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Thema: DSGVO und Fotobusiness

  1. #131

    Standard AW: DSGVO - Politik reagiert

    Nja, das war gestern oder vorgestern schon. Aber... Egal von wem es kommt: Ich glaube etwas erst (also, dass es gemacht ist/wird), wenn es erledigt ist.
    Somit also: Nicht zurücklehnen und die letzten wenigen Maßnahmen noch treffen, dann bin ich safe (so safe es halt im Normalfall geht). Ist jetzt alles nicht soooo schwer, aber nervig mit den Verträgen.

  2. #132
    Moderator Avatar von Andreas Koch
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    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness
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    Ganz neu:

    https://neunzehn72.de/wie-halten-wir...m-datenschutz/

    Ein aktuelles Update, sehr ausführlich und viele juristische Aspekte beleuchtend:

    https://www.fotorecht-seiler.eu/dsgv...ie-kug-update/

    Praktische Fragen zur DSGVO und Fotografie

    private Fotografie – soziale Netzwerke

    Die DSGVO sieht eine sogenannte Haushaltsausnahme vor, Art. 2 Abs. 2c DSGVO. Wenn natürliche Personen (= Menschen, nicht Firmen oder Vereine) Daten ausschließlich zu persönlichen oder familiären Zwecken verarbeiten, ist das Datenschutzrecht nicht anwendbar, also fallen Fotos von Familienfeiern oder Urlaubsfotos nicht unter die DSGVO. Nach Erwägungsgrund 18 fallen auch die Nutzung von sozialen Netzwerken und Online-Aktivitäten „im Rahmen solcher Tätigkeiten“ nicht unter die DSGVO. Den Rahmen ausschließlich privater oder persönlicher Zwecke verlasse ich aber, wenn ich Personenfotos nicht durch entsprechende Zugriffsbeschränkungen in einer nur für Familienmitglieder zugänglichen geschlossenen Gruppe, sondern frei für jedermann online stelle.
    Dann gibt es wohl demnächst in den sozialen Foren nur noch Blümchen- Tier- und Landschaftsfotos zu bewundern, alle anderen bekommen ein massives Problem, inklusive der meisten Fotoforen.

    Bin mal gespannt, wie das z.B. auf Flickr ab dem 25.5. gehandhabt wird, da wird dann ja wohl die Hälfte aller Fotos rausfliegen müssen

    “Der Sinn einer Kamera ist nicht, glatte und unverrauschte Pixelmengen mit bester Schärfe in den Rändern zu produzieren, sondern BILDER.“
    (J. Denter)


  3. #133

    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    Wie verhält es sich eigentlich mit Fotos die vor 25. 5. gemacht und veröffentlicht wurden? Darüber habe ich noch nie etwas gelesen oder gehört.

    Konkret geht es mir dabei um Fotos auf der Websitebei 500px oder bei facebook. Reicht es da, wenn man seine Aktivitäten einstellt, sprich keine neuen Fotos auf die Website oder bei 500px einstellt oder greift die DSGVO auf rückwirkend und es ist sicherer die Website vom Netz zu nehmen und Fotos bei 500px zu löschen? Meine Fotos zeigen fast ausschließlich Sportler und gegebenfalls auch Zuschauer, was die Sache schwierig macht. Das Dilemma ist, je mehr man sich mit der Sache beschäftigt, umso unsicherer wird man.

    Bei facebook kann ich meine Aktivitäten völlig schmerzfrei einstellen, ich habe das eh ausschließlich für etwas Werbung für meine Online-Galerien bei unsere Tageszeitung genutzt.
    Grüße Thomas

    www.thomasmadel.de

  4. #134
    Moderator Avatar von Andreas Koch
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    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness
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    Zitat Bezug auf die Nachricht von Thomas Madel Beitrag anzeigen
    Wie verhält es sich eigentlich mit Fotos die vor 25. 5. gemacht und veröffentlicht wurden? Darüber habe ich noch nie etwas gelesen oder gehört.
    Gleich die allererste Frage aus dem oben verlinkten Interview lautete:

    Sind von der DSGVO eigentlich auch Fotos betroffen, die vor dem 25. Mai 2018 gemacht wurden?

    Man muss hier unterscheiden zwischen der Aufnahme und der Verwendung der Fotos. Natürlich ist die Aufnahme vor dem 25.5. nicht betroffen. Aber die erstmalige oder fortgesetzte Verwendung eines Fotos nach dem 25.5. kann unter die Datenschutz-Grundverordnung fallen – da kommt es dann auf die Art der Verwendung an. Grundsätzlich findet die DSGVO Anwendung auf alle ab dem 25. Mai 2018 vorgenommenen Datenverarbeitungen. Ein Personenfoto auf einer Internetseite öffentlich abrufbar zu halten ist eine Datenverarbeitung.

    “Der Sinn einer Kamera ist nicht, glatte und unverrauschte Pixelmengen mit bester Schärfe in den Rändern zu produzieren, sondern BILDER.“
    (J. Denter)


  5. #135

    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    ...Aber die erstmalige oder fortgesetzte Verwendung eines Fotos nach dem 25.5. kann unter die Datenschutz-Grundverordnung fallen...

    und

    Ein Personenfoto auf einer Internetseite öffentlich abrufbar zu halten ist eine Datenverarbeitung.


    Ich habe es gelesen. Zur nachhaltigen Beruhigung (oder Beunruhigung) hat das Interview aber auch nicht beigetragen. Letztendlich sind vermutlich die Abmahnkanzleien die größere Gefahr. Für die scheint die DSGVO möglicherweise wie eine Lizenz zum Gelddrucken werden zu können...
    Grüße Thomas

    www.thomasmadel.de

  6. #136
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    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Thomas Madel Beitrag anzeigen
    Letztendlich sind vermutlich die Abmahnkanzleien die größere Gefahr. Für die scheint die DSGVO möglicherweise wie eine Lizenz zum Gelddrucken werden zu können...
    Abgesehen davon, dass diese Kanzleien die deutsche Pest sind und schon längst abgedreht gehörten, kann nur erfolgreich abmahnen, wer eine klare Rechtslage als Spielplatz hat. Die ist aber mit der DSGVO nicht (wirklich) gegeben, zumal ja eure zitierten Ministerialtanten das so vollmundig betont hatten. Also gar nicht auf die Abmahnung eingehen und den Prozess riskieren. Es wird m.E. langsam Zeit, dass sich in DE eine Front der "Betroffenen" in einer Anti-Abmahn-Selbstversicherungsgruppe findet und z.B. eine Genossenschaft gründet, die den Abmahner immer dazu zwingt, vor Gericht zu gehen. Dann fehlt denen plötzlich die Zeit und einiges werden die auch verlieren und dann ist irgendwann gut mit dem Unsinn. Dass da noch keiner bei euch drauf gekommen ist, erstaunt mich schon seit Jahren …

  7. #137
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    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    DSGVO und Fotografie – was gilt ab 25. Mai für Fotografen, Presse, TV und Private?

    Update 14. Mai: Stellungnahme des Bundesministerium des Innern (BMI)

    https://www.wbs-law.de/datenschutzre...private-77116/

  8. #138
    Moderator Avatar von Andreas Koch
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    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness
    Thread-Eröffner

    Mein persönliches Highlight des Tages: ein Interview mit Věra Jourová zur DSGVO.

    Věra Jourová hat an der europäischen Datenschutzverordnung mitgearbeitet. Nutzerinnen und Nutzern rät die EU-Kommissarin, den Unternehmen zu vertrauen.
    Hervorragender Ratschlag, die DSGVO wurde ja genau deswegen entwickelt und beschlossen, weil man den Unternehmen eben NICHT vertrauen kann. Das stellt aber anscheinend kein logisches Problem für unsere hochbezahlte EU-Kommissarin dar; ich vermute mal, dass ihr dieser winzige logische Widerspruch noch nichtmal aufgefallen ist Im Interview erklärt sie selbst dann ja mehrfach wortreich, dass sie selbst den Unternehmen nicht vertraut.

    Das Interview: "Selbst ich könnte die Regeln der DSGVO umsetzen"

    Eine Sammlung meiner Lieblingsstellen in dem Interview:

    ZEIT ONLINE: Die großen Konzerne können einfach einen Anwalt anrufen, um die DSGVO umzusetzen. Aber kleinere Betreiber, gerade Blogger und Vereine, haben oft nicht das Geld und wissen nicht, wie sie alle Kriterien umsetzen sollen.

    Jourová: Die sollen mir eine E-Mail schicken.

    ZEIT ONLINE: Wir werden das genauso veröffentlichen.

    Jourová: Ja, ja. Machen Sie das. Ich werde ihnen raten, dass sie sich auf ihren gesunden Menschenverstand verlassen sollen.
    Na, das ist ja sehr beruhigend. Alle Probleme gelöst.

    ZEIT ONLINE: Die DSGVO regelt unter anderem das Recht auf Vergessenwerden. Wie können sich Verbraucherinnen und Verbraucher sicher sein, dass ihre Daten tatsächlich gelöscht wurden?

    Jourová: Sie müssen Vertrauen haben.

    Vertrauen und Glauben. Vielleicht sollten wir einfach eine EU-Religion gründen, das würde vieles vereinfachen. Und wir brauchen nicht mehr so viele Politiker dafür.


    ZEIT ONLINE: Was denken Sie?

    Jourová: Ich denke nicht.
    Das hatte ich vermutet.

    “Der Sinn einer Kamera ist nicht, glatte und unverrauschte Pixelmengen mit bester Schärfe in den Rändern zu produzieren, sondern BILDER.“
    (J. Denter)


  9. #139
    ehemaliger Benutzer
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    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Andreas Koch Beitrag anzeigen
    Mein persönliches Highlight des Tages: ein Interview mit Věra Jourová zur DSGVO.
    Eine schöne Sammlung, in der Tat


    Zitat Bezug auf die Nachricht von Andreas Koch Beitrag anzeigen
    Vertrauen und Glauben. Vielleicht sollten wir einfach eine EU-Religion gründen, das würde vieles vereinfachen. Und wir brauchen nicht mehr so viele Politiker dafür.
    Hier liegt m.E. die Stoßrichtung dieser unglaublichen Unterlassungen nationaler Gesetzgebung: "die EU" lächerlich zu machen bzw. als "Schuldigen" zu präsentieren, um in der Innenpolitik das Wahlvieh an der Leine zu halten. Irgendeinen Feind braucht Macht ja immer, sonst kommt das Volk auf seltsame Gedanken. "Die EU" (obwohl sie maßgeblich von D diktiert wird) als "Feindbild" aufzubauen ist der Höhepunkt politischen Handwerks …

  10. #140

    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    Die c't (Heise ) haben zum Thema auch noch mal einiges zusammen gestellt .

    Heise zum Thema DS-GVO

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