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Thema: Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht

  1. #1
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    Standard Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht
    Thread-Eröffner

    Hallo Foris,

    hat jemand Erfahrung mit dem Kameraumbau (machen lassen vom Profi) auf Infrarot?
    Ich bin am Überlegen meine alte 60D umzurüsten.
    Gibt es Empfehlungen von Dienstleistern die sowas anbieten?

  2. #2
    Full-Member Avatar von hs
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    Standard AW: Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht

    Bevor die 60D nicht mehr verwendet wird lohnt sich der Umbau durchaus.

    Frag mal nightshot: http://gletscherbruch.de/impressum.html

    Rainer bietet 2 Dichten an, den RG715 und den RG830. Der erste kann auch als falschfarben Color verwendet werden, bei Portrait durchaus interessant, der zweite ist intensiver vom Effekt und nur als SW geeignet.
    Moin

  3. #3
    Full-Member
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    Standard AW: Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht

    Um meiner aufgrund konsequenter Nichtnutzung allmählich zunehmend verstaubenden 7D wieder neues Leben einzuhauchen, hatte ich genau dasselbe vor. Leider stand relativ schnell fest, dass die Umbaukosten beim Profi in etwa jene Summe ausmacht, welche zugleich relativ akkurat den Restwert des Bodys widerspiegelt. Ich entschied mich daher, mich selbst daran zu versuchen.

    Das Prozedere ist prinzipiell für einen jeden machbar der ein bisschen Gefühl in den Händen hat sowie ein gewisses Verständnis für Physik mit sich bringt. Auf die leichte Schulter à la "Wenn Robert das kann, kann ich das auch" würde ich es allerdings nicht nehmen! Bei mir kam noch der Vorteil hinzu, dass ich in einer staubfreien Umgebung mit ESD-Boden hab arbeiten können. Das ganze lief dadurch entsprechend sauber und frei von jedweder statischer Aufladung ab.
    Zu bedenken ist jedoch, dass der Sensor mit einem Höchstmaß an Präzision ab Werk justiert wird. Sobald man notwendiger Weise daran herumfuhrwerkt, ist diese natürlich hinüber. Der AF ist d.h. nach dem Umbau natürlich nur noch über den LV oder eben manuell präzise möglich (was mich bei Astro nicht tangiert).

    Nachdem der Thread ganz klar nach einer Empfehlung für den Umbau beim Profi fragt, höre ich an dieser Stelle jetzt auch wieder auf.

    LG, Robert

  4. #4
    Full-Member Avatar von werner.bennek
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    Standard AW: Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht

    Habe vor Jahren mal selbst eine Nikon D70 vom internen IR-Filter befreit und danach mit Schraubfiltern (B+W, IR-695) betrieben.
    Ich habe es nicht bereut, auch wenn der Gebrauch der Kamera (ohne Liveview) danach sehr schwierig war.
    Gruss

    Werner

  5. #5
    Full-Member Avatar von michael_alabama
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    Standard AW: Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht

    Ich hab das mal bei einer 700D machen lassen - und nicht bereut. Die wesentliche Entscheidung war, nach meiner Erinnerung, die Frage

    • "Nackte Kamera", also Filter raus und Infrarot vor die Linse = kein/schwaches Sucherbild, dafür flexible IR-Grenzfrequenz
    • "Filter raus und ersetzen" = Sucherbild wie vor Umbau, dafür feste IR-Grenzfrequenz; ggf. 2. Filter vors Objektiv setzen.

    Auch bei nackter Kamera sollte beim Profi ein Neutralglas vorgesetzt werden, damit der automat. Fokus weiter in Funktion bleibt. Fotografieren mit der zweiten Lösung ist genial: Ausschnittsuche durch den Sucher in voller Helligkeit + automat. Fokus; Beurteilung der "Bildwirkung" über Display (auf SW einstellen). Es ist kein Vergleich mit dem Gewurschtel bei einer originalen Kamera mit vorgesetztem IR-Filter.

    Aber es hat seinen Preis. Ich meine, ich habe locker 400€ bezahlt vor einigen Jahren.
    Wenn man "Twitter" benutzt, "twittert" man. Was macht man aber, wenn man "WhatsApp" benutzt? Gibt's da nix Cooles? Ha, ich weiß: Man "whapst"

  6. #6
    Full-Member Avatar von hs
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    Standard AW: Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht

    Zitat Bezug auf die Nachricht von michael_alabama Beitrag anzeigen
    Fotografieren mit der zweiten Lösung ist genial: Ausschnittsuche durch den Sucher in voller Helligkeit + automat. Fokus;
    So isses, vom Handling ist ein "fester Filter" vor dem Sensor deutlich besser. Man verwendet die Kamera wie eine normale DSLR. Der AF funktioniert weiterhin, wenn gleich Rainer warnte dass das AF Modul natürlich unverändert auf normale Wellenlängen fokussiert. Ich habe keine AF Verschlechterung feststellen können, ist bei Landschaft und abgeblendet auch absolut kein Problem.

    Zitat Bezug auf die Nachricht von michael_alabama Beitrag anzeigen
    Aber es hat seinen Preis. Ich meine, ich habe locker 400€ bezahlt vor einigen Jahren.
    Der Umbau meiner alten 5er (inkl. Spiegel Reparatur, der war abgefallen) hat letztes Jahr 340€ gekostet.
    Moin

  7. #7
    Full-Member Avatar von michael_alabama
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    Standard AW: Kameraumbau für IR? Ja-nein-vielleicht

    Ich kann nochmal ergänzen:

    Wer einen preisgünstigen und flexiblen Einstieg sucht:

    Die alten Sony-Kameras mit "Nightshot"-Modus verfügten über einen wegschwenkbaren IR-Sperrfilter. Man konnte die Kamera also jederzeit in den "nackten" Zustand versetzen. Gleichzeitig wurde dabei aber (elektrisch) eine Begrenzung der Belichtungszeit durchgeführt wegen irgendwelcher Missbrauchsmöglichkeiten. Diese Schaltung lässt sich relativ leicht nach Demontage der Kamera (Internet, Youtube) beseitigen: Durchtrennen einer Leiterbahn, dank sauberer Sony-Konstruktion nicht sonderlich schwierig. Damit hat man eine Kamera, mit der man leicht Hin- und Herwechseln kann zwischen "nackt" und Standard.
    Dann kann man beliebige IR-Durchlassfilter vor das Objektiv setzen - Adapter ggf. erf. Es gibt zwar ein Filtergewinde, man kann aber mit einem Adapter gleich auf die vorhandenen oder zukünftigen IR-Filter aufrüsten. Super zum Experimentieren und Herausfinden der geeigneten Filter-Eckfrequenz.

    Die Kamera hat einen SW-Modus und Elektronik-Sucher, man kann also jederzeit die Wirkung vor der Aufnahme beurteilen.

    Die Kameras sind natürlich outdated, kleiner Sensor etc. Aber günstig über ebay zu erhalten. Das letzte Modell ist meines Wissens die DSC-H7, der Klassiker war die DSC-717 (?).

    Wer also mal Testen möchte, sollte sich umschauen. Vermutlich sind Adapter und Filter teurer als die Kamera.
    Geändert von michael_alabama (16.04.2021 um 09:59 Uhr)
    Wenn man "Twitter" benutzt, "twittert" man. Was macht man aber, wenn man "WhatsApp" benutzt? Gibt's da nix Cooles? Ha, ich weiß: Man "whapst"

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