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Thema: Unterwegs im Moor

  1. #11

    Standard AW: Unterwegs im Moor
    Thread-Eröffner

    Danke für eure teilweise sehr ausführlichen Rückmeldungen und die Auseinandersetzung mit den Bildern.
    Da sind die Meinungen ja sehr verschieden, was ich aber auch erwartet hatte :-)
    VG Simone

  2. #12
    Free-Member
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    Standard AW: Unterwegs im Moor

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Hans Joerg Nahm Beitrag anzeigen
    Sehr hübsche Bildserie, ich möchte jetzt keines hervorheben.
    Mit dem Moor solltest du aber Vorsicht walten lassen, denn von Zeit zu Zeit tauchen Moorleichen auf.
    Da sieht man gleich, welche klugen Erkentnisse man als Bestatter sammeln konnte.

  3. #13
    Free-Member Avatar von Synchro
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    Standard AW: Unterwegs im Moor

    Zitat Bezug auf die Nachricht von f:11 Beitrag anzeigen
    Eine sehr eigenartige Strecke. "Freistellen" in der Natur per geringer Schärfentiefe ist Kommunikations-philosophisch ein interessanter Ansatz -- da darf ich auf Villém Flusser verweisen, der postulierte: "Der Mensch schafft sich durch seine Kultur einen Schutzwall gegen die Natur".

    In diesem Sinn ist die Ofen-Blende-Manie kommunikologisch ein spannendes Feld: der Pfotograpf schneidet das Bild-Subjekt aus dessen Umgebung, macht es heimatlos, entwurzelt es und somit verfügbar. Aus dem Subjekt wird kraft Ofen-Blende ein Objekt, der Pfotograph projiziert sein Besitzdenken auf das Objekt seiner Begierde -- in jedem Satz braucht man ein Subjekt, ein Prädikat und eventuell ein Objekt -- wenn aber das vormalige Subjekt per lichtstarkem Objektiv "objektiviert", also zum Objekt, gemacht wurde, dann bleibt als Subjekt nur noch der Betrachter übrig, weshalb man diese Einstellung im Filmschaffen auch die "Subjektive" nennt.

    Das wird durch die hier betriebene "Freistellung" noch weiter getrieben, als das von Kommunikationstheorien völlig unbeleckte Wald-, Wiesen- und Tierfotografen je betreiben würden
    Da muss ich völlig zustimmen und nicht nur dies betrifft es.
    Dieses Problem/Phänomen hatte ich hier auch schon mal (vergeblich) thematisiert und (ich) selber fällt man auch in diese Offen-Blende-Manie hinein - forumsgerecht/-gemäß.
    Denke da an meine Partnerin, die zu meinen Bildern mal meinte: "Da fehlt was, die Umgebung. Ich möchte auch sehen, wo das war, wie es war und wann es war." (Sie fotografiert nur etwa 3 Bilder/Jahr )

    Die völlige Herauslösung aus der Natur (was ich bei den vorliegenden Bildern allerdings nicht so drastisch empfinde), die Unkenntlichmachung der Umgebung ist für mich fast wie das Herauslösen eines Menschen aus seiner Umwelt, wobei man eine bestimmte Ausdrucksweise gar nicht mehr irgendeinem Grund zuordnen kann.

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