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Thema: DSGVO und Fotobusiness

  1. #361

    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    Zitat Bezug auf die Nachricht von martinhum Beitrag anzeigen
    Die DSGVO verbietet keine Datenspeicherung. Es muß nur ein "berechtigtes Interesse" vorliegen und die Betroffenen müssen über die Datenerfassung und die sich daraus ergebenen Rechte aufgeklärt werden.
    Es leben die unbestimmten Rechtsbegriffe ...
    Viele Grüße

    Erik
    -----------------------------------------------
    Man sollte die Meinung der anderen respektieren, auch wenn sie nicht mit der eigenen übereinstimmt ...
    Hier gibt es mehr von mir zu sehen ...
    ... und hier findet Ihr meine meine Tischtennisfotos.
    Projekt "Fotos meiner Wahlheimat" (01.01.2014 - 31.12.2015)

  2. #362
    Free-Member Avatar von sting_
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    2.323

    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    Zitat Bezug auf die Nachricht von ertho Beitrag anzeigen
    Es leben die unbestimmten Rechtsbegriffe ...
    Für viele leider unbekannt, aber sicher nicht unbestimmt.

  3. #363
    Free-Member
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    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    Abmahnungen können im deutschen Rechtssystem nur im Wettberwerbs- oder Urheberrecht ausgesprochen werden. Weitergehende Abmahnrechte, z.B. im Datenschutzbereich, genießen nur bestimmte Verbraucherschutzverbände.

    Wegen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen kann also nicht abgemahnt werden. Es kann nur Anzeige bei der zuständigen Behörde erstattet werden.

    Die gefürchteten Abmahnungen wegen Datenschutzverstößen auf Webseiten beziehen sich auf das Wettbewerbsrecht. Grundlage ist also zunächst einmal eine auf gewerbsmäßigen Erwerb gerichtete Webseite. Abmahnen (lassen) könnte dann auch nur ein Wettbewerber, weil sich vermeintlich ein Konkurrent mit unsachgemäßem Datenumgang einen wettbewerbsrechtlichen Vorteil verschafft. Der abmahnende Wettbewerber und der abzumahnende Konkurrent müssen laut aktueller Rechtssprechung sich hierbei "um den gleichen Markt bewerben".

    Es kann also gar kein Rechtsanwalt abmahnen. Er müsste von einem Wettbewerber beauftragt werden. Und dieser Wettbewerber müsste z.B ebenfalls Hochzeitsfotografie anbieten, so wie der abzumahnende Konkurrent. Und zwar auch auf den regionalen Markt bezogen (bayerischer Hochzeitsfotograf kann z.B. i.d.R. keinen holsteinischen Wettbewerber abmahnen lassen).

    Das Risiko abgemahnt zu werden, ist also bei weitem nicht so hoch, wie befürchtet.

    Gruß, caravelle

  4. #364
    Free-Member
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    3

    Standard AW: DSGVO und Fotobusiness

    @ caravelle

    So sieht es aus! Was da im kurz vor dem Auslaufen der Übergangsfrist der DSGVO auf verschiedensten Kanälen an Panik verbreitet wurde, ist schon immens.


    Was das Schreiben des Landesbeauftragten für den Datenschutz (LDS) an den Physiotherapeuten anbetrifft, kann ich "martinhum" nur zustimmen: Der Physio hat das Thema echt verpennt. Und auch wenn es wahrscheinlich viele Arztpraxen gibt, in denen man einem Telefonat der Arzthelferin oder gar einem Patientengespräch folgen kann, heißt das noch lange nicht, das das so auch richtig ist.

    Gesundheitsdaten sind nicht ohne Grund in Artikel 9 der DSGVO (Besondere Kategorien personenbezogener Daten) erfasst und genießen einen besonders eng gefassten Schutz. Man stelle sich vor, dass durch einen "Zuhörer" beim Arzt publik wird, dass man an einer ernsthaften Krankheit leidet. Das ist im dümmsten Fall schneller in deinem Umfeld bekannt als Du vom Arzt wieder zu Hause angekommen bist...
    Beim Schnupfen ist das wohl egal, aber lass´ es etwas Schlimmes sein... Du bekommst deinen Stempel auf die Stirn, wirst vielleicht ausgegrenzt... nicht schön!

    Vielleicht muss hier auch ein Umdenken erfolgen, was den bisherigen Umgang mit Daten anbelangt...

    Fakt ist, dass der LDS dem Hinweis nachgehen muss. Der Physio ist gut beraten, mitzuarbeiten und Hinweise zu beachten, denn die Konsequenzen (Verwaltungszwangsverfahren, Ordnungswidrigkeit) kommen i.d.R. zum Tragen, wenn der Verantwortliche auf stur schaltet.

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