwort: "Das sind Firmeninterna, die wir aus Wettbewerbsgründen nicht preisgeben können." ;)

vg micha

Yamanote
28.06.2015, 11:35
Anfrage an das Kundenservice mit dem Beispielbild ist schon am Freitag geschickt worden ...
Ich schätze es so, dass jetzt in der Garantiezeit noch groß von Toleranz etc. gesprochen wird um es dann danach teuer machen lassen zu können.

Das Beispiel von Fersy mit 800 Euro für die Korrektur zeigt ja, dass man sehr wohl weiß, wie aufwändig es ist. Allerdings bin ich mir gar nicht sicher, ob der zuständige Techniker überhaupt auf dieses Problem geachtet hat, denn die Fehlerbeschreibung bei der Aufnahme war sehr allgemein gehalten (der gute Herr hat es wohl vereinfacht auf --> dezentriert).

Also, warten wir mal ab, vielleicht tut sich ja noch was und es wird nachgebessert.

Zumindest weiß ich nun, dass es wohl bei allen mehr oder weniger auftritt und ich mit meinem ersten wohl recht gut bei der Zentrierung weggekommen bin.

Yamanote
29.06.2015, 15:08
Danke auf jeden Fall vorerst für die Info.
Ich habe heute die Kunde des Services bekommen, dass ich es erneut einreichen soll, da es dann weiter an Canon Deutschland weitergeleitet wird.

Ob es dann tatsächlich dort zentriert werden kann, ist die große Frage? Evtl. kriege ich es dann lediglich von höherer Stelle mit dem Hinweis der Einhaltung der Toleranzen retourniert.

Bin mir momentan noch nicht ganz sicher, da dieser Vorgang dann wahrscheinlich auch wieder einige Zeit in Anspruch nimmt, ob ich es tatsächlich einreichen soll oder diesen (zwar merk- aber nicht optisch sichtbaren) Makel einfach akzeptieren soll.

Fakt ist halt, dass es sehr wohl Objektive mit keiner bzw. beinahe keiner Abweichung gibt (hatte ja so eins). Die nachträgliche Korrektur scheint aufwändig (an Personalkosten) für ein wenig Komfort - so denke ich mir das aus Sicht Canons.

TMC
29.06.2015, 16:02
Hallo Yamanote,

Dein Beitrag hat mich neugierig auf mein eigenes TS-E 24II gemacht. Ich probiere das heute definitiv mal aus. Beim Fotografieren ist mir bisher allerdings nichts aufgefallen.

Grus Grus

Yamanote
29.06.2015, 16:08
Das wäre toll und würde mir weiterhelfen das Problem besser einzuschätzen. Danke im Voraus.

TMC
29.06.2015, 19:26
Hallo Yamanote,

ich habe gerade mein Objektiv getestet und kann Deine Beobachtung bestätigen. Sowohl bei Veränderung der Shiftachse um 90°, als auch bei Veränderung der Tiltachse um denselben Betrag gibt es einen leichten Versatz, der beim Shiften aber größer ausfällt. Beim Shiften ist er so gering, dass ich es bisher nicht bemerkte, beim Tilten muss man gar noch genauer hinschauen, um tatsächlich eine Veränderung zu bemerken. Ich sehe für mich an dieser Stelle zum Glück keinen Handlungsbedarf.
Was ich noch nicht verstanden habe, welche praktische Relevanz das im Fotoalltag eigentlich hat. Geht es Dir darum Panoramen zusammen zu stitchen, bei denen Du sowohl Hoch- als auch quer shiftest oder tiltest?

Grus Grus

Jürgen

Yamanote
29.06.2015, 19:53
Hallo Jürgen!

Danke für deine Bemühungen.
Könntest du beim Shift ungefähr eingrenzen, um wie viele mm das abweicht (auf den Live View-Bildschirm bezogen)? Bei mir sind es rund 4 mm.

Es ist also so, wie vermutet, Spiel gibt es anscheinend immer, mal weniger (wie bei dir und bei meinem alten, wo ich es nicht bemerkt habe), mal mehr offensichtlich.

"Problem" ist es evtl. wenn man Panoramen stitcht und zuvor das Mittelbild mit der falschen Achse begonnen hat. So ist es möglich, dass in den Randbereichen der Versatz Bildinhalte verschluckt. Ist aber bis jetzt rein theoretischer Natur, da ich im Photoshop eine ungefähre Abweichung von 35 - 40 px gemessen habe. Aber möglich, das Mittelbild beginnt 35 px weiter unten, dafür das rechte/obere und das linke/untere weisen dann dafür auf den entgegengesetzten Kanten 35 px mehr Inhalt. Man hat dann eine entsprechende Treppe und schneidet halt auf gemeinsamer Linie mit verringertem Inhalt ab.

Ewald Müller
30.06.2015, 08:15
Die Beobachtungen des TO konnte ich beim Testen eines 24 TSE II bei meinem Fachhändler vor ca. 2 Jahren ebenfalls machen. Ich habe zuhause zahlreiche Testbilder angefertigt und wurde so auf das "Verrücken" des Bildausschnittes aufmerksam. Letztendlich habe ich mich dann doch für das 17 TSE entschlossen, dies zeigt ein ähnliches Verhalten, aber mit geringerem Ausmaß.

siehe auch hier:
http://www.dforum.net/showthread.php?t=630321

Ich denke, für die fotografische Praxis spielt dieser geringe Versatz kaum eine Rolle.

LG Ewald

Yamanote
30.06.2015, 08:21
Danke für deine Erfahrungen Ewald.
Nach allem, was man da so liest, scheint es, dass das 24 II dafür anfälliger ist, warum auch immer. Ich vermute, es liegt an der Produktion.

Auch wenn ich ein Weitwinkel-Fan bin, leider ist der Einsatz von Filtern mit dem 17er nur schwer bzw. eingeschränkt möglich, daher habe ich mich seinerzeit für das 24er entschieden, das zB vollen Shift etwa bei einem 1000x-Filter erlaubt.

TMC
30.06.2015, 16:04
Könntest du beim Shift ungefähr eingrenzen, um wie viele mm das abweicht (auf den Live View-Bildschirm bezogen)?

Hallo Yamanote,

es sind keine 2 mm, daher habe ich bisher wahrscheinlich auch nichts bemerkt.

Grus Grus

Jürgen

Yamanote
30.06.2015, 22:47
Danke für's Nachschauen.
Also dann wohl so wie bei meinem TS-E 45mm, unmerklich, bis ich es ganz genau beobachtet habe.

Ron76
02.07.2015, 16:51
Ich habe das Objektiv auch und bei der Rotation ist bei mir manchmal ein leichter Mittenversatz zu erkennen, aber ich bin hier etwas anderer Meinung (Stichwort Dezentrierung) als Ihr:

Die Tilt-Stellung des Objektivs vor dem Shift-Ring hat massive (!) Auswirkungen auf dieses Verhalten. Bei meinem Objektiv ist die Rasterung und Feststellung manchmal etwas unpräzise (Neutralpunkt fühlt sich "ausgelatscht" an), bzw. das Tilten rastet nicht exakt in der Mittelstellung ein, sondern wird auch mal leicht außerhalb der Mitte arretiert. Durch dieses nur leichte Kippen der Linse verändern sich die Bildausschnitte dann gleich sehr stark beim Drehen des Shiftringes - probiert es mal aus!
D.h. immer zuerst die Shift-Neutralposition kontrollieren und feststellen, bevor am Tiltring verdreht wird.

Hat man den richtigen Neutralpunkt vorn beim Tilt erwischt, dreht das Objektiv auch korrekt um den Mittelpunkt der Linse.

Ich denke, diese Verschiebung ist durch die Art der Mechanik und Feststellung bedingt und denke auch, dass das im Rahmen der Toleranz zu akzeptieren ist.
Jedenfalls habe ich solche Kreuz-Panoramas bisher noch nie gemacht, ich lege beim Bildausschnitt fest, ob ich horizontal oder vertikal shiften will (bei Architekturaufnahmen verwende ich es ohnehin eher als vertikale Korrektur für stürzende Linien), so dass das für mich nicht so relevant ist. Für die Schärfe, wie gesagt, hat dieses Verhalten nur bei größeren Tilt-Fehlstellungen Konsequenzen.

Beim 24er TS hat einfach der Anfangsbereich des Tilt-Reglers sehr starke Konsequenzen (ebenfalls für das Kippen der Schärfeachse).

Grüße,
Ron

TriStar
03.07.2015, 12:51
@Yamanote: Sehr wahrscheinlich geht dein Problem mit einer Dezentrierung einher. Teste mal die Ecken bei offener Blende.

Klick (http://www.the-digital-picture.com/Reviews/ISO-12233-Sample-Crops.aspx?Lens=486&Camera=453&Sample=0&FLI=8&API=0&LensComp=486&CameraComp=453&SampleComp=0&FLIComp=5&APIComp=0)

Yamanote
03.07.2015, 17:01
Hallo Ron!

Das ist eine interessante Feststellung.
Tatsächlich ist es bei diesem Exemplar so, dass ich den Lock-Schieber für den Tilt-Mechanismus bei der aufgedruckten 0-Marke nicht einrasten kann. Ich muss den Drehknopf leicht Richtung +1 bewegen, bevor er sich verriegeln lässt.

Da ich im Vergleich zum Shiften nur sehr selten Tilte, wollte ich es sehr gezielt einsetzen und habe zusätzlich zum Feststellknopf eben diesen Schieber in Verwendung. Das 24 I hatte das ja gar nicht und manchmal hat es sich trotz festgedrehter Knöpfe trotzdem leicht bewegt.

Wie gesagt, das werde ich mal gleich testen, ob hier unter Umständen der "Fehler" für die größere Abweichung zu suchen ist (und hoffe, dass dadurch nicht auch gleich die Schärfenebene in Mitleidenschaft gezogen wird).

Danke soweit.

Yamanote
03.07.2015, 18:13
Habe es nun ausprobiert, das vorsichtige Drehen an der Tilt-Stellung verursacht zumindest bei mir keinerlei Änderungen. Zumindest hier dürfte der Mechanismus abgestimmt sein.

Ich werde das Objektiv nun normal weiterverwenden. Nachdem noch 7 Monate Restgarantie darauf sind, werde ich das Verhalten aber auf jeden Fall im Auge behalten.

alephnull
07.07.2015, 11:02
Die Sache hat mich nun doch auch noch mal umgetrieben. Bei den zusammengesetzten Shift-Panos aus 3 Aufnahmen war mir von Anfang an aufgefallen, dass sich diagonal an den Seiten ein kleiner treppenartiger Versatz ergibt. Beispielsbild unten, markiert mit den gelben Pfeilen (sieht m,an am besten, wenn man das Bild vergrößert):

http://www.usbeck.macbay.de/pics5/tse17versatz.jpg

Der Versatz macht eine eine kleinen Beschnitt erforderlich (oder ein Ausfüllen mit PS). Es hat mich nicht weiter gestört; es hatte noch keinen Fall gegeben, wo ich die 2 Milimeterchen unbedingt gebraucht hätte.

Was die Ursache betrifft, so hatte ich mir bislang eingebildet, dass es mit der Nodalpunktproblematik beim Shiften zu tun hat. Hat es aber nicht! Nun habe ich spaßenshalber mal die Kamera mit dem TS-E 17 auf eine Makroschiene gestellt und jeweils beim Shiften nach re./li. die Kamera entgegengestzt um dem Shiftbetrag verschoben. Es hat im Ergebnis keine Auswirkungen, der Versatz bleibt. Der Schlitten, der die Linsengruppe beim Shift bewegt, läuft offenbar nicht exakt horizontal/vertikel, sondern leicht schräg. Das ganze habe ich kurzerhand an Canon geschickt und sehr schnell folgende Antwort bekommen:

"....hiermit möchten wir gerne auf Ihre Anfrage zum Versatz bei Panoramaaufnahmen mit dem Objektiv TS-E 17mm 1:4L antworten.
Laut der Aussage eines Technikers können wir bei dem Objektiv nicht garantieren, dass sich beim Shiften des Objektivs aus der Mittellage beispielsweise die horizonztale Ebene nicht leicht nach oben oder unten verschiebt. Dieser Versatz kann auch nicht nachträglich justiert werden, da im Service eine Justage bei dem Objektiv laut Vorgabe von Canon nur in Mittellage (Shift / Tilt) durchgeführt wird.
In dem Fall können Sie die Aufnahmen nur nachträglich beschneiden, um den sichtbaren Versatz zu entfernen....."

Mit anderen Worten: Nutzt das TS-E, wofür es vorgesehen und gebaut ist: "Einfaches" Shiften mit EINEM Bild. Alles andere (zusamenegsetzte Panos etc.) sind Nebenprodukte, die nett sind, für deren Gelingen Canon aber keine Garantie übernimmt. Und ähnliches gilt vermutlich auch für den Versatz beim 90 Grad drehen um die Mittellage.

Das Bild oben ist schon ein paar Jahre alt, das Bild unten auch. Es ist in der Art des Landkarten-Beispiels. Wollte damals nur mal zeigen, dass sich beim zusammengebauten Shift-Pano eine Bildwinkel wie mit einer Brennweite von ca. 11mm ergibt.

http://www.usbeck.macbay.de/pics5/tse17mm.jpg

Der Versatz hat hier dann keine Rolle gespielt. Er spielt nun aktuell noch weniger eine Rolle für mich, da ich mir vor einigen Woichen das EF 11-24mm zugelegt habe. Das deckt auch die Bereiche ab, bei denen ich früher das TS-E 17 mit den Shift-Panos zum Einsatz gebracht habe. Einen genauen Vergleich mache ich mal, wenn ich Zeit habe.;)

Yamanote
07.07.2015, 16:09
Herzlichen Dank für die schönen Bildbeispiele und das Übermitteln der Reaktion seitens Canon.

Die leichte Schräge beim Shiften hatte ich immer schon, da war auch mit dem ersten TS-E 24 mm II so aber auch bei mir kam es nicht auf die wenigen Millimeter an.

Beim jetzigen sind die Treppen aber deutlich merkbarer zwischen Links - Mitte - Rechts, aber wie gesagt, auch bisher gab es (noch) keinen Nachteil. An der Antwort Canons kann man, und das finde ich das bisher Interessanteste, ablesen, dass die Mechanik halt dafür zwar ursprünglich nicht ausgelegt aber durchaus durch Serienstreuung nur mäßig genau arbeitet. Zudem lässt es sich dann nicht mal mehr justieren. Wäre interessant, wie da der Stand etwa bei anderen Herstellern, die mechanisch mehr Aufwand betreiben, ist. Optisch ist Canon ja ohne Zweifel erhaben.

Ich habe bereits und werde weiterhin schöne Bilder damit machen, keine Sorge, und wohl zum großen Teil als Panorama gestaltet. Sollte mir irgendetwas stark auffallen, ein halbes Jahr Restgarantie besteht noch.;)

vsw
03.09.2015, 21:43
Hallo,

heute wollte ich mir ein 24 T-SE holen......also ab zu meiem Händler.
Auf die Kamera (5Ds) geschraubt und mal das Versatz-Problem getestet.
Es war bereits auf dem Display zu erkennen.:eek:
OK, der Händler meinte das ist so!

Dann habe ich in der Null Ausgangsstellung den Lock-Schalter der Tiltbewegung gelöst und mal "getiltet", alles butterweich, aber zurück in der 0 Position (eingerastet) konnte man den Lock-Schalter nicht mehr arretieren.
Man musste dazu ein klein wenig am Tilt Verstellknopf drehen, dann rastete der Lock-Schalter wieder sauber ein. Das passierte immer!
Ist das Normal......?

Mir wurde gesagt das ist doch nicht relevant.....naja, bei dem Preis hätte ich schon gerne 100% Präzision, oder stelle ich mich da zu pingelich an?

Yamanote
04.09.2015, 00:16
Ich kann dich insofern beruhigen, als dass dies bei meinem Exemplar genau so passiert. Lock geht nur mit etwas Spiel bei Tilt, obwohl lt. Markierung auf 0.

Die mechanische Präzision dieser Konstruktion ist leider nicht 100 %, mal mehr, mal weniger. Optisch hat es beinahe keine Auswirkungen, wie eben das Nachrücken. Dennoch ist es in Anbetracht des Preises schade, dass Canon hier nicht genauer fertigen kann/will.

vsw
04.09.2015, 00:28
Ich kann dich insofern beruhigen, als dass dies bei meinem Exemplar genau so passiert. Lock geht nur mit etwas Spiel bei Tilt, obwohl lt. Markierung auf 0.

Die mechanische Präzision dieser Konstruktion ist leider nicht 100 %, mal mehr, mal weniger. Optisch hat es beinahe keine Auswirkungen, wie eben das Nachrücken. Dennoch ist es in Anbetracht des Preises schade, dass Canon hier nicht genauer fertigen kann/will.

Halläo,

vielen Dank für Deine Antwort.
Ich muss schon zugeben, die Konstruktion ist nicht so wie ich mir das vorgestellt habe. Auch die Mitten-Markierung auf der Skala ist sobald der Lock-Schlter eingerastet ist auch nicht mehr genau auf Null (Mitte).
Naja, ich werde mal weitersuchen, oder darüber hinwegsehen......ich habe ja noch ca. 2 Wochen Zeit bis ich es brauche.

Yamanote
04.09.2015, 00:34
Verstehe dich gut. Es ist generell ärgerlich, da es bei Canon unter Toleranz fällt und die Servicepartner damit auch nichts machen können außer Einschicken ...

Wie gesagt, es ist auf sehr, sehr hohem Niveau, aber wieso man es nicht perfekt macht, entzieht sich meiner Kenntnis, aber vermutlich wird's an den Produktions- und Endkontrollkosten liegen ...

vsw
04.09.2015, 07:54
Verstehe dich gut. Es ist generell ärgerlich, da es bei Canon unter Toleranz fällt und die Servicepartner damit auch nichts machen können außer Einschicken ...

Wie gesagt, es ist auf sehr, sehr hohem Niveau, aber wieso man es nicht perfekt macht, entzieht sich meiner Kenntnis, aber vermutlich wird's an den Produktions- und Endkontrollkosten liegen ...

Hallo,

da hast Du sicher Recht.
Eigentlich wird / werden solche kleine Unsauberkeiten wohl kaum Einfluss auf das Endergebnis haben, aber ein fauler Beigeschmack bleib dennoch, wenn man bedenkt, dass es bestimmt Exemplare gibt, die engere Toleranzen haben:)
Ich gehöre zu den Nutzern, die sehr auf das Equippment achten, obwohl das letzten Endes "nur" Handwerkzeug ist.
Jedes meiner Ausrüstungsgegenstände wird z.B. beim Transport so verstaut, dass es eine Weltumseglung schadlos überstehen würde.:D
Das ist eine "dumme" Angewohnheit von mir und bezieht sich nicht nur auf das Fotoequippment.

Yamanote
05.09.2015, 13:30
Das kenne ich nur zu gut.
Sehr achtsam mit seinen Teilen umzugehen, kann manchmal auch ein richtiger Fluch sein.

Wie gesagt, das erste TS-E 24mm II das ich hatte, war von der Mechanik 1A. Hatte es aus NYC mitgenommen, bevor es mir im Mai diesen Jahres eben gestohlen wurde.

Das 2., das ich nun habe, weist dieses Spiel auf - gerade wenn man es anders kennt, kann einen das sehr wurmen.

Meine beiden anderen TS-E (45mm, 90mm) gibt es nun nicht in einer Version II, diese verhalten sich auch sehr unauffällig. Aber wie gesagt, trotz dessen, auf zusammengestitchen Bildern gab es zum Glück bis dato kein Problem.

vsw
05.09.2015, 14:26
Das kenne ich nur zu gut.
Sehr achtsam mit seinen Teilen umzugehen, kann manchmal auch ein richtiger Fluch sein.

Wie gesagt, das erste TS-E 24mm II das ich hatte, war von der Mechanik 1A. Hatte es aus NYC mitgenommen, bevor es mir im Mai diesen Jahres eben gestohlen wurde.

Das 2., das ich nun habe, weist dieses Spiel auf - gerade wenn man es anders kennt, kann einen das sehr wurmen.

Meine beiden anderen TS-E (45mm, 90mm) gibt es nun nicht in einer Version II, diese verhalten sich auch sehr unauffällig. Aber wie gesagt, trotz dessen, auf zusammengestitchen Bildern gab es zum Glück bis dato kein Problem.

Hallo,

besten Dank für deinen Zuspruch.....:D
Ich werde wohl mal über meinen Schatten springen müssen, aber eine andere Bezugsquelle werde ich schon noch ausprobieren.
Über das "Stichen" mache ich mir am wenigsten Gedanken, da ich bis jetzt mit einem Movoflex Panoramaadapter und dem Programm Autopano Giga schon wesentlich, sagen wir mal, umfangreichere Aufgaben/Panos lösen konnte.

Mir geht es eigentlich darum schnell stürzenden Linien gerade zu rücken....nicht zuviel, das sieht dann auch unnatürlich aus, um aber der Vorteil der besseren Bildqualität gegenüber einer Softäwarelösung zu haben.
Die Panorama-Möglichkeit nehme ich natürlich gerne mit.

Yamanote
05.09.2015, 17:54
Bitte gerne.
Am besten nicht zu sehr verrückt machen.
Mir ist es deshalb überhaupt nur aufgefallen, weil ich meine einzeiligen Weitwinkelaufnahmen so gewohnt bin aufzunehmen:

1. □ 0 mm Shift mittiges Bild
2. □ -12 mm Shift linkes Bild horizontal
3. □ +12 mm Shift rechtes Bild horizontal
-------- drehen der Shift-Achse um 90° --------
4. □ +12 mm Shift oberes Bild vertikal
5. □ -12 mm Shift unteres Bild vertikal

Damit hat man dann ein + aufgenommenes Bild, bei dem ich mich dann zuhause entscheiden kann, ob es doch besser im Hoch- oder Querformat wirkt. Bei ganz bestimmten Motive kann man dann noch feiner abgestuft als 90° drehen um die Lücken der 90°-Winkel auszufüllen (kommt aber selten vor).

Wie du siehst, habe ich ausgehend von einem Mittelbild die anderen angestückelt. Früher war es somit egal, ob ich das Objektiv in horizontaler oder vertikaler Grundstellung ausgerichtet habe, die Achse war beinahe ident. Nun ist's beim Drehen der Shift-Achse anders. Lange Rede, kurzer Sinn: Panoadapter ist immer besser, ich möchte aber mit möglichst wenig Gepäck unterwegs sein, daher liebe ich das 24mm so, da es meinen Sehgewohnheiten so ideal entspricht und ich ordentlich Diagonale einfangen kann. Trotz Abweichung klappt's bisher ...

Also, nicht verzweifeln, das wird schon!;)