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Thema: Eine Frage des Stils...

  1. #1
    Free-Member
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    292

    Standard Eine Frage des Stils...
    Thread-Eröffner

    Tja, nun ist es abends, 22:45 und ich hocke nach der lang ersehenten Dusche mit einer Flasche meines Lieblingsbieres "Meister" hier, was ich gerne mache (aber dass mir jetzt nicht einer daher kommt, dass ich Alkoholiker bin ^^).

    Von verschiedenen Ecken des Internets und diversen Magazinen habe ich immer wieder mal die Floskel gehört: "... und dann kannst du sagen, du hast deinen Stil gefunden..." Wenn ich jetzt das mit dem Thread "Ist Fotografie eine Kunst" in Verbindung bringe, frage ich mich, ob sich jemand, der "seinen Stil" gefunden hat, sich damit nicht auch eine gewisse Schranke aufbaut?

    Wenn ich mich so ansehe, könnte ich mir nicht vorstellen, jemals "meinen Stil" finden zu wollen. Wenn ich so meine Fotos jahresweise betrachte, denke ich mir oft: "Ja, so hab ich damals fotografiert, aber heute würde ich es nicht mehr so machen, weil mir gerade anders viel besser gefällt." Ich würde das mal so nennen, dass mir der "Nicht-Stil" am ehesten gefällt. Mir alle Freiheiten herauszunehmen und das auszuwählen, was in dem Augenblick genau das Gefühl festhält, was ich ausdrücken will. Bei meinen Fotos aus Japan letztes Jahr, denke ich mir auch: "ja, so hab ich letztes Jahr fotografiert, weil es mir genau so gefallen hat. Wäre heute nochmal am selben Ort, würde ich es aber anders machen und das darauf folgende Jahr wieder anders und wieder anders..."

    Was denkt ihr? Natürlich gibt es das ein oder andere, was ich immer wieder mal gerne aus "meiner Schatzkiste" hole, weil es passt. Als "meinen Stil" würde ich es aber nicht bezeichnen. Eher würde ich es als "mich selber einbringen" nennen.

    Manche fragen sich auch: "Ach, mir fällt grad überhaupt nichts ein, was ich fotografieren soll!" Dann manche Forumskollegen Tipps geben wie: "Such die doch ein Thema, wie Farben, Zahlen, etc." Wo ich mir denke "mach doch einfach mal ne schöpferische Pause und sammle so neue Energie.

    Genauso wie ich mir denke: "Ich geh nicht raus, um zu fotografieren", sondern: "ich geh einfach raus."

    Oder der oft gelesene Satz: "Der Anfänger sorgt sich ums Equipment, der Fortgeschrittene um die Technik und der Meister ums Licht." Ist das höchste der Gefühle nicht "einfach eine schöne Zeit verbringen"? Gerade in der Protrait- und Akt-Fotografie denke ich mir das, wo es doch viel schöner ist, den Menschen kennenzulernen, mit ihm zu plaudern und wenn es dann passt ein paar schöne Fotos zu machen, als das ganze so "auf Knopfdruck" ablaufen zu lassen?

    Euch ein schönes Wochenende!

    Noir

  2. #2
    Free-Member Avatar von TXLRudi
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    13.07.2004
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    595

    Standard AW: Eine Frage des Stils...

    Hallo,

    ich glaube, dass Du etwas verwechselst. Deinen "Stil" findest Du von ganz allein. Du hast einfach eine gewisse Art, Dinge zu sehen und zu fotografieren. Ein bevorzugtes Posing, bevorzugte Lichtsituationen, bevorzugte Bearbeitung irgendsowas. Alles zusammen ergibt dann Deinen Stil, den Du nicht aktiv anwendest sondern der einfach in Dir drin schlummert.

    Wenn man sich mal Hochzeitsfotos anschaut, dann erkennt man immer wieder eine bestimmte Handschrift. An vielen Kleinigkeiten und ein paar größeren Umständen. Aber irgendwie ist da ein Schlag in den Bildern, der einen unbewusst an einen Fotografen denken lässt.

    Also: Stil ist nichts, dass man sich antrainiert. Stil ist das, was sich mit der Zeit aus Deinen BIldern herauskristalisiert.

    Viele Grüße

    Rudi

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