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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Canon EF 400 mm f/2.8L IS III USM



Dirk Wächter
05.02.2019, 17:49
Mein lieber Schwan...da ist ja das neue 400er mit seinen 12.999,-EUR nur noch einen Tausender vom EF 600 mm f/4.0L IS III USM entfernt.
Wohin soll das alles führen? Selbst das "alte" 400er (II) kostet noch über 10.000 EUR. Also ich kann da nicht mehr mithalten. Sorry.

https://store.canon.de/canon-ef-400mm-f-2-8l-is-iii-usm-objektiv/3045C005/?nav=lenses%2Cprimelenses

Eric D.
05.02.2019, 18:27
2.8kg und tolles Handling das macht den Preis aus... guck Dir das Sony 400/2.8 an, selber Level, selber Preis. Ich weiss ist Wahnsinn mittlerweile. Nur eine 1DX II kostet(e) ja auch über 6k. :cry:
Nikon ist noch im 3.8kg Bereich aktiv und dann dennoch bei knappen 12k ... ich haette mein 400er auch eher nicht neu gekauft, gebraucht ging es dann durchaus.

hotte54
05.02.2019, 18:39
Ich kann nur für mich sagen..das es JEDEN Euro Wert ist...

Reiner Jacobs
05.02.2019, 18:40
Tja jetzt drehen Sie komplett durch, mal sehen wo das hinführt!
Die größte Deutsche Bank hat auch vor Jahren das Privatkunden Geschäft mit den s.g. kleinen Leuten aufgeben, bis sie dann Jahre später wieder zurückrudern mussten und heute zu einem Übernahmekandidat mutiert sind.
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall!
Sicherlich ist der ganze Fotobereich in einem Umbruch und für die Masse ist das Smartphone das Maß der Dinge.
Die inflationäre Modellpolitik des letzten Jahrzehnt's hat fast alle Hersteller an den Rand des Ruins gebracht, jetzt heißt es gesundschrumpfen oder sterben, lediglich das Tempo des Prozesses ist noch nicht entschieden.

Andererseits gibt es für uns Kunden noch genug alternatives Equipment.

Vernünftige Bilder kann man noch lange machen, im Zweifel auch ohne Canon.

VG Reiner

Frank Schauf
05.02.2019, 18:53
Wartet mal ab wenn die tollen neuen RF-Linsen kommen. Dann geht es bestimmt lustig weiter.

Jan
05.02.2019, 19:11
Wartet mal ab wenn die tollen neuen RF-Linsen kommen. Dann geht es bestimmt lustig weiter.
Erstmal auf einen entsprechenden R-Body warten... ;)
Mit dem was es bisher (auch von Mitbewerbern) auf dem Markt gibt, würde ich derzeit keine Canon 1er ersetzen wollen und können.

Aber es stimmt schon, die IIIer Optiken kommen bestimmt nicht ohne Grund gefühlte zwei oder drei Jahre vor dem normalen Wechsel-Zyklus von 10, 11 Jahren.

moggel
05.02.2019, 19:23
Tja jetzt drehen Sie komplett durch, mal sehen wo das hinführt!
Die größte Deutsche Bank hat auch vor Jahren das Privatkunden Geschäft mit den s.g. kleinen Leuten aufgeben, bis sie dann Jahre später wieder zurückrudern mussten und heute zu einem Übernahmekandidat mutiert sind.
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall!
Sicherlich ist der ganze Fotobereich in einem Umbruch und für die Masse ist das Smartphone das Maß der Dinge.
Die inflationäre Modellpolitik des letzten Jahrzehnt's hat fast alle Hersteller an den Rand des Ruins gebracht, jetzt heißt es gesundschrumpfen oder sterben, lediglich das Tempo des Prozesses ist noch nicht entschieden.

Andererseits gibt es für uns Kunden noch genug alternatives Equipment.

Vernünftige Bilder kann man noch lange machen, im Zweifel auch ohne Canon.

VG Reiner


Mh, also Canon ist nun wirklich nicht dafür bekannt das Einsteiger/Low Budgetsegment zu vernachlässigen. Dafür haben sie das M System und eine "günstige" R kommt wohl auch noch im Februar und dass sie aktuell das RF Objektiv Line Up eher erstmal um die leistungsstarken Objektive aufbauen überrascht mich nicht wirklich.
Der Rest kommt schon noch, um canon mache ich mir am wenigsten Sorgen.

hs
05.02.2019, 19:43
Also ich kann da nicht mehr mithalten. Sorry.

Musst Du mithalten?

Dirk Wächter
05.02.2019, 20:13
Musst Du mithalten?

Muss natürlich nicht. Aber mit solchen Preisen rücken diese Linsen für mich in den Bereich "Nicht mal drüber nachdenken!". Habe schon einen ganz vernünftigen Objektivpark über die Jahre angehäuft. Und ein schönes 400er steht (stand) da natürlich immer irgendwie auf der Wunschliste. Habe das 400er der ersten Generation ja vor Jahren schon mal gehabt. Leider hatten dann meine zwei Assistenten, die mir jedesmal beim Tragen geholfen haben, gekündigt. Da hab ich es irgendwann wieder verkauft.

Johannes Melchers
05.02.2019, 20:54
Ich sehe das auch so, und werde deshalb wohl noch mehrere Jahre mit meiner IIer-Linse fotografieren. Was mich an den IIIer-Teles abgesehen vom sportlichen Preis etwas wundert: Man hört fast nichts über deren Performance, außer, dass sie leicht sind. Das geringe Gewicht ist natürlich super, aber nur deswegen einen Aufpreis von ca. 6000 Euro hinzulegen (wenn man ein 400 II für ca. 7000 Euro gebraucht verkauft) ist schon happig. Laut einem Test von the digital picture (https://www.the-digital-picture.com/Reviews/Canon-EF-400mm-f-2.8L-IS-III-USM-Lens.aspx) ist das 400 IIIer mit dem 2x Extender im Zentrum deutlich sichtbar schlechter, als die IIer-Version (OK, die IIIer-Version ist dafür in den Ecken besser, aber das bringt wohl nicht wirklich was). Bei der Einführung der Mark II-Superteles war der Hype erheblich größer, und überall wurde berichtet, wie klasse diese neuen Linsen sind. Über die Mark III-Linsen höre ich seit der Markteinführung so gut wie nichts.

An die Besitzer des 400 III: Ist es denn wirklich so, dass die neue Linse mit dem 2x Extender schlechter abbildet, als der Vorgänger, oder liegt das daran, dass der Text von the digital picure fehlerhaft ist?

Markus Lenzen
05.02.2019, 21:08
Mein lieber Schwan...da ist ja das neue 400er mit seinen 12.999,-EUR nur noch einen Tausender vom EF 600 mm f/4.0L IS III USM entfernt.
Wohin soll das alles führen?

Ich frage mich gerade wohin diese Thread Eröffnung führen soll? Ich meine der Preis ist nichts neues, sondern schon ein paar Monate bekannt ;).

Aber zumindest bekommt man direkt zur Markteinführung schon EOS plus X :p


Ich kann nur für mich sagen..das es JEDEN Euro Wert ist...

Was gefällt dir besonders gut, außer natürlich das Gewicht?

hs
05.02.2019, 21:38
"Nicht mal drüber nachdenken!".

Wenn man es nicht braucht, braucht man auch nicht drüber nachdenken. Ich habe auch einige Linsen die ich nicht brauche, z.B. das 70-200/2.8, welches ich damals für vergleichsweise Spielgeld erworben habe.

Aber >10.000€ sind eben kein Spielgeld mehr. ;)

Dirk Wächter
06.02.2019, 00:47
Wenn man es nicht braucht, braucht man auch nicht drüber nachdenken. Ich habe auch einige Linsen die ich nicht brauche, z.B. das 70-200/2.8, welches ich damals für vergleichsweise Spielgeld erworben habe.

Aber >10.000€ sind eben kein Spielgeld mehr. ;)

So verschieden sind die Anwendungen. :-) Mein 2.8/70-200 ist nach dem 24-70 bei mir die am zweithäufigsten eingesetzte Linse. Ich liebe es ohne Ende, damit Portraits zu machen. Obwohl ich das 1.2/85 und das 2.0/135 habe.

hs
06.02.2019, 07:23
So verschieden sind die Anwendungen. :-)

Ich mag einfach FBs und das schlanke Gepäck. ;)

Radomir Jakubowski
06.02.2019, 11:09
Hi Dirk,

der Preis des neuen ist ja schon länger bekannt. Es kostet 8,3% mehr als das alte, dafür bekommst du aber auch weniger, weniger Gewicht :D Schon eine gemeine Welt in der man mehr bezahlt und weniger bekommt. :D :D :D
Wer ein 2,8 400er nicht jeden Tag braucht, ist mit einem gebrauchten 2,8 400mm L IS II für 7000-7500 EUR in sehr gutem Zustand bestens bedient. Es gibt aber eben auch viele Hobbysten die eben bereit sind auch die 12.999 EUR zu bezahlen um sich das Gewicht einzusparen und weil sie eben Freude am Hobby haben und es bezahlen wollen. Ist doch schön, dass sich diejenigen über die Gewichtsersparnis freuen können und den neuesten AF und IS bekommen.
Ob die Bildqualität des neuen besser ist muss man noch messen. Wenn das Wetter passt probiere ich mal einen kleinen Vergleich am Wochenende.
Bei Nikon ist es sehr interessant. Hier kenne ich zwei sehr bekannten Nikonfotografen, die beide vom neuen AF-S NIKKOR 400mm 1:2,8E FL ED VR zum AF-S Nikkor 400mm 1:2,8 G ED VR gewechselt sind, da das alte optisch deutlich besser ist und sie dieses ohnehin nur mit MF aus dem Ansitz nutzen. So ein Tele muss man gesamtheitlich für seinen eigenen Einsatzzweck bewerten.

Ich bin übrigens davon überzeugt, dass für meinen Einsatzgebiet, in dem ich mich viel bewege mit dem 400er, der Gewichtsunterschied und der bessere IS extrem viel bringen werden.

Markus Lenzen
06.02.2019, 11:44
Ich bin übrigens davon überzeugt, dass für meinen Einsatzgebiet, in dem ich mich viel bewege mit dem 400er, der Gewichtsunterschied und der bessere IS extrem viel bringen werden.

Genauso ist es! Der Unterschied ist schlicht gewaltig. Aber wie du so schön schreibst kommt es sehr auf den Einsatzzweck an!

Wer eh viel am Ansitz fotografiert, für denjenigen der eh immer ein Stativ nutzt, oder sich nur wenig vom Auto entfernt macht das Update eher weniger Sinn. Optisch dürft ihr keine Verbesserung erwarten, zumindest nicht was die Auflösung angeht. Allerdings am AF und IS sehe ich Verbesserungen.

Ich persönlich finde übrigens den Vorteil gewichtsbedingt beim 600er noch ein wenig unrelvanter. Denn 600mm oder 400mm Freihand nutzen ist auch ein Unterschied, und ich glaube, dass viele das 600er dann doch wieder häufig auf dem Stativ verwenden.

JensLPZ
06.02.2019, 11:48
...Vernünftige Bilder kann man noch lange machen, im Zweifel auch ohne Canon....

Mit 12k teuren und schweren Linsen von Nikon?
Dein Canon Frust muss tief sitzen...






PS: Dann doch eher ner P900 oder P1000.

Reiner Jacobs
06.02.2019, 19:11
..........Ich persönlich finde übrigens den Vorteil gewichtsbedingt beim 600er noch ein wenig unrelvanter. Denn 600mm oder 400mm Freihand nutzen ist auch ein Unterschied, und ich glaube, dass viele das 600er dann doch wieder häufig auf dem Stativ verwenden.



Wo es ja im Grunde auch drauf gehört!

VG Reiner

Markus Lenzen
06.02.2019, 20:52
Sagt wer? Das doch kein muss, sondern hängt auch von der fotografischen Situation ab.




Wo es ja im Grunde auch drauf gehört!

VG Reiner

Reiner Jacobs
06.02.2019, 21:02
Das sagt die Vernunft!
Ausnahmen sind natürlich nicht ausgeschlossen!

Gruß Reiner

Markus Lenzen
06.02.2019, 21:10
Das sagt die Vernunft!
Ausnahmen sind natürlich nicht ausgeschlossen!

Gruß Reiner

Dann werde ich glaube ich gerade was unvernünftig ;)

Reiner Jacobs
06.02.2019, 21:13
Dann werde ich glaube ich gerade was unvernünftig ;)

Muss ja auch nicht unbedingt schädlich sein.

Gruß Reiner

Brummel
07.02.2019, 22:19
Ich glaube, dass die großen drei (Canon, Nikon, Sony) sich preislich erst dann bewegen werden, wenn Drittanbieter mit entsprechenden Optiken auf den Markt kommen.
Bislang gibt es da ja nur vergleichbar was von Sigma (500/4), hoffentlich zieht auch Tamron noch nach.

Vermutlich wird dann seitens der Drei weniger die UPE gesenkt, sie werden es mit cahsback und Trade-In regeln.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Großabnehmer und viele Pros werden wohl immer auf die Originale setzen (wegen CPS und Co. ), der Nachlaß wird wohl nicht so riesig ausfallen.

Eric D.
08.02.2019, 09:10
Ich frage mich auch, warum die Preise (sonst) fallen (oder von vornherein anders sein) sollten...es gibt doch keine direkte Konkurrenz . :cry:
Kein aktuelles, vergleichbares 300/2.8, kein 400/2.8, kein 600/4 und nur ein einziges 500/4 von einem Fremdhersteller.
Nicht schön, aber Fakt...und das macht diese "Preisfindung halt einfach". ;)

JensLPZ
08.02.2019, 12:37
...Bislang gibt es da ja nur vergleichbar was von Sigma (500/4), hoffentlich zieht auch Tamron noch nach.

Ich maße mir keinesfalls an, über Verkaufszahlen des Sigmas 500 f/4 zu mutmaßen, jedoch gibt es nicht viele Bilder, die mit ihm gemacht wurden. Ob wenige Bilder auch mit wenigen verkauften Objektiven korrelieren, weiß ich nicht. Dass aber (zumindest) der Entwicklungsaufwand vermutlich deutlich höher als der von Canon, Nikon, Sony und Co ist, kann ich mir durchaus vorstellen. Die Verkaufspreise sind deutlich niedriger als bei den "Originalherstellern" und die möglichen Stückzahlen erst recht. Somit bliebe unterm Strich viel viel weniger für sie übrig.

Daher ist aus meiner Sicht das Wagnis, weitere solche Festbrennweite auf den Markt zu bringen, sehr hoch - was die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert, enorm sinken lässt. (Auch Canon wird nicht jeden Tag 100 Stück der EF 300 II verkaufen....)

Da lebt es sich leichter, Standardobjektive und -zooms zu entwickeln und zu verkaufen, dort ist ein konstanter Absatz deutlich eher garantiert.

Konkurrenz belebt das Geschäft - keine Frage. Jedoch ist in diesem Segment die Wahrscheinlichkeit aus meiner Sicht sehr sehr gering.

surgeon
08.02.2019, 13:07
Daher ist aus meiner Sicht das Wagnis, weitere solche Festbrennweite auf den Markt zu bringen, sehr hoch - was die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert, enorm sinken lässt. (Auch Canon wird nicht jeden Tag 100 Stück der EF 300 II verkaufen....)

Da lebt es sich leichter, Standardobjektive und -zooms zu entwickeln und zu verkaufen, dort ist ein konstanter Absatz deutlich eher garantiert. .

Na, Sigma hat aber bereits einige teure "Exoten" mit Alleinstellungsmerkmalen auf dem Markt, z.B. das 200-500 f/2.8 oder das 300-800 f/5.6. Insbesondere letzteres mit Bildstabilisator und aktueller Rechnung wäre wohl eine absolute Traumlinse. Und dass Sigma gute Objektive bauen kann, zeigt auch das neue 60-600 f4.5-6.3.

Es bleibt spannend...

VG, Gerd-Uwe

surgeon
08.02.2019, 13:10
...es gibt doch keine direkte Konkurrenz . :cry:
Kein aktuelles, vergleichbares 300/2.8

Von Sigma gibt es immerhin das auch nicht so schlechte 120-300 f/2.8 zum halben Preis der Canon Festbrennweite.

Eric D.
08.02.2019, 13:33
Ist langsamer und schwerer, ok flexibler.. aber die meisten Ergebnisse daraus, welche ich kenne sind offenblendig nicht so gut.

Ich hatte mal eines für Canon und dann 2018 eines für Nikon (jeweils aber nicht die sports version, sondern den direkten Vorgänger -schon- MIT OS und HSM, das soll ja in der optischen Rechnung gleich sein).
Das EF 300/2.8L IS V1 hatte ich auch mal.. das war ehrlich gesagt eine andere Welt. Gefühlt 3x so gut, schneller und knackscharf offen.

Jan
08.02.2019, 18:05
Die Frage ist ja allgemein, ob die Objektive vom Schlage eines 300/2.8 aufwärts überhaupt noch so zwingend notwendig sind, insbesondere wenn man preisbewusst hantieren muss/will, wie es einmal war?
Wenn man nicht zwingend die 2.8, oder nach oben die 4er Offenblende benötigt, gibt es mittlerweile wirklich tolle Alternativen: Zooms mit deutlich verbessertem Bokeh, AF, Schärfeleistung bei Offenblende wie auch Auflösung, als es früher normal war.
Noch vor 10 Jahren brauchte man ein 2.8/400 zwingend, um bei Blende 4 oder 5.6 allein qualitativ auf sehr gute Ergebnisse zu kommen. Wer sich z.B. kein 400er IS I leisten konnte, hat sich eben mit dem USM I oder II begnügt und steckte damit jedes Zoom in die Tasche.
Heute reichen für praktisch dieselben Aufgaben, auch 100-400 II, 400 DO II, die Sigma Zooms bis 600, ... , ja selbst ein 70-200/2.8 II/III mit 2x TC ziemlich gut aus.

Wer häufig bis ausschließlich mit 2.8/3.5 hantiert, der wird auch zukünftig nicht drumherum kommen, klar.

Aber mal Hand aufs Herz, wieviele eurer Bilder mit den Langen Tüten, wären am Ende auch nahezu identisch mit einem 4er bzw. 5.6er Objektiv möglich gewesen?
Anfang 2018 habe ich für mich mal die letzten 10 Jahre ausgewertet und das hat ergeben, dass mit den langen Tüten >90% >ab Blende 4 entstanden sind. Davon mehr als die Hälfte sogar mit 5.6 und aufwärts.

Markus Lenzen
08.02.2019, 19:54
Aber mal Hand aufs Herz, wieviele eurer Bilder mit den Langen Tüten, wären am Ende auch nahezu identisch mit einem 4er bzw. 5.6er Objektiv möglich gewesen?

So gut wie keines, zumindest nicht identisch wie du schreibst! Die Schärfe ist hier gar nicht das Thema, aber das Bokeh und die Bildanmutung ist bei 400 2.8 nun einmal eine ganz andere! Und ja ich nutze die Offenblende sehr gerne.

Aber grundsätzlich hast du natürlich recht, dass sehr viele sich bei der Anschaffung eines Teles eher bei den sehr gut zu gebrauchenden Zooms wiederfinden.

surgeon
08.02.2019, 20:24
Aber mal Hand aufs Herz, wieviele eurer Bilder mit den Langen Tüten, wären am Ende auch nahezu identisch mit einem 4er bzw. 5.6er Objektiv möglich gewesen?
Anfang 2018 habe ich für mich mal die letzten 10 Jahre ausgewertet und das hat ergeben, dass mit den langen Tüten >90% >ab Blende 4 entstanden sind. Davon mehr als die Hälfte sogar mit 5.6 und aufwärts.

Wie schon gesagt, die Schärfe ist nicht alles, wobei die langen weissen Tüten doch noch einen Ticken mehr auflösen und höheren Kontrast haben als die guten Telezooms. Was halt traumhaft ist, ist die Freistellung und das Bokeh bei 400mm f/2.8. Ich habe eben in meiner Lightroom-Datenbank nachgesehen: von 28.000 Aufnahmen mit dem 400er habe ich immerhin 14.000 bei Blende 2.8, 5.000 bei 3.2 und 2000 bei 3.5 aufgenommen, zusammen also 75% aller Aufnahmen mit Blenden kleiner als 4.

Ausserdem ist die Lichtstärke doch manchmal sehr nützlich. Anfang Januar haben wir z.B. in der Masai Mara in Kenia vor Sonnenaufgang eine Serval-Katze entdeckt. Mit dem 400er war bei Blende 2.8 und ISO 6.400 so noch eine Verschlusszeit von 1/250 sek möglich:
194355

Als die Sonne aufging, war die Katze bereits wieder verschwunden. Bei Blende 5.6 hätte ich 1/60 sek oder ISO 25.600 wählen müssen. Auch wenn ich ein Fan der neuen langen Zooms bin - manchmal haben die Festbrennweiten doch noch ihre Berechtigung.

Wahrmut
08.02.2019, 23:26
Aber mal Hand aufs Herz, wieviele eurer Bilder mit den Langen Tüten, wären am Ende auch nahezu identisch mit einem 4er bzw. 5.6er Objektiv möglich gewesen?
Max. 5%.

Eric D.
08.02.2019, 23:40
max. 5%.

dito..mag bis 10% gehen

Jan
09.02.2019, 02:22
Wie geschrieben, die, die häufig bis grundsätzlich Offenblende für ihre Bildsprache nutzen - klar die kommen nicht drum herum.
Es gibt aber auch die, die bei ausreichend Licht, durchaus Dynamik ins Bild bringen wollen. Da sind dann schnell mal Zeiten von 1/250 und länger gar nicht anders möglich, als abzublenden.

Wahrmut
09.02.2019, 02:32
Es gibt aber auch die, die bei ausreichend Licht, durchaus Dynamik ins Bild bringen wollen. Da sind dann schnell mal Zeiten von 1/250 und länger gar nicht anders möglich, als abzublenden.
Dynamik und Offenblende schließt sich nicht aus.;)

stecko
09.02.2019, 03:11
Wie geschrieben, die, die häufig bis grundsätzlich Offenblende für ihre Bildsprache nutzen - klar die kommen nicht drum herum.
Es gibt aber auch die, die bei ausreichend Licht, durchaus Dynamik ins Bild bringen wollen. Da sind dann schnell mal Zeiten von 1/250 und länger gar nicht anders möglich, als abzublenden.

und dann gibts noch die, die die Offenblende eigentlich bräuchten aber leider das nötige Kleingeld für die großen weißen Tüten (noch) nicht haben :rolleyes:
Klar kann ich viele meiner Bilder auch mit dem 150-600 machen aber im direkten Vergleich, wenn andere Fotografen direkt neben dir im Ansitz hocken, sind die Bilder vorallem bei schwierigen Bedingungen einfach klar besser (z.b. schon getestet bei der Hirschbrunft im dunklen Wald). Da hilf die 2.8er oder 4er Blende schon enorm.

Grüße Timo

Motivklingel
14.02.2019, 08:07
Wartet mal ab wenn die tollen neuen RF-Linsen kommen. Dann geht es bestimmt lustig weiter.
Wie sind denn die Preise für das RF 15-35 mm 1:2,8L IS USM, das RF 24-70 mm 1:2,8L IS USM und das RF 70-200 mm 1:2,8L IS USM sowie das RF 24-240 mm 1:4-6,3 IS USM und die beiden 85er?

Loricaria
15.02.2019, 10:54
Leute, Optik ist Physik und diese kann man nicht wirklich überlisten. Wer mehr zahlt und die bessere Technik benutzen kann, wird rein "technisch" auch mehr bessere Bilder erzielen, wie "wir" "Dunkelzoomer".
Aber es hat nun mal nicht jeder mehrere 1000er für ein solches Objektiv übrig bzw. möchte dieses Geld dafür ausgeben. Bei mir ist es ein Hobby. Die Prioritäten sind bei Jedem andere.
Als man mit Fleiß und etwas Talent noch Geld mit seinen Bildern verdienen konnte (Diazeiten+Artikel), habe ich auch anders darüber gedacht. Heute muss man das Beste mit dem machen, was man hat. Das nützt nix...

Thomas Madel
15.02.2019, 11:34
Heute muss man das Beste mit dem machen, was man hat. Das nützt nix...

Ich bin im Prinzip ein "Wochenendprofi", sprich ich bin mehr oder weniger ausschließlich an den Wochenende neben meinem Hauptberuf als Sportfotograf auf lokaler Ebene unterwegs. Das zwar sehr regelmäßig an wahrscheinlich 48 Wochenenden im Jahr, weil ich der einzige Sportfotograf der Zeitung bin, aber eben nicht in einem Umfang, von dem man leben könnte.

Deshalb verwende ich beispielsweise noch das 2,8/400 L IS. Das Objektiv limitiert mich nicht, ich bekomme damit alles zum meiner Zufriedenheit hin, was ich zu machen habe. Das es megaschwer ist, ist für mich erträglich, weil ich es nie weit tragen muss. Im Zweifelsfall würde ich mich nach einem IIer Modell umsehen, da ich den Neupreis für das IIIer nicht bezahlen möchte. Es ist übrigens sehr erstaunlich, wieviele Profis, die von der Sportfotografie leben, noch das EF 2,8/400 L IS benutzen. Ich gehe davon aus, dass diese ähnlich wie ich denken, solange das vorhanden Objektiv nicht limitiert, kaufen sie kein neues. Wenn alte kaputt geht, steht dann eben ein Neu- oder Gebrauchtkauf an.

JensLPZ
15.02.2019, 12:07
...Aber es hat nun mal nicht jeder mehrere 1000er für ein solches Objektiv übrig bzw. möchte dieses Geld dafür ausgeben. Bei mir ist es ein Hobby. Die Prioritäten sind bei Jedem andere.
Als man mit Fleiß und etwas Talent noch Geld mit seinen Bildern verdienen konnte (Diazeiten+Artikel), habe ich auch anders darüber gedacht. Heute muss man das Beste mit dem machen, was man hat. Das nützt nix...

Warum immer ein solcher weltfremder Vergleich?

Kommt jemand auf die Idee, ernsthaft auszurechnen,wie viel ihn tatsächlich jeder morgendlich zur Arbeit gefahrene km mit seinem neuen SUV oder Kombi kostet? Und dass man sich dann natürlich nie ein Auto kaufen sollte? (Da denke ich noch nicht mal an die Umwelt.)

Oder ein Motorradfreak, der sich eine Wahnsinns-Maschine kauft und dabei in rasanten Kurvenfahrten sogar noch sein Leben riskiert?


Auch ich fotografiere nur als Hobby, es macht Spaß und dafür zahle ich auch was. So einfach ist das, wenn man mal das eine mit dem anderen vergleicht. Oder eben nicht.

Thomas Madel
15.02.2019, 12:28
Für mich ist an der Diskussion über das EF 400 mm f/2.8L IS III USM der Interessante Punkt, dass durch die veränderte Bauart (verlagern und damit verkleinern der Linsengruppe) zwar das Gewicht drastisch reduziert werden kann, die Gewichtsreduzierung aber möglicherweise mit einer schlechteren optischen Leistung bezahlt werden muss. Wobei das schlechter natürlich relativ ist und es ja wohl hauptsächlich um die Leistung in Verbindung mit dem 2x Konverter geht. Wenn man sieht, was bei Zoom-Objektiven, welche nur einen Bruchteil des EF 400 mm f/2.8L IS III kosten, in Sachen Leistung nach oben möglich ist, könnte man schon erwarten, dass eine Neuauflage eines Objektivs in der Preisklasse eines 2,8/400 verglichen am Vorgänger, in vielen Bereichen besser und in nirgends schlechter ist.

Holger Leyrer
15.02.2019, 17:58
aber möglicherweise mit einer schlechteren optischen Leistung bezahlt werden muss.
Kann man die schlechter Leistung sehen? Ich meine richtig sehen auf einem Foto.