Seite 3 von 3 ErsteErste 123
Ergebnis 21 bis 22 von 22

Thema: Focus stacking mit Außenbordmotor

  1. #21
    Free-Member Avatar von Otto_3
    Registriert seit
    26.12.2018
    Beiträge
    32

    Standard Ein kleine Ergänzung:
    Thread-Eröffner

    Die Blüten der heimischen Orchideen sind oft sehr klein und auch recht unscheinbar. Ich denke da nur an die Drehwurze. Eine Abbildung auf dem Sensor im Maßstab 1:1 ist dann oft nur einige Millimeter groß. (Unabhängig von der Größe des Sensors…!)
    Das Laowa-Objehtiv 2,8/60 kann bis zu einem Maßstab von 2:1 abbilden, allerdings hat es nur eine Innenfokussierung bis etwa 1:1 und damit eine in etwa feste Lage der Hauptebenen. Geht man darüber hinaus verschiebt sich die Lage des gesamten Linsensystems und damit auch die Lage der Hauptebenen. Bei kleiner werdender Gegenstandsweite bleibt die Bildweite –der Auszug- leider nicht in etwa konstant, sondern nimmt deutlich zu.
    Dann funktioniert die einfache Stapelei der Bilder nicht mehr.

    Also kommt man bei größeren Abbildungsmaßstäben nicht um Objektive mit einigermaßen stabiler Innenfokussierung und Zwischenringen herum.
    Der folgende Aufbau zeigt das Canon EF 2,8/100 mit einem Satz Zwischen-ringen. Der leicht angeschrägte Hartholzklotz mit ¼’’ Gewindebohrung sorgt für Stabilität auf der langen Monfrotto-Schiene. Ohne die Unterstützung wird das System bei den vielen Kupplungen doch schon etwas schlabberig.
    Damit bekommt man auch größere Abbildungsmaßstäbe in den Griff.
    Die Länge des Streichholzkopfes (linke Seite) beträgt etwa 5mm.



    Aufbau:


    Nebenbei, die Halterung für „Fummelkram“ ist ein schwerer Lautsprechermagnet, den ich etwas aufgebohrt habe, damit die verchromte Halbschale (Endstück von einem alten Milchaufschäumer) einigermaßen rein passt. Die Halbschale ist mit dauerelastischem Kitt aus der Sanitätsabteilung eines Baumarktes gefüllt. Da wackelt nichts und die Position des Objektes lässt sich trotzdem gut und fein verstellen. Im rechten Bild dient eine Haarklemme zum Halten von empfindlichen Objekten.




    Angenehmes Basteln wünscht
    Otto

  2. #22
    Free-Member Avatar von Otto_3
    Registriert seit
    26.12.2018
    Beiträge
    32

    Standard AW: Ein kleine Ergänzung:
    Thread-Eröffner

    Makroaufnahmen mit größerem Maßstab als 1:1 gehen mit Zwischenringen, aber die Lösung ist doch etwas fummelig.

    Eigentlich hat es mich doch arg gewurmt, dass sich das Laowa Objektiv –welches sich von unendlich bis zum Maßstab 2:1 scharf stellen lässt- sich im Bereich von etwa 1:1 bis 2:1 nicht für die einfache Stapelei eignet. In dem Bereich wird die gesamte Optik im Tubus verschoben so das sich auch die Bildweite verändert und die Stapelei nicht mehr klappt.

    Wenn es so nicht geht, dann muss das komplette System –Kamera mit Objektiv- verschoben werden. Dann bleibt die Bildweite bei gewähltem Abbildungsmaßstab wieder konstant und die Stapelei müsste gelingen. Also, eine Makroschiene muss her.
    Einen einfachen Makroschlitten von Manfrotto habe ich recht günstig bekommen. Er ist sicherlich kein Ausbund an Präzision, aber unter Zug arbeitet der Schlitten doch schön gleichmäßig. Und wer wird sich gleich eine Kuh kaufen, wenn er nur mal ein Glas Milch trinken will…

    Die beiden langen Rändelschrauben auf der M8-Gewindestange aus Messing sind mit zwei M8-Inbusschrauben sehr scharf gekontert. Es war etwas müh-sam, sie zu lösen. Dann war es einfach. Mit der Lochsäge ein paar Räder ausgesägt und mit M8-Einschraubmuttern versehen passen wunderbar auf die Messingstange. Mit einer M8-Mutter gekontert sitzen die Räder bombenfest. Den Außenbordmotor auf die Schiene geschnallt und schon kann es los gehen.


    Aber da habe ich mich ganz gewaltig verschätzt. Es läuft zwar schön gleichmäßig, allerdings ist der Vortrieb extrem gering. Und eigentlich wollte ich keine Bilder von Staubkörnern stapeln, sondern Bilder von Freilandblumen.

    Zweiter Versuch, ein Ritzel –welches bei dem Zahnriemen dabei ist- wird vor-sichtig –in 0,5 Millimeter Schritten- auf 6,5 mm aufgebohrt. Die kleinen Schritte verhindern ein Auswandern der Bohrung. Danach 8 mm Gewinde geschnitten und das Ritzel passt wunderbar auf die Gewindestange und kann mit der Inbusschraube gekontert werden. Nun geht es schon deutlich besser, aber selbst bei voller Spannung am Motor ist der Vortrieb für meine Bedürfnisse noch zu gering.


    Dritter Versuch ein Geriebemotor mit geringerer Untersetzung her. Mal schauen, was der Markt so bietet.
    Der Aufbau soll nach dem KISS-Prinzip (Keep it small & simple).erfolgen.
    Reichelt hat einen Getriebemotor GM70 6V mit einer Untersetzung von 1:86.
    Der passt prima. Den Motor mit Lochband auf einer alten „Blitz-Schiene“ befestigt. Die Riemenspannung lässt sich durch verschieben der Blitz-Schiene gut einstellen. Die Achsen der beiden Ritzel sollten möglichst parallel ausgerichtet werden.


    Nun lassen sich mit dem Laowa-Objektiv auch Bilder bis zum Maßstab 2:1 stapeln.



    Grasnelke, Maßstab 1:1 auf dem Sensor:



    Grasnelke, Maßstab 2:1 auf dem Sensor



    Knospe vom Lavendel



    Quendel-Ehrenpreis, das unerwünschte Kraut im Garten. Blütenbreite etwa 2 bis 3mm.

    So, nun bin ich erst mal zufrieden und kann alle Möglichkeiten des Objektives voll ausschöpfen.

    Eine erfreuliche Sommer-Foto-Zeit wünscht euch
    Otto

Seite 3 von 3 ErsteErste 123

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •