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Thema: Aus Unternehmersicht: Akquíse, Konkurrenten, wenig Geld & Anerkennung, viel Arbeit

  1. #41
    Free-Member Avatar von Synchro
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    Standard AW: Aus Unternehmersicht: Akquíse, Konkurrenten, wenig Geld & Anerkennung, viel Arbe

    Zitat Bezug auf die Nachricht von f:11 Beitrag anzeigen
    Wenn jemand etwas kann und gerne macht, ist es natürlich Kosten senkend, wenn er sich selbst der Sache annimmt. Aber es wird (hoffentlich) niemand auf die Idee kommen, nach dem Erwerb einer Rohrzange als Gas-Wasser-Heizungs-Profi mit dem Informationen spendenden iPad ("Haben Sie WLAN?") unter'm Arm Aufträge abzuarbeiten. Das aber ist die Situation in der Fotografie
    Nach solch getaner Arbeit eines Hobbyheizungs-/Gas-Wasser-Installateurs/elektrikers steht dann hoffentlich hinterher die Wohnung nicht unter Wasser oder brennt ab. Dies aber kann in der Fotografie nicht passieren, also gefahrlos(er). Regressansprüche kann's dann nicht geben.

    -- nirgends wird der Ausdruck "professionell" so oft in den Mund (und Marketingtext) genommen, wie bei der Fotografie. "Professioneller Fliesenleger", "professioneller Bäcker", "professioneller Zahnarzt" hört/liest man in der Praxis eher selten …
    "Professionell" vllt deshalb, weil der Begriff Fotograf so eng mit fotografieren verbunden ist und somit Fotograf ein "lockerer" Begriff ist als z.B. Zahnarzt/-ärztin.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Berufsfotografie

    Gesetzliche Grundlage
    Die Berufsbezeichnung Fotograf ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Bis zur Novellierung der Handwerksordnung war es unzulässig, Fotografie als selbständiges Handwerk ohne einen Meisterbrief auszuüben. Diese Einschränkung ist heute, wie in vielen anderen Berufen, weggefallen. Gemäß § 18 Abs. 2 gehört der Beruf des Fotografen nach dem Dritten Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften vom 24. Dezember 2003 zu den zulassungsfreien Berufen, das heißt, dass jeder das Fotografen-Handwerk in der Regel ohne Meisterbrief ausüben kann. Eine Eintragung in die Handwerksrolle bei der jeweiligen Berufskammer ist weiterhin für Handwerkliche Fotografie (Hochzeiten, Porträts, Architektur, Produkte) vorgeschrieben. Eine der Ausbildungsformen ist jedoch nicht erforderlich.



    Fotografie als ungeschützte Berufsausübung
    Fotografie wird auch von Autodidakten ausgeübt, die schlicht die Bezeichnung Fotograf führen oder von früher die Berufsbezeichnung Foto-Designer verwenden. Auch die Berufe der Bildreporter, Bildjournalisten, Bildberichterstatter sind keine geschützten Berufsbezeichnungen, es bedarf hierbei keine Eintragung in die Handwerksrolle, wenn die Tätigkeit künstlerisch ausgelegt ist. Der Nachweis einer Ausbildung in Fotografie ist nach der Novellierung der Handwerksordnung, wie in vielen anderen Berufen auch, weggefallen. Ein Autodidakt darf selbst nicht ausbilden. Die Eintragung in die Handwerksrolle ist weiterhin gesetzlich vorgeschrieben.

    Fotografie gehört als Teilbereich auch zu anderen Berufen, wie zum Beispiel "Technischer Redakteur".

  2. #42
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    Standard AW: Aus Unternehmersicht: Akquíse, Konkurrenten, wenig Geld & Anerkennung, viel Arbe

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Synchro Beitrag anzeigen
    … somit Fotograf ein "lockerer" Begriff ist als z.B. Zahnarzt/-ärztin.
    Tja, schon klar, die Rettung der Verniedlichungsform durch das Attribut "professionell". Allerdings war das früher anders, da war der Fotograf jemand, und der Rest waren die Knipser Wobei einem "Fotografen" der "lockerere" Begriff in diesen Zeiten weniger zusteht als dem Zahnarzt: letzterer benutzt Sedative, um für Entspannung zu sorgen, Fotografen verbiegen die Wirklichkeit, um zu provozieren, Emotionen zu befördern und Spannungen zu eskalieren. Unter'm Strich dürften Fotografen (zumindest ein paar von ihnen, bei der richtigen Agentur) deutlich gefährlicher sein, als alle Bohrer dieser Welt zusammen …

  3. #43
    Free-Member
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    Standard AW: Aus Unternehmersicht: Akquíse, Konkurrenten, wenig Geld & Anerkennung, viel Arbe

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Synchro Beitrag anzeigen
    Ja, so erging es sogar mir, allerdings hatte ich ja noch nie eine Hochzeit fotografiert. Aber selbst als Freundschaftsdienst empfand ich es so und war hinter her geschafft. Mein Lohn war dann die ehrliche Zufriedenheit mit den Fotos.
    Ich beschäftige mich seit ca. 35 Jahren mit der Fotografie und würde mich selbst als halbwegs engagierten Amateur bezeichnen.
    Fotografische Fertigkeiten habe ich autodidaktisch und mit Hilfe diverser Workshops bei Berufsfotografen erworben.

    In der Zeit wurde ich ca. 25 mal von Freunden oder Verwandten gebeten, eine Hochzeit zu fotografieren.
    Ich habe IMMER darauf hingewiesen, dass ein Berufsfotograf mit Sicherheit qualitativ bessere Arbeit anbieten kann und habe empfohlen, mich nur als Zweitfotograf in Anspruch zu nehmen.

    Nur 1 Paar hat das auch so gemacht.
    Und welches Foto hing in Göße 120 x 80 cm später in ihrem Schlafzimmer, tatsächlich eine Aufnahme von mir , geschossen mit eine EOS 20 D und dem EF-S 17-85 mm, also wirklich nicht mit einer "Profi-Ausrüstung " .

    Ich tue diesen Freundschaftsdienst auch nur , wenn ich eine enge freundschaftliche Beziehung zum Paar habe. Und ich habe in keinem Fall einem Profi den Auftrag weggenommen.
    Ich sage im Vorfeld aber auch immer klar, was ich kann und vor allem, was ich nicht kann, aber ein Profi wohl leisten könnte.
    Einige Paare habe auch ein paar klassische Studio-Aufnahmen bei Profis ergänzend machen lassen.

    Man hat mich öfter gefragt, warum ich den Job nicht hauptberuflich mache, wahrscheinlich auch, um mir zu schmeicheln.

    Wenn ich hier so mitlese, weiß ich schon, weshalb ich mir darüber nie ernsthaft Gedanken gemacht habe.
    wenn ich "meine"Fotos ( nicht nur von Hochzeiten) bei Freunden und Verwandten im Flur hängen sehe, dann ist das für mich Lohn genug.
    Ach wie gut geht es mir als "Amateur-Knippser "

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