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Thema: Adobes neue Nutzungsbestimmungen

  1. #11

    Standard AW: Adobes neue Nutzungsbestimmungen

    Zitat Bezug auf die Nachricht von JensLPZ Beitrag anzeigen
    Man muss einfach den Realitäten ins Auge schauen.......Die einzige Alternative nannte ich.
    Ich habe erwähnt, dass es seitens der EU und auch der User-Communities (siehe MS Copilot oder Petapixel-Links) teils durchaus heftigen Widerstand gegen das gibt, was Du offenbar als unabänderliche Realität betrachtest. Zumindest die Sprache der Millionen- oder gar Milliarden-schweren Strafzahlungen scheinen die Tec-Unternehmen zu verstehen, - wenigstens war dies bisher so. Und auch Adobe ist nach der Protestwelle zurückgerudert und hat sich zumindest erklärt, anstatt einfach stillschweigend die Nutzungsbedingungen zu ändern. Ob sie trotzdem versuchen, auf irgend einem Weg an die Daten zu gelangen, steht freilich auf einem anderen Blatt. Denjenigen, die diese von Dir so bezeichnete "Evolution" dennoch nicht schulterzuckend hinnehmen wollen, d.h. die ungefragte Vermarktung ihrer persönlichen Daten, vor allem aber den Diebstahl und die Verwendung und Verbreitung der oft aufwändig erworbenen eigenen Bilder nicht akzeptieren, eine einsame, unbewohnte Insel zu empfehlen, halte ich - vorsichtig ausgedrückt - für reichlich deplatziert und kurzsichtig. Für beruflich arbeitende Fotografen tangiert die Aushebelung des Copyrights leicht mal die Existenzgrundlage, aber auch Nicht-Profis, die ihre Aufnahmen z.B. auf aufwändigen, kostspieligen Expeditionsreisen gewonnen haben, wehren sich verständlicherweise gegen den Bilderklau. Ich war mal auf einer Eisbrecherexpedition in der Antarktis bei den Kaiserpinguinen oder bei -45°C in Kanada nahe der Hudson Bay zur Fotografie der neugeborenen Eisbären,- sicherlich beidesmal ein aufwändiges eOnce-in-a-lifetime Unterfangen. Die Vorstellung, dass meine Bilder ohne mein Zutun einfach abgezogen werden, treibt mir sprichwörtlich den Blutdruck hoch. Natürlich hat man als Einzelner kaum eine Chance, gegen diese durchaus kriminellen Methoden erfolgreich vorzugehen. Trotzdem ist es m.M.n. notwendig, zumindest zu versuchen, sich dagegen zu wehren und der ungebremsten Ausweitung dieser Entwicklung Einhalt zu gebiete, bspw. durch Beteiligung/ Unterstützung entsprechender Initiativen, Kontaktierung entspr. EU-Stellen, medialer Initiativen etc. Wem das alles egal ist, braucht sich nicht zu wundern, wenn er zukünftig sämtliche Verfügungsmöglichkeit über seine Daten und Arbeit als open-source Quelle verliert. Selbstverständlich steht es Dir frei, das alles ganz anders zu sehen und hinzunehmen. Ich teile ja nur die Ausführungen und Bedenken von f9 bis zu einem gewissen Punkt


    Um die Kurve zu Adobe und Affinty zu kriegen: Affinity ist nicht wirklich ein Adobe Photoshop Ersatz - zumindest nicht, wenn man mehr als einfache Funktionen möchte. (Keine Bange, Affinity kaufte ich ebenfalls...) Auf das Abo Modell werden wohl früher oder später die meisten Anbieter aufspringen. Adobe begann damit, andere ziehen nach
    .

    Es ist mir bekannt, dass Affinity kein vollständiger Ersatz von PS ist. Trotzdem nutzen nach meiner Kenntnis mehrere renommierte Profis (bspw.US-Naturfotografen) diese Applikation aus den besagten Gründen. Dass das Geschäftsmodell nicht nur bei Streaming-Diensten, sondern in fast allen Bereichen des täglichen Lebens sich zu einer uferlosen Abo-Falle hin entwickelt, habe ich ja exemplarisch am Beispiel von CaptureOne selbst beschrieben.

    Nicht nur zum Black Friday gibt es immer mal die Möglichkeit, gleich für mehrere Jahre im Voraus die Adobe Subscription für zum Teil mehr als 50% Rabatt zu kaufen - und bei Adobe einzulösen. (Mein PS / LR Abo läuft fast bis 2030...) Und ganz ehrlich - wem das dann immer noch zu teuer ist, sollte vielleicht ganz auf GIMP umschwenken. Auch das ist nicht lächerlich gemeint, jedoch mit einer Prise Sarkasmus gewürzt.

    Das war Ende des vergangenen Jahres ein echtes Thema: monatliche Limits der "Generative Credits". Hast Du davon schon etwas gemerkt? Ich nicht.
    Die Black Friday Angebote von Adobe kenne ich und nutze sie ja seit 3 Jahren auch - allerdings nicht auf Jahre hinaus, sondern jeweils für 1 Jahr.
    Und ich habe doch gar nicht den Preis des Abos kritisiert, - im Gegenteil erwähnt, dass das Photo-Abo über Jahre stabil und fair war, vor allem, wenn man das mit dem Preis bei Mitbewerbern wie C1 oder DxO vergleicht. Ich hätte nicht einmal etwas einzuwenden, wenn - wie ebenfalls erwähnt - aufgrund der KI-Weiterentwicklungen nun eine maßvolle Erhöhung vorgenommen würde. Die Preisgestaltung war ja auch ein Punkt, weshalb ich mich ungeachtet des verbreiteten Vorbehalts gegen Adobe am Ende doch zur Subskription durchgerungen hatte.
    In der Tat hatte ich nicht mitbekommen, dass die Limitierung der "Generative Credits" bereits zum Ende des vergangenen Jahres ein Thema war, sondern bin erst kürzlich darauf gestoßen. Auch ich habe davon in der Praxis bisher nichts bemerkt, zumal ich ja die generativen Tools nicht bei jedem Bild nutze und insofern bis dato gar nicht das Limit (bei mir 250 Credits/Monat) erreicht habe. Mein Punkt war/ ist ein anderer: Ungeachtet des bislang fairen Abo-Preises der Basis-Subskription sind die "Generativen Credits" mit Sicherheit als weitere, flexible Einnahmequelle konzipiert und es bleibt abzuwarten, wie dies sich entwickelt, wenn mal die Kosten auf dem Tisch liegen. Nicht erst mit der Einführung des Abo-Modells und Beerdigung der versprochenen perpetualen LR- Fortführung hat sich Adobe nicht unbedingt den Ruf eines sonderlich vertrauenswürdigen Unternehmens erworben, so dass Skepsis hinsichtlich der Kostenentwicklung der Generative Credits durchaus angebracht ist. Man wird sehen.

    MfG
    Wolfgang

  2. #12
    Free-Member Avatar von f9
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    26.11.2012
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    1.376

    Standard AW: Adobes neue Nutzungsbestimmungen

    @WJaekel
    Danke für deinen Beitrag, 100% Zustimmung

    Ah, JensLPZ, deine Art ist unverändert seit meiner Foren-Pause.
    Absicht und Wirkung deiner Posts stehen sich jedenfalls diametral gegenüber, in meinen Augen.
    Danke im Übrigen für die Schublade, in die du mich zu stecken versuchst.
    Korrigieren möchte ich da nur, weil zusätzlich inhaltlich falsch, dass eine VPN-Verbindung dich nicht schützt im Netz eindeutig identifiziert zu werden, siehe unter anderem „Werbe-ID“ von M$.

    Ist es wirklich so, dass dir bspw. die lückenlose Aufzeichnung aller Aktivitäten am PC durch ein amerikanisches, privatwirtschaftliches Unternehmen vollkommen egal ist?
    Jemand nimmt sich das Recht heraus, deine Persönlichkeitsrechte (hier: Informationelle Selbstbestimmung) massiv einzuschränken oder gar auszuhebeln und du nennst das „Evolution der Menschheit“ und dann ist die Sache damit für dich erledigt?
    Ich meine, klar, die Haltung kann man einnehmen – vor allem wenn man sich nicht weiter damit beschäftigen will und Unangenehmes wird gerne verdrängt – ich bin nur der Meinung, dass man das nicht sollte.

    Wenn wir jetzt nicht handeln, wird das alles wirklich ‚normal‘ werden, da von der schweigenden Masse akzeptiert, und ehe man sich versieht ist alles in einer großen Datenbank.
    Egal? Kann sogar gut sein? Was wollen die mit den Daten? Nichts zu verbergen? (Der Umkehrschluss ist hier übrigens ganz gefährliches Pflaster)
    Da rate ich zu einem Blick in die Geschichte:
    Amsterdam hat schon Ende des 19Jh. damit begonnen Segregation (~ Slum-Bildung) vorzubeugen, indem die Stadt Daten über alle Bürger erhoben hat, Familienstand, Alter, Ethnie, Religion, etc. um eine gesunde Durchmischung zu gewährleisten. Das ging auch Jahrzehnte wie gewünscht, bis die Nationalsozialisten kamen, die hocherfreut waren, im Stadtarchiv die Namen und Adressen aller Juden vorzufinden.

    Wissen ist immer auch Macht und diejenigen, die sich fragen, was die Firmen mit den Daten wollen, sollten sich lieber fragen, warum Millionen und Abermillionen in die Sammlung dieser Daten gesteckt werden, wenn sie doch so nutzlos sind.
    Wenn mich ein Fremder auf der Straße nach der Farbe meiner Unterhose fragt, kann ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, was er mit dieser Information will, aber geben würde ich sie ihm deswegen trotzdem nicht.
    Im Falle der Tech-Firmen ist das einfach nur Geld, was generiert wird; auf Kosten der Privatsphäre.
    Kapitalismus 2.0: Man zahlt nicht nur einmal, man zahlt dauernd und dann noch etwas extra mit seinen Nutzerdaten.
    Meiner Meinung nach müssen die Leute vom Gipfel des „Mount-What-Everrest“ runter und kritisch auf das schauen, was mit Ihnen in der digitalen Welt gemacht wird. Keine Unschuldsvermutung für die Intentionen der Firmen, sondern „schuldig, bis der Sniffer das Gegenteil bewiesen hat“.

    Adobe, Alphabet, Meta, Microsoft und wie sie alle heißen müssen in dem, was sie tun massiv eingeschränkt werden. Es gibt zwar Strafen seitens der EU, zuletzt gegen Meta, aber die 2,4Mrd zahlen die lieber und machen weiter so. Eine DSGVO-konforme Version von Win10 gibt es bis heute nicht; sollte zwar Ende 2023 kommen, aber wurde geflissentlich verschoben, seitens M$.

    Aber selbst wenn einem das alles Wurst ist, sind die Daten immer noch eine dicke, fette Zielscheibe für Hacker und Pannen hat es in der Vergangenheit wahrlich genug gegeben.

    Adobe-Produkte werde ich in Zukunft, wenn überhaupt, jedenfalls nur noch ‚kreativ‘ verwenden. Heißt ja immerhin auch Creative Suit.

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