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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sigma 150-600/f5-6.3 Sports



Zonix
20.01.2017, 00:49
Hallo,

auf eine bevorstehende Reise ins südliche Afrika (Sambia, Botswana, Namibia) plane ich, folgende Fotoausrüstung mitzunehmen:

- Canon 6D + 7D II
- Canon 16-35mm/f4 (Landschaftsfotografie)
- Sigma 20mm/1.4 (Sternenhimmel, Milchstraße)
- Canon 70-200mm/f2.8 (Wildlife)

Insbesondere wegen der Tierfotografie möchte am „langen Ende“ aufrüsten. Interessant finde ich das Sigma 150-600/f5-6.3 in der Sports-Variante. Sehr gut verarbeitet, staub- und spritzwasser-geschützt und eine Stativschelle, die im 90-Gradwinkel einrastet, so dass man leicht vom Quer- aufs Hochformat umschwenken kann.

Als Nachteil sehe ich das hohe Gewicht von fast 3 kg, Freihandaufnahmen dürften nur mit gewissen Einschränkungen möglich sein. Wie sind hier Eure Erfahrungen in Verbindung mit einem (stabilen) Einbein-Stativ? Ich nehme zwar auch ein Reisestativ (Manfrotto) mit. Die für dieses Stativ angegebene Traglast von rund 4 kg dürfte aber für das Sigma eher zu knapp bemessen sein.

Und natürlich der Transport, in welchen Rucksack passt die obige Ausrüstung während der Flugreise?

Danke für alle Rückmeldungen.

Viele Grüße Zonix

dillem
20.01.2017, 12:43
Ich würde eher nach einem 150-600C schauen. Optisch sind die nahezu identisch.Die abdichtung würde ich nicht überbewerten. Die ist eher bei Feuchtigkeit interressant.Gefährlich ist der Objektivwechsel, aber da hilft dir auch keine Abdichtung weiter. Das ganze gebraucht für ca 800€ und du bist gut und günstig unterwegs. Und dazu viel leichter.

Empfehlenswert ist ein Bohnensack. Stativ ist aus dem Auto meist nicht möglich.

surgeon
20.01.2017, 13:17
Das Sigma 150-600 Sport hatte ich auch bereits auf zwei Afrikareisen in Kenia und Tansania dabei (Bilder auf meiner Homepage www.neukamp.de). Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Allerdings ist es wegen der geringen Lichtstärke ein "Schönwetter"-Objektiv und kann meiner Ansicht nach ein lichtstarkes langes Tele nicht ersetzen. In Afrika gelingen die besten Aufnahmen um den Sonnenauf- und Untergang - da ist das Licht am Besten und die Tiere sind am aktivsten. Ich hatte daher auch immer ein 2.8/400er dabei. Das ist allerdings noch schwerer (meine IS-Version I wiegt 5,3kg) und auch viel teurer.

Ich habe einmal meine Lightroom-Datenbank gesichtet: ca. 45% der Aufnahmen habe ich mit dem 400er, 30% mit dem 150-600 und den Rest mit den übrigen Objektiven gemacht. Wenn es finanziell irgendwie machbar ist, würde ich statt des 150-600er eher eine lichtstarke 400er oder 500er Festbrennweite bevorzugen, gebraucht sind diese ab ca. 3500,-€ zu bekommen, ggf. kannst Du sie nach der Reise ja ohne großen Verlust auch wieder verkaufen (wirst Du aber wahrscheinlich nicht wollen ;-).

Als Rucksack hatte ich den Airport Accelerator von ThinkTank dabei, der geht gerade eben noch als Handgepäck durch und nimmt 2 Bodies mit 400er, Extendern und 150-600er auf - dann allerdings nichts mehr. Ein Stativ braucht man in der Regel für die Tierfotos kaum, da aus dem Auto fotografiert wird. Hier empfiehlt sich dann ein Bohnensack oder eine Manfrotto-Klemme mit Gimbal an der Dachreling des Autos. Ein Einbein-Stativ geht auch manchmal. Das Stativ habe ich nur für Nachtaufnahmen oder "Selfies" beim Picknick benutzt, da reicht ein leichtes Reisestativ immer. weitere Tips findes Du in meinem Reisebericht über unsere Kenia und Tansania Reise 2015 (http://www.neukamp.de/seiten/kenia-tansania-2015/).

Viel Spass auf der Reise, ich freue mich auch schon auf meine erneute Reise nach Kenia im August diesen Jahres. Afrika ist toll!

BG, Surgeon

Eric D.
20.01.2017, 15:07
@surgeon: Völlig offtopic:

Tolle Afrikaberichte mit schönen Bildern !!!

Reiner J.
22.01.2017, 18:27
Hallo @ surgeon,
danke für diese kurze, aber prägnante Zusammenfassung.
Ich habe mir schon "einen Wolf gelesen" bezüglich dieses Objektives und war bisher nicht wesentlich schlauer als vorher.
Dein Bericht klärt quasi auch alle meine Fragen .
Gruß
Reiner

Zonix
04.02.2017, 18:07
Hallo,

nach reiflicher Überlegung werde ich das Sigma 150-600 doch nicht nehmen. Die Optik ist einfach zu schwer und unhandlich. Es wird nun wohl das Canon 100-400mm/f4.5-5.6 werden. Das sind zwar nach oben zwar 200mm weniger Brennweite, dafür aber kleiner, leichter und höhere Lichtstärke. Da ich die 100-400mm an einer Canon 7DII verwenden möchte, entspricht dies dort einem effektiven Brennweitenbereich von 160-640mm. Dies sollte eigentlich für alle Tieraufnahmen ausreichen (ausgenommen vielleicht Aufnahmen von kleineren Vögeln). Zumindest erwarte ich mir eine deutliche Qualitätssteigerung im Vergleich zu einem 500mm Spiegellinsenobjektiv, dass ich bislang gelegentlich an der 6D verwendet habe.

Viele Grüße Zonix

Eric D.
04.02.2017, 18:32
Hallo, ja gute Wahl..
da dürften (nicht nur kleine) Welten in Abbildungsleistung und Handling zwischen liegen. :)

Nimm aber die Version II, also das Aktuelle 100-400 II ! Dann kannst Du auch das 70-200 beruhigt
zuhaus lassen.. ok Blende 2.8 mag in der blauen Stunde fehlen