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Thema: Stativ mit kippbarer Mittelsäule gesucht

  1. #31
    Full-Member Avatar von f9
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    Standard AW: Stativ mit kippbarer Mittelsäule gesucht
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    So, ich habe mir die Sache noch einmal von vorne bis hinten überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, mein großes Studio-Klump-Ding durch etwas möglichst großes, aber weniger schweres und universelles zu ersetzten. Eine umsteckbare Mittelsäule oder ein zusätzlicher Anschluss unten sollen dabei für Makro ausreichend sein; falls nicht, wird eben zweigleisig gefahren oder es gibt andere Möglichkeiten vor Ort.

    Der (geizige) Realist in mir will aber keine 1K-Euro und mehr für drei blöde Rohre ausgeben - vor allem nicht, weil die meisten nicht-Studio Stative alle diese nervige "Rohr in einem Rohr"-Bauweise haben; zumeist in Kombination mit den Dreh-Verschlüssen, die ich auch nicht für der Weisheit letzten Schluss halte. Aber ok, wenn so viele diese Art gut finden, muss ich wohl falsch liegen.

    Das Dörr hat sich als Alternative leider zerschlagen, da zwar an sich schön, aber leider etwas zu hoch bei zwei Auszügen, als dass ich damit gut arbeiten könnte (bin eher kurz geraten mit meinen 1,72m) und die Stabilität ist, hm, ok aber nicht ganz ausreichend wenn man höher hinaus will. Bei ein bis zwei Auszügen war sie gut bis sehr gut.

    Dafür bin ich bei Velbon hängen geblieben, genauer gesagt am Velbon Geo N830. Das könnte die perfekte Kombination (bis auf Packmaß und Preis) sein, die mir so vorschwebt. Alternativ die kleinere Version davon aus der 600er Reihe.
    Da sich bemerkenswert wenig an Reviews und Videos dazu finden lässt, wollte ich fragen, ob jemand hier schon Erfahrungen mit dieser Firma gemacht. Das, was man findet, geht durchweg in die positive Richtung.

  2. #32
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    Standard AW: Stativ mit kippbarer Mittelsäule gesucht
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    Noch ein Update der Show „Willi will zu viel, sucht Stativ“:

    Da ich beim Velbon kein günstigeres Angebot als 550 Euro finden kann, und das schon 150 Euro über den Preisgrenze liegt, habe ich lieber beim neuen 055 Manfrotto zugeschlagen; vor allem, da es günstig zu erstehen gewesen ist.
    Alles in allem steckt es voller kleiner Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger und fühlt sich ziemlich wertig verarbeitet an, muss ich sagen. Definitiv besser als das alte.

    - Die Gummi-Füße habe eine andere Form und können sich auf unebenem Grund leichter irgendwo festkeilen, als es die alten eher rundlichen Füße taten. Dafür gibt es leider keine Spikes im Lieferumfang.
    - Die Moosgummi-Griffe, sind nun aus Gummi, welches nicht nur rutschfester ist, sondern sich auch bei Nässe nicht mehr so vollsaugt, was mir an Moosgummi nie gefallen hat.
    - Die neuen Beine nicht mehr rund, sondern etwas abgeflacht an einer Seite. Keine Ahnung was das gegenüber einen runden Bein an Vorteilen bringt, aber es ist so.
    - Die neuen Schließen sind etwas rundlicher um das Bein herum gebaut, was sie nicht so weit abstehen lässt, aber man muss aufpassen, dass man sie nicht komplett mit Zeigefinger und Daumen umgreift, sonst klemmt man sich leicht den Zeigefinger, da sie auch enger nach hinten schnappen.
    - Die Lösevorrichtungen für die Beine sind größer und weiter nach unten gewandert, d.h. man muss nicht mehr wie früher eher nach innen drücken und das Bein dann abkippen, sondern kann weiter unten anpacken und den Schalter nach unten ziehen, was insgesamt eine bessere Hebelwirkung am Bein bringt und es sich so leichter bewegen lässt. Blöd finde ich, dass sie sie aus hellem Druckgruss-Alu gemacht haben, schwarz wäre mir deutlich lieber gewesen, aber was soll´s.
    - Der 3,8“ Zusatzanschluss in der Schulter ist wirklich praktisch und bei nicht-Gebrauch zusätzlich mit einer Gummi-Schutzkappe versehen, dass einem das Gewinde nicht verdreckt.

    Korrektur übrigens zu einer vorher gemachten Beobachtung: Man kann die Mittelsäule umstecken! Es ist etwas fummeliger, als beim Vorgänger, da man einen kleinen Bolzen innen reindrücken muss, der sonst diesen roten Innen-Tubus hochfährt, wenn die Säule normal drinsteckt, aber es geht. Ergo: Man sollte nicht alles glauben, was einem die Verkäufer erzählen.

    Höhe: 1,4m ohne Säule und 1,7m mit Säule, also perfekt für meine Körperlänge. Kopf+Kamera bringen den Sucher auf +23cm der Stativhöhe.

    Das einzig Dumme ist nur, dass ich von der Stabilität im wahrsten Sinne des Wortes erschüttert bin. Ich hatte mir irgendwas zwischen dem Viersegmenter Rollei und meinem alten 055 erwartet, aber die Realität sieht schlimmer aus als das Berlebach (voll ausgezogen).
    Das Stativ schwingt wie eine Klavierseite – sehr viel, sehr lange und vor allem in Wellen. Man kann sehen, wie die Schwingung schnell abnimmt, es fast zu Ruhe kommt und sich dann wieder aufschaukelt. Das geht bei einem kleinen Stubs gut vier Mal so; je härter man stubst, desto mehr Zyklen lassen sich generieren. So ein Verhalten hatte ich bisher bei keinem Stativ und ich bin mir nicht sicher, ob da was nicht stimmt. Ich muss das noch mal mit meinem alten gegenchecken – denn oft trügt die Erinnerung schließlich – das seine Dienste weiterhin bei einer Freundin verrichtet, und ggf. noch mit einem aus dem Laden.
    Vielleicht ist etwas nicht ganz festgezogen, zudem ich das Gefühl habe, dass sich die Beine beim Aufstellen auf Parkett etwas zusätzlich spreizen. Zu schwer kann mein Zeug eigentlich nicht sein, denn 3kg sollte es bei einer Zuladung von angegebenen 9kg locker aushalten… wie das alte eben?

    Es ist zum Mäuse-melken!

  3. #33
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    Standard AW: Stativ mit kippbarer Mittelsäule gesucht
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    Update:

    Nach einigem Testen bin ich immer noch recht verwirrt. Das alte 055er ist besser in Sachen Stabilität, egal wie man es dreht und wendet. Seltsam ist nur, dass das Neue eingeklappt bombenstabil ist und mit einem Auszug immer noch sehr gut (besser als das alte), bloß der zweite Auszug verhagelt die Sache vollkommen. Ich denke, das wird irgendwie mit der Mittelsäule zusammenhängen, denn je nachdem wie fest man sie anzieht kann man das Ergebnis verbessern. Ein weiteres Indiz ist, dass sich der Sachverhalt immens verbessert, wenn man ins Hochformat geht. Durch die eher seitliche Belastung wird entsprechend die Säule auch etwas zur Seite gezogen und verkantet wohl besser (?). Wo und wie die genau geklemmt wird, ist jedenfalls nicht ersichtlich.
    Dennoch insgesamt nicht zufriedenstellend, wenn auch sonst sehr sinnvoll weiterentwickelt, das neue 055.

    Ich habe die Idee eines Allrounders nun vollends aufgegeben und fahre lieber eine 2-Stativ-Lösung. (Bei Objektiven würde es mir ja auch nicht einfallen, ein 14-300mm zu kaufen und da Großes von zu erwarten.) Also schicke ich das Studio Ding in Rente und kaufe mir zwei neue: Ein leichtes, Makro-, Reise- Table-Top-Stativ; klein leicht zu transportieren und dennoch im Notfall hoch genug, sowie ein großes 2m Teil, das dann nicht mehr so leicht und gut zu transportieren sein muss. Die Stabilität und Höhe des Studio-Klumpens würde ich einfach vermissen, so viel ist sicher, darum muss etwas Großes zusätzlich her.
    "Klein und Leicht" ist aber auch nicht zu verachten, wenn man eh tief unterwegs ist. Immerhin nutzt einem das stabilste Stativ nichts, wenn es zu Hause steht und man es nicht mitgenommen hat.

    Die Kategorie "Klein und Leicht" wird nunmehr von Velbon Ultra 655 besetzt, welches heute ankam.
    Es ist 37cm kurz, wird 1,3m hoch und hat fünf Segmente. Das Tolle daran ist, dass sich alle Segmente zeitgleich entriegeln und wieder verriegeln lassen. Jedes Bein braucht ca. 2 Sekunden wenn man den Dreh raus hat. Es hat keine sichtbaren Locks, man dreht unten am Fuß, fertig. Das geht herrlich schnell und ist dabei erstaunlich stabil! Jedes Bein ist mit einer Kerbe versehen, an denen diese rein und raus fahren und diese verdreht man gegeneinander, zusätzlich zu der Tatsache, dass das innenliegende Bein über eine sehr große Fläche vom darüber liegenden geklemmt wird. Das Ergebnis ist erstaunlich steif und viel stabiler, als ich gedacht hätte.
    Die einzelnen Segmente lassen sich darüber hinaus auch einzeln lösen und festziehen, ganz einfach, indem man an dem Beinsegment selbst dreht.

    Entgegen den meisten Reisestativen wurde hier zudem nicht zu viel dem Gewicht geopfert: Die Beine haben muskulöse 30mm (also genauso viel wie beim 055) oben und unten sind sie immer noch fast doppelt so dick wie mein kleiner Finger. Es ist also nicht ganz so leicht wie andere Reisestative aber um Längen stabiler, als alles, was ich in der Region bisher in der Hand hatte.

    Die Mittelsäule ist teilbar und kann so einfach umgesteckt werden, bzw. lässt sich ganz 'entfernen', denn das obere Segment verschwindet vollkommen in der Stativschulter. Die Klemmung dort - was glaube ich der Schwachpunkt vom neuen 055 ist - erfolgt wie bei einem Stativbein fast über die gesamte Fläche. Generell ist die Stativschulter sehr massig ausgelegt und wirkt buchstäblich wie aus einem Guss. Kein Spiel, kein Wackeln, kein Nichts. Das hätte ich von so einem Leichtgewicht nicht erwartet.

    Die Knöpfe zum Beinwinkel-Verstellen sind ebenfalls sehr innovativ gelöst. Anstatt etwas noch oben unter unten zu drücken und zu halten, drückt man hier einen kleinen Knopf zur Seite, der dann auf drei Positionen einrasten kann. Das Innovative: Drückt man ihn bis ans Ende, rastet er ein und das Bein hat vollkommen freien Lauf, ohne das man den Kopf halten müsste. Zieht man das Bein zurück, rastet er per Feder an den normalen Punkten wieder ein. Einfach, schnell und schön gelöst.

    Unten ist leider nur ein Stopper und kein Gewichtshaken. Das Gewinde entspricht dem Rohr, d.h. dort kann leider nichts angebracht werden, aber ich will sehen, dass ich mir da was bastele, denn dann wäre es perfekt. Falls jemand jemanden kennt, der so was fräsen kann, bitte melden!

    Komisch ist, dass es nur einen 1/4" Anschluss hat, aber das lässt sich mit einer Adapterschraube gut lösen, die aber heute noch nicht dabei war. Beim testen mit dem 70-2000mm und Stativschelle hat sich aber jetzt schon gezeigt, dass es für einen 5-Segmenter bemerkenswert steif und ruhig ist. Es schwingt, wie man es erwarten würde, nämlich degressiv und selbst bei starken Stößen vielleicht 1 Sekunde - mehr nicht. Die Schwingungen verlaufen sich in den gegeneinander verdrehten Beinen sehr gut. Beim Stubs gegen die Kamera hat man mehr Schwingung als beim Stubs gegen die Beine. Nicht viel weniger, aber spürbar.
    Voll eingefahren muss über die Stabilität nichts gesagt werden - das steht wie ein Fels; also genau das, was es im Makro- und TableTop-Bereich machen soll.
    Und selbst auf 1,3m macht der kleine Kerl weit mehr, als ich ihm zugetraut hätte. (Besser als das neue 055er; verrückt aber es ist so.)

    Ich denke, damit habe ich meinen Reise-/Spazier-/Makrobegleiter gefunden!

    Jetzt fehlt nur noch etwas für die Kategorie "Stabil und Hoch", aber da kann ich noch mal in Ruhe schauen, denn der Markt sieht sehr voll aus. Bei der Verarbeitungsqualität von dem kleinen, könnte ich mir sehr gut ein großes Velbon vorstellen.

    Guten Rutsch allen Leser*innen.

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