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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sportfotografie - Handball. Neue Kamera oder Objektiv?



SelliMS
03.08.2016, 10:48
Ich bin Hobbyfotograf und nur für den privaten Bereich unterwegs. Allerdings steigt mein Anspruch an meine Bilder gerade mächtig an!
Ich bin weg von Auto-Modus und weg von nur im Urlaub mal „draufhalten“. Es soll nun bitte etwas mehr sein.

Seit inzwischen zwei Jahren spielen meine Kinder (6 und 8 Jahre) Handball und mein Sohn auch Fußball.
Entsprechend habe ich gedacht, auch dort mal tolle Bilder zu machen – und da fing mein Problem an 
Bei etlichen Spielen und Turnieren habe ich schon Bilder gemacht. Beim Fußball geht’s fast noch aber beim Handball… Feldturniere waren auch noch zum Teil machbar aber in der Halle… überwiegend unbrauchbar! Ich weiß, dass die ISO rauf muss, dass ich kurze Verschlusszeit brauche... Bisher bin ich dennoch nicht begeistert.

Meine Ausrüstung:

Canon EOS 600D
Objektive:
Canon EF-S 18-135mm 1:3.5-5.6 is
Tamron SP AF XS Di IF 28-75mm 1:2.8 Macro

Ich will auf den Punkt kommen:

Wie werte ich meine Ausrüstung nun auf, um auch in der Halle beim Handball bessere Aufnahmen machen zu können?

Neues Objektiv oder neue Kamera oder beides?

Kamera: Die Canon EOS 80D wäre mein Favorit. Aber dann habe ich noch immer die gleichen Objektive...

Objektiv: Alles was ich bisher über Objektive gelesen habe, führt immer wieder zu den 70-200 mm Objektiven. Dann sollte es lichtstark sein. Da sagen nun viele, dass das Canon 4.0 nicht ausreicht, sondern es das 2.8 sein muss. Da das jedoch bei knapp 2.000 Euro liegt, kommt es nicht in Frage! Braucht man nun aber tatsächlich den Stabilisator oder gehts auch ohne? In der Halle geht’s sicher bei den kurzen Verschlusszeiten auch ohne. Aber beim Fußball und z. B. im Zoo?
Auch die Tamron und Sigma Varianten des 70-200er 2.8 habe ich mir ausführlich angesehen. Da wäre das Tamron mein Favorit.
Aber es bleibt die Frage, ob ein Objektiv um die 1.000,- Euro wirklich Sinn macht an einer EOS 600D.
Also doch erst 1.000,- Euro in eine neue Kamera stecken?
Oder sollte ich ne Festbrennweite (50er oder 80er) in Betracht ziehen?
Hab nun so viel gelesen, dass ich inzwischen echt nicht mehr richtig weiter weiß!
Derzeit liegt mein Budget bei ca. 1.000,- Euro! Also bitte keine Profiausrüstung empfehlen – das hilft mir nicht wirklich, weil ich es mir nicht leisten kann.

Ich würde mich über Hilfe tierisch freuen!

Vielen Dank im Voraus
Und schöne Grüße

SelliMS
03.08.2016, 10:49
Ich bin Hobbyfotograf und nur für den privaten Bereich unterwegs. Allerdings steigt mein Anspruch an meine Bilder gerade mächtig an!
Ich bin weg von Auto-Modus und weg von nur im Urlaub mal „draufhalten“. Es soll nun bitte etwas mehr sein.

Seit inzwischen zwei Jahren spielen meine Kinder (6 und 8 Jahre) Handball und mein Sohn auch Fußball.
Entsprechend habe ich gedacht, auch dort mal tolle Bilder zu machen – und da fing mein Problem an 
Bei etlichen Spielen und Turnieren habe ich schon Bilder gemacht. Beim Fußball geht’s fast noch aber beim Handball… Feldturniere waren auch noch zum Teil machbar aber in der Halle… überwiegend unbrauchbar! Ich weiß, dass die ISO rauf muss, dass ich kurze Verschlusszeit brauche... Bisher bin ich dennoch nicht begeistert.

Meine Ausrüstung:

Canon EOS 600D
Objektive:
Canon EF-S 18-135mm 1:3.5-5.6 is
Tamron SP AF XS Di IF 28-75mm 1:2.8 Macro

Ich will auf den Punkt kommen:

Wie werte ich meine Ausrüstung nun auf, um auch in der Halle beim Handball bessere Aufnahmen machen zu können?

Neues Objektiv oder neue Kamera oder beides?

Kamera: Die Canon EOS 80D wäre mein Favorit. Aber dann habe ich noch immer die gleichen Objektive...

Objektiv: Alles was ich bisher über Objektive gelesen habe, führt immer wieder zu den 70-200 mm Objektiven. Dann sollte es lichtstark sein. Da sagen nun viele, dass das Canon 4.0 nicht ausreicht, sondern es das 2.8 sein muss. Da das jedoch bei knapp 2.000 Euro liegt, kommt es nicht in Frage! Braucht man nun aber tatsächlich den Stabilisator oder gehts auch ohne? In der Halle geht’s sicher bei den kurzen Verschlusszeiten auch ohne. Aber beim Fußball und z. B. im Zoo?
Auch die Tamron und Sigma Varianten des 70-200er 2.8 habe ich mir ausführlich angesehen. Da wäre das Tamron mein Favorit.
Aber es bleibt die Frage, ob ein Objektiv um die 1.000,- Euro wirklich Sinn macht an einer EOS 600D.
Also doch erst 1.000,- Euro in eine neue Kamera stecken?
Oder sollte ich ne Festbrennweite (50er oder 80er) in Betracht ziehen?
Hab nun so viel gelesen, dass ich inzwischen echt nicht mehr richtig weiter weiß!
Derzeit liegt mein Budget bei ca. 1.000,- Euro! Also bitte keine Profiausrüstung empfehlen – das hilft mir nicht wirklich, weil ich es mir nicht leisten kann.

Ich würde mich über Hilfe tierisch freuen!

Vielen Dank im Voraus
Und schöne Grüße

Dirk Wagner
03.08.2016, 10:53
Bei den kurzen Zeiten, die Du bei der Sportfotografie brauchst, ist der Stabilisator eigentlich nicht notwendig.
Ich habe seit 15 Jahren ein 70-200/2,8 ohne IS im Einsatz und denke nicht, dass DAS das Problem ist.

Meine Tochter hat ebenfalls eine 600D und ich habe mir den Spaß gemacht, damit mal eine Halbzeit Handball zu fotografieren.
Ist natürlich schon ein Unterschied zur 1DIV, die ich sonst nutze, funktioniert aber durchaus - auch wenn der Ausschuss etwas höher ist.

Es gibt Nutzer, die für Handball auf das 85er schwören. Mir war das immer zu unflexibel aber ich habe halt auch immer das 70-200 dran gehabt. Wenn man das nicht kennt, mag die Festbrennweite durchaus eine Variante sein...

Ciao

dirk

Cobalt60
03.08.2016, 11:11
a) unterschreibe ich Dirks Beitrag
b) als Budget-Tipp würde ich an Deiner Stelle mit einer 80D (oder sonstigem Crop) mal nach einem Sigma 50-150/2.8 HSM II Ausschau halten

Thomas Madel
03.08.2016, 11:40
Das wird schwierig werden, insbesondere dann, wenn es in die Hallen geht.

In der Regel sind die Hallen grausam dunkel, bei Jugendspielen wird um Strom zu sparen, oft nicht einmal die komplette Beleuchtung eingeschaltet, obwohl die schon spärlich genug wäre. Alles oberhalb von Blende 2,8 wird da ganz schnell unbrauchbar, ganz besonders in Verbindung mit APS-C Kameras. Wobei das 2,8 auch schon grenzwertig sein kann, wenn die Halle duster ist.
Ein gebrauchtes 2,8/70-200 L (ohne Stabilisator) ist mit dem Budget zu bekommen. Den Stabilisator braucht man für Sport nicht, da die Verschlußzeiten kurz genug sind. Mit dem Objektiv wäre Handball und Fussball abgedeckt. Mit der anderen Alternative, einer lichtstarken Festbrennweite, wie z.B. das Canon 1,8/85 geht es in der Halle ganz gut, für Fussball ist es zu kurz um auch nur halbwegs formatfüllende Bilder zu machen. Außerdem ist das Objektiv eine alte Konstruktion und vom AF nicht auf dem Stand von heutigen Objektiven und hatte gerne mal einen Fehlfokus. Ich hatte im Laufe der Jahre 3 Exemplare und bin mit keinem glücklich geworden. Das Exemplar war ich jetzt noch habe, hatte wie die anderen auch einen Fehlfokus, wurde aber justiert und passt jetzt. Trotzdem ist die Ausbeute mit diesem Objektiv z.B. beim Handball extrem viel schlechter als mit meinem 2,8/70-200 L IS II. Deshalb wäre meine Objektivempfehlung ganz klar ein gebrauchtes 2,8/70-200 L. Das war auch schon in der ersten Version schnell und treffsicher.
Was die Kamera anbelangt, kann ich nicht viel weiterhelfen, weil ich weder die 600D noch eine 80D jemals in den Händen hatte. Bei Deinem Budget von 1000 € kommen Kamera und Objektiv eh nicht in Frage, deshalb würde ich zuerst in ein Objektiv investieren. Die Investion in eine bessere Kamera würde, was die Sportaufnahmen anbelangt verpuffen, weil mit den jetzt vorhandenen Objektiven kein großer Vorschritt möglich wäre.

Grüße Thomas

Carsten Gerlach
03.08.2016, 11:43
Moin,
Ich kenne zwar nicht die Sigma oder Tamron Gläser selbst, aber mit 70/200 2,8 gibt es da schon einiges an Auswahl.
Der Gebrauchtmarkt gibt da auch noch einiges gutes her.
Bei freihandaufnahmen würde ich jedoch ein Glas mit IS bevorzugen. Gerade Freihand muss man sich an so ein Glas gewöhnen und üben, auch wenn 200mm nicht so viel ist, aber die Gläser haben auch einiges an Gewicht.
Ich denke du wirst mit einem Glas schneller und bessere Ergebnisse bekommen als mit einer neuen Kamera.

Beste Grüße Carsten

Thomas Madel
03.08.2016, 13:21
Bei freihandaufnahmen würde ich jedoch ein Glas mit IS bevorzugen. Gerade Freihand muss man sich an so ein Glas gewöhnen und üben, auch wenn 200mm nicht so viel ist, aber die Gläser haben auch einiges an Gewicht

Für Sportaufnahmen ist der IS nicht notwendig, zumal ich den Eindruck habe, das er gerade bei zweistelligen Gehäusen (und das wir mit dreistelligen sicher nicht anders sein) spürbar die AF-Performance ausbremst. Da die eh schon nicht so hoch ist, kann das die Ausschussquote unnötig noch weiter in die Höhe treiben. Ich verwende den IS extrem selten, beim Sport nur bei Mitziehern im Modus 2, sonst praktisch nie.
Das Gewicht halte ich in diesem Fall für einen Vorteil, weil die Masse das ganze stabilisliert. Wobei ich da im zweifelsfall von einer "ausgewogenen" Kamera/Objektiv-Kombination (1 DX oder 5 D MKIII mit BG) spreche. Mit einer leichten Kamera hinterdran, kann das möglicherweise etwas anders aussehen. Prinzipiell hält man die massiveren Optiken meiner Meinung nach aber leichter ruhig, als die kleinen, leichten.
Von einer Fremdoptik würde ich eher abraten, da diese, was die AF-Perfomance und Zuverlässigkeit anbelangt, den Originalen meist etwas (oder etwas mehr) hinterherhinken. Bei der Anforderung Hallensport würde ich da keine Experimente machen, zumal Du kameraseitig nicht unbedingt ein Performance-Monster hast.

Grüße Thomas

Richard Fritz Braun
03.08.2016, 15:13
Ich habe die 80D und das 70-200 f2,8 L IS USM II. Gerade bei schnellen Bewegungen und Mitziehern hilft der IS nicht richtig. Oft schalte ich ihn sogar ab. Ich würde auch die 600D behalten und ein gebrauchtes 70-200 f2,8 L USM nehmen. Wenn er sich eingearbeitet hat und es das Bugdet hergibt dann auf eine 80D oder aktuelle 7DII oder wenn es schon die IIIer gibt umstellen. Wenn man sich dann an die neue Kamera gewöhnt hat kann man in gutes Glas investieren. Das gebrauchte 70-200 non IS kann er mit wenig Verlust dann wieder verkaufen. Denn es gibt bestimmt dann viele Nachfolger die wie er selbst neu anfangen und günstiges Material suchen. Ich habe angefangen mit 350D und dem 70-200 f 4 L USM. Aber da die 350D nicht Hoch ISO tauglich ist kommt man mit f 4 schnell an die Grenze. Evtl. das günstige 85mm f1,8 da ist der AF noch brauchbar beim Tamron SP AF XS Di IF 28-75mm 1:2.8 Macro denke ich ist der AF zu langsam für Sport.

Thomas Madel
03.08.2016, 17:03
Gerade bei schnellen Bewegungen und Mitziehern hilft der IS nicht richtig.

Die Mitzieher, welche ich meinte sind Autos, Motorräder oder Fahrräder. Also ein sich schnell bewegendes Motiv mit wenig Bewegung "im" Motiv. Da funktioniert der IS bei Mitzieher sehr gut und hilft ziemlich. Bei einem Läufer, Springer oder Handballspieler bringt er mehr oder weniger gar nichts. Wie schon gesagt, ich verwende der IS beim Sport am 2,8/70-200 L und am 2,8/400 L so gut wie nie.

Grüße Thomas

hs
03.08.2016, 20:49
Aber es bleibt die Frage, ob ein Objektiv um die 1.000,- Euro wirklich Sinn macht an einer EOS 600D.

Also doch erst 1.000,- Euro in eine neue Kamera stecken?

Prinzipiell ist das Geld besser in Linsen investiert, da diese werthaltiger sind als Bodies.

Auch ist es sinnvoll die Fotografie als Weg anzusehen, in deinem Fall würde ich (zu diesem Zeitpunkt: Handball) zu einem lichtstarken Objektiv tendieren und dieses eben ausgiebig ausprobieren (d.h. Erfahrungen sammeln). Es macht keinen Sinn alles mögliche schnell zu "probieren", vielmehr gehört auch das "verstehen" dazu. Es ist ganz normal wenn Du mit neuem Equipment eine geringe Ausbeute erzielst, es liegt dabei oft am fehlenden Verständnis wenn was nicht klappt. Das ist i.a. auch nicht das Feintuning (d.h. die falsche Wahl des AF-Cases, den die 600D gar hat), sondern die fehlende eigene Erfahrung: d.h. man ist zur rechten Zeit mit falschen Voraussetzungen am falschen Ort.

Und auch die Profis gehen da manchmal Irrwege. Mein 85/1.2 L II habe ich von einem waschechten Profisportfotografen (aus diesem Forum) abgekauft, der auch Fotos der Olympiade in Peking hier gepostet hat. Er war dann mit der AF Leistung doch nicht so zufrieden. Ob es weitere Sportfotografen gibt die das Objektiv einsetzen weiss ich nicht, für Nachspielszenen, Bankszenen, etc. kann ich mir es durchaus vorstellen (OK, ich mach keine Sportfotos).

Natürlich ist ein Zoom flexibler, lichtstarke Zooms sind aber teuer. IS ist hierbei kein Muss. Mit FBs bist Du eingeschränkt, kommst aber deutlich billger weg.

Neben Brennweite & Lichtstärke gehört halt das Verständnis für das Spiel dazu. Wann, wo, welche Action passiert. Wer einen Spielverlauf vorhersehen kann wird geduldig auf seine Chance warten und im Spielverlauf sicher auch erhalten. Und dadurch die Einschränkungen der fixen Brennweite wett machen.

Deine Kinder sind 6 & 8, ich kann mir nicht vorstellen dass der Verein sich querstellt wenn Du dich als Vater für Fotos anbietest. Da kannst Du üben, die Spielfreunde nebenbei mit Fotos bedienen, und viele Sympathiepunkte für deine Kids sammeln. Ich würde beim Training der Kids mit "deinem Training" anfangen, da wirst Du halt ein paar mal in der Woche mit ins Training gehen müssen um die Bedingungen vorort auszuloten. Beim Spiel wird es sicher nicht so einfach sein sich die optimalen Positionen zu suchen (selbst bei E oder D-Jugend). Ich denke der Schiedsrichter wird nicht alles zulassen.

Und wenn Du beim ersten Spiel nur Ausschuß ablieferst ist die Enttäuschung groß, nicht nur bei dir, sondern auch bei d(ein)en Kids.

Ich würde ganz klein anfangen. 85/1.8 oder 100/2 USM am Crop der 600D und im Bambini Training ausprobieren wie weit Du damit kommst. Dies solange ausprobieren bis Du "deine Mängeliste" ausgemacht hast. Dann kannst Du diese auch viel gezielter angehen (wohlgemerkt diese Mängeliste wird vornehmlich deine Fehler und nicht das Equipment betreffen).

Natürlich wird es später wohl auf ein lichtstarkes Zoom und eine Kamera mit gutem Rauschverhalten hinauslaufen, dies ist am flexibelsten. Aber ein guter Fotograf wird mit mittelmässigem Equipment immer mehr rausholen als ein Newbie mit "State of the Art-Equipment". Jedenfalls aller meistens.

Und F1.8 ist immer lichtstärker als F2.8, dies gilt sogar immer. ;)

Dirk Wagner
03.08.2016, 22:25
Deine Kinder sind 6 & 8, ich kann mir nicht vorstellen dass der Verein sich querstellt wenn Du dich als Vater für Fotos anbietest. Da kannst Du üben, die Spielfreunde nebenbei mit Fotos bedienen, und viele Sympathiepunkte für deine Kids sammeln. Ich würde beim Training der Kids mit "deinem Training" anfangen, da wirst Du halt ein paar mal in der Woche mit ins Training gehen müssen um die Bedingungen vorort auszuloten. Beim Spiel wird es sicher nicht so einfach sein sich die optimalen Positionen zu suchen (selbst bei E oder D-Jugend). Ich denke der Schiedsrichter wird nicht alles zulassen.



Training und Spiel sind zwei komplett verschiedene Dinge.
Ich sollte letzthin Bilder während eines Trainngscamps machen. Da nützte die Erfahrung aus 8 Jahren Handballfotografie nicht wirklich viel...
Ich saß Anfang an (von den Minis bis zur B-Jugend) neben dem Tor. Den Schiedsrichtern war das immer egal. Bei Gespannen -denen Du aber so schnell nicht begegnen wirst - hilft es sich abzusprechen, auf welcher Seite man weniger stört. Aber auch da gibt es normal keine Probleme.

Ciao

Dirk

Maik Fietko
04.08.2016, 01:04
Es gibt doch einen sinnvollen Einsatz für ein sonst sinnloses Objektiv, Sigma 50-100 f1.8. Hallensportfotos an einer APS-C Kamera.

hs
04.08.2016, 01:41
Training und Spiel sind zwei komplett verschiedene Dinge.

Was der Hans im Training nicht lernt, lernt Hänschen im Spiel nimmer mehr. Oder so ähnlich. ;)

Carsten Gerlach
04.08.2016, 02:46
Moin,

Für Sportaufnahmen ist der IS nicht notwendig

Die Mitzieher, welche ich meinte sind Autos, Motorräder oder Fahrräder. Also ein sich schnell bewegendes Motiv mit wenig Bewegung "im" Motiv. Da funktioniert der IS bei Mitzieher sehr gut und hilft ziemlich.
Da scheinen unsere Anforderungen, Verständnis oder Ansicht etwas unterschiedlich zu sein. Bei Motorsport habe ich Stufe 2 fast immer an, unter 1/500 find ich den sehr hilfreich.


Bei einem Läufer, Springer oder Handballspieler bringt er mehr oder weniger gar nichts. Wie schon gesagt, ich verwende der IS beim Sport am 2,8/70-200 L und am 2,8/400 L so gut wie nie
Passe, in diesen Sportarten habe ich mich noch nicht versucht. Kenne also Blenden und Zeiten überhaupt nicht.


Das Gewicht halte ich in diesem Fall für einen Vorteil, weil die Masse das ganze stabilisliert. Wobei ich da im zweifelsfall von einer "ausgewogenen" Kamera/Objektiv-Kombination (1 DX oder 5 D MKIII mit BG) spreche. Mit einer leichten Kamera hinterdran, kann das möglicherweise etwas anders aussehen. Prinzipiell hält man die massiveren Optiken meiner Meinung nach aber leichter ruhig, als die kleinen, leichten.
Ja, größtenteils stimme ich dir zu. Ich habe kein problem damit über ein paar Stunden hinweg die 7D mit dem 70-200 2,8 zu halten, bin aber auch schweres Körperliches Arbeiten gewöhnt.
Wenn andere Fotografen mal meine Kombi in die Hand nehmen die halt die schweren Kombinationen nicht gewöhnt sind, stöhnen viele sehr schnell und haben Probleme sich durch die ungewohnte Kraftanstrengung auf das Fotografieren zu konzentrieren. Geht meiner Frau übrigens auch so, Ihr ist das einfach untauglich - und die ist auch Arbeiten gewöhnt...

IS oder nicht, mir stellte sich diese Frage nicht da ich das Glas auch mal für was anderes nutzen möchte als Sport bei viel oder ausreichend Licht. :o

Beste Grüße Carsten

Bluescreen222
04.08.2016, 07:57
Kurz zusammengefasst: Hallensport ist teuer.

Ich habe über die Jahre einiges ausprobiert, aber in unseren ausgelutschten Schulturnhallen war alles unter 5DIII und 70-200 f 2.8 Krampf.

Thomas Madel
04.08.2016, 09:38
Da scheinen unsere Anforderungen, Verständnis oder Ansicht etwas unterschiedlich zu sein. Bei Motorsport habe ich Stufe 2 fast immer an, unter 1/500 find ich den sehr hilfreich.


Entweder habe ich mich missverständlich ausgedrückt oder Du hast es falsch verstanden. Ich meinte, dass der IS im Sport nicht bzw. nur selten notwendig ist, außer bei Mitziehern, da ist er sehr hilfreich.
Das ist doch im Prinzip dasselbe, was Du auch geschrieben hast.


S oder nicht, mir stellte sich diese Frage nicht da ich das Glas auch mal für was anderes nutzen möchte als Sport bei viel oder ausreichend Licht.

Das sehe ich auch so, meine Empfehlung für die Variante ohne IS beruht auch ausschließlich auf der Budget Angabe von 1000 €.

Grüße Thomas

Thomas Madel
04.08.2016, 10:30
Kurz zusammengefasst: Hallensport ist teuer.

Ich habe über die Jahre einiges ausprobiert, aber in unseren ausgelutschten Schulturnhallen war alles unter 5DIII und 70-200 f 2.8 Krampf.

Für gehobene Anssprüche an die Bildqualität und Ausbeute stimme ich Dir zu 100 Prozent zu. Wenn die Messlatte aber nicht ganz hoch ist, kann man auch mit weniger glücklich werden... :)

Ich war diese Jahr beim Fussball Bezirkspokalendspiel und bin an der Seitenlinie gesessen. Dabei habe ich laufend das Klicken einer Kamera gehört, es müssen hunderte Fotos gemacht worden sein. Als ich irgendwann nachgesehen habe, woher das Geräusch kommt, habe ich eine Dame gesehen, welche hinter dem Geländer der Laufbahn (das Stadion ist ein Leichtathletikstadion mit umlaufender Laufbahn) und von dort fotografiert hat. Sie stand 10 m hinter mir, hatte 200 mm Brennweite (ich 400), stand hinter der Trainerbank und fotografierte Szenen auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes, welche mir mit 400 mm Brennweite zu weit weg waren. Auf den Fotos ist sicher fast das halbe Stadion zu sehen, die Rücken der Ersatzspieler in groß und ganz, ganz winzig auch ein paar Spieler. Das ist auch Sportfotografie, wenn die Dame happy mit ihren Bildern ist, hat sie alles richtig gemacht.

Wenn man den Anspruch hat, formatfüllend spektakuläre Sportszenen nicht nur als Zufallstreffer zu produzieren, dann ist gehobenes Equipment absolut notwendig.

Grüße Thomas

Dirk Wagner
04.08.2016, 11:04
Ja, größtenteils stimme ich dir zu. Ich habe kein problem damit über ein paar Stunden hinweg die 7D mit dem 70-200 2,8 zu halten, bin aber auch schweres Körperliches Arbeiten gewöhnt.
Wenn andere Fotografen mal meine Kombi in die Hand nehmen die halt die schweren Kombinationen nicht gewöhnt sind, stöhnen viele sehr schnell und haben Probleme sich durch die ungewohnte Kraftanstrengung auf das Fotografieren zu konzentrieren. Geht meiner Frau übrigens auch so, Ihr ist das einfach untauglich - und die ist auch Arbeiten gewöhnt...


Ist alles eine Sache der Gewöhnung.
Ich hatte seinerzeit mit der 30D + 70-200/2,8 angefangen - da machten dann die Unterschiede bei den neuen Kameras (insbesondere der Wechsel auf die 1D) nicht mehr so viel aus.
Als ich mir irgendwann ein 300/2,8 gekauft habe, dachte ich, ohne Einbein nicht weiter zu kommen.
Allerdings fand ich auf dem Platz das Einbein eher störend als hilfreich, so dass ich auch mit der Kombi 1D / 300/2,8 freihand gearbeitet habe. Das war allerdings beim Football und dort saß ich nicht 2x 20-30Minuten an der Torauslinie ;-)

In diesem Frühjahr fand ich das Einbein dann aber doch erstmals hilfreich: Ich hatte eine luxierte Schulter und konnte mit links NICHTS machen - außer den Fernauslöser bedienen...

ciao

dirk

Reiner J.
05.08.2016, 19:43
Für gehobene Anssprüche an die Bildqualität und Ausbeute stimme ich Dir zu 100 Prozent zu. Wenn die Messlatte aber nicht ganz hoch ist, kann man auch mit weniger glücklich werden... :)

Wenn man den Anspruch hat, formatfüllend spektakuläre Sportszenen nicht nur als Zufallstreffer zu produzieren, dann ist gehobenes Equipment absolut notwendig.

Grüße Thomas

Ich stimme Thomas zu 100 % zu.

Vor ca. 5 Jahren habe ich mir ein gebrauchtes EF 70-200/2,8 L IS USM für ca. € 1.200,-- gekauft und damit American Football von der Seitenlinie ( Amateur Jugend ) fotografiert.
Nach dem 2. Spiel kam dann noch ein 1,4fach Konverter, gebraucht für € 150,-- dazu.
Sobald die Dämmerung kam, war die Kombi kaum noch zu gebrauchen.

Ein Bekannter nutzt für Hallensport ( auch Handball) schon mal das EF 135/2,0 .
Dürfte gebraucht ins Budget passen.

Für Fußball aber wieder zu kurz.

Bevor ich was kaufe, leihe ich mir allerdings vorher das "Wunschobjektiv" aus.
Das geht z.B bei Calumet ganz gut und relativ preiswert.

Da habe ich mir auch mal ein ( altes) 100 - 400mm Schiebezoom geliehen.
Die Brennweite passte, aber die Lichtstärke war in der Dämmerung dann doch zu gering.
Da habe ich allerdings noch mit einer EOS 20 D fotografiert.
Da war nix mit " High-ISO-Fähigkeiten " :)

Das dürfte bei einer modernen 7 D MKII sicher besser aussehen.
Zur 600 D kann ich nichts sagen.
Bei APS-C bin ich z.Zt. immer noch glücklich mit einer gebrauchten 50 D die der 20 D gefolgt ist.

Gruß
Reiner

Wahrmut
07.08.2016, 13:49
Hallo,

zur Objektivfrage ist ja eigentlich schon alles gesagt worden.
Ich hatte mal Handball (damals noch mit der 5DII und einem eher mässigen AF) sowohl mit dem 100/2 als auch dem 70-200/2,8L IS II fotografiert.
Obwohl ersteres 1 Blende lichtstärker ist, bin ich wegen der Flexibilität schnell beim 70-200 geblieben.
Allerdings nutzt Du 1,6er Crop und da ist das 100er quasi ein 160er.

Wenn Du doch eine neue (APS-C)Kamera in Betracht ziehst, würde ich nicht zur 80D, sondern zur 7DII raten:
Geringfügig bessere high ISO Performance, besserer AF und 10fps.
Letzteres kann für ein gutes Bild schon mal situationsentscheidend sein.

Gruss

Wahrmut

Dirk Wagner
07.08.2016, 22:54
Ein Bekannter nutzt für Hallensport ( auch Handball) schon mal das EF 135/2,0 .
Dürfte gebraucht ins Budget passen.


Das wäre mir schon an er 1DIV zu lang. Wenn ich neben dem Tor sitze und die Action zwischen 6 und 9m taxiere, ist das 70-200 meist auf 70...

Ciao

dirk

Wahrmut
08.08.2016, 01:04
Das wäre mir schon an er 1DIV zu lang. Wenn ich neben dem Tor sitze und die Action zwischen 6 und 9m taxiere, ist das 70-200 meist auf 70...

Ciao

dirk

Zudem habe ich von mehreren Handball-Fotografen gehört, dass das 135/2 etwas langsam sei - deutlich langsamer als z.B. 85/1,8 oder 100/2.

Reiner Jacobs
10.08.2016, 23:19
Ich habe einige Jahre Handball fotografiert und würde Dir heute zum 1,8/85 mm raten, Voraussetzung ist allerdings, dass Du an der Torlinie sitzen darfst.
Damit solltest Du in der Lage sein top Bilder zu machen, diese sind in Handball sowie so mit hohem Ausschuss behaftet.
Außerdem sparst Du noch ne Menge Geld von Deinen 1000 €.

Gruß Reiner.