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Thema: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

  1. #11
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    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

    Safarierfahrung habe ich nicht, aber die 5DIII und das 100-400 II. Nachdem ich die 7DII verkauft hatte, war mir die Brennweite an der 5DIII für BiF zu kurz. Mit dem 1,4x Extender war auch der AF mit nur den 5 mittleren AF-Punkten nicht so toll, die Lichtstärke und Abbildungsqualität hat auch gelitten. Ein altes Supertele, das ich im Reparaturfall wegschmeissen müsste (keine Ersatzteile) wollte ich nicht, und ein neues war zu teuer - jeder muß sich nach seiner finanziellen Decke strecken. Meine Lösung war das aktuelle 300/2,8 IS II und der 2x Extender III (beide gebraucht, zusammen 3800 €). Damit habe ich 600 mm bei Blende 5,6, somit funktionieren mehr AF-Messpunkte und der AF geht auch noch an meiner Zweitkamera 5DII, was ja mit dem 100-400 II und dem 1,4x Extender nicht der Fall wäre.

  2. #12
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    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

    Meine Erfahrungen aus Afrika 2011 - 2019 (Namibia, Botswana, Südafrika, Simbabwe) sind:
    Beste Kombi: 300/2.8 IS + 2xEXT III. Ohne Extender ist durch die Blende 2.8 auch bei Dämmerung immer noch gut zu fotografieren. Mit Extender bei Sonnenschein optimal (600 mm bei 5.6)
    Für uns wichtig: das 300er passt in einen normalen Fotorucksack, ein 400er, 500er oder gar 600er nicht. Es ist auch nicht so schwer. Meine Frau hat auf der Zweitkamera dann so etwas wie ein 24-70 oder 24-105. So ergänzen wir uns prima. Sie die Tiere in der Umgebung und Landschaft, ich picke mir einzelne Tiere heraus.
    Das Schiebezoom 100-400 hatte ich auch mal, auch mit 2xEXT II. Trotz 1DsIII machte mir das keinen Spass. An der 5DII konnte es nicht scharf stellen und mit Extender an der 1DsIII war es nie richtig scharf. Der Extender war bei mir wichtig, der IIer taugte nichts, der IIIer ist super. Den kann ich empfehlen.

    BTW: Das 300er habe ich 2011 gebraucht gekauft (das erste) und das war damals schon alt. Aber es ist gradios! Also kannst auch das Ier nehmen!

    Also ich unterstütze kaktusheini voll und ganz (aus der Praxis)

  3. #13
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    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie
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    Vielen Dank für die vielen Tips und nützlichen Hinweise.

    Wir freuen uns ungemein auf die Reise - hoffentlich klappt alles (vor dem Hintergrund der Corona-Hysterie, die gerade stattfindet).
    Unsere Reise verläuft (leider) gegen den Uhrzeigersinn, da wir anders herum die Unterkünfte nicht mehr zusammenbekommen hätten.
    Wir waren leider zu spät dran - mittlerweile sollte man Namibia mindestens 15 Monate im Voraus buchen.
    Nun sehen wir die Tiere am Anfang, was ich aber nicht schlimm finde.
    Von der Otjiwa Lodge aus werden wir drei Game Drives / Bush Walks wahrnehmen und auch noch in den Cheeta Conservation Fund fahren.

    Die beschriebene Route ist fix und schon ziemlich vollgepackt; es wird ohnehin sehr anstrengend.
    In der Kalahari habe ich zwischen der Kalahari Anib Lodge und der Gocheganas Lodge noch einen Abstecher ins Kuzikus Wildlife Resort (Nashörner) eingeplant.
    So sehen wir dann am Ende auch noch einmal Tiere.

    Bzgl. der Ausrüstung nehme ich natürlich meine übliche und mittlerweile erprobte Objektivpalette mit: 16-35 f/4, 24-105 II f/4 und 100-400 II
    Für den Sternenhimmel möchte ich noch ein lichtstarkes Weitwinkel mitnehmen, habe aber derzeit keines im Portfolio.
    Hier stehen für mich zur Auswahl Sigma Art 1,4/24, 1,4/20 oder 1,8/14, ggf. auch das EF 24 L II f/1,4 - mal sehen, was der Gebrauchtmarkt so hergibt.
    Eine Alternative wäre sicher auch das Sigma Art 2,8/14-24, was dann aber doch wiederum 4x lichtschwächer ist als die f/1,4 Festbrennweiten.

    Ich will meine Familie natürlich auch nicht zu sehr mit der Fotografiererei nerven, aber die beiden sind mittlerweile schon ziemlich abgehärtet ... und finden es ganz toll, hinterher die Bilder zu sehen
    Kommende Woche sehe ich mir ein EF 300 f/2,8 L IS gebraucht (2.200,-€) an und werde dann entscheiden, ob ich es kaufe (und dann nach dem Urlaub möglicherweise wieder verkaufe).
    Alles was darüber hinaus geht (400/2,8, 500/4,0, etc.) und auch das 200-400 4,0 1,4x habe ich gedanklich mittlerweile abgehakt, da zu groß, schwer und teuer (auch gebraucht).

    Ein zweites Gehäuse muss auf jeden Fall her, auch schon, damit man im Notfall weiterhin fotografieren kann.
    Ob es dann eine 7D II (ggf. 90D), 5Dsr oder R5 wird (wahrscheinlich letztere, wenn verfügbar) entscheide ich dann nach Verfügbarkeit (R5) und gebraucht Angeboten.
    Die 5D IV ist m.E. nicht ganz so interessant.

    Neben einem Stativ werde ich wohl einen/zwei Bohnensäcke mitnehmen, das wurde mir mehrfach empfohlen und wird ja nun schon seit den 1990er Jahren so praktiziert.

    Noch einmal vielen Dank für alle Kommentare und Anregungen.
    Bis Oktober ist ja noch ein wenig Zeit und ich werde bis dahin sicher noch so einiges fototechnisch ausprobieren, üben und experimentieren (ich sehe schon, wie man mich in Zoos und ggf. dem Bayerischen Wald mit meinem Fotokram belächeln wird). Vielleicht lächle ich aber dann noch mehr, wenn die Ergebnisse in Namibia gut werden.

    Vielen Dank auch für die PNs.

    Viele Grüße
    Arnd

  4. #14
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    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

    Hallo Arnd,

    denke bitte daran, dass Tiere sehr scheu und ruck zuck weg sind. Ich fühle mich auf Safaris teilweise wie John Wayne: Nicht lange warten und denken, sondern ziehen und abdrücken. :-) Eine zweite Chance bekommst Du oft nicht. Daher ist ein schneller und exakter Autofokus sehr wichtig. An meiner 5DIV wie auch an der 5DIII klappt das super. Dazu "Silent-Dauerfeuer", um auf Nummer sicher zu gehen. Im Zoo hast Du zwar Tiere, aber keine überraschenden Begegnungen. Bei der Safari springt Dir plötzlich ein Luchs mit Jungem im Maul vor das Objektiv und ist 2 s später im Gebüsch verschwunden. Das zweite Gehäuse würde ich - wie oben beschrieben - mit einer komplett unterschiedlichen Linse ausstatten (WW vs großes Zoom). Du wirst auf der Safari keine Objektive wechseln. Nicht nur weil es staubig ist, sondern weil Du keine Zeit dazu hast.

    Viel Spaß und viel Erfolg
    Dirk

  5. #15
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    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Peters Beitrag anzeigen
    Hallo Arnd,

    denke bitte daran, dass Tiere sehr scheu und ruck zuck weg sind.
    Also im Etosha ist (fast) nichts scheu, schon gar nicht während der Trockenperiode um die Wasserlöcher. Das ist wie ein großer Zoo und man benötigt eher ein Weitwinkel als ein Supertele, zumindest für Elefanten und Giraffen. Etwas anders anders sieht das zwar dort in richtiger Wildnis (z.B. im Erongo) aus, aber da kommt er bei der geplanten Art, ein Land zu „durchreisen“, sowieso nicht hin.
    „Unsichtbar macht sich die Dummheit, indem sie sehr große Ausmaße annimmt“ (Brecht)

  6. #16
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    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie
    Thread-Eröffner

    Guten Abend zusammen,

    vielen Dank für den Hinweis bzgl. des Erongo Gebiets, durch das wir zwar reisen aber wahrscheinlich nicht in die gemeinte Region.
    Ich habe mir soeben das Erindi Game Reserve angesehen. Hier hätten wir ggf. die Chance, dieses noch zu besuchen, da die Route noch nicht bis ins letzte Detail feststeht.

    1999 war ich bereits einmal in Kenia und hatte die Gelegenheit die Nationalparks Amboseli, Tsavo West und Tsavo Ost auf einer Safari zu erleben.
    Wir waren damals zu zweit in einem Safari-Kleinbus mit einheimischem Fahrer unterwegs.
    Das war sehr individuell und hat uns zu großartigen Eindrücken verholfen.
    Zu der Zeit fotografierte ich noch analog ohne AF mit Nikon (F3HP und F2AS, Nikkor 50-300mm f/4,5 mit 1,4x Konverter und 28-85mm auf Kodachrome 200).
    Das war von der Ausrüstung her wesentlich langsamer, als alles, worüber wir hier schreiben. Dennoch konnte ich damit einige ordentliche Bilder hinbekommen.
    Die Tiere waren meiner Erinnerung nach überhaupt nicht scheu und auch nicht innerhalb weniger Sekunden wieder verschwunden.
    Ich erinnere mich, dass wir mit dem Fahrzeug einmal früh morgens zwei Löwinnen bei der Jagd auf einen einzelnen Wasserbüffel verfolgt haben.
    Ansonsten sind wir sehr nah an die Tiere herangekommen.

    Das ist alles lange her und was vor über 20 Jahren in Kenia war, lässt sich sicher nicht auf das heutige Namibia übertragen.

    Noch einmal vielen Dank für alle Hinweise.

    Viele Grüße
    Arnd

  7. #17

    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

    Hallo Arnd,

    in Etosha werden die Tiere nicht sehr scheu sein. Sie sind an die Menschen bzw. ihre stinkenden Autos gewöhnt. Was anderes ist es auf einer Fußsafari, dort ist die Fluchtdistanz deutlich größer.
    Ja, man kann auch mal ganz überraschend eine gute Szene haben, aber darüber würde ich mir keine Gedanken machen. Entweder die Aufnahme klappt oder man hat Pech gehabt. Die Wahrscheinlichkeit ist eher klein, dass man DIE Szene erwischt. Dazu braucht es einfach Zeit und Geduld um die Tiere zu beobachten, d.h. auch mal mehrere Stunden/ Tage z.B. das selbe Löwenrudel zu beobachten. Als normaler Safari-Tourist bleibt dazu aber meist wenig Zeit. Luchse wirst du in Namibia definitiv nicht sehen die gibt es dort nicht. Maximal wirst du einen Karakal sehen, aber die Chancen gehen eigentlich gegen Null und ist wirklich Glücksache.

    Was ist denn für dich ein "normaler Fotorucksack"? Es gibt schon einige Modelle auf dem Markt in die das 400er/ 500er gut reinpassen und die auch handgepäcktauglich sind. Beim 300er Version I würde ich mich vorher aber mal schlau machen, wie es da ggf. mit Ersatzteilversorgung ausschaut. Wahrscheinlich passiert in 99,9% der Fälle nichts, aber wenn, dann hat man das Geld in den Sand gesetzt. Daher würde ich eher auch zum aktuellen Modell greifen. Wenn du es sowieso wieder verkaufen wirst, dann entstehen fast keine Kosten. Ich persönlich bin kein Fan der Konverter-Lösungen auf Safari, denn man ist ständig am wechseln. Oder du betreibst das 300/2.8 dauerhaft mit dem 2fach Konverter und wechselst nur in der Dämmerung auf die 300/2.8. Wenn du aber das 100-400 sowieso dabei hast, dann würde ich eher Richtung 500er gehen.
    Nunja, viele Weg führen nach Rom. Man macht sich am Anfang viel zu viel Gedanken über die Ausrüstung. Genieße die Safari, das wird einfach ein tolles Erlebnis.
    Gruß

    Thorsten

  8. #18
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    Hallo Thorsten,

    ja, leider haben wir nicht so viel Zeit, wie ich gerne hätte. Wir müssen uns nach den Schulferien richten und da heißt es immer, Kompromisse zu machen.
    Ich hoffe, wir kommen noch einmal nach Ostafrika (Tansania/Kenia) in den nächsten Jahren und haben dann ein wenig mehr Zeit für Safaris.
    Tiere in freier Wildbahn zu sehen ist natürlich immer Glückssache. 1999 haben wir z.B. jede Menge Löwen gesehen aber dafür keinen Geparden oder Leoparden.
    In Chile (Patagonien) hatten wir z.B auch kein Glück mit einem Puma, dafür gab's umso mehr Guanakos

    Ich tendiere momentan zu dem 100-400 (+ 1,4x bei Bedarf oder mit einer 7DII) und einem 300/2,8 mit 2x Extender permanent und das 300/2,8 einzeln bei Bedarf.
    Ständiges Wechseln halte ich auch nicht für praktikabel. Wenn ich einmal ein 300/2,8 habe, befürchte ich, dass ich doch nicht mehr verkaufe.
    Die Version 300/2,8 IS L ist ja einigermaßen günstig zu bekommen. Ich hoffe, dass dann kein Defekt der AF-Motoren eintritt.
    Von den ganz großen Teles (400/2,8, 500/4,0 und 600/4,0) habe ich mich gedanklich bereits verabschiedet.

    Wir haben übrigens noch einmal ein wenig umgeplant und sind jetzt die erste Nacht in der Erindi Lodge und von da geht es dann weiter zur Otjiwa Lodge und dann in den Etosha Park.
    Ganz am Ende wollen wir noch in das Kuzikus Wildlife Ressort in der Kalahari. Somit sind wir dann 6 Tage safarimäßig unterwegs.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Arnd

  9. #19

    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

    Ich möchtet mich den diversen Aussagen hier anschliessen.

    Vor drei Jahren war ich in Botswana und mehr als 400mm braucht man in den wenigsten Fällen - es sei denn du konzentrierst dich auf Vögel.

    Viel Vergnügen auf deiner Reise
    Wernfried

  10. #20
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    Standard AW: Tele (-Zoom) für Tierfotografie

    Zitat Bezug auf die Nachricht von Photog78 Beitrag anzeigen
    ich sehe schon, wie man mich in Zoos und ggf. dem Bayerischen Wald mit meinem Fotokram belächeln wird
    Ich bin öfter mal im Nationalparkzentrum Falkenstein, da ich dorthin nur eine knappe halbe Stunde zu fahren habe. Dort am Luchsgehege treffe ich öfter mal Fotografen mit 500-er und 600-er Teles. Da komme ich mir mit meinem 300/2,8 richtig armselig vor.

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