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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Empfehlung Motorsport: 400+x



tommy84
06.05.2017, 02:14
Liebe Forumsmitglieder,

ich suche ein Tele für Motorsportfotografie und benötige ein wenig Beratung - vor allem da ich zuletzt 400mm am APS-C verwendet habe.

Ich habe die Motorsportfotografie vor ca. 10 Jahren als Hobby für eine Publikation betrieben, danach haben sich meine fotografischen Interessen etwas verschoben bzw. ich habe es durch einen neuen Job einschlafen lassen und war mit 24-70 + 70-200 zufrieden. Damals nutze ich ein 100-400 Mark I an der 40D.
Derzeit nutze ich eine 1D X (nach der 1D III) und bin "objektivlos", da ich für die wenigen Events stets Objektive miete. Das ich nun auf die Nachfolgemodelle von 24-70 und 70-200 umsteige steht fest, aber am langen Ende bin ich mir unsicher. Ich möchte versuchen, meine alten Kontakte wieder aufleben zu lassen und möglichst wieder Akkreditierungen zu erhalten. Vor allem für das "Petit Le Mans", welches ich im Oktober nähe Atlanta besuchen werde. Aber auch als Zuschauer lässt sich dort sehr gut fotografieren.

Option 1: Die "Vernunftentscheidung" - 100-400 Mark II
Option 2: EF 500 L IS USM. Wohl hauptsächlich ein Fall von "GAS" - wie verhält sich die BQ zu Option 1? Ich verspreche mir einen Vorteil, da 100mm mehr mit einer Blende weniger und mit TK 1,4x 300mm mehr bei gleicher Blende
Option 3: EF 400 L IS USM. Die 2.8er Blende brauche ich eher nicht bei den Autorennen, höchstens zur Dämmerung bei den 24h-Rennen. Wie verhält sich das Objektiv im Vergleich zum 500er? Gewicht ist mir eigentlich egal, aber 5,8kg sind schon eine Ansage, insbesondere wenn man das Gewicht vom 500er betrachtet... Vorteil sehe ich im besseren "Brennweitenanschluss". 70-200 -> 1,4x TK = 280 f/4 -> 400 - > 560 f/4
Option 4: Sigma 150-600 Sports - mich schreckt allein schon die Anfangsblende ab - AF Performance?

Radomir Jakubowski
06.05.2017, 05:18
Hi Tommy,

Autorennen sind für den AF eine kleine Herausforderung, da die Bewegungen in. Der Regel sehr geradlinig sind. Hierdurch kann der AF Algorithmus sehr gut greife und nachführen.
Von welche. Superteles sprichst du? Die erste Generation?
Wenn du früher 400mm am crop verwendet hast und Gewicht dir nix ausmacht, kannst du ruhig zum 500er greifen. Dieses ist momentan auch gebraucht günstig.
Das 400er der ersten Generation ist ok, mit 2x tk aber ein gutes Stück schwächer als das 500er mit 1,4x tk.

Chickenhead
08.05.2017, 18:37
Wenn du nicht vorhast Freihand zu arbeiten (wovon ich mal ausgehe, wenn du über Akkreditierungen sprichst), dann wäre mir das Gewicht egal. Ein Einbein ist da meiner Meinung nach sowieso Pflicht.

Das 100-400 II ist ein tolles Objektiv. Aber wenn du drüber nachdenkst eines der Supertele zu kaufen, dann würde ich das auch machen und das 100-400 links liegen lassen.

Ich würde mich wohl eher für das 400er entscheiden. Kenne allerdings auch nicht die wirkliche Brennweite die man bei sowas benötigt. Wenn man eher mal 700mm braucht als 400, dann wäre das 500er die bessere Lösung. Ansonsten wie gesagt 400/2,8 und 560/4.

Bedenke aber, das bei den alten Superteles die Ersatzteilversorgung langsam aber sicher ausläuft. Das 400er ist schon aus dem CPS raus. Das 500er wird sicher in naher Zukunft folgen.

Thomas Madel
08.05.2017, 21:08
Ich habe das 2,8/400 L IS und den 1,4x III im Einsatz. Die Kombination funktioniert an der 1 DX wirklich hervorragend. Für mich ist die Blende 2,8 entscheidend, da ich das Objektiv dadurch auch in der Halle oder bei Flutlicht einsetzen kann. Mit Blende 4,0 geht da in der Regel gar nichts mehr.

Es wird an jeder Rennstrecke Stellen geben, an denen 400 oder 560 mm zu kurz sind, aber genauso gibt es dort Stellen, an den diese Brennweite passt. Konverter oder moderat Croppen geht notfalls immer. Wenn Du zuviel Brennweite hast, geht eben nichts, zumal der Sprung nach unten zum 70-200 gleich recht groß ist. Wenn die Sache läuft, kannst Du auch über eine zusätzliche 7D MKII nachdenken, da bist mit dem blanken Objektiv schon beim Bildwinkel von 640mm oder mit den 1,4x bei 896 mm bei Blende 4,0. Ich mag prinzipiell nur die 1,4x Konverter, weil damit zumindest an der 1 DX kaum AF-Performance und Qualität verloren geht. Mit dem 2x sind die Verluste in beiden Disziplinen schon deutlicher.

Das mit der Ersatzteilversorgung ist bei allen Superteles, die nicht Version II sind, ein Thema. Aber die Teile sind schon robust und halten lange und auch die IIer fallen irgendwann aus der Ersatzteilversorung raus. Mein altes EF 2.8/300 war über 20 Jahre alt, als ich es abgegeben habe und es funktioniert auch heute noch.

TimFokus
08.05.2017, 21:34
Es ist wie immer, wirf eine Münze lieber TO welche Brennweite du käufst!

DIE Brennweite gibt es eh nicht, das habe ich über all die Jahre selbst am Ring erleben dürfen. In der Boxengasse bist du in der Regel bei unter 100mm, im Brünnchen gar schon ab 50 teilweise. Auf der hohen Acht sind an der Leitplanke 300mm sowas von Sahne pur!!
Klar, eines der Supertele bis 400/600mm Brennweite erschlägt viele Einsatzbereiche, aber ist die Quali genug ? Kommt hier ein ja von dir, dann schau dir die Objektive an.
Geht es eher in der Bereich Bildqualität, dann ist man mit 300/2.8 in der Regel gut aufgestellt an den Rennstrecken. Dazu ein TK mit Faktor 1.4x / 2x und du bist auch gut dabei......

Ich bin mal gespannt wie du dich entscheidest!

Gruß Christian

tommy84
09.05.2017, 23:25
Ob ich eine Akkreditierung bekomme steht auf einem anderen Stern. Ich habe 2009 damit aufgehört, ob ich die Kontakte nochmal aufwärmen kann sei dahingestellt...
Natürlich nutzt man ein Supertele nicht freihand, dafür habe ich ja hier das günstige Manfrotto Einbein (681?) liegen... Wir reden generell von der IS Generation I bei den großen, weißen Tüten.
Gemäß Lightroom war ich auch mit Akkreditierung früher am APS-C oft bei 400mm, also denke ich eher, dass das 500mm an der 1D X sinnvoller wäre. Blende 2,8 ist beim Motorsport eher unwichtig. Ich will ja keinen Fußballer einfrieren, sondern Bewegung zeigen beim Mitzieher und bei Frontalaufnahmen ist mir irgendwas zwischen 4 und 5,6 auch lieber für ein wenig Schärfentiefe - sonst ist ja nur der Kühlergrill scharf...

Natürlich hat jede Strecke und jede Kurve unterschiedliche Brennweitenanforderungen. In Spa braucht man selbst mit Akkreditierung das 70-200 am unteren Ende oder sogar lieber das 24-70 (Rivage), in Assen sind Kollegen sogar mit 500 +1,4x bei den Motorrädern unterwegs (die Dinger sind aber auch klein)
Fest steht ja der Kauf eines 24-70 L II USM und 70-200 L IS II USM. Die Frage ist jetzt die Ergänzung im oberen BW-Bereich. Viele Leute sind ja begeistert vom 100-400 und es ist als Hobbyfotograf auch sicher die Vernunftlösung und flexibelste Lösung. Sigma bietet 200mm mehr Brennweite, aber ist nicht vielleicht das 100-400 mit TK 1,4x III besser als ein Fremdhersteller?

Aber da ich schon so viel Spaß an der Fotografie habe, dass ich mir eine 1D X gönne, die ich nicht brauche und auch mit einer 7D II locker zurecht käme, ist natürlich auch die Verlockung nach einer großen, weißen Tüte da. Die Ersatzteilversorgung ist natürlich ein Punkt, der mich schwanken lässt. "Die Dinger halten ewig" oder "2 mal benutzt und dann Briefbeschwerer" - tja, was trifft zu. Es weiß keiner.

Am Ende könnte ich mir auch ein 300 2,8 mit 1,4 und 2x Konverter vorstellen. Das liegt dann preislich irgendwo in der Mitte zwischen 100-400 und 500 f/4 und ist dann eher noch zu genehmigen. Die Pressearbeit damals ging problemlos mit Redaktionsauftrag ohne je einen Presseausweis besessen zu haben. Die allermeisten Rennserien haben heutzutage viel schärfere Bedingungen, so dass ich wohl für ewig ausgesperrt bin.

Ich werde auf jeden Fall weiter den Gebrauchtmarkt beobachten und dann spontan entscheiden. Für das 24h-Rennen werde ich nochmal auf einen Verleih zurückgreifen, aber das wird auf die Dauer zu teuer

Chickenhead
10.05.2017, 00:13
Gemäß Lightroom war ich auch mit Akkreditierung früher am APS-C oft bei 400mm, also denke ich eher, dass das 500mm an der 1D X sinnvoller wäre.


Am Ende könnte ich mir auch ein 300 2,8 mit 1,4 und 2x Konverter vorstellen. Die beiden Aussagen widersprechen sich aber ein wenig. Das 300er ist Top. Aber mehr als den 1,4x TK würde ich für Sport nicht nutzen. Der AF mit 2x TK bricht schon ordentlich ein. Und ein 400/2,8 mit 1,4x bildet besser ab als das 300er mit 2x.

Wenn du f2,8 sowieso nicht brauchst, dann wäre vielleicht das 400/4 DO II eine Alternative. Ist preislich sicher etwas über den alten Supertele, aber da hast du alles was du brauchst. 400/4, 560/5,6 mit dem aktuellsten Stabi (bei Mitziehern wohl sinnvoll) und das ganze sehr klein und leicht für diese Brennweiten/Blenden.

Fischauge
11.05.2017, 22:52
Schau dir mal das Canon 200-400 mit integriertem 1,4 Konverter an. Könnte man ja auch zuerst mal leihen.
Das Ding ist die absolute Telemaschine. Wenn es passt, denk nicht über den Preis nach.

tommy84
17.05.2017, 00:55
Das 400 DO II ist ein guter Vorschlag. Die Aussage 500 oder 300+1,4 widerspricht sich, ja. Aber nur so lange, bis man auf die Preisschilder schaut. Es ist ein reines Hobby oder mit Glück brauche ich keinen Eintritt zahlen. Geld verdienen tue ich nicht.
Ich habe mir eine 1D X gegönnt, aber mit 275.000 Auslösungen oder einer Schramme am Prisma (2.500). Ich kaufe mit Sicherheit kein 8.000 Euro Objektiv gebraucht (200-400) um damit Bilder für flickr oder instagram zu machen.

Mein Soft Limit ist ca. 4500 Euro für 24-70, 70-200 und ein Objektiv, dass 400mm + x bringt. Mein Hard Limit liegt bei 6000 und gerade für meine USA-Reise sollte auch eine 5D III + BG-E11 enthalten sein.

Ich leihe jetzt für das 24h-Rennen das 100-400 aus, vielleicht überzeugt es mich ja - auch wenn das Verlangen nach einer großen, weißen Tüte bleibt. Aber die ist dann entweder schon oder bald aus dem Service raus oder nur 300mm lang, wenn es ein aktuelles ist.

Narrenkoenig
17.05.2017, 02:37
Ich kaufe mit Sicherheit kein 8.000 Euro Objektiv gebraucht (200-400) um damit Bilder für flickr oder instagram zu machen.

Ich hab nicht einmal einen Account bei Flickr oder Instagram.
Aber ich hab das 200-400 und einen Arsch voll Spaß damit.
Ich hab das Objektiv für mich gekauft und nicht um zu beeindrucken.

Grüße

Robert

ehemaliger Benutzer
17.05.2017, 07:12
Aber ich hab das 200-400 und einen Arsch voll Spaß damit. Ich hab das Objektiv für mich gekauft …*
Das könnte man auch missverstehen und sich fragen, ob da nicht ein C-Mount schmerzfreier wäre …

Narrenkoenig
17.05.2017, 11:24
Aua

Chickenhead
18.05.2017, 21:08
Mein Soft Limit ist ca. 4500 Euro für 24-70, 70-200 und ein Objektiv, dass 400mm + x bringt. Mein Hard Limit liegt bei 6000 und gerade für meine USA-Reise sollte auch eine 5D III + BG-E11 enthalten sein.Also das musst du mir aber mal vorrechnen wie das gehen soll. 24-70 II und 70-200 II kosten zusammen schon ca 2700€ (gebraucht). Eine 5DIII kostet ca 1500€. Da bist du schon bei 4200€. Bis zum Limit von 6000€ hast du also noch 1800€. Dafür bekommst du keines der im Eingangspost erwähnten Supertele.

eosknipser
19.05.2017, 12:25
Hallo Thommy,
ich bringe mal eine Option 5 ins Rennen, wenn du keine f2,8 bei den kleinen Brennweiten brauchst:
EF 24-105 L II und EF 100-400 L II. Das passt dann auch gut ins Budget und du hast eine sehr gute Brennweitenabdeckung mit nur 2 Linsen.
Gruß, Armin