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Thema: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

  1. #1

    Standard EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(
    Thread-Eröffner

    Dazu ein kleiner Redebeitrag von Julia Reda. Geht nur 4 min. Hört mal rein...

    https://www.youtube.com/watch?v=p72qB3Cc9sI

  2. #2

    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

    Und wie geht es mit dem DForum nun weiter ? Hast Dir doch bestimmt schon Gedanken gemacht.

  3. #3

    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(
    Thread-Eröffner

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Holger Leyrer Beitrag anzeigen
    Und wie geht es mit dem DForum nun weiter ? Hast Dir doch bestimmt schon Gedanken gemacht.
    Es wird genauso weitergehen, wie bislang. Was bleibt mir denn anderes übrig?
    Außerdem ist das Ganze noch kein deutsches Gesetz. Vielleicht geschieht ja doch noch ein
    Wunder und es wird wieder gekippt. Was man einführt, kann man auch wieder ausführen.

    Warten wir mal den 26. Mai 2019 ab, da sind EU-Wahlen...

  4. #4

    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

    Der beste Kommentar, den ich dazu gehört hab war der von Sascha Lobo.

    https://www.tagesschau.de/inland/lob...recht-101.html

  5. #5
    ehemaliger Benutzer
    Gast

    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

    Zitiert von der FB Seite von Markus Deml:

    "Marcus Deml
    Gestern um 17:19

    #Artikel13 Ein Kommentar.
    Alle Parteien sind sich einig - Künstler und Urheber sind die weltweit dümmste Berufsgruppe...und sie haben Recht!

    Die EU, Google (YouTube) Facebook und die Demonstranten kämpfen alle für ihre eigenen Interessen und keiner,
    aber auch wirklich keiner hat dabei wirklich an die Vergütung der Urheber gedacht.

    Die EU will zwar das Urheberrecht stärken, was auch richtig ist, aber in welcher Höhe Künstler vergütet werden sollen,
    ist nirgendwo zu erfahren. Die Verwertungsgesellschaften werden sicherlich höhere Profite machen. Ob diese aber an die Künstler ohne einen großen Verlag ausgeschüttet werden, bleibt abzuwarten. Bei Radio + Fernsehen Einsätzen muss man die Verwertungsgesellschaften auch daran erinnern Ausschüttungen zu tätigen.

    Google, Facebook und Co. wollen natürlich nichts bezahlen.. Das Geschäftsmodell mit kostenlosem Content ist aber auch wirklich lohnend. Außerdem kann man den Urhebern auch noch Geld abknöpfen, indem man diese für die Werbung ihre eigenen Kunst bezahlen lässt. Im Vergleich dazu ist die Mafia ein wirklich respektables Unternehmen mit einem Ehrencodex.

    Die #saveourinternet Befürworter haben wahrscheinlich noch nie einen Gedanken daran verschwendet, das Kunst auch Arbeit ist. Wieso auch? Sie sind damit aufgewachsen das jederzeit alles und überall für Sie verfügbar ist.
    Mein Vorschlag wäre ein Vergütungsschlüssel, bei dem Menschen umsonst für die Künstler arbeiten, deren Kunst sie "for free" konsumieren.

    Da es keinen wirklichen "Gatekeeper" für Kunst gibt, der die Vergütung für digitalen Content überwacht, werden wir Urheber auch weiterhin die dümmste Berufsgruppe bleiben. Selber schuld.
    Keine der anderen Parteien würde so etwas mit sich machen lassen, aber die sind ja auch schlauer und streiten sich darüber wer von Ihnen von der künstlerischen Arbeit anderer profitiert.

    Was aber sicherlich weiter voranschreitet ist das Wachstum von Google und Co. ( Nein das Internet wird nicht abgeschaltet) und die Erwerbslosigkeit von Künstlern.

    Das die Vergütung von Kunst überhaupt zur Diskussion steht, zeigt welchen Stellenwert sie in dieser Gesellschaft hat.

    P.S. Uploadfilter welche den Content analysieren gibt es bereits seit langer, langer Zeit....sonst gäbe es auf YouTube hauptsächlich Gewalt und Pornos.

    "

  6. #6

    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Stefan Betz Beitrag anzeigen
    Zitiert von der FB Seite von Markus Deml:

    "Marcus Deml
    Gestern um 17:19

    ....
    Er mag ja ein super Musiker sein, aber von dem Rest hat er keine Ahnung....

  7. #7
    Free-Member Avatar von hs
    Registriert seit
    01.07.2003
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    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

    Zitat Bezug auf die Nachricht von DerTrickreiche Beitrag anzeigen
    Er mag ja ein super Musiker sein, aber von dem Rest hat er keine Ahnung....
    Hallo Harry,

    er kennt was, was Du nicht siehst und umgekehrt.

    Wenn Du nur den ersten Satz betrachtest weißt Du sofort wie Marcus Deml tickt.

    >> Alle Parteien sind sich einig - Künstler und Urheber sind die weltweit dümmste Berufsgruppe...und sie haben Recht!

    Der Mann weiß genau was er sagt. Was im Internet versucht wird ist auf dem Musiksektor längst gang und gäbe. Und wenn Du siehst wer von den GEMA Beiträgen profitiert, dann sind das weniger die Urheber sondern vielmehr die Verwertungsgesellschaften die nach einem festen Schlüssel beteiligt werden (und die eigentlichen Urheber i.a. abspeisen). Kennst Du die GEMA Gebührensätze? Die haben sich gewaschen und sorgen dafür dass öffentliche Auftritte (z.B. in Kneipen) von Coverbands absoluten Seltenheitswert haben. Selbst wenn Du eigene Mucke öffentlich aufführen möchtest müssen GEMA Gebühren abgeführt werden, obwohl Du der Urheber bist.

    Es sei denn die stellst deine Urheberrechte unter Creative Commons und verzichtest ganz auf die GEMA Leistungen (die man im Zusammenhang mit anderen Branchen manchmal auch als Schutzgeld bezeichnet).

    Siehe auch hier:
    " Im Grunde spiele seine Band damit "quasi für Dieter Bohlen und Konsorten" - und das, obwohl seine Band nur das eigene Repertoire darbiete.
    https://www.handelsblatt.com/arts_un...5bFd0Npem4-ap2

    Im Internet bekommt die gleiche Thematik halt eine neue Dimension (Verwertungsgesellschaften 2.0). Das Prinzip wurde viel früher erfunden.

    VG Helmut

  8. #8

    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

    Ja, das alte Verwertungs-Modell ist schon lange kaputt.

    Was die GEMA betrifft ist das zudem in höchsten Maße ungerecht.
    Wenige sehr bekannte Künstler profitieren massiv davon, und die vielen Kleinen werden mit Peanuts abgespeist.

    Seine Sorgen sind ja gerechtfertigt, aber seine Lösung ist total untauglich.

    Gerade in der Musikbranche gibt es schon heute "Selbstverleger", die damit auch bereits Geld verdienen, und das ist nicht der GEMA zu verdanken.

    Heute braucht man kein großes Label mehr um die Masse zu erreichen, und es sind genau diese traditionellen Verleger, die Stimmung machen, weil sie bereits intuitiv merken, daß ihre Zeit endgültig abgelaufen ist.

    Diese Verleger sind die wahren Parasiten, die sich an den Kreativen eine goldene Nase verdienen, und den Künstlern weismachen wollen, daß es ohne sie nicht ginge.

    Geschäftsmodelle ändern sich, und sowas wie die GEMA gehört auf die Müllhalde der Geschichte.
    Davon profitieren nur ganz wenige Große, aber um sich da was Neues auszudenken scheint es den meisten s.g. Kreativen an Fantasie (und Wissen) zu mangeln. Stattdessen ruft man nach Filtern und mehr Regeln.....

    Filter und Verbote sind jedenfalls keine Lösung für die Zukunft.

  9. #9
    Free-Member Avatar von hs
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    Standard AW: EU-Urheberrechtsreform durchgewunken :-(

    Zitat Bezug auf die Nachricht von DerTrickreiche Beitrag anzeigen
    Gerade in der Musikbranche gibt es schon heute "Selbstverleger", die damit auch bereits Geld verdienen, und das ist nicht der GEMA zu verdanken.
    Der GEMA haben auch früher nur wenige was zu verdanken gehabt, die Bands wurden i.a. am direkten Verkauf (CDs, Merchandising) beteiligt, bekamen vom GEMA Topf i.a. aber fast nix. Als das Medium noch Platte oder CD (und somit mehr oder weniger zählbar) war, konnte einigermaßen fair abgerechnet werden. Dies ist heute deutlich schwieriger, da nicht genau ermittelt werden kann wann, wer, wie oft, was gespielt hat. Die GEMA macht sich auch erst gar nicht die Arbeit die Urheberwerke zu identifizieren, die legen ihre Gebühren fest, nehmen ihren Obulus, und verteilen nach ihrem Schlüssel.

    Zitat Bezug auf die Nachricht von DerTrickreiche Beitrag anzeigen
    Heute braucht man kein großes Label mehr um die Masse zu erreichen, und es sind genau diese traditionellen Verleger, die Stimmung machen, weil sie bereits intuitiv merken, daß ihre Zeit endgültig abgelaufen ist.
    Das ist korrekt, aber kommen wir nochmals zu Marcus Deml. Marcus Deml ist Jahrgang 67, kennt somit die Zeit vor den "Selbstverlegern" und sicher auch Beispiele wie folgendes: eine mir bekannte Band hatte (old school) eine CD produziert und die Produktionskosten und den Vertrieb der CDs noch selbst getragen. Die haben dafür den Preis für einen guten Mittelklassewagen auf den Tisch gelegt, wurden überregional aber nicht wirklich bekannt.

    Die Eigenvermarktung war somit nicht wirklich erfolgreich und auch viel zu teuer. Das hat sich erst mit dem Zeitpunkt geändert, wo alternative Produktionsmechanismen konkurrenzfähig geworden sind. Auch der flächendeckende Vertrieb über das Internet war früher nicht wirklich möglich. Eine echte Bedrohung ist die Selbstvermarktung somit erst in den letzten Jahren geworden, und heute kann man eben mit überschaubaren Kosten konkurrenzfähig produzieren und auch vermarkten.

    Wie Du richtig angemerkt hast, die "alten Verleger" sehen ihre Felle davon schwimmen, und sie haben ihre Lobby-Arbeit geleistet und die etablierten Parteien für sich schaffen lassen. Und die waren dämlich genug sich vor den Karren spannen zu lassen. Ich denke das Thema fällt denen noch auf die Füße.

    Zitat Bezug auf die Nachricht von DerTrickreiche Beitrag anzeigen
    Filter und Verbote sind jedenfalls keine Lösung für die Zukunft.
    Auch hier sind wir einer Meinung.

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